

Anleger wollen langfristig Erträge mit ihren Investments erzielen. Dividendenaristokraten sind eine Anlageklasse, die sich genau diesem Anspruch verschreibt. Es handelt sich um Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren jährlich erhöht haben. Damit sorgen diese Aktien nicht einfach nur für einen kontinuierlichen Ertrag, der passive Cash Flow erhöht sich jedes Jahr.
Angesichts der umfassenden Zeitspanne sind die Dividendenaristokraten für langfristig orientierte Anleger interessant. Dass sich die Ausschüttung Jahr für Jahr erhöhen, hat noch einen positiven Effekt: Der Aufbau eines Dividendenaristokraten-Portfolios sichert Erträge, die auf wirtschaftliche Schwankungen oder Krisen robust reagieren.
Wichtig ist aus Anlegersicht zu verstehen, dass die Definition des Dividendenaristokraten fließende Grenzen hat, im Kern aber auf dem S&P 500 Dividend Aristocrats beruht. Die in dem Index gelisteten Unternehmen zeichnen sich durch eine starke Marktposition aus und reagieren auf Krisen robust. Was macht Dividendenaristokraten als Beimischung in die Anlagestrategie interessant?
Kontinuierlich ausgeschüttete Dividenden realisieren einen regelmäßigen Cash-Flow. Daher werden Dividendenaristokraten gern für die Erreichung langfristiger Anlageziele eingesetzt.
Mit dem regelmäßigen Dividendenwachstum erreichen Dividendenaristokraten einen partiellen bzw. mitunter sogar vollständigen Inflationsausgleich.
Im Bereich der Dividendenaristokraten sind vorrangig etablierte Unternehmen mit solider Marktposition aus sehr unterschiedlichen Branchen vertreten. Dazu gehören auch defensive Sektoren, was der Diversifikation des Portfolios zugutekommt.
Neben den Dividenden profitieren Anleger von Kurssteigerungen. Viele Aristokratenaktien verbessern ihre Position an den Aktienmärkten und bieten einen soliden Wert, da die Nachfrage als stabilisierendes Element im Portfolio kontinuierlich hoch bleibt.
Auch Branchenschwergewichte können durch Absatzkrisen oder technische Innovationen unter Druck geraten. Möglicherweise ziehen auch Fehler im Management hohe Abschreibungen nach sich, die letztlich eine Reduzierung oder die Streichung der Dividende nach sich ziehen.
Stanley Black & Decker (ISIN: US8545021011; Sektor: Maschinenbau) ist ein US-Hersteller von Werkzeugen, Sicherheitslösungen und Industrieanlagen. Bekannt ist das Unternehmen für Marken wie Stanley, Black+Decker und DeWalt. Stanley Black & Decker gehört zur Industriebranche und punktet mit einem robusten Geschäftsmodell im Bereich Heimwerker- und Profi-Werkzeuge. Trotz konjunktureller Schwankungen wurde die Dividende kontinuierlich erhöht, was die starke Position im Maschinenbau und Markenpräsenz des Unternehmens unterstreicht.

Shutterstock/ Piotr Swat
Der US-Energiekonzern (ISIN: US1667641005; Sektor: Energie) ist eines der weltweit größten Öl- und Gasunternehmen und hat sich in der gesamten Wertschöpfungskette der Energiebranche etabliert. Die Geschäftsfelder umfassen alle Aspekte von der Exploration bis zum Vertrieb. Obwohl die Gewinne den Preisschwankungen am Rohstoffmarkt unterliegen, kann Chevron mit steigenden Dividenden Anleger am Unternehmenserfolg teilhaben lassen.

Shutterstock/ Vincent_Nguyen
PepsiCo (ISIN: US7134481081; Sektor: Nahrungs- & Genussmittel) gehört zu den weltweit führenden Anbieter von Getränken und Snacks. Marken wie Pepsi, Lay’s und Gatorade verschaffen dem Unternehmen eine globale Markenpräsenz. Als Vertreter der Konsumgüterbranche gehört PepsiCo eher zu den defensiven Werten im Aktienkorb, da das Nahrungsmittel- und Getränkesegment auch in wirtschaftlich schwachen Phasen Nachfrage bei Verbrauchern generiert.

Shutterstock/ refrina
Als global agierendes Biopharmaunternehmen ist AbbVie (ISIN: US00287Y1091; Sektor: Pharma) 2013 aus der Abspaltung von Abbott Laboratories entstanden. Zu den Kernbereichen des Unternehmens gehört die Entwicklung innovativer Medikamente – unter anderem im Bereich Immunologie und Onkologie. Durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder ist AbbVie in der Lage, sich kontinuierlich neue Geschäftsfelder zu erschließen und die eigene Position am Markt weiter auszubauen.

Shutterstock/ IgorGolovniov
Der Konzern Johnson & Johnson (ISIN: US4781601046; Sektor: Gesundheitswesen) vereint ein umfassendes Markenportfolio aus den Bereichen Arzneimittel, Medizintechnik und Konsumgüterist. In den letzten Jahren ist daraus ein weltweit führender Konzern mit einer Produktpalette entstanden, die Konsumgüter bis hin zu Arzneimitteln abdeckt – was die Robustheit des Aktienwertes an den Märkten erklärt. Die breite Diversifikation und das Innovationsmanagement machen Johnson & Johnson zu einem interessanten Asset, wenn es um den Aufbau eines defensiven Portfolios geht.

Shutterstock/ Michael Vi
Als Konsumgüterhersteller hat sich Procter & Gamble (ISIN: US7427181091; Sektor: Konsumgüter) mit Ariel, Pampers und Gillette ein global bekanntes Markenportfolio aufgