

Anfänger, die sich noch nicht eingehend mit Aktien als Form des Vermögensaufbaus befasst haben, werden vor allem von fehlendem Wissen ausgebremst. Aktien werden vielfach als Finanzinstrumente für Begüterte angesehen, zu teuer, zu risikoreich, zu komplex. Das entspricht aber nicht den Tatsachen.
Der Einstieg gelingt, wo die Bereitschaft vorhanden ist, sich in die Materie einzulesen – und das ist keineswegs schwierig. Die Informationsangebote von Banken, Brokern und Finanzportalen helfen Anfängern, ihren Weg an die Börse zu finden und erste geeignete Aktien ins Depot zu legen.
Wenn Sie Aktien kaufen, erwerben Sie Anteile am Unternehmen. Im besten Fall haben Sie Teil an dessen langfristiger Wertentwicklung. Zudem zahlen manche Konzerne attraktive Dividenden an ihre Aktionäre. Risikolos sind Aktienkäufe jedoch nicht – auch wenn das Unternehmen rote Zahlen schreibt, sind die Anleger daran beteiligt. Börsengeschäfte sind spekulativ, doch das bedeutet nicht, dass Aktionäre unkalkulierbaren Einflüssen ausgesetzt wären. Mit guten Hintergrundinformationen und einer persönlichen Anlagestrategie lässt sich das Depot absichern. Bereits mit kleinen Beträgen, zum Beispiel über Sparpläne, ist der Einstieg möglich. Wer größere Einzelinvestitionen tätigen möchte, sollte etwa 1.000 Euro als Startkapital einplanen.
Was passiert an der Börse? Wie laufen Wertpapiertransaktionen ab? Auf welche Weise kommen die Kurse zustande, und wie finde ich den günstigsten Kurs? Diese und viele weitere Fragen klären die Bildungsangebote von Banken und Brokern. Falls Sie noch nie jenseits der klassischen Anlageprodukte wie Tages- oder Festgeldkonten unterwegs waren, sollten Sie diese Ressourcen nutzen.
Über verschiedene Medien wie Blogs, Videos oder Webinare vermitteln sie sehr anschaulich, worum es bei Aktieninvestitionen geht, wie Sie mit der Ordermaske umgehen und welche Aktienstrategien es gibt. Ausgesprochen hilfreich sind Musterdepots – diese Testzugänge ähneln einem echten Depot in vielen Funktionen, für die Einbuchung von Aktien zahlen Sie jedoch nichts.
Damit Sie in Aktien investieren können, benötigen Sie ein gewisses Startkapital. Allerdings gibt es keine feste Grenze – auch kleine Sparbeträge können langfristig eine große Wirkung haben. Vor der Einrichtung des Depots steht daher eine Bilanz der eigenen Finanzen. Dabei kalkulieren Sie realistisch, wie viel Sie jetzt investieren können und wie viel in den kommenden Jahren erübriert werden kann. Da Aktien langfristig vorteilhafter sind, empfiehlt sich ein Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren. Wer kurzfristig anlegen möchte, sollte sich über alternative Strategien informieren.
Aktienkurse unterliegen täglichen Schwankungen. Das ist ganz normal, kann Anfänger jedoch leicht nervös machen. Verteilen Sie Ihre Erstinvestition über verschiedene Unternehmen, Branchen und Währungsräume, denn durch diese Streuung wird das Risiko von Kursverlusten und Ausfällen deutlich vermindert. Beachten Sie dabei, dass einzelne Aktien trotzdem ausfallen können, was bei breiter Streuung weniger ins Gewicht fällt.
Mit begrenztem Budget starten Sie als Anfänger am besten mit Aktien, die bereits eine solide Position am Markt haben und auch für die Zukunft gut aufgestellt sind. Die Entscheidung fällt leichter, wenn Sie sich mit den ausgewählten Unternehmen, der historischen Wertentwicklung der Aktien und den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen beschäftigen. Neben Dividendenaktien gibt es auch wachstumsstarke Unternehmen, die keine Dividenden ausschütten, aber dennoch profitabel sein können.
Erste erfolgreiche Aktieninvestitionen für Anfänger begünstigt in hohem Maß die Auswahl des depotführenden Finanzdienstleisters. Aktien und andere Wertpapiere können bei einer Bank oder einem Broker erworben werden. Für die Verwahrung wird ein spezielles Wertpapierkonto, das Depot, eingerichtet. Dort werden Aktien verbucht, allerdings nicht mehr als tatsächliche Papiere, wie früher üblich, sondern elektronisch.
Elektronisch und weitgehend selbstständig nehmen Anleger auch ihre Käufe oder Verkäufe vor – über die Wertpapiersuche können aktuelle Kurse und die Kennungen von Aktien ermittelt werden. Mithilfe der Wertpapierkennnummer (WKN) oder der ISIN ist jeder Titel zweifelsfrei zu identifizieren. Eine Ordermaske erlaubt die Eingabe des gewünschten Werts, des Anlagebetrags und der Details zur Ausführung, etwa den Mindest- oder Höchstkurs für das Zustandekommen der Transaktionen. Zahlungen für Aktienkäufe erfolgen über das ans Depot angeschlossene Verrechnungskonto, das zuvor kapitalisiert werden muss.
Die eingegebenen Kauf- oder Verkaufswünsche führt der Finanzdienstleister dann für seinen Kunden aus. Die Bereitstellung von Kursen und Software und die Orderausführung lässt er sich in der einen oder anderen Form vergüten. Die Kosten und Gebühren sollten so günstig und transparent wie möglich ausfallen, denn sie werden von den erzielten Renditen abgezogen. Gebühren sind in den folgenden Bereichen möglich:
Ein kostenfreies Depot, kostenlose Echtzeitkurse und möglichst niedrige Handelskosten sind nicht nur für Anfänger auf der Suche nach einem Broker wichtig.

