Medienkooperation

Das perfekte Krypto-Portfolio laut ChatGPT

Datum: 12.08.2025
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich
Wesentliche Punkte
  • Core Assets (60 %): Fokus auf Bitcoin & Ethereum für Stabilität, hohe Liquidität und breite Akzeptanz.
  • Growth Layer (30 %): Mid-Cap Coins wie Solana, Avalanche, Chainlink & Polygon für stärkeres Wachstumspotenzial.
  • High-Risk (10 %): Spekulative Kleinstprojekte mit möglicher Überrendite, aber hohem Ausfallrisiko.
  • High-Risk (10 %): Spekulative Kleinstprojekte mit möglicher Überrendite, aber hohem Ausfallrisiko.

Das Krypto-Portfolio laut ChatGPT – Analyse, Chancen & Risiken

Wer möchte es nicht haben: Das perfekte Krypto-Portfolio! Eine wachsende Anzahl von Interessenten, die in Kryptowährungen investieren möchten, informieren sich nicht bei der Bank oder einem menschlichen Anlageberater, sondern befragen die KI chatGPT. Tatsächlich macht die Künstliche Intelligenz einen Vorschlag, welches Krypto-Portfolio aus ihrer Sicht ideal ist. Um uns das einmal näher anzuschauen, haben wir folgenden Prompt eingegeben:

Nehmen wir an, ich möchte einen größeren Geldbetrag in Kryptowährungen investieren. Wie würde für dich das perfekte Krypto-Portfolio aussehen? Mache einen Vorschlag und begründe deine Empfehlung ausführlich.“

Wir beleuchten nun im Detail, ob der Vorschlag Sinn macht, wie gut er ist und worin Stärken und Schwächen bestehen.

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Das sagt chatGPT

Ich kann dir gerne ein Modell für ein durchdachtes Krypto-Portfolio vorschlagen, das Diversifikation, Risikomanagement und langfristige Perspektive kombiniert – ohne dir eine konkrete Kaufempfehlung zu geben. Das Ziel: Wachstumspotenzial ausschöpfen, aber Totalverlustrisiko minimieren.

💡 Strategie-Bereich ➡️ Details ✅ Begründung
Core Assets (60 %)
40 % Bitcoin (BTC) / 20 % Ethereum (ETH)
BTC als „digitales Gold“, begrenzte Menge, hohe institutionelle Akzeptanz.
ETH als Fundament der DeFi- und Smart-Contract-Ökosysteme, starker Netzwerkeffekt.
  • Stabileres Fundament, geringere Volatilität im Vergleich zu Altcoins.
  • Halten den größten Marktanteil und sind weniger abhängig von kurzfristigen Hypes.
  • Hohe Liquidität → einfacher Kauf/Verkauf.
  • Institutionelles Interesse wächst kontinuierlich.
Growth Layer (30 %)
Je 5–10 % in Solana (SOL), Avalanche (AVAX), Chainlink (LINK), Polygon (MATIC)
SOL, AVAX: High-Performance Layer-1 Chains mit wachsenden Ökosystemen.
LINK: Marktführer für Oracles.
MATIC: Layer-2 Skalierung für Ethereum.
  • Höheres Wachstumspotenzial, aber solide fundamentale Basis.
  • Projekte mit klarer Use-Case-Story und starker Entwicklercommunity.
  • Potenzial für Überperformance gegenüber BTC in Bullenmärkten.
  • Mehr Risiko als Core, aber weniger als Kleinstprojekte.
High-Risk / Moonshot (10 %)
3–5 Early-Stage Projekte (z. B. AI-Blockchain, Gaming, DePIN)
Kleine Allokation für sehr spekulative Projekte mit hohem Potenzial.
Risiko von Totalverlust einkalkuliert.
  • Möglichkeit auf extreme Renditen, aber ohne den Kern zu gefährden.
  • Extrem volatil, oft +500 % oder -90 % in kurzer Zeit.
  • Nur kleiner Portfolioanteil, um Chancen mitzunehmen ohne Totalverlust-Risiko für das Gesamtportfolio.

