

comdirect will zur Neobroker-Konkurrenz mit dem Pure Depot aufschließen. Einfach online eröffnet, bietet es Trading bereits ab 1 € Orderentgelt. Einrichtung und Verwaltung sind kostenfrei, das Portfolio-Management wird mobil einfach über die comdirect App abgewickelt. Neukunden nutzen das Pure Depot für den direkten Einstieg in den Handel mit Aktien, festverzinslichen Anleihen und ETFs über gettex.
Das Wichtigste im Überblick:
Junge Anleger und Börseneinsteiger haben in den letzten Jahren Neobrokern – die auf eine hohe digitale Affinität ihrer Kunden und übersichtliche Preismodelle setzen – ein starkes Wachstum beschert. comdirect geht jetzt in die Offensive gegen die Konkurrenz.
Mit dem neu eingeführten „Pure Depot“ versteht sich die Commerzbank-Tochter als ernstzunehmende Alternative zu Trade Republic, Scalable Capital und Co.
Mit dem Einsteiger-Depot will die Direktbank gezielt Einsteiger ansprechen und ihnen einen einfachen Weg zum Anlegen an der Börse aufzeigen. Ein Schritt, der eigentlich überfällig war. Neobroker haben in den vergangenen Jahren massiv Marktanteile erobert.
Junge Anleger, die Wert auf niedrige Gebühren und einfache Bedienung legen. Auf genau diesen Kundenstamm zielt comdirect mit dem Pure Depot und macht es sich zur Aufgabe, Anteile zurückzugewinnen.
Im Vergleich zum „klassischen“ comdirect Depot hat der Broker sein Angebot „entschlackt“ und konzentriert sich auf die wichtigen Funktionen im Brokerage. Hinter diesem Schritt steckt als Strategie der Fokus auf ein schlankes, übersichtliches Angebot ohne Schnickschnack, das sich dafür konsequent im Einsteigersegment positionieren soll.
Anleger haben nach der Einrichtung des comdirect Pure Depot Zugriff auf:
Gehandelt werden die Wertpapiere ausschließlich über den Handelsplatz gettex – mit erweiterten Handelszeiten von 7:30 bis 23:00 Uhr.

Das comdirect Pure Depot bietet attraktive Features
Das Wichtigste im Überblick:
Um mit Neobrokern mitzuhalten, orientiert sich comdirect beim Gebührenmodell für das Pure Depot an der Konkurrenz. Für jede Order über gettex zahlen Anleger pauschal 1 Euro – unabhängig vom Ordervolumen. Hinzu kommen die marktüblichen Spreads und Entgelte (im Wertpapierhandel entstehen Gebühren, die unter anderem von Handelsplätzen und Emittenten erhoben werden).
Insbesondere auf das Sparplan-Angebot legt comdirect sehr viel Wert. Mehrere tausend ETFs und Aktien lassen sich damit in den Vermögensaufbau einbinden – bei einer Mindestsparrate von gerade 1 Euro. Damit positioniert sich die Direktbank sogar auf Augenhöhe der Neobroker.
Parallel zu den niedrigen Handelsgebühren setzt comdirect den Rotstift bei den Depotführungskosten an. Dass Anleger hierfür 0 Euro zahlen, war lange ein Feature, mit dem sich Neobroker gegenüber der etablierten Konkurrenz behauptet haben.
Die Commerzbank-Tochter geht damit selbst im Vergleich zum klassischen comdirect Depot neue Wege, das unter bestimmten Bedingungen 5,85 Euro pro Quartal kostet. Das Pure Depot bleibt entsprechend dem Preisverzeichnis beim Depotentgelt kostenfrei. Eine Mindesteinzahlung gibt es ebenfalls nicht – Anleger eröffnen das Depot und beginnen direkt mit dem Vermögensaufbau.
Das Wichtigste im Überblick:
comdirect macht beim Pure Depot konsequent, was viele Neobroker in den letzten Jahren vorgemacht haben – und setzt auf die Mobile-First-Strategie. Die Depoteröffnung erfolgt vollständig digital, inklusive einer Legitimation per VideoIdent und E-Ident. Als dritte Option gibt es das klassische PostIdent-Verfahren.
Für die Kontoverwaltung und die Erteilung von Wertpapieraufträgen wird auf die App gesetzt – was das Portfoliomanagement einschließt. Dieser starke Fokus auf die App dürfte eine bewusste Entscheidung gewesen sein.
comdirect orientiert sich am Nutzungsverhalten einer jüngeren, preisbewussten und technikaffinen Zielgruppe, die oft über das Smartphone agiert. Parallel reduziert die Bank so die Komplexität ihres Angebots und erhöht die Reichweite. Ein Smartphone haben in Deutschland inzwischen mehr als 95 Prozent der Bevölkerung dabei [1].
Die comdirect App bietet trotzdem wichtige Funktionen fürs Trading: Kursübersichten und eine Watchlist sowie die Ordererteilung (mit verschiedenen Ordertypen). Für eine umfassende Kontrolle sorgt die übersichtliche Portfoliodarstellung.

