

Der Kryptomarkt zeigt Ende Februar 2026 ein ernüchterndes Bild. Innerhalb von einem Monat hat allein der Bitcoin um 26 Prozent nachgegeben. Ethereum schneidet mit über 36 Prozent noch schlechter ab. Der Gesamtindex von Coinmarketcap weist ein Minus von über 28 Prozent aus.
Dabei schien der Kryptomarkt 2025 alle Rekorde zu brechen. Kurse beim Bitcoin von 100.000 USD waren zum ersten Mal realistisch. Die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate macht deutlich, warum dieser Abverkauf besonders schmerzhaft ist. Der Absturz kommt direkt vom Hoch mit rekordverdächtigen Kursen.
Wie stark sich der Markt und das Sentiment verändert haben, unterstreicht der Fear & Greed Index. Mit 16 Punkten steht dieser auf „extreme Angst“. Anleger, die nahe dem Allzeithoch eingestiegen sind, sitzen auf erheblichen Verlusten in den Büchern. Institutionelle Investoren haben bereits Ende 2025 ihre Exposure reduziert. Und trotzdem bietet der Markt Chancen.
Das Wichtigste im Überblick:
Nach einem beeindruckenden Anstieg im Jahr 2025 mit einem Allzeithoch von über 120.000 US-Dollar im Oktober, befindet sich der Bitcoin aktuell in einer starken Korrekturphase auf einem Niveau von 65.000 USD.
Das Bild am Markt ist insgesamt vielschichtig. Der Preisanstieg 2025 war kein organisch gewachsener Zyklus, sondern wurde maßgeblich durch externe Faktoren angetrieben. Unter anderem haben ETFs und andere institutionelle Allokationen dafür gesorgt, dass die Nachfrage deutlich stieg.
In der Folge hat der Rückzug dieser „Wale“ zu einem massiven Kursverfall geführt – einfach, weil die Basis in der Breite fehlte. Zu einem wesentlichen Anteil geht der aktuelle Drawdown auf ein Deleveraging und den sich abkühlenden ETF-Hype zurück.
Das Bild setzt sich bei den Altcoins fort, die es noch härter getroffen hat. Ethereum und Solana sind zwei Beispiele, die mit jeweils mehr als 30 Prozent Abschlag aus dem Februar in den März gehen. Auch hier sind die Ethereum-ETFs mit millionenschweren Kapitalabflüssen Teil der Antwort.

2025 war ein Jahr voller Bewegung auf dem Krypto-Markt (Foto: Shutterstock/ alfernec)
Die Reaktionen im Markt sind sehr unterschiedlich und lassen sich in Gruppen aufteilen. Anleger, die nahe dem Allzeithoch eingestiegen sind, sitzen auf erheblichen Verlusten und verkaufen oft unter Druck — was die Abwärtsbewegung verstärkt. Parallel halten sich auch institutionelle Anleger eher zurück, der nötige Kaufdruck für einen Kursanstieg fehlt damit.
Eine zweite Gruppe wartet eher ab und reagiert auf die Unsicherheit mit dem Umschichten in stabilere Anlagen wie Stablecoins. Dieser Schritt ist an einer wachsenden Nachfrage nach USDT und USDC zu erkennen. Stablecoins werden in schwierigen Settings quasi zum trockenen Pulver, mit dem sich die angespannte Lage aussitzen lässt.
Und es gibt eine dritte Gruppe, die als aktive Trader den Abverkauf als Gelegenheit begreifen – um nachzukaufen und ihre Positionen für die nächste Rallye zu stärken. Dieses antizyklische Handeln hat sich in der Vergangenheit rund um Investments immer wieder bewährt.
Die Entscheidung für den Einstieg in den Kryptomarkt muss auf einem seriösen und nachprüfbaren Setup basieren. Es ist gerade in diesem volatilen Segment wichtig, sich eine klare Strategie zurechtzulegen.
Die Marke von 60.000 US-Dollar steht charttechnisch im Fokus, da sie in der Vergangenheit immer wieder das Benchmark war. Inzwischen hat sie die Rolle gewechselt – von der Widerstandszone zum kritischen Unterstützungsniveau.