Das sagen wir: Core Assets (60 %)

Wenn es um die Strukturierung eines Krypto Portfolios geht, ist der Gedanke natürlich naheliegend, sich an den beiden Schwergewichten der Branche zu orientieren: Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH). In dem vorgeschlagenen Portfolio nehmen diese beiden Assets zusammen satte 60 Prozent ein, und zwar 40 Prozent Bitcoin und 20 Prozent Ethereum. Die Begründung von chatGPT ist, dass beide Coins die stabilsten seien, am weitesten akzeptierten und die liquidesten Kryptowährungen und damit das Fundament darstellen, auf dem der Rest des Portfolios aufbauen kann.

Wir wollen diesen Vorschlag kritisch beleuchten, allerdings nicht, um die Bedeutung dieser beiden Krypto-Giganten grundsätzlich in Frage zu stellen, sondern um zu prüfen, ob ihre Rolle als „sicherer Hafen“ und Kerninvestition im Krypto-Bereich tatsächlich so unumstößlich ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Das perfekte Krypto-Portfolio laut ChatGPT

💡 Bitcoin zählt zu dem Hauptbestandteil des Portfolios/ Shutterstock/ Tapati Rinchumrus

Die Argumente für Bitcoin & Ethereum als Kernbestandteil

Beginnen wir mit den Stärken, die unbestreitbar sind. Der Bitcoin ist seit 2009 die erste und bis heute größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung. Sein Angebot ist auf 21 Millionen Stück begrenzt, was ihn für viele Anleger zum „digitalen Gold“ macht. Einige Institutionen bringen inzwischen Bitcoin-ETFs auf den Markt, was die Liquidität und die Akzeptanz weiter stärkt. Historisch hat sich der Bitcoin trotz zum Teil dramatischer Korrekturen langfristig als Wertaufbewahrungsmittel behauptet.

Ethereum wiederum ist nicht einfach nur eine Kryptowährung (Ether), sondern ein Smart-Contract-System. Es bildet die Grundlage für den Großteil der DeFi-Anwendungen, NFTs und zahllose Layer-2-Lösungen. Mit der Umstellung auf Proof-of-Stake (The Merge) hat Ethereum nicht nur seinen Energieverbrauch drastisch gesenkt, sondern auch die Grundlage für künftige Skalierung geschaffen. Das Netzwerk hat eine enorme Entwickleraktivität und einen starken Netzwerkeffekt, was beides Indikatoren für eine langfristige Relevanz sind.

In dieser Hinsicht ist die Begründung für eine starke Gewichtung im Portfolio nachvollziehbar: Liquidität, Akzeptanz, Infrastrukturrelevanz und eine gewisse „Marktführer-Resilienz“ sind in der volatilen Krypto-Welt keine Selbstverständlichkeit. Wenn wir den Kryptomarkt als eine riskante Anlageklasse betrachten, dann sind BTC und ETH innerhalb dieser Welt tatsächlich der konservativere Part.

Es gibt aber auch eine Kehrseite der Medaille, sodass wir genauer hinschauen müssen. Folgende Aspekte sprechen eher dagegen, dass Bitcoin und Ethereum (zumindest in dem Umfang) in das ideale Krypto-Portfolio gehören:

1️⃣ Hohe Korrelation innerhalb des Krypto-Markts

Einer der Hauptgründe, warum Anleger diversifizieren, ist die Verringerung von Marktrisiken. In der Realität bewegen sich Bitcoin und Ethereum jedoch oft in dieselbe Richtung. In Bärenmärkten fallen beide stark, manchmal fast parallel. Wenn Sie also denken, dass ein hoher Anteil an BTC und ETH eine Art Absicherung gegen die Volatilität sei, könnten Sie enttäuscht werden. In den großen Crashs 2018 und 2022 verloren beide Assets 60 bis 80 Prozent ihres Wertes.