Mit dem comdirect Pure Depot kann man auch mobil mit der App handeln
Das Wichtigste im Überblick:
Was die Entscheidung für das Pure Depot beeinflusst, sind die Kosten. Im direkten Wettbewerb kann sich comdirect aber nicht allein auf den Preispunkt verlassen – Neobroker verfolgen eine genauso aggressive Gebührenpolitik.
Der Broker sticht mit Vorteilen, wie:
hervor.
Eine direkte, persönliche Erreichbarkeit schätzen viele Anleger als wichtigen Unterscheidungsfaktor gegenüber Brokern, die sich auf den E-Mail-Support oder Chatbots beschränken. comdirect bietet über den Telefon-Support ein Sprachrohr, das kompetente Hilfe zur Verfügung stellt.
Die jahrelange Erfahrung im Wertpapierhandel und die über das klassische Depot gewachsene Infrastruktur machen sich einem weiteren Grund bezahlt. Mit dem PFOF-Verbot (Payment for Order Flow), das ab 01. Juli 2026 auch in Deutschland greift, müssen Neobroker ihre Geschäftsmodelle in Teilen umstellen. Eine Situation, von der comdirect weniger betroffen ist.

Ein großes Plus des comdirect Pure Depots ist der kompetente Kundenservice
Das Wichtigste im Überblick:
Mit dem Pure Depot setzt comdirect auf einfache Bedienung und einen schnellen, komfortablen Marktzugang. Im Gegenzug wird bewusst auf Features des klassischen comdirect Depots verzichtet.
Über das Pure Depot ist ein Zugriff auf folgende Handelsklassen nicht möglich:
Wer als Anleger das eigene Portfolio langfristig über Aktien, ETFs und Sparpläne hinaus diversifizieren will, stößt beim Pure Depot an Grenzen. Alternative Produktangebote, wie das Depot von XTB oder ein Handelskonto von eToro bieten sehr umfassende Funktionen inklusive des Zugriffs auf verschiedene Branchen, Märkte und Assetklassen.
Mit dem Pure Depot verbindet comdirect das klassische Wertpapierdepot mit der Agilität und digitalen Affinität der Neobroker. Das Angebot positioniert sich durch niedrige Gebühren, die einfache Bedienung und ein fokussiertes Produktportfolio – es zielt auf junge Anleger und Börseneinsteiger. Ob diese Strategie aufgeht, wird sich zeigen.
Neobroker wie Trade Republic oder Finanzen.net ZERO haben einen Vorsprung. comdirect muss beweisen, dass die Kombination aus günstigen Konditionen und der etablierten Brokerage-Struktur überzeugt.
[1] Statistisches Bundesamt: Daten aus der EVS zur Ausstattung privater Haushalte mit Informations- und Kommunikationstechnik in Deutschland: Verfügbar unter: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Ausstattung-Gebrauchsgueter/Tabellen/a-evs-infotechnik-d.html

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