

Anleger setzen an den Kapitalmärkten gern auf Wachstum. Allerdings unterstreichen Krisen immer wieder, dass zu einem diversifizierten und optimal ausbalancierten Portfolio auch defensive Assets gehören. Die richtige Auswahl der Handelsinstrumente sorgt letztlich dafür, dass ein Depot robust auf negative Impulse an den Märkten und hohe Volatilitäten reagieren kann.
Anleger erreichen eine defensive Ausrichtung auf verschiedenen Wegen. Mithilfe der Dividenden, die beispielsweise von Blue-Chips-Aktien ausgeschüttet werden, lässt sich ein passiver Ertrag realisieren. Für Anleger geht es an dieser Stelle nicht darum, nur nach Aktien mit sehr hohen Ausschüttungen zu suchen.
| 💡 Aktie | 🔢 ISIN | ▶️ Dividende 2024 (Zahlung in 2025) |
|---|---|---|
| Allianz SE | DE0008404005 | 15,40 € |
| Novartis AG | CH0012005267 | 3,50 CHF (ca. 3,78 €)* |
| Sanofi S.A. | FR0000120578 | 3,92 € |
| Hapag-Lloyd AG | DE000HLAG475 | 8,20 € |
| Deutsche Pfandbriefbank AG | DE0008019001 | 0,15 € |
| Leifheit AG | DE0006464506 | 1,15 € |
| DHL Group | US25157Y2028 | 1,85 € |
| Deutsche Bank AG | DE0005140008 | 0,68 € |
*EZB-Referenzkurs vom 15. Apr. 2025
Ein auf Dividenden basiertes Portfolio muss die Qualität der Ausschüttung berücksichtigen, also wie regelmäßig die Gewinnbeteiligung ausgezahlt wird. Außerdem spielt das Verhältnis zum Aktienkurs (die Dividendenrendite) eine Rolle in der Entscheidung. Zusätzlich spielt für die Entscheidung zum Aufbau einer Exposition in bestimmte Aktien eine Rolle, wie die einzelnen Wertpapiere in das individuelle Risikoportfolio passen.
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Die Allianz SE zählt weltweit zu den führenden Versicherungsunternehmen und gehört zu den Unternehmen, die über Jahre eine hohe Dividendenrendite an ihre Anleger ausschütten. Für die Jahre 2023 und 2024 liegt die Allianz bei mehr als 5,0 Prozent. Die Prognosen der Analysten für das Unternehmen sehen auch in den kommenden Jahren eine stabile Entwicklung. Es wird für 2025 von einer Dividende ausgegangen, die über 16 Euro liegen kann. Zu den Erfolgsfaktoren gehören die Einnahmen aus dem Versicherungsgeschäft und eine solide Kapitalbasis – was sich auch in der Kursentwicklung für die Allianz Aktie widerspiegelt. Für 2024 belief sich die Dividende auf 15,40 Euro.

Shutterstock/ Romain P19
Novartis mit Sitz in der Schweiz ist ein global agierender Pharmakonzern, der in den letzten Jahren eine stabile Dividendenpolitik verfolgt. Seit 2015 hat das Unternehmen an seine Anleger durchgehend eine Gewinnbeteiligung ausgeschüttet – mit einer Dividendenrendite von mindestens drei Prozent. 2023 haben Anleger 3,30 Franken je Aktie erhalten, für 2024 wurden 3,50 Franken ausgeschüttet. Damit gehört die Aktie zu den stabilen Dividendenwerten am Markt.

Shutterstock/ Melnikov Dmitriy
Sanofi – ebenfalls ein Pharmaunternehmen (aus Frankreich) – hat 2024 die Dividende je Aktie erneut erhöhen können. Ein Trend, der bereits seit mehr als einer Dekade anhält und die Aktie damit zu einem interessanten Asset für Investoren macht, deren Fokus auf eine dividendenbasierte Strategie ausgerichtet ist. Für 2024 wird mit 3,92 Euro eine Dividendenrendite von über 4,0 Prozent erreicht. Der Konzern profitiert von einem breiten Produktportfolio und einer starken Position im Gesundheitsmarkt, was die stabilen Einnahmen als Basis der Dividendenausschüttungen erklärt.

