

Im Jahr 2026 zeichnen sich einige Währungspaare ab, die aufgrund spezifischer makroökonomischer Entwicklungen und ihrer erwarteten Volatilität eine besonders spannende Möglichkeit für den Start in den Forex-Handel darstellen könnten. Wir zeigen Ihnen, welche Devisenpaare das sind und warum.
Der Devisenhandel ist der gleichzeitige Kauf einer Währung und der Verkauf einer anderen. Währungen werden immer als Währungspaare gehandelt, beispielsweise EUR/USD. Die erste Währung im Paar (hier der Euro) wird als Basiswährung bezeichnet, die zweite (der US-Dollar) als Notierungswährung.
Der angezeigte Kurs gibt an, wie viel Einheiten der Notierungswährung Sie für eine Einheit der Basiswährung erhalten. Der Handel erfolgt in der Erwartung, dass sich der Wert eines Devisenpaares in eine bestimmte Richtung entwickelt, sodass Trader im besten Fall durch die Kursdifferenz einen Gewinn erzielen.

Der Devisenhandel umfasst den Tausch von Währungen in Paaren wie EUR/USD und zielt darauf ab, von Wechselkursbewegungen zu profitieren. (Foto: Ground Picture / Shutterstock.com)
Die Kurse von Währungspaaren werden maßgeblich von den folgenden Faktoren bestimmt:
Die Leitzinsen einer Zentralbank sind der wohl wichtigste Faktor. Steigt der Zinssatz in einem Land, wird die entsprechende Währung für internationale Anleger attraktiver, da sie höhere Renditen auf Einlagen verspricht.
Das erhöht die Nachfrage nach der Währung und führt zu einer Aufwertung des Währungspaares, in dem sie die Basiswährung darstellt. Die Erwartung zukünftiger Zinsentscheidungen beeinflusst die Kurse oft schon im Vorfeld.
Eine hohe Inflation führt in der Regel zu einer Abwertung der Währung, da die Kaufkraft sinkt. Investoren meiden Währungen, deren Wert durch steigende Preise verringert wird.
Zentralbanken reagieren auf Inflation oft mit Zinserhöhungen, was wiederum den Kurs des Devisenpaares beeinflusst. Eine stabile, niedrige Inflation ist daher ein Zeichen von Währungsstärke.
Ein starkes Bruttoinlandsprodukt (BIP) signalisiert eine gesunde Wirtschaft, was die Attraktivität der Landeswährung erhöht. Ein robustes Wachstum zieht ausländische Investitionen an, was die Nachfrage nach der Währung steigert. Positive BIP-Zahlen führen tendenziell zu einer Aufwertung des Währungspaares, während schwache Zahlen das Gegenteil bewirken.
Die Handelsbilanz erfasst den Wert der Exporte und Importe eines Landes. Ein Handelsbilanzüberschuss (mehr Exporte als Importe) bedeutet, dass mehr ausländisches Geld in das Land fließt, um Güter zu kaufen, was die Nachfrage nach der Landeswährung erhöht. Dies stärkt das entsprechende Währungspaar. Umgekehrt schwächt ein Defizit die Währung.
Politische Unsicherheit, Wahlen, Regierungswechsel oder geopolitische Konflikte können zu einer Flucht der Anleger in sogenannte „sichere Häfen“ führen. Länder mit stabiler politischer Lage und geringem Risiko sehen ihre Währungen oft aufwerten. Plötzliche politische Ereignisse können extreme Volatilität in Devisenpaaren auslösen.
Die Währungen von Ländern, die stark von Rohstoffexporten abhängen (z. B. Kanada und Australien), sind eng an die Preise dieser Rohstoffe gekoppelt. Steigt der Ölpreis, wertet der Kanadische Dollar (CAD) tendenziell auf. Diese Korrelation ist besonders bei den sogenannten „Commodity Currencies“ zu beobachten und macht die zugehörigen Währungspaare interessant.
Die kollektive Erwartungshaltung der Marktteilnehmer, die sogenannte Marktstimmung, spielt eine große Rolle. Wenn Händler mehrheitlich eine Aufwertung einer Währung erwarten, kaufen sie diese, was die Erwartung zur selbsterfüllenden Prophezeiung macht. Spekulative Positionen können kurzfristig erhebliche Bewegungen in Währungspaaren verursachen.
Das Jahr 2026 verspricht eine Fortsetzung der geldpolitischen Unterschiede verschiedener Zentralbanken und geopolitischen Verschiebungen, die den Devisenmarkt in den letzten Jahren geprägt haben. Für Anleger und Trader, die von Trends und moderater Volatilität profitieren möchten, könnten die folgenden Währungspaare spannend sein.
Das EUR/USD-Paar ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und wird oft als „Major“ bezeichnet. Es repräsentiert die beiden größten Wirtschaftsblöcke und bietet aufgrund seiner hohen Liquidität und der Fülle an verfügbaren Wirtschaftsdaten eine hervorragende Basis für Einsteiger. Interessant ist das Devisenpaar in 2026 vor allem aufgrund folgender Aspekte:
Es wird erwartet, dass die US Federal Reserve (Fed) ihre Zinssenkungen fortsetzt, während die Europäische Zentralbank (EZB) möglicherweise eine restriktivere Haltung einnimmt oder ihren Lockerungszyklus früher beendet.
Analysten prognostizieren eine anhaltende Schwäche des US-Dollars, bedingt durch hohe US-Staatsschulden und eine nachlassende Wachstumsdynamik im Vergleich zur Eurozone.
Die hohe Liquidität des Devisenpaares führt zu klareren und zuverlässigeren technischen Chartmustern, was die Analyse für Einsteiger erleichtert.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt traditionell als „sicherer Hafen“ in Zeiten globaler Unsicherheit. Das Währungspaar USD/CHF reagiert daher stark auf geopolitische Spannungen und die allgemeine Risikobereitschaft der Anleger. Besonders interessant könnte das Währungspaar in 2026 aus folgenden Gründen sein:
Angesichts anhaltender geopolitischer Risiken (z.B. in Europa oder Asien) werden Trader und Anleger den Schweizer Franken voraussichtlich weiter als sicheren Hafen suchen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) signalisiert eine stabile Geldpolitik, während andere Zentralbanken ihre Zinsen senken, was die Zinsdifferenz zugunsten des Frankens verschiebt.
Die erwartete anhaltende Dollar-Schwäche in Kombination mit der Franken-Stärke könnte einen relativ klaren Abwärtstrend im Devisenpaar USD/CHF für das Jahr 2026 etablieren.
Der Australische Dollar (AUD) ist eine sogenannte „Commodity Currency“, da Australien ein bedeutender Exporteur von Rohstoffen wie Eisenerz und Kohle ist. Das Währungspaar AUD/USD ist daher eng mit der globalen Rohstoffnachfrage und dem Wirtschaftswachstum Chinas verbunden. Interessant ist das Paar in 2026 unter anderem aufgrund folgender Prognosen:
Eine erwartete Erholung der globalen Wirtschaft und eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen könnten den AUD stärken.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) könnte aufgrund einer hartnäckigeren Inflation eine restriktivere Haltung einnehmen als die Fed, was die Zinsdifferenz zugunsten des AUD verschieben würde.
Die klare Korrelation zu Rohstoffpreisen und Wirtschaftsdaten macht die fundamentale Analyse dieses Währungspaares für Einsteiger übersichtlicher.

