

Schwankungen gehören an Aktienmärkten zu den üblichen Rahmenbedingungen, von denen die Märkte beeinflusst werden. Umfang und Ausprägung der Volatilität unterscheiden sich in den einzelnen Sektoren und Branchen phasenweise deutlich. Wie schnell sich Märkte bewegen können, zeigt sich aktuell – angesichts der starken Schwankungen, welche die Handelspolitik der USA auslöst. Welche Strategien funktionieren für ein Aktienportfolio?
Einer der wichtigsten Ansätze, um auch in volatilen Phasen nicht die Kontrolle aus der Hand zu geben, ist der Aufbau eines sehr breit diversifizierten Portfolios. Ansätze, die sich nur auf Aktien und Anleihen konzentrieren, reichen in sehr volatilen oft nicht mehr aus, um Risiken effektiv zu streuen. Ein moderner Diversifikationsansatz muss Alternativen als Investments einbeziehen, mit denen sich die robuste Performance des Portfolios erhöht.
Zu den einzelnen Schritten gehört eine Erweiterung des Assetklassen-Mix auf Wohn- und Gewerbeimmobilien oder Infrastrukturprojekte. Letztere werden häufig von der öffentlichen Hand getragen und nicht von privaten Unternehmen – was die Infrastrukturprojekte gegenüber Schwankungen und Krisen unabhängig macht.

💡 Diversifikation ist bei Investitionen sehr wichtig/ Shutterstock/ YoloStock
Dieser Strategieansatz verfolgt eine Aufteilung des Portfolios in einen Kern, der vor allem Assets mit einer stabilen Entwicklung bevorzugt, und die Satellites. Letztere haben die Aufgabe, für das Portfolio Wachstumsimpulse zu generieren und aus der Volatilität einen Vorteil zu ziehen. Daher handelt es sich hierbei nicht selten um Overperformer, die den Durchschnittsmarkt als Benchmark schlagen.
Eine Kombination aus langfristig angelegten Assetklassen, wie ETFs, die den Gesamtmarkt repräsentieren oder den Anleihemarkt mit ins Portfolio aufnehmen, und Einzelaktien oder Themenfonds bieten Vorteile auf mehreren Ebenen. Es verbinden sich der Sicherheitsanspruch der Anleger mit den Möglichkeiten, am Markt kurzfristig eine Overperformance zu erzielen.
Am Markt lassen sich regelmäßig Aktien erkennen, die auf Schwankungen vergleichsweise robust reagieren. Hierzu gehören Unternehmen, die sich innerhalb ihres Geschäftsfeldes eine sehr starke Position erarbeitet haben und zu den Marktführern gehören. Diese Aktien zeichnen sich nicht nur durch stabile Umsätze aus, sondern erreichen eine hohe Marktkapitalisierung und eine stabile Eigenkapitalquote.
Mit solchen Substanzaktien lässt sich ein Portfolio aufbauen, welches die Bewegungen an den Märkten besser verkraftet. Hinsichtlich der Optimierung lässt sich diese Strategie mit dem Diversifikationsansatz verknüpfen – um branchen- und marktspezifische Risikofaktoren zu glätten. Aber: Dass Substanzaktien oft eine gewisse Stabilität gegenüber Marktschwankungen zeigen, darf nicht automatisch bedeuten, hier keine Volatilität zu spüren.

➡️ Die Dividendenstrategie ist bei Anlegern sehr beliebt/ Shutterstock/ Gorodenkoff
Aktiengesellschaften beteiligen Anleger an den Gewinnen, die aus der Geschäftstätigkeit entstehen – über die Ausschüttung von Dividenden. Letztere eröffnen eine Möglichkeit, aus dem Aktienbesitz einen passiven Ertragsstrom zu generieren. Da die Marktvolatilität nicht unbedingt zu 100 Prozent durch die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Unternehmen gedeckt ist, eröffnet sich hier die Möglichkeit zum Ausgleich der Volatilität.
An den Märkten reagieren einige Sektoren sehr stärker als andere. Aus Anlegersicht sind robuste Wirtschaftszweige interessant, da sich hiermit ein solider Dämpfungsfaktor in das Depot integrieren lässt. Unter anderem zeigen der Gesundheitssektor und die Konsumgüterbranche entsprechende Anzeichen.
Eine starke Volatilität im Markt schreckt unerfahrene Anleger schnell ab. Der Chance auf lukrative Investments steht das Risiko hoher Verluste gegenüber. Mit den richtigen Strategien im Gepäck lassen sich allerdings auch volatile Phasen um Vermögensaufbau nutzen. Wichtig ist, die Strategien so zu wählen, dass sie zum eigenen Risikoprofil passen. Rein defensive Ansätze, wie ein Fokus auf die Dividenden, nehmen eine geringe Rendite in Kauf – setzen dafür aber stärker auf Stabilität.
Mit dem Core-Satellite-Ansatz geht es darum, Vorteile aus beiden Welten für sich zu nutzen. Denn eines ist Volatilität immer: Die Chance auf eine hohe Performance (aber nur mit dem richtigen Risikomanagement).


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.