Bedeutet im Klartext: Hält die 60.000-USD-Marke, ist ein Long-Setup mit definiertem Stop-Loss knapp unterhalb der Zone ein möglicher Einstiegspunkt. Erste Kursziele, die mit diesem Investment anvisiert werden, liegen im Bereich zwischen 72.000 und 75.000 US-Dollar.
Dass der Stop Loss an dieser Stelle so wichtig ist, ergibt sich aus folgender Tatsache: Fällt der Kurs unter 60.000 US-Dollar, ist mit einem Domino-Effekt von Long-Liquidationen zu rechnen. Was dann passiert ist ein weiterer Preisverfall. Aber: Auch dann würde sich eine Option ergeben – in Form eines Short-Setups mit einem Ziel im Bereich der 50.000 USD.
ETH ist gegenüber dem Bitcoin im aktuellen Zyklus der klare Underperformer. Damit ergeben sich zwei sehr unterschiedliche Szenarien. Nummer 1: Erholt sich der Markt, könnte Ethereum überproportional aufholen – weil es vom Ausgangsniveau stärker unter Druck gestanden hat.
Nummer 2: Stabilisiert sich der Markt nicht, bleibt ETH anfälliger als BTC. Die schwächeren ETF-Zuflüsse und der Verkaufsdruck bleiben als Belastungen für das Sentiment weiterhin präsent. Wie sich Anleger positionieren, hängt von der eigenen Risikoeinstellung ab. Ein Stop-Loss im Bereich knapp unter 1.750 US-Dollar und ein Ziel bei 2.300 US-Dollar bietet ein durchaus interessantes Chance-Risiko-Verhältnis.
In einigen früheren Phasen sind Anleger mit einer breiten Exposure vergleichsweise gut am Markt unterwegs gewesen. Da sich Ende Februar 2026 allerdings für einige Top Coins Verkaufssignale erkennen lassen, wäre diese Orientierung nicht mehr zielführend.
Trader müssen auf die Signale achten, die bei den verschiedenen Assets auf Schwierigkeiten hindeuten – etwa das Positionieren knapp über den mehrmonatigen Unterstützungslinien. Aus diesem Grund wäre ein eher selektiver Altcoin-Einstieg eher zu überlegen. Dabei bietet es sich an, die Assetauswahl an der On-Chain-Aktivität und den soliden Liquiditätsfaktoren auszurichten. Damit lässt sich das Portfolio etwas stabiler ausrichten.
In Abwärtstrends sind Rebounds eine durchaus probate Methode, um im Trading Gelegenheiten nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Nach starken Abverkaufsphasen folgen häufig technische Gegenbewegungen von einigen Prozent, die sich für kurzlaufende Short-Positionen eignen: Der Einstieg folgt auf den Bounce, ein Stop liegt über dem lokalen Hoch.
Wichtig: Solche Trades erfordern sehr enge Stopps und konsequentes Positionsmanagement, da Rebounds in volatilen Märkten ohne Vorwarnung in echte Trendwenden übergehen können. Ist der Kryptohandel an sich schon nicht ganz einfach, gehört dieses Setting eher in die Toolbox erfahrener Anleger.

Auf dem Krypto-Markt eröffnen sich schnell neue Trading-Möglichkeiten (Foto: Shutterstock/ Nwz)
Wie es bis zum Jahresende weitergeht, ist angesichts einiger Unsicherheiten nur schwer zu antizipieren. Hinterher ist man meistens schlauer, Anleger brauchen den nötigen Input aber vor dem Entstehen der Trends. Zu den besonderen Herausforderungen zählt KI – oder vielmehr, wie sich der Markt entwickelt. Die Kurskorrektur bei Nvidia nach den Quartalszahlen untermauert, dass Anleger nicht mehr alles vorbehaltlos mitmachen.
Im Basis-Case bleiben die Kurse nicht nur stabil, sie steigen wieder. Ob die 100.000 USD, wie sie in einigen Analysen genannt werden, tatsächlich realistisch sind, bleibt abzuwarten. Entscheidende Katalysatoren für das Basisszenario sind eine Stabilisierung der US-Zollpolitik unter Trump und die Zinserwartung.
