

2026 entwickelt sich für die Börsen zu einem Jahr, das den starken Aufschwung zunehmend pulverisiert. Vor einem Jahr stand der S&P 500 bei mehr als 6.800 Punkten und ist inzwischen deutlich unter diese Marke gesunken. Dazwischen lag das Allzeithoch von 6.978 Zählern. Der deutsche Leitindex DAX steht etwas besser da. Hier steht noch ein Plus von über 6,30 Prozent (Stand 11. März 2026) in den Büchern.
Aber: Innerhalb von einem Monat hat der Index mehr als 4,30 Prozent an Wert verloren. Noch heftiger sind die Bewegungen am Kryptomarkt ausgefallen. Bitcoin als die „Leitwährung“ hat innerhalb eines Jahres mehr als 14 Prozent an Wert verloren. Angesichts der Tatsache, dass BTC zwischenzeitlich auf einen Höchststand von mehr als 110.000 USD notierte, haben einige Anleger circa 50 Prozent des investierten Kapitals verloren.
Das Wichtigste im Überblick:
Druck üben aktuell mehrere Faktoren auf die Aktienmärkte aus. Mit dem Angriff auf den Iran sind den USA und Israel anfangs spektakuläre Erfolge gelungen. Aber: Inzwischen setzt sich das Bild durch, das auf eine Aktion hindeutet, die ohne klare Strategie begonnen wurde. Besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang die Sperrung der Straße von Hormus.
Dieses Nadelöhr des Persischen Golfs ist der Transportweg, über den große Mengen Rohöl verschifft werden. Mit der Blockade treibt der Iran den Ölpreis nach oben. Damit gelingt dem Land de facto ein Doppelschlag: Die globale Versorgung erlebt einen massiven Stresstest, während westliche Länder versuchen, über die Freigabe strategischer Reserven den Preisanstieg zumindest etwas zu stoppen.
Gleichzeitig dämmert immer mehr Marktteilnehmern, dass selbst ein sofortiger Waffenstillstand keine Verbesserung der Situation mit sich bringt. Im Gegenteil: Die beschädigte Infrastruktur in den Golfstaaten und die durcheinander geratenen Lieferketten werden eine lange Nachlaufzeit brauchen. Der massive Druck auf die Märkte wird anhalten.
Bislang halten sich die realen Auswirkungen des Waffengangs am Persischen Golf in Grenzen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht von einer nur leichten Belastung für die deutsche Wirtschaft aus. Stellt sich die Frage, ob die Experten bei einer Eskalation und Ausweitung immer noch diese Meinung vertreten.
Zumal andere Analysten davon ausgehen, dass ein höherer Ölpreis zweistellige Milliardenverluste für die Wirtschaft in Deutschland bedeutet. Störungen im See- und Luftverkehr gehen an Volkswirtschaften, die inzwischen sehr stark auf globale Lieferketten ausgelegt sind, nicht spurlos vorbei. Das Risiko für einen Einbruch bei der Konjunktur ist nicht zu unterschätzen.
Als technischer Einflussfaktor kommt hinzu, dass viele erfahrene Anleger mit Stop-Loss-Orders arbeiten. Hintergrund: Der Wertpapierauftrag stoppt eine Position beim Unterschreiten der eingestellten Marke aus und stellt diese glatt. Anleger nutzen dieses Tool, um Verluste im Portfolio zu begrenzen.
Wo werden diese Stop-Loss gesetzt? Meist direkt unter bekannte Unterstützungslinien. Wenn die Kurse aber nicht in ein Korrekturszenario, sondern einen Crash einmünden, sinken die Preise – und es wird eine Kaskade ausgelöst. Immer mehr Assets sind am Markt platziert, was die Kurse unter Druck setzt.

Vielen Faktoren können Aktien negativ beeinflussen (Foto: Shutterstock/ Bigc Studio)
Das Wichtigste im Überblick:
Wenn an den Börsen die Anzeigetafeln tiefrot blinken, suchen viele Anleger ihr Heil in der Flucht. Mitunter werden Positionen nicht aus vernünftigen Erwägungen heraus liquidiert, die Emotionen und Verlustängste übernehmen das Ruder. Die daraus resultierenden Rücksetzer können aber die Chance sein, um den Grundstein für zukünftige Aktiengewinne zu legen.
Um die Trends an den Märkten auszunutzen, müssen Anleger vorbereitet sein. Es braucht im Depot immer eine Reserve an Liquidität, um auf sinkende Kurse zu reagieren. Als Faustregel können 10 bis 15 Prozent gelten – um das sogenannte Dip-Buying zu realisieren. Aber: Eine Exposure am Markt aufzubauen, einfach weil Kurse fallen, erhöht Risiken. Erfahrene Trader bauen ihre Positionen strategisch auf.
Eines der zentralen Elemente bleibt die Analyse der Märkte. Über Indikatoren werden:
bestimmt. Es entsteht ein klares Bild von der Dynamik. Dieser Ansatz ist zum Beispiel in der Lage, einen kurzen Rücksetzer in einem Aufwärtstrend von einer deutlichen Trendwende zu unterscheiden. Beide Szenarien lassen sich profitabel handeln – nur mit jeweils anderen Strategien.
Zentrale Indikatoren, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen, sind etwa:
Das perfekte Timing ist im Trading auf die Ausnutzung starker Korrekturbewegungen nur eine Seite der Medaille. Anleger brauchen ein klares Verständnis davon, wie sie ihre Risikostrategie aufbauen.