2️⃣ Das „digitales Gold“-Narrativ ist nicht unumstritten

Zwar ist das begrenzte Angebot von Bitcoin ein starkes Argument, doch der Vergleich mit Gold hinkt in einigen Punkten. Gold hat über Jahrtausende seinen Wert als Krisenwährung bewiesen, Bitcoin existiert erst seit gut 15 Jahren. Zudem basiert der Wert des Bitcoins und von Ethereum lediglich auf der Annahme, dass andere bereit sind, die Coins in der Zukunft teurer zu kaufen. Es besteht jedoch das Risiko massiver regulatorischer Eingriffe oder eines technologischen Umbruchs.

3️⃣ Ethereum hat technologische Konkurrenz

Ethereum mag aktuell die führende Smart-Contract-Plattform sein, aber sie ist nicht konkurrenzlos. Solana, Avalanche, Cardano und andere arbeiten an schnelleren, günstigeren und skalierbareren Alternativen. Auch die Migration von Projekten zwischen Netzwerken ist technisch möglich. Ethereum könnte langfristig Marktanteile verlieren und die Annahme, dass ETH dauerhaft das DeFi-Zentrum bleibt, ist nicht garantiert.

4️⃣ Die Gewichtung: Ist 60 % zu viel?

Selbst wenn wir die Vorteile der beiden Kryptos sehen, bleibt die Frage: Ist es klug, satte 60 Prozent des Portfolios in nur zwei Assets zu konzentrieren, die in der Vergangenheit eine sehr hohe Volatilität und enge Korrelation gezeigt haben?

Aus Sicht eines Risikomanagements könnte man argumentieren, dass eine etwas geringere Gewichtung von zum Beispiel 40 Prozent und dafür eine breitere Streuung in nicht-korrelierte Krypto-Segmente (z. B. Infrastruktur-Token, Stablecoin-Yield-Strategien, Tokenisierte Real-World-Assets) sinnvoller ist. So würden Sie nicht nur auf Marktführer setzen, sondern auch Nischen abdecken, die potenziell eine andere Performance-Dynamik haben.

Unser Fazit: Fundament ja, aber nicht unfehlbar

Wir sehen den Vorschlag, Bitcoin und Ethereum als Kern des Portfolios zu setzen, als nachvollziehbar, aber nicht risikofrei. Die Argumente für Liquidität, Akzeptanz und fundamentale Relevanz sind vorhanden. Wenn Sie in Kryptowährungen investieren, finden Sie in BTC und ETH zweifellos die Assets mit der größten Marktreife und dem geringsten relativen Projektrisiko.

Ihre hohe Korrelation, ihre Abhängigkeit von Marktstimmung und Makrotrends sowie regulatorische und technologische Unsicherheiten machen sie jedoch nicht zu einer „sicheren Bank“. Eine zu hohe Gewichtung kann in einem Abschwung genauso schmerzen wie bei riskanteren Altcoins, nur mit dem Unterschied, dass man weniger von einer möglichen Outperformance der kleineren Projekte profitiert.

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Growth Layer (30 %)

In dem vorgeschlagenen Krypto-Portfolio nimmt der sogenannte Growth Layer 30 Prozent ein. Hierunter fallen Coins wie:

  • Solana (SOL)
  • Avalanche (AVAX)
  • Chainlink (LINK)
  • Polygon (MATIC)

Sie haben jeweils eine Gewichtung von fünf bis zehn Prozent. Die Begründung für den Vorschlag ist, dass es sich um etablierte Altcoins mit soliden fundamentalen Geschichten handelt, einem erkennbaren Use Case und einer aktiven Entwicklergemeinschaft. Ziel ist es, in Projekte zu investieren, die potenziell stärker wachsen als Bitcoin und Ethereum, ohne jedoch das extreme Risiko von Kleinstprojekten einzugehen.

Auf den ersten Blick wirkt diese Herangehensweise wie eine gut durchdachte Verbindung zwischen dem konservativeren Kern und der spekulativeren High-Risk Kategorie. Doch wie tragfähig ist diese Wachstumsstrategie wirklich? Wir nehmen den Vorschlag unter die Lupe, mit einem kritischen Blick auf Chancen und Fallstricke.