Das Währungspaar AUD/USD ist eng mit der globalen Rohstoffnachfrage verbunden (Foto: Shutterstock/ autsawin uttisin)
Der Kanadische Dollar (CAD) ist ebenfalls eine Rohstoffwährung, die stark vom Ölpreis beeinflusst wird, da Kanada ein großer Ölproduzent ist. Das Währungspaar USD/CAD wird oft als „Loonie“ bezeichnet und bietet eine direkte Möglichkeit, auf die Entwicklung des Energiemarktes zu spekulieren. Gründe dafür, dass das Devisenpaar in 2026 spannend für Einsteiger sein könnte, sind unter anderem:
Die anhaltende Volatilität auf den globalen Energiemärkten wird voraussichtlich den CAD stark beeinflussen und somit klare Handelsmöglichkeiten im Devisenpaar USD/CAD schaffen.
Die Bank of Canada (BOC) könnte aufgrund der heimischen Wirtschaftslage eine andere Zinspolitik verfolgen als die Fed, was zu einer attraktiven Zinsdifferenz führen kann.
Die enge wirtschaftliche Verflechtung der USA und Kanadas sorgt für eine gewisse Grundstabilität, während die Ölpreis-Sensitivität zu einer nötigen Handelsdynamik führt.
Das Währungspaar EUR/PLN gehört zu den Schwellenländerwährungen (Emerging Market Currencies). Der Polnische Zloty (PLN) profitiert von der engen wirtschaftlichen Anbindung an die Eurozone und dem relativ hohen Wirtschaftswachstum Polens als EU-Mitgliedsstaat. Warum ist das Währungspaar also in 2026?
Polens Wirtschaft wächst tendenziell schneller als die der Eurozone, was den Zloty strukturell stärken sollte.
Die polnische Zentralbank (NBP) hält oft höhere Zinsen als die EZB, was das Währungspaar für Carry Trades interessant macht.
Als Schwellenländerwährung bietet EUR/PLN eine höhere Volatilität als Majors, was bei richtiger Positionierung höhere Gewinne, aber auch höhere Risiken verursacht.
Der Japanische Yen (JPY) wird oft als Carry-Trade Finanzierungswährung genutzt, da die Bank of Japan (BoJ) traditionell extrem niedrige Zinsen verfolgt. Das Währungspaar USD/JPY ist daher stark von der Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan abhängig. Für gute Handelschancen sprechen auch für Einsteiger in 2026 folgende Punkte:
Es wird erwartet, dass die BoJ ihre extrem lockere Geldpolitik im Jahr 2026 möglicherweise beendet oder zumindest anpasst, was zu einer signifikanten Stärkung des Yen führen könnte.
Die Verengung der Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan wird die Haupttreiber für die Volatilität in diesem Devisenpaar sein und Trendwechsel ermöglichen.
Eine Änderung der BoJ-Politik könnte eine massive Auflösung von Carry Trades auslösen, was zu starken, aber potenziell lukrativen Bewegungen im Währungspaar führen würde.
Das Währungspaar GBP/USD, auch bekannt als „Cable“, ist ein weiteres Major-Paar mit hoher Liquidität. Es spiegelt die wirtschaftliche Dynamik Großbritanniens wider, die seit dem Brexit und den damit verbundenen Handelsunsicherheiten von besonderem Interesse ist. Warum sind das Devisenpaar Pfund / Dollar in 2026 interessant?
Die BoE könnte aufgrund der hartnäckigen britischen Inflation gezwungen sein, ihre Zinsen länger hoch zu halten als die Fed, was das Pfund stärken würde.
Anzeichen einer stabilen wirtschaftlichen Erholung in Großbritannien könnten das Pfund gegenüber dem erwarteten schwächeren US-Dollar aufwerten lassen.
Eine mögliche politische Beruhigung nach den Turbulenzen der Vorjahre könnte dem Pfund zusätzliche Stabilität verleihen und das Währungspaar attraktiver machen.
Der Neuseeland-Dollar (NZD) ist ebenfalls eine Rohstoffwährung, die stark von Agrarprodukten und dem Tourismus abhängt. Das Währungspaar NZD/USD bietet eine Alternative zum AUD/USD, da die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) oft eine sehr proaktive Geldpolitik verfolgt. Gründe für den Einstieg in dieses Devisenpaar sind unter anderem:
Die RBNZ ist bekannt für ihre schnellen und deutlichen Zinsanpassungen, was für Händler, die auf Zinsdifferenzen setzen, attraktiv ist.
Eine starke globale Nachfrage nach Agrarprodukten und eine Wiederbelebung des Tourismus könnten den NZD deutlich stärken.
Im Vergleich zu anderen Majors bietet dieses Währungspaar oft eine höhere Volatilität, was für Einsteiger mit einer klaren Strategie Chancen eröffnet.

