Praxistest

Fazit Der Patron ist noch nicht entmachtet

Der Namenspatron der Golf-Klasse kann seine Stellung verteidigen, muss sich aber anstrengen, die Konkurrenz in Schach zu halten. Natürlich profitiert der Golf VI von der Entwicklung seines Vorgängers, aus dem viel ausgereifte Technik übernommen wurde. Neuentwicklungen, wie das Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen und der brandneue 1.4-TSi-Motor runden ein herausragendes Technikpaket ab.

Ist der Golf auch in der Anschaffung nicht gerade ein Schnäppchen, so erweist er sich wenigstens im Verbrauch als der Sparsamste unter den Benzinern. Auch die versprochene Wertigkeit kann der Golf erbringen. Die Verarbeitung reicht in vielen Kriterien fast an die Premiumklasse heran.

BMW 1er, der Außergewöhnliche

Mit sechs Litern im Mix ist der Volkswagen sogar noch etwas zurückhaltender als der BMW, der als einziger über eine serienmäßige Start-Stopp-Automatik verfügt. Der Einser bleibt ein Sonderfall in der Kompaktklasse, der alles anders macht, als es sich normalerweise in seinem Segment ziemt. Von den Kunden wird das seit Jahren belohnt. Mit mehr als 76.000 Einheiten im letzten Jahr kann er konzernintern fast seinem großen Bruder, dem 3er Paroli bieten.

In unserem Vergleich rutscht der BMW objektiv aber hinter den Megane. Der zwar mit seinem Dieselmotor schwächer ist, aber dieses Leistungsmanko im Alltag mit dem niedrigsten Verbrauch und mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis mehr als wettmacht. Auch qualitativ hat der Franzose zulegen können. Der Innenraum fühlt sich weitaus besser an als in den Vorgängermodellen. Nur das Navigationssystem fällt grafisch und in der Bedienung etwas ab.

Durstiger Peugeot

Der Peugeot kann nur durch sein gutes Platzangebot und den zupackenden Motor punkten. Die stößige Lenkung und die weiche Karosserie zeigen aber, dass die Mitbewerber hier weiter sind. Auch der Verbrauch, der mit sieben Litern angegeben wird, untermauert diesen Eindruck. Ein Liter mehr als der Golf ist dann doch zu viel. Schließlich soll sich der Abschied vom Alt-Auto auch langfristig rechnen.

Der Platzhirsch kann also seinen Titel verteidigen. Der VW Golf bietet das rundeste Paket, wenn auch nicht zum günstigsten Preis. Doch die Fülle an technischen Systemen, dem neuen "Downsizing"-Motor und der hohen Verarbeitungsqualität bringt ihn wieder an die Spitze seines Segments.

Quelle: n-tv.de

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