Das perfekte Krypto-Portfolio laut ChatGPT

▶️ Growth Layer wie Solana machen 30% des ChatGPT Krypto Portfolios aus/ Shutterstock/ Mehaniq

Die Argumente für den Growth Layer

Es gibt gute Gründe, einen Teil des Portfolios in Assets wie SOL, AVAX, LINK und MATIC zu halten.

1️⃣ Höheres Wachstumspotenzial als BTC/ETH

Während Bitcoin und Ethereum bereits eine hohe Marktkapitalisierung erreicht haben, bieten Mid-Cap Coins im Growth Layer Bereich rein statistisch eine größere Chance auf überdurchschnittliche Kursgewinne, gerade in Bullenmärkten. Solana beispielsweise hat im Bullenzyklus 2020 bis 2021 zeitweise über 10.000 Prozent zugelegt.

2️⃣ Klare Use Cases
  • Solana (SOL): Extrem schnelle Transaktionsabwicklung und niedrige Gebühren, beliebt für DeFi, NFTs und hochfrequente Anwendungen.
  • Avalanche (AVAX): Plattform für dezentrale Applikationen mit Fokus auf Skalierbarkeit und Interoperabilität.
  • Chainlink (LINK): Marktführer für Oracles, also die Brücke zwischen Blockchain und realen Daten.
  • Polygon (MATIC): Layer-2-Lösung, die Ethereum skalierbarer macht und Transaktionskosten senkt.

Diese Projekte haben sich in ihrer jeweiligen Nische etabliert und weisen eine aktive Entwicklerbasis auf, was wiederum ein Indikator für Innovationskraft ist.

3️⃣ Diversifikation innerhalb des Krypto-Marktes

Der Growth Layer streut das Kapital auf mehrere Protokolle und Ökosysteme. Damit wird das Risiko reduziert, dass der Ausfall eines Projekts die gesamte Kategorie entwertet.

Neben den Vorteilen sehen wir jedoch ebenso einige Schattenseiten des Growth Layer, insbesondere:

4️⃣ Hohe Volatilität und Zyklusabhängigkeit

Mid-Cap Coins sind historisch oft sehr volatil. Ein Kursverlust von 80 bis 90 Prozent in einem Bärenmarkt ist keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Anleger, die diese Kategorie übergewichten, müssen bereit sein, dramatische Drawdowns auszuhalten.

5️⃣ Technologischer Wettbewerb

Die Geschichte des Krypto-Marktes ist reich an Beispielen einst gefeierter Projekte, die durch technologische „Veralterung“ oder mangelnde Nutzerakzeptanz in der Bedeutungslosigkeit verschwanden. Solana mag derzeit eine der schnellsten Chains sein, doch Konkurrenten wie Aptos oder auch neue Layer-2-Netzwerke könnten in Zukunft Marktanteile gewinnen.

6️⃣ Abhängigkeit von übergeordneten Ökosystemen

Einige Growth-Layer Projekte hängen stark von der Entwicklung der Core Assets ab. Polygon ist eng an Ethereum gebunden. Fällt Ethereum in „Ungnade“, wird auch MATIC leiden. Chainlink wiederum lebt davon, dass viele Smart-Contract Plattformen ihre Dienste nutzen. Bricht das DeFi-Ökosystem ein, sinkt die Nachfrage nach Oracles.

7️⃣ Gewichtung: Ausgewogen oder riskant?

Der Vorschlag, 30 Prozent in Growth Layer zu investieren, ist mutig. Er signalisiert, dass man bewusst auf überdurchschnittliche Renditen spekuliert. Gleichzeitig ist nüchtern festzustellen: Diese Kategorie wird in einem Bärenmarkt vermutlich der größte Verlustbringer im Portfolio sein.

