

Warren Buffett zieht sich nach mehr als 60 Jahren an der Spitze von Berkshire Hathaway zurück. Für das Unternehmen und die Investment-Welt ein spürbarer Einschnitt. Wird der Rückzug für Anleger Konsequenzen haben oder am Ende eine „Randnotiz“ bleiben? Fakt ist: Mit dem Abtreten von Buffet meldet sich nicht einfach nur ein Investoren-Urgestein ab. Es geht eine Person, die das Verständnis vieler Anleger von den Märkten und Dynamiken geprägt hat. Das Ruder wird mit Greg Abel ein Nachfolger übernehmen, der sich mit seinem Vorgänger messen lassen muss.
Dabei war es anfangs nicht abzusehen, dass Buffet zu diesem Schwergewicht wird. Berkshire Hathaway geht auf die Fusion zweier Textilunternehmen zurück, musste sich aber bald mit Billigkonkurrenz und Importdruck auseinandersetzen. 1962 begann Warren Buffett, Aktien zu kaufen und stieg später vollständig in das Unternehmen – obwohl er später zugab, dass das Textilgeschäft sein schlechtester Deal war.
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Das Investment in Berkshire sollte der erste Schritt für Buffett sein, der früh Kapital in andere Bereiche investierte. 1967 erwarb Buffet National Indemnity (Versicherung). Dieser Schritt generierte aus den Prämien Kapital, das für Investments zur Verfügung stand und zur Basis für den späteren Erfolg des Star-Investors werden sollte.

💡 Waren Buffet verabschiedet sich von der Führungsrolle bei Berkshire Hathaway/ Shutterstock/
Wie kann eine einzelne Person den Bekanntheitsgrad eines Warren Buffetts erreichen? Einer der Gründe: Buffett hat auf Strategien gesetzt, die von vielen Anlegern verstanden wurden. Statt sich intensiv mit der technischen Analyse zu beschäftigen und Indikatoren in Charts einzuzeichnen, entwickelte sich Buffett zu einem der bekanntesten Vertreter des „Value Investing“.
Dahinter steht eine Strategie, die in erster Linie auf fundamentale Wertpapierkennzahlen setzt. Buffett hat für seine Entscheidungen den inneren Wert der Unternehmen herangezogen. Aspekte wie die Eigenkapitalquote, Verschuldung und andere Cashflow-Parameter dominieren den Entscheidungsprozess. Es geht darum, vom Markt unterbewertete Aktien zu finden – und sich auf diese langfristig auszurichten. Das Ergebnis dieser Strategie waren Investitionen in Assets wie Coca-Cola, GEICO und BNSF Railway.
Anders als für viele Investoren haben für Buffett und Berkshire nicht kurzfristige Gewinne im Mittelpunkt gestanden, sondern starke Marken und Geschäftsmodelle, die sich als langfristig tragfähig erwiesen haben. Mit dieser Strategie wurde Berkshire zu einem breit aufgestellten Konglomerat mit zahlreichen Beteiligungen im Portfolio.

➡️ Starke Marken wie Coca-Cola standen im Mittelpunkt der Strategie von Buffet/ Shutterstock/
Warren Buffett und Berkshire – irgendwie gehören beide zusammen. Es ist schwer vorstellbar, wie die Zukunft des Konglomerates am Ende aussehen wird. Fakt ist: Es wird Berkshire auch nach Buffett geben. Was sich Anleger fragen: Wie geht Greg Abel mit dem riesigen Erbe um? Der Marktwert von rund einer Billion US-Dollar und knapp 350 Milliarden US-Dollar als Liquidität sind Pfründe, die Abel nicht nur in eine komfortable Position versetzen – sondern auch eine große Verantwortung mit sich bringen.
Einige Analysten gehen nach der Mitteilung über den Rückzug aus dem aktiven Geschäft davon aus, dass Berkshire in Zukunft unter anderen Vorzeichen geführt wird. Es gibt sogar Spekulationen, die bereits von baldigen Dividendenzahlungen sprechen. Diese hat Warren Buffett selbst immer kategorisch abgelehnt.
Einerseits wird – dies deutet sich zumindest an – Warren Buffett seiner alten Wirkungsstätte treu bleiben. Es verdichten sich Hinweise, dass er als Chairman auch in Zukunft ein Auge auf seinen Nachfolger haben wird. Auf der anderen Seite gehen Analysten von einer gewissen Konstanz in der Geschäftspolitik unter Abel aus. Der 62-Jährige ist zwar kein zweiter Warren Buffett, hat sich aber über Jahre auf den Führungswechsel und seine Aufgabe vorbereitet. Groß genug wird die Aufgabe in jedem Fall. Angesichts des Portfolios und Marktwerts von Berkshire Hathaway dürfte die neue Führung bei der Suche nach neuen Investments durchaus gefordert werden.

💡 Anleger spekulieren, dass es bei Berkshire bald zu einigen Änderungen kommt/ Shutterstock/ Stock 4you
Warren Buffett ist wie George Soros eine Investoren-Legende. Deren Theorien und Ideen werden von vielen Anlegern wahrgenommen und aufgegriffen. Das Value Investing hat sich zu einer Strategie gemausert, die gerade in langfristig ausgelegten Portfolios eine große Rolle spielen kann. Gerade Kleinanleger stellen sich schnell die Frage, wie sie an deren Umsetzung herangehen.
Die Langfristigkeit bietet Potenzial für den Vermögensaufbau, da hier von vornherein das Timing-Risiko in den Hintergrund rückt. Anleger können diesen Ansatz in Verbindung mit regelmäßigen „Sparraten“ nutzen, die allerdings nicht auf das Sparbuch wandern, sondern in Sparpläne auf valuebasierte ETFs. Beispielsweise lassen sich:
Über Depots bei Trade Republic oder Smartbroker+ lassen sich Sparpläne komfortabel einrichten und verwalten. Welcher der Broker im Vergleich besser abschneidet, hängt unter anderem an den Gebühren. Wie Erfahrungen zeigen, kann sich die Einrichtung mehrerer Handelskonten auszahlen – als Backup oder um sich – wie bei Scalable Capital – die Liquidität auf dem Verrechnungskonto verzinsen zu lassen.
Das Value Investing kann bequem mit verschiedenen Strategien, wie Dividendenaktien kombiniert werden. Interessante Werte sind in diesem Zusammenhang unter anderem Nestle, Roche oder Johnson & Johnson. Generell sollte bei jedem Investment auf Aspekten wie die Quellensteuer geachtet werden, um die Rendite zu optimieren.
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Warren Buffett zieht sich aus seiner aktiven Rolle bei Berkshire Hathaway zurück. Diese Nachricht war für Anleger und Investoren eine echte Überraschung. Klar, dass damit Spekulationen Tür und Tor geöffnet wurden. Mit etwas Abstand wird klar: Berkshire und Buffett gehen nicht komplett getrennte Wege.
Als Chairman wird der Star-Investor einen gewissen Einfluss behalten. Gleichzeitig ist der Nachfolger über Jahre in seine Rolle hineingewachsen. Berkshire wird also nicht gleich zu einem komplett anderen Unternehmen. Möglicherweise gibt es erste Veränderungen in kleinen Dosen. Die Anlagestrategie, welche Buffett so erfolgreich praktiziert hat, dürfte sich trotz des Wechsels nach wie vor behaupten.

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