Bei dem Handel mit Aktien Crashs ist eine gute Analyse nötig (Foto: Shutterstock/ insta_photos)
Das Wichtigste im Überblick:
Erfahrene Trader unterscheiden von Börsenneulingen dadurch, dass sie auch in Korrekturphasen ein Opportunitätsfenster für Investments erkennen. Gleichzeitig handeln sie nicht hektisch in einen Abwärtstrend hinein, sondern setzen auf eine klar definierte Strategie – für die Resilienz zu einem zentralen Element wird.
In Korrekturphasen wird die Positionsgröße zu einem wichtigen Element des Risikomanagements. Jedes Investment eher konservativ zu behandeln, schützt nicht vor Verlusten, minimiert aber den Einfluss auf das Anlagekapital.
Ein zweiter Punkt ist der Stop-Loss. Gerade in einem sehr stark dynamischen Abwärtstrend vermeidet dieser hohe Verluste, wenn der Kurs keinen Boden findet. In Kombination mit der eng angepassten Positionsgröße lässt sich ein Verlust damit – in Abhängigkeit vom verfügbaren Kapital – begrenzen.
Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen ist ein Ausblick auf den Aktienmarkt schwierig. Sehr viel hängt davon ab, in welche Richtung sich die USA und der Iran bewegen. Eine Verminung der Straße von Hormus wäre ein denkbar schlechtes Signal – da hiermit der Seeverkehr in der Region praktisch abgeschnürt wird.
Gleichzeitig entsteht unter dem Eindruck eines sich abkühlenden Konsumklimas der Druck auf die Zentralbanken, über niedrige Zinsen die Konjunktur zu stützen. Dass höhere Kosten die Preise antreiben, macht die Zwickmühle für Notenbanker nicht besser. Ist der Konflikt tatsächlich schnell vorbei, könnte es auch an den Märkten wieder deutlich nach oben gehen. Hält die Auseinandersetzung an, dürfte sich mehr als Katerstimmung breitmachen.
Ein Abwärtstrend am Markt setzt bestehende Portfolios unter Druck, sorgt gleichzeitig aber für Chancen, neue Positionen aufzubauen. Anleger brauchen einen Broker, der eine breite Auswahl an Handelsmöglichkeiten zur Verfügung stellt, leicht zu erreichen ist und in der Bedienung überzeugt.
Ein Kandidat aus unseren Tests ist Bitpanda. Einerseits ist es der Mix aus Aktien und ETFs, mit dem der Broker heraussticht. Gleichzeitig fallen keine Gebühren zur Depotführung an und die Wertpapierorder kostet nur 1 Euro Fixgebühr. Über Limit Orders sind Anleger außerdem in der Lage, ihr Trading zu automatisieren. Was der Broker noch alles bietet, fassen wir im Bitpanda Erfahrungsbericht kompakt zusammen.
2025 haben sich die Börsen in einem Umfeld bewegt, das den Kursen Rückenwind verliehen hat. Seit Januar 2026 dreht sich der Trend: Mit dem Losschlagen der USA gegen den Iran geraten die Märkte unter Druck. Wie massiv dieser wird, hängt von der Dauer des Konflikts ab. Aus Anlegersicht ist ein Umschichten aus Risikoassets sinnvoll. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, neue Positionen aufzubauen – um von einer Erholung der Märkte zu profitieren. Was es dafür braucht: Freie Liquidität und ein angemessenes Risikomanagement.

Sinkende Aktienkurse werden häufig auch von Tradern zum Handel genutzt (Foto: Shutterstock/ Who is Danny)
Eine Korrektur beschreibt einen Rückgang von 10 bis 20 Prozent gegenüber einem vorangegangenen Höchststand, etwa durch politische Unsicherheit oder saisonale Muster ausgelöst. Ein Crash ist ein schneller, extremer Kurseinbruch, bei dem das auslösende Moment meist fundamentale Schocks sind.
Dahinter steckt unter anderem ein Phänomen, das durch ein Setzen von Stop-Loss-Marken ausgelöst wird. Viele Anleger nutzen diese, um Positionen abzusichern – und platzieren diese knapp unterhalb von Unterstützungslinien. Durchbricht der Kurs diese, löst der Stop-Loss aus und es werden mehr Aktien an den Markt gespült. Hierdurch geraten die Kurse weiter unter Druck.
Ja, dieser Schritt ist durchaus in Erwägung zu ziehen. Korrekturen und Krisen beeinflussen auch Währungen. So kann der US-Dollar je nach Szenario auf- oder abwerten – was wiederum die Rendite aus US-Aktien oder dem Rohstoffhandel beeinflusst.

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