Aus unserer Perspektive könnte eine flexiblere Gewichtung sinnvoll sein, zum Beispiel 20 Prozent in Bärenmärkten und bis zu 35 Prozent in eindeutigen Bullenmärkten, wenn das Momentum auf Seiten der Altcoins liegt. Dadurch würden Sie das Risiko zyklisch anpassen, statt starr an einer festen Quote festzuhalten.

Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird, ist die psychologische Belastung. Mid-Caps können innerhalb von Tagen zweistellig schwanken. Wenn Sie 30 Prozent Ihres Portfolios in diesem Segment halten, müssen Sie emotional gefestigt sein, um nicht in Panik zu verkaufen.

Unser Fazit: Eine lohnende, aber nervenaufreibende Kategorie

Wir betrachten den Growth Layer als Chance im Portfolio, aber auch als einen Bereich, der ständige Beobachtung und Risikomanagement erfordert. Die genannten Coins gehören zweifellos zu den stärkeren Projekten ihrer Klasse. Sie besitzen eine gute Technologie, eine Community und teils eindeutige Alleinstellungsmerkmale.

Dennoch machen Abhängigkeit von Marktzyklen, der harte Wettbewerb im Blockchain Sektor und die oft überzogene Kursfantasie diesen Teil des Portfolios zu einer riskanten Wette. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Growth Layer im Extremfall mehrere Jahre in der Verlustzone verharren kann und dass die Gewichtung in dieser Kategorie dynamisch an Marktbedingungen angepasst werden sollte.

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High-Risk (10 %)

Im vorgeschlagenen Krypto-Portfolio macht die Kategorie High-Risk zehn Prozent der Gesamtallokation aus. Hierunter fallen kleine, spekulative Projekte wie neue Layer-1-Blockchains, Nischen-Token im DeFi-Bereich oder Projekte mit starkem Narrativ, aber geringer Marktkapitalisierung. Die Idee dahinter ist, dass schon wenige Volltreffer in diesem Segment überproportional zur Gesamtperformance beitragen können, während das Verlustrisiko auf einen kleinen Portfolioanteil begrenzt wird. Doch wie solide ist diese Annahme, wenn wir uns die Realität des Krypto-Marktes ansehen?

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➡️ High-Risk Coins wie Shiba-Inu machen nur 10% des Portfolios aus/ Shutterstock/ Dennis Diatel

Die Argumente für High-Risk-Investments

Zunächst die Pluspunkte, und die sind im Kryptobereich durchaus nicht zu unterschätzen.

1️⃣ Potenzial für extreme Renditen

Die Historie im Krypto-Bereich ist voll von Projekten, die innerhalb kurzer Zeit um ein Vielfaches im Wert gestiegen sind. Denken wir an frühe Investoren in Polygon (MATIC), Shiba Inu oder Axie Infinity. Gewinne im vier- bis fünfstelligen Prozentbereich waren hier möglich. Wer solche Chancen in einem Portfolio komplett ignoriert, verzichtet auf einen der Hauptreize des Krypto-Marktes.

2️⃣ Innovationsmotor der Branche

Oft entstehen in diesem Segment technologische Durchbrüche. Neue Mechanismen, revolutionäre DeFi-Protokolle oder neuartige NFT-Systeme starten meistens klein und unscheinbar. Wenn Sie hier früh investieren, können Sie nicht nur hohe Gewinne erzielen, sondern auch an der Entstehung künftiger Marktführer beteiligt sein.

3️⃣ Begrenzter Kapitaleinsatz, kalkuliertes Risiko

Mit nur zehn Prozent des Portfolios im Bereich High-Risk Projekte wird der mögliche Totalverlust auf einen überschaubaren Teil begrenzt. Gleichzeitig ist das Chance-Risiko-Verhältnis interessant: Selbst wenn 70 bis 80 Prozent dieser Projekte scheitern, kann ein einzelner „Moonshot“ die Verluste überkompensieren.

Die gravierenden Schwächen der High-Risk Kategorie dürfen wir jedoch keinesfalls außer Acht lassen. Die Risiken sind erheblich und betreffen nicht nur den möglichen Kapitalverlust.