Shutterstock/ Piotr Swat
Hapag-Lloyd ist eine der weltweit größten Reedereien und wickelt einen erheblichen Anteil des internationalen Warenverkehrs ab. 2023 und 2024 erzielte das Unternehmen hohe Dividendenrenditen. Für 2024 lag sie bei 5,35 Prozent oder 8,20 Euro, was eine leichte Abschwächung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Für die Auswahl der Aktie ist die starke Abhängigkeit vom internationalen Frachtgeschäft zu berücksichtigen, da der Unternehmensgewinn von den abgerufenen Frachtraten und dem Bedarf nach Transportdienstleistungen beeinflusst wird.

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Als Spezialist für Immobilien- und öffentliche Investitionsfinanzierung ist die Deutsche Pfandbriefbank von der Lage im Bausektor abhängig, konnte sich in den letzten Jahren trotz Widerstände am Markt behaupten. Mit einer Gewinnausschüttung an Aktionäre von 0,15 Euro erreicht das Unternehmen eine Dividendenrendite von 3,13 Prozent für das Jahr 2024. Trotz anhaltender Herausforderungen deuten Prognosen auf eine Verbesserung bei der Gewinnbeteiligung für Investoren hin.

Shutterstock/ Below the Sky
Leifheit hat über Jahre eine stabile und robuste Dividendenpolitik etabliert. Das für Haushaltsprodukte bekannte Unternehmen hat für 2024 eine Dividendenrendite von rund 7,25 Prozent erreicht bzw. 1,15 Euro an Anleger ausgeschüttet. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren eine robuste Entwicklung beim Umsatz erreicht und ist damit in der Lage, eine solide finanzielle Basis aufzubauen, aus welcher sich die Dividenden speisen.

Shutterstock/ Tobias Arhelger
Die Hauptversammlung der Aktionäre entscheidet Anfang Mai über die Dividende der DHL Group. Das Unternehmen will zu dieser Gelegenheit eine Gewinnausschüttung von 1,85 Euro vorschlagen, was für 2024 einer Dividendenrendite von 4,8 Prozent entspricht. Bereits im Vorjahr lag die Dividende auf demselben Niveau. Die Kontinuität der Ausschüttungen über mehrere Jahre hinweg macht die DHL Aktie zu einem Wertpapier, dass zuverlässig Dividenden liefern kann.

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Die Deutsche Bank hat ihre Dividende für das Geschäftsjahr 2024 auf 0,68 Euro je Aktie erhöht, was einer deutlichen Steigerung dem Vorjahr (0,45 Euro je Aktie in 2023) entspricht. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei etwa 4,1 Prozent. Die Entwicklung der nächsten Geschäftsjahre wird natürlich von der Marktentwicklung beeinflusst und lässt sich nur abschätzen. Angesichts der zurückliegenden Jahre kann sich die Aktie der Bank als interessantes Dividendenpapier entpuppen.

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Diversifikation bauen Anleger mit verschiedenen Instrumenten auf. Ein wichtiger Baustein sind Dividenden, die den Vorteil eines passiven Cash-Flows haben. Aus Anlegersicht kommt es hier darauf an, die richtige Strategie auszuwählen. Einerseits kann der Fokus auf die Dividendenrendite gerichtet werden, die maßgeblich vom Preis pro Aktie beeinflusst wird.
Auf der anderen Seite lässt sich der Fokus auf das Dividendenwachstum richten. Hier ist das Ziel, Aktien mit einer kontinuierlich wachsenden Gewinnausschüttung auszumachen.

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