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Gebrauchtwagencheck Hyundai Tucson - Besser, aber nicht perfekt

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In der dritten Generation wollte sich der Hyundai Tucson vor allem als direkter Konkurrent zu VW Tiguan empfehlen.

(Foto: Hyundai)

Der Tucson ist seit 2004 im Hyundai-Angebot. Nach einem Namenswechsel mittlerweile in der vierten Generation. Der Gegner des VW Tiguan konnte beim TÜV nicht immer glänzen. Leider gilt das auch noch für die dritte Generation des SUV.

Erst Tucson, dann ix35, dann wieder Tucson: Hyundais Kompakt-SUV ist nach einem kurzen Intermezzo (2. Generation, 2009 bis 2015) zum ursprünglichen Namen zurückgekehrt: Die dritte Ausgabe (Typ TL) ist erst kürzlich in Rente geschickt worden; eine gute Gelegenheit das zwischen 2015 und 2020 angebotene SUV einem Gebrauchtwagencheck zu unterziehen.

So groß wie ein VW Tiguan

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Klare Linien und stimmige Proportionen bestimmen das äußere Bild des Hyundai Tucson.

(Foto: Hyundai)

Die dritte Generation streckt sich auf eine Länge von 4,48 Metern, gegenüber dem ix35 ein Zuwachs von sieben Zentimetern. Außerdem hat er beim Radstand um drei Zentimeter auf 2,67 Meter sowie in der Breite ebenfalls um drei Zentimeter auf 1,85 Meter zugelegt. Das koreanische Kompakt-SUV entspricht damit ziemlich genau den Abmessungen der zweiten VW Tiguan-Generation, die seit 2016 auf dem Markt ist. Das Kofferraumvolumen kommt auf 513 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um, sind es 1500 Liter.

Optisch fällt der Tucson durch klare Linien und stimmige Proportionen auf. Im Vergleich zum Vorgänger punktet das SUV durch einen hochwertigeren Innenraum. Die Verarbeitung ist gut, das Platzangebot ebenfalls. 2018 erhielt das Fahrzeug mit kleinen Änderungen an Front und Heck ein Facelift; LED-Scheinwerfer sind seitdem optional erhältlich. Seit 2019 gibt es das SUV auch in der auf Sportlichkeit getrimmten Version N-Line. Diese fällt durch geänderte Front- und Heckschürzen, 19-Zöller, dunkle Dekor-Applikationen und ein Doppel-Auspuffendrohr auf.

Reiches Angebot an Motoren

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Das Innenleben des Hyundai Tucson hängt sehr von der zuvor gewählten Ausstattungslinie ab.

(Foto: Hyundai)

Das Motorenangebot umfasst Vierzylinder-Benziner und Diesel; sie sind bis auf den 177 PS-Turbo-Benziner aus dem Vorgänger bekannt, wurden für den Einsatz in der dritten Generation überarbeitet und effizienter. Allrad oder Frontantrieb sind weiterhin zu haben. Zum Marktstart stand ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 132 PS und 177 PS zur Wahl. Die stärkere Ausbaustufe gibt es auch mit Allrad. Die Höchstgeschwindigkeiten liegen zwischen 182 und 205 km/h, die Verbräuche im Schnitt zwischen 6,3 und 7,8 Litern. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Sechsgang-Getriebe, optional sorgt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe für die richtige Gangsortierung.

Außerdem offeriert Hyundai drei Dieselmotoren. Zunächst standen ein 1,7-Liter-Selbstzünder mit 116 PS und 140 PS sowie ein Zweiliter in den Ausbaustufen 136 PS und 185 PS zur Wahl. Die 185 PS-Version verfügt ab Werk über Allradantrieb und statt des Handschalters kann eine Sechsgang-Automatik geordert werden. Mit dem Facelift ersetzte ein 1,6-Liter-Diesel den 1.7er bei fast identischen Leistungsdaten. Der Zweiliter ist ausschließlich in der stärksten Variante erhältlich. Die Dieselmotoren bieten ordentlich Drehmoment das von 280 bis 400 Newtonmeter reicht und verbrauchen laut Datenblatt im Schnitt zwischen 4,6 und 6,5 Liter.

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Im Fond des Hyundai Tucson müssen sich Reisende nicht über Platzmangel beschweren.

(Foto: Hyundai)

Der Tucson wurde in vier Komfortlinien (Classic, Trend, Style und Premium) angeboten. Die Basis ist, wie der Name schon sagt, nicht gerade üppig ausgestattet, "Trend" bietet unter anderem eine Klimaautomatik, Sitzheizung und ein beheizbares Lenkrad. Mit "Style" halten Rückfahrkamera, ein Radio-Navigationssystem und Verkehrszeichenerkennung Einzug in das SUV. "Premium" bietet zum Beispiel LED-Licht, 19-Zoll-Räder und einen Parkassistenten.

Optional konnten Erstbesitzer unter anderem noch ein Assistentpaket mit automatischen Bremsassistenten, Tot-Winkel- und Querverkehrwarner ordern. Mit dem Facelift sind auch ein radargestützter Tempomat, 360-Grad-Kamera und Müdigkeitswarner erhältlich. Beim NCAP-Crashtest 2015 erreichte der Tucson eine fünf-Sterne-Bewertung.

Kein Mängelzwerg

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Mit 513 Liter Kofferraumvolumen taugt der Hyundai Tucson auch für die Urlaubsreise mit der Familie.

(Foto: Hyundai)

Die erste TÜV-Prüfung hat der Tucson Typ TL besser bestanden als die Vorgängermodelle. Allerdings liegt seine Mängelquote ("ohne Mängel" und "erhebliche Mängel") über dem Schnitt aller untersuchten Fahrzeuge. Schwachpunkt des SUV ist wie schon bei den vorigen Generationen die Funktion der Bremse. Auch die Achsaufhängung und Dämpfung sowie Beleuchtung und Ölverlust geben oftmals Anlass zu Beanstandungen während der TÜV-Hauptuntersuchungen. Bei fünf Jahren Garantie sollten die meisten Mängel auf Kosten des Importeurs behoben sein.

Fazit: Der Hyundai Tucson ist ein solides SUV mit ordentlichen Platzverhältnissen und je nach Ausstattung mit viel Komfort. Das Schöne: Er macht nicht nur optisch auf SUV, er ist, zumindest mit Allradantrieb, auch mal für den Einsatz abseits der Straße geeignet. Los geht es auf den Gebrauchtwagenportalen ab rund 10.000 Euro. Empfehlenswert ist jedoch ein ausführlicher Check vor dem Kauf, um die genannten Schwachstellen zu kontrollieren.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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