Gebrauchte

SUV aus der Sportwagenschmiede Porsche Cayenne kam, sah und siegte

Das Jahr 2003 war für Porsche ein besonderes: Damals hängte der Cayenne den 911 bei den Verkaufszahlen ab und avancierte zum erfolgreichsten Modell des Herstellers. Das ist er bis heute geblieben. Auch der ADAC hat kaum etwas an ihm auszusetzen.

Der Porsche Cayenne kam im Jahr 2002 auf den Markt und wurde durchaus beargwöhnt. Kann ein Sportwagenhersteller gute Geländewagen bauen?, fragten sich die Kritiker. Dass Porsche dazu in der Lage ist, belegt die Statistik: Bei der Hauptuntersuchung (HU) schneidet der Cayenne gut ab, dem ADAC werden kaum Mängel gemeldet.

Zuverlässiger Begleiter: Der Porsche Cayenne gibt TÜV und ADAC kaum Anlass zu Kritik. Foto: Porsche

Zuverlässiger Begleiter: Der Porsche Cayenne gibt TÜV und ADAC kaum Anlass zu Kritik.

(Foto: dpa-tmn)

Der Automobilclub macht es knapp mit seinem Urteil: "Zuverlässig" heißt es in München schlicht. Außer einigen Batterieproblemen bei älteren Fahrzeugen und Marderbissen an den Kühlschläuchen gebe es nicht viel zu bemängeln. Und bei der HU kommen vor allem fünf Jahre alte Exemplare gut weg. Nach drei Jahren liegen Probleme mit der Lenkung allerdings leicht über der Mängelquote. Das gleiche Bild ergibt sich bei der Beleuchtung, die ebenfalls erst nach fünf Jahren im Vergleich zur Konkurrenz besser abschneidet. Ein dickes Lob gibt es für die Bremsanlage.

Mitte 2002, als der Cayenne in den Handel kam, begann der Siegeszug des SUVs mit VW-Genen. Technisch viel gemein hat der Porsche mit dem VW Touareg. Karosserieteile beider Modelle werden im VW-Werk im slowakischen Bratislava gefertigt, für die Endmontage des Porsche werden sie nach Leipzig verfrachtet. Mit der Modellpflege 2007 überarbeitete Porsche die Optik und stellte die Motoren auf Direkteinspritzung um. 2009 kamen Diesel ins Programm.

Ab 32.650 Euro

Für einen Porsche typisch treiben den Cayenne ausschließlich leistungsstarke Aggregate an. Die Untergrenze markiert der 2009 eingeführte Sechszylinder-Diesel mit 240 PS. Der bislang stärkste Selbstzünder kommt auf 382 PS. Die Benziner geben je nach Baujahr und Ausführung 250 PS bis 550 PS ab. Verbaut sind ausschließlich V6- oder V8-Motoren. Seit 2010 hat Porsche auch eine Hybrid-Version im Programm, die auf eine Systemleistung von 333 PS kommt.

Wer nach dem Hybriden als Gebrauchtwagen sucht, sollte mit Preisen ab knapp 50.000 Euro rechnen. Die Schwacke-Liste nennt für einen Cayenne S Hybrid Tiptronic S von 2010 einen Richtpreis von 49.850 Euro bei einer angenommen Laufleistung von 51.200 Kilometern. Wer einen frühen Ölbrenner sucht, kann im Falle des Cayenne Diesel Tiptronic S von 2009 ab etwa 32.650 Euro fündig werden (82.400 Kilometer). Wer einen neueren, topmotorisierten Benziner haben möchte, muss fast das Dreifache hinblättern: Den Cayenne Turbo Tiptronic S mit 540 PS von 2012 führt Schwacke mit 103.850 Euro (25.600 Kilometer). Das S-Modell mit 550 PS aus dem gleichen Baujahr kostet pro Extra-PS noch einmal fast 1000 Euro mehr.

Quelle: ntv.de, kse/dpa

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