➡️ Es gibt einige Aktien für Anfänger/ Shutterstock/ Cira123
Bei der Diversifizierung mit möglichst vielen Aktien bei budgetfreundlichen Konditionen helfen Anfängern Angebote, die bei immer mehr Finanzdienstleistern neben echte Aktien treten. Zu ihnen gehören
Wo es fractional shares gibt, können Sie von interessanten, aber teuren Aktien einen Bruchteil erwerben, zum verfügbaren Betrag
ETFs sind nicht algorithmenbasiert, sondern bilden passiv einen Index nach. Dadurch fallen meist geringere Gebühren als bei aktiv verwalteten Fonds an.
mit geringen monatlichen Raten lässt sich ein Depot graduell aufstocken. Angeboten werden Sparpläne auf Aktien, Fonds oder ETF, meist zu Bedingungen, die sich auch an Kleinanleger wenden. Sie können einzelne Investitionen ergänzen.
In Deutschland unterliegen Kapitalerträge der Abgeltungsteuer (25 % plus Soli und ggf. Kirchensteuer). Ein Freistellungsauftrag kann helfen, bis zu 1.000 Euro (ledig) bzw. 2.000 Euro (verheiratet) steuerfrei zu halten.
Der Zugang zur Börse und zum Börsenhandel wird Anfängern inzwischen sehr leicht gemacht Neben der Auswahl des Brokers sollten auch steuerliche Aspekte und ein Bewusstsein für Risiken berücksichtigt werden. Die nötigen Informationen finden Einsteiger sehr gut aufbereitet online. Die Beschäftigung mit dem Thema vereinfacht die Auswahl des Finanzdienstleisters und der gewünschten Aktien oder Fonds. Risikomanagement und Anlagestrategien sind nicht nur Experten vorbehalten, und sogar Übungen mit dem Musterdepot sind vor den ersten echten Aktienkäufen möglich!

Zum Anbieter
*



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.