

Der Kryptomarkt ist weiterhin von hoher Volatilität geprägt. Innerhalb weniger Tage, manchmal sogar innerhalb weniger Stunden, können die Kurse einzelner Assets um hohe ein- bis zweistellige Prozentwerte schwanken.
Die Angst, etwas zu verpassen (FOMO – Fear of Missing Out), ist einer der Hauptgründe für Fehlentscheidungen beim Trading. Entwickelt sich ein Markt mit bullischen Trends, springen Anleger auf den Zug auf, um doch noch etwas von der erwarteten Rendite mitzunehmen. Auf Korrekturen reagieren Anleger häufig impulsiv und verkaufen aus Angst. In beiden Situationen entstehen häufig Verluste. Emotionen wie Angst und Gier führen selten zu rationalen Entscheidungen.
Überhastet einzusteigen und bei Kursrückgängen panikartig zu verkaufen, ist ein typisches Verhalten vieler Krypto-Einsteiger. Rationale Strategien helfen dabei, diese Fehler zu vermeiden und ein Portfolio zu entwickeln, das robust und flexibel auf verschiedene Marktsituationen reagieren kann.
Was es als Anleger am Kryptomarkt braucht, ist eine klar definierte Handelsstrategie sowie ein diszipliniertes Risikomanagement. Disziplin hilft Anlegern dabei, emotionale Fehlentscheidungen zu vermeiden.

➡️ Das Risikomanagement ist beim Kryptohandel unerlässlich/ Shutterstock/ Standret
Ein Fehler, der immer wieder vorkommt: Auf ein angemessenes Risikomanagement verzichten. Statt sich vor dem Aufbau einer Exposure am Markt zu fragen, welches Assets das Anlageziel und Risikoprofil abbilden, wird einfach blind in Positionen investiert, die ein zu hohes Risiko haben. Oft machen sich gerade Krypto-Einsteiger auch zu wenig Gedanken darüber, wie breit sie sich eigentlich aufstellen sollten.
Das Ergebnis: Es wird in zu wenig Assets investiert. Der Fokus auf Bitcoin, Ethereum und Solana birgt allerdings erhebliche Verlustrisiken. Dabei gilt bei Kryptowährungen die Devise, dass ein robustes Portfolio breit aufgestellt sein sollte, also einen hohen Diversifikationsgrad erreichen muss. Die Lösung: Eine breite Streuung über verschiedene Krypto- und Stablecoins.
Noch robuster wird ein Portfolio durch Investments in klassische Anlageklassen (wie Aktien oder Edelmetalle). An dieser Stelle sind Broker-Plattformen interessant, die sich nicht nur auf Krypto-Coins beschränken, sondern das Trading auf verschiedene Assetklassen ermöglichen. Wer als Trader Interesse an einem breit aufgestellten Broker hat und dabei auch noch anderen Anlegern über die Schulter schauen will, probiert eToro aus.
Ein Fehler, der gerade bei den ersten Trades passieren kann und für viele Anleger frustrierend ist: Auf Orderzusätze verzichten. Damit bricht ein Teil des Risikomanagements einfach weg, der eigentlich in der Lage ist, das Portfolio vor unnötigen Verlusten zu schützen. Einer der wichtigsten Orderzusätze bleibt der Stop Loss, um Verluste zu begrenzen.
Wird dieser eingesetzt, schließt das Handelssystem die Position beim Erreichen des Kursniveaus automatisch. Anleger sind damit in der Lage, automatisiert das Verlustrisiko aus einzelnen Positionen zu begrenzen. Gerade dort, wo Kryptowährungen mit Hebel gehandelt werden, ist der Stop Loss besonders wichtig.
Ein zweiter Orderzusatz, der die Idee des Take Profit mit einer Vermeidung unnötiger Verluste verbindet, ist der Trailing Stop Loss. Dieser funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Anleger definieren den Abstand für einen Stop Loss – beispielsweise fünf Prozent unterhalb des Einstiegsniveaus in die Position. Über die Trailing-Komponente wird diese Marke in einem Aufwärtstrend „mitgezogen“ und bei einem Trendwechsel fixiert.