Währungspaare lassen sich über regulierte Forex- und CFD-Broker wie Capital.com handeln – flexibel, gehebelt und auf Wunsch zunächst im Demokonto. (Foto: Ascannio / Shutterstock.com)
Um Währungspaare zu handeln, benötigen Sie ein Konto bei einem Forex- bzw. CFD-Broker wie Capital.com. Mittels Differenzkontrakten handeln Sie beim regulierten Broker über 3.000 Assets, darunter auch zahlreiche Devisenpaare mit einem Hebel. Zudem können Sie den Handel zuvor über ein kostenfreies Demokonto üben.
Der Handel mit Währungspaaren bietet gute Renditemöglichkeiten, birgt aber auch spezifische Risiken. Als Einsteiger sollten Sie sich beider Seiten bewusst sein, bevor sie in den Markt eintreten.

Der Devisenhandel bietet hohe Chancen durch Liquidität und Hebel, erfordert jedoch Erfahrung und Disziplin, um die erheblichen Risiken zu beherrschen. (Foto: Garun .Prdt / Shutterstock.com)
Der erfolgreiche Handel mit Währungspaaren erfordert mehr als nur das Wissen um die aktuellen Kurse. Wir geben Ihnen einige Tipps, die Ihnen als Einsteiger helfen, sich im Devisenmarkt zurechtzufinden und Ihre Risiken zu minimieren.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.