Über eine gemäßigte Politik würde sich das Risk-off-Umfeld entschärfen. Ein möglicher Auslöser für den Aufwärtstrend kann eine Verschiebung zwischen Asset-Klassen – wie vom Edelmetallmarkt zu den Krypto-Assets – sein. Die Erwartung, dass die Fed im zweiten Halbjahr 2026 zinspolitisch etwas nachgibt, kann den Markt ebenfalls stützen und sowohl dem Bitcoin als auch Altcoins wie Ethereum Aufwind verleihen.
Im pessimistischen Szenario geht es für den Kryptomarkt noch weiter nach unten. Es wäre in diesem Fall ein Absturz unter die Marke von 40.000 USD möglich. Wie kann sich so ein massiver Abverkauf entwickeln?
Zum Trigger für dieses Szenario wird die zusammenbrechende 60.000-Dollar-Marke beim Bitcoin. Kann sie nicht gehalten werden, folgt eine Liquidationswelle. Eine Ursache sind gehebelte Long-Positionen, die abverkauft werden.
Gleichzeitig belasten die anhaltende Unsicherheit rund um US-Zölle, eine geopolitische Eskalation im Nahen Osten und die restriktive Fed das makroökonomische Umfeld. Risiko-Assets – und dazu gehört der Krypto-Markt – bleiben einem dauerhaften Stresstest ausgesetzt.
Der aktuelle Abverkauf am Markt sorgt für Gelegenheiten, die Anleger im Daytrading ausnutzen. Ideale Voraussetzungen, um mit CFDs die Kursbewegung als Basis für eine Optimierung der Rendite zu verwenden.
Voraussetzung ist ein Broker, der Krypto-CFDs auf Bitcoin, Ethereum und weitere Major-Coins mit engen Spreads und ohne Handelszeit-Beschränkung anbietet. Eine Option: Pepperstone. Mit den verfügbaren Differenzkontrakten lässt sich der Markt sowohl long als auch short handeln.
Stark schneidet der Broker beim Onboarding und der technischen Infrastruktur ab – mit einer direkten Orderausführung sowie einem vollständigen Charting-Setup über MetaTrader 4/5 oder die hauseigene cTrader-Plattform – in Kombination mit einem Demokonto.

Kryptowährungen lassen sich auch mit CFDs handeln (Foto: Shutterstock/ Andrey_Popov)
Buy the Dip – eine bekannte Börsenweisheit, die auf antizyklisches Verhalten abzielt. Angesichts der herben Verluste, die in einigen Portfolios über den letzten Monat entstanden sind, möchte man an dieses Mantra fast nicht mehr glauben. Was, wenn die Kurse noch weiter einbrechen? Eine so nachhaltige Korrektur bietet Anlegern aber auch Chancen.
Die Kombination aus makroökonomischem Gegenwind und der technischen Schwäche macht diesen Abverkauf strukturell anders als kurzfristige Korrekturen. Anleger, die jetzt einsteigen, brauchen definierte Strategieportfolios und ein sehr enges Risikomanagement. Und ein Punkt ist ganz besonders wichtig: Sich von dem Verhalten anderer Trader am Markt nicht anstecken zu lassen.
Dies ist eine zentrale Frage, die der Markt sich gerade stellt. Nach dem starken Abverkauf wird entscheidend, wie sich der Bitcoin an der 60.000-Dollar-Marke verhält. Fängt sie ihn auf, bewegt sich die Korrektur im Zyklus. Bricht der Kurs ein, wird es wahrscheinlich noch zu einer deutlich tieferen Korrektur in Richtung 50.000 US-Dollar kommen.
Drei Wege bieten sich an: Die Stop-Loss-Order konsequent einsetzen, bevor eine Position eröffnet wird. Dann Teilgewinne in Stablecoins wie USDT oder USDC parken (Kapital bleibt im Ökosystem, ohne das Kursrisiko). Und ein letzter Punkt sind Short-Positionen auf CFDs als direkter Hedge gegen bestehende Long-Positionen (was aber Erfahrung mit Hebelprodukten erfordert).
Altcoins sollten erst in Betracht gezogen werden, wenn der Bitcoin einen stabilen Boden gefunden hat. In einem weiter fallenden Bitcoin-Umfeld verlieren Altcoins häufig ebenfalls an Wert. Wer zu früh einsteigt, riskiert zusätzliche Verluste vom aktuellen Niveau.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.