✅ Anleger dürfen im Krypto-Handel die Orderzusätze nicht vergessen/ Shutterstock/ TippaPatt
Es passiert leider zu oft, dass Anleger darauf vertrauen, mit dem Investment in einen Trend immer richtig zu liegen. Dabei kann das blinde Vertrauen in Hypes und Social-Media-Trends – die den Kryptomarkt leider nach wie vor beeinflussen können – schnell einen Verlust realisieren. Anleger dürfen sich nicht auf Trends vertrauen, die sie selbst nicht überprüft haben.
Wie im klassischen Aktienhandel liefern verschiedene technische Indikatoren Hinweise darauf, ob ein Asset eher überkauft oder überverkauft ist. Ein sehr wichtiger Anhaltspunkt sind Indikatoren, mit denen sich die Volatilität und das Marktsentiment antizipieren lassen. Um diesen Fehler zu vermeiden, gibt es eigentlich nur eine Lösung: Sich als Anleger intensiv mit Krypto-Assets und den Marktentwicklungen zu beschäftigen.
In Kryptowährungen zu investieren bedeutet das Übernehmen von Verantwortung. Dies gilt besonders für den Schutz der Coins, die in einer Wallet zu verwahren sind, die keinen Zugriff von außen zulässt. Hier stechen besonders Cold Storage Units – die Hard- oder Cold-Wallets heraus. Da diese nicht direkt ans Internet angebunden sind, lassen sich Hackerangriffe auf diese Wallets nur sehr schwer ausführen.
Hot Wallets werden dagegen zu einem Problem. Verlieren Anleger Private Keys oder speichern Coins in unsicheren Online Wallets, wird der Totalverlust provoziert. Um sich an dieser Stelle abzusichern, sollten die Coins aus der Hot Wallet in eine eigene Cold Wallet übertragbar sein.
Beispielsweise kommt Kraken hier Kunden mit der Möglichkeit zum unkomplizierten Senden entgegen. Broker wie Smartbroker gehen einen anderen Weg – über Treuhänder, die Coins in Cold Wallets einlagern. Anleger können sich inzwischen für eine ganze Reihe hochwertiger Hardware-Wallets entscheiden, die von Unternehmen in der EU hergestellt werden.
Einsteigern fehlt es mitunter an der richtigen Perspektive und einem Gefühl dafür, wie sich Risiken am Kryptomarkt entwickeln können. Das Ergebnis sind einerseits Erwartungen, die nichts mit den realistischen Einschätzungen erfahrener Trader zu tun haben. Auf der anderen Seite wecken die Coins immer wieder zu hohe Erwartungen hinsichtlich der kurzfristigen Rendite.
Damit steigt die Gefahr, das Verlustrisiko falsch einzuschätzen und Lücken im Risikomanagement entstehen zu lassen. Gleichzeitig kann es zu „überhebeltem“ Trading durch das unvorsichtige Mindset und „Moonshots“ kommen (Investments mit deutlich zu hohem Risiko, wie bestimmten Derivaten). Anleger müssen sich vor den ersten Trades auf Kryptowährungen die Frage stellen, für welche Renditeerwartung sie eigentlich stehen.
Viele Trader entwickeln eine Idee, wann sie in eine Position einsteigen wollen. Beim Thema Exit sind Anleger aber schnell weniger kreativ und verlassen sich zu sehr darauf, dass der Markt die richtigen Signale sendet. Dabei zahlt es sich aus, auch hierzu klare Strategien zu entwickeln. Die Entscheidung ruht auf einer umfassenden Analyse der Krypto-Charts.
Hierzu muss eine wichtige Voraussetzung erfüllt sein: Es braucht professionelle Werkzeuge. Plattformen wie Bitvavo oder Coinbase haben ihren Trading-Desk mit umfassenden Tools ausgestattet, die nicht nur Infos zum richtigen Einstiegszeitpunkt liefern, sondern Signale für die Exitlevel generieren. Zusammen mit der breiten Auswahl an Kryptowährungen positionieren sich die Exchanges damit als hochwertige Anbieter am Markt.

💡 Der Krypto Handel mit Bitcoin erfordert klare Strategien/ Shutterstock/ Novikov Aleksey
Fehler beim Investieren in Kryptowährungen ziehen leider immer wieder hohe Verluste nach sich. Dabei lassen sich viele der typischen Fehler vermeiden – etwa ein Portfolio, indem die Diversifikation zu kurz kommt oder Trading ohne das nötige Verständnis für die technische Analyse. Die wichtigsten Fehler im Krypto-Trading zu kennen bedeutet, diese auch aktiv vermeiden zu können.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.