4️⃣ Extrem hohe Ausfallquote

Die überwältigende Mehrheit der kleinen Krypto-Projekte wird vermutlich nicht überleben. Studien und Marktanalysen zeigen, dass 80 bis 90 Prozent aller Token innerhalb weniger Jahre wertlos werden. Die Gründe reichen von fehlender Adoption über Sicherheitslücken bis hin zu Betrug.

5️⃣ Illiquidität und Handelsrisiken

Viele dieser Coins werden nur auf kleineren Börsen gehandelt. Das bedeutet: Große Positionen lassen sich oft nur mit erheblichen Abschlägen verkaufen, falls überhaupt. In Krisenzeiten gibt s kaum bis keine Liquidität und der Marktpreis kann in Stunden um 50 Prozent oder mehr einbrechen.

6️⃣ Hohes Maß an Spekulation und Hype-Abhängigkeit

Der Preis vieler High-Risk Coins wird in der Anfangsphase oft stark von Social-Media-Hypes, Influencer-Marketing und kurzfristigen Narrativen getrieben. Sobald das Interesse nachlässt oder ein Konkurrent ins Rampenlicht tritt, bricht der Kurs oft drastisch ein, und zwar unabhängig davon, ob das Projekt technologisch interessant ist.

7️⃣ Psychologische Fallstricke

Wir betrachten High-Risk-Investments auch als einen Test für die Disziplin für Sie als Anleger. Die Versuchung ist groß, den Einsatz zu erhöhen, sobald die ersten Gewinne realisiert werden oder umgekehrt in Panik zu verkaufen, wenn der Kurs um 70 Prozent fällt. Beides führt oft zu suboptimalen Entscheidungen. Daher ist ein klarer Plan entscheidend: Sie sollten vorab festlegen, wie viel Kapital Sie bereit sind zu riskieren, und Ausstiegsziele definieren, sowohl nach oben als auch nach unten.

8️⃣ Gewichtung: Ist 10 % der richtige Anteil?

Die vorgeschlagene Gewichtung von zehn Prozent wirkt auf den ersten Blick vernünftig. Sie ist hoch genug, um bei einem Volltreffer spürbar zur Gesamtperformance beizutragen und gleichzeitig niedrig genug, um das Risiko eines erheblichen Gesamtverlusts im Portfolio zu begrenzen.

Dennoch müssen wir uns fragen, ob diese Quote statisch sinnvoll ist. In einem eindeutigen Bullenmarkt, in dem Risikokapital in Strömen in den Markt fließt, könnten 15 Prozent vertretbar sein. In einem Bärenmarkt dagegen, wenn Liquidität knapp und Anlegerstimmung pessimistisch ist, könnten fünf Prozent oder weniger sinnvoller sein. Eine starre Allokation birgt das Risiko, in ungünstigen Marktphasen zu stark investiert zu sein.

ChatGPT Krypto-Portfolio

☑️ Das ChatGPT Krypto-Portfolio sollte gut überlegt genutzt werden/ Shutterstock/ Miljan Zivkovic

Unser Fazit: Ein zweischneidiges Schwert

Wir sehen den High-Risk Bereich als eine Lotterie mit besseren Quoten, aber immer noch als Lotterie. Er kann ein wichtiger Renditefaktor im Portfolio sein, vorausgesetzt, er wird mit Disziplin, Recherche und striktem Risikomanagement angegangen. Die genannten Argumente für Innovation, überdurchschnittliche Renditechancen und kalkuliertes Risiko sind nachvollziehbar.

Die Gefahren sind jedoch real und dürfen nicht unterschätzt werden. Sie bestehen aus extrem hohen Ausfallraten, Illiquidität, Abhängigkeit von Hype und einem hohen Maß an möglicher Marktmanipulation. Daher sollten Sie nur Projekte wählen, deren Team, Technologie und Use Case Sie wirklich verstehen und bereit sein, einen Totalverlust in Kauf zu nehmen.

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