

Gier frisst Hirn – ein sehr beliebtes Zitat, das im Zusammenhang mit dem Wertpapierhandel regelmäßig die Runde macht. Dabei sind Gier und Angst zwei Emotionen, die für Anleger eher schlechte Ratgeber sind. Schließlich verleitet Gier zu Entscheidungen, einem Trend noch länger zu folgen – obwohl Indikatoren dagegensprechen. Und Angst sorgt für eine Umschichtung im Portfolio, was letztlich Performance kostet.
Anleger müssen in der Lage sein, in volatilen Phasen objektiv Entscheidungen zu treffen. Die Märkte reagieren zyklisch (auf jedes Tief folgt eine Aufwärtsbewegung) und verlangen nach flexiblen Trading-Strategien. Erfahrene Trader setzen auf Indikatoren und Fundamentaldaten, um Marktbewegungen zu analysieren. Im Handelsvolumen und der Bewertung von Aktien stecken objektive Hinweise auf die Reaktionen der Märkte.
Tipps aus dem Bekanntenkreis oder von Börsen-Influencern zu Aktien, die gerade einen Trend auslösen oder Kaufentscheidungen aus dem Bauch – Verluste sollten dann einkalkuliert werden. Um langfristig Vermögen aufzubauen und nachhaltig Wachstum im Portfolio zu generieren, braucht es eine klare Anlagestrategie. Wie diese aussieht, entscheidet sich über die persönliche Risikoeinstellung und die Renditeerwartung.
Eine robuste Trading-Strategie kann sich in sehr unterschiedliche Richtungen orientieren und einen Buy-and-Hold-Ansatz verfolgen oder sich stärker auf passive Ertragselemente wie Dividenden fokussieren. Wichtig muss sein, dass die Strategie klaren Regeln folgt, reproduzierbar ist und sich testen lässt. Gerade der letztgenannte Punkt ermöglicht eine stetige Optimierung und das Aufdecken von Schwachstellen.

Wir zeigen Ihnen die größten Aktien-Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten/ Shutterstock/ ekapol sirachainan
Märkte unterliegen immer Schwankungen. Und in jedem Makrozyklus lassen sich viele Mikrozyklen in der Kursbewegung einzelner Assets erkennen. Jedem Anleger muss angesichts dieser Erkenntnis klar sein, dass er Verluste machen und eventuell die Gewinne von gestern wieder abschreiben darf. Ein nachhaltig auf stabile Ertragsoptimierung eingestelltes Portfolio verkraftet Marktschwankungen.
Der Schlüssel ist eine breite Streuung innerhalb der gehaltenen Assets. Dabei geht es nicht nur darum, Aktien mit Finanzderivaten und Anleihen zu mischen. Speziell bei den Aktien spielt die Kombination der Sektoren, Märkte und Branchen eine wichtige Rolle. Je stärker einzelne Assets miteinander verknüpft sind, umso eher „stecken sich die Märkte an“. Dieses Klumpenrisiko zu verhindern, ist eine Herausforderung für Anleger an den Börsen.
Gerade als Börsenneuling werden Trends in den Charts wahrgenommen und Positionen einfach mit der Masse anderer Trader geöffnet oder geschlossen. Dieses Agieren an den Märkten verhindert den langfristigen Vermögensaufbau. Wer als Trader nicht bereit ist, sich mit Marktmechanismen und Dynamiken zu beschäftigen, läuft den Ein- und Ausstiegspunkten immer hinterher.
Für die Realisierung und Optimierung der Anlagestrategie ist es von Bedeutung, sich mit den Grundlagen der technischen Analyse zu beschäftigen. Indikatoren, die das Handelsvolumen verraten, liefern kombiniert mit gleitenden Durchschnitten wichtige Hinweise auf den Markt. Zusammen mit den Fundamentaldaten und aktuellen Finanzmarktnachrichten nutzen Anleger Hebel und steuern die Performance.
Wie lassen sich Verluste im Aktienhandel verhindern? „Gar nicht“ ist eine zu spitzfindige Behauptung. Mithilfe einer robusten und optimierten Anlagestrategie, die auf verschiedenen Säulen ruht (Diversifikation) lässt sich im Idealfall bereits eine Glättung des Drawdowns erreichen. Was Anleger unbedingt im Handel berücksichtigen sollten: Den Einsatz von Orderzusätzen.
Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang der Stop Loss. Dieser wird so gesetzt, dass er das gewählte Risikoprofil in die jeweilige Position projiziert. Dreht der Kurs ins Minus und berührt den Stop-Loss-Kurswert, stellt die Handelsplattform die Position glatt. Auf diese Weise werden weitere Verluste verhindert.
Auf robuste Trading-Strategien zu verzichten, nimmt auf der Liste möglicher Fehler einen der vorderen Plätze ein. Es bringt aber nichts, einfach zu irgendeiner Strategie zu greifen. Anleger müssen in der Lage zum Backtesting sein. Eine Methode, mit der sich Anlagestrategien überprüfen lassen.
Das Backtesting wird so zu einem wichtigen Werkzeug, um die Strategie zu optimieren. Ein Schritt, der auf dem Weg zum Vermögensaufbau wichtig ist. Hierauf zu verzichten, ist ein Fehler, den Anleger früher oder später zu spüren bekommen.
Wer mit Aktien eine Rendite erzielen will, generiert Einkommen aus Kapitalerträgen. Hier wird das Finanzamt hellhörig. Es gehört eigentlich zu den Aufgaben als Anleger, sich mit der Frage nach den Steuern und versteckten Gebühren zu beschäftigen. Besonders wichtig wird das Thema beim Handel über ausländische Broker.
Letzteres gilt auch für Gebühren, die Anleger übersehen. Neben dem Spread können dies verschiedene Serviceentgelte oder Auszahlungsgebühren sein. Blind auf Hochglanzprospekte zu vertrauen, führt schnell zu Fehlentscheidungen.
Als Anleger Fehler machen, ist nicht nur ärgerlich und frustrierend. Oft genug geht es ums Geld. Damit werden falsche Anlegeentscheidungen teuer. Emotionales Trading, keiner Strategie folgen oder das Kapital auf sehr wenige Assets verteilen – viele Situationen sind eigentlich vermeidbar. Wer über Aktien Vermögen aufbauen will, beschäftigt sich mit als Vorbereitung mit typischen Fehlern, um diese selbst nicht zu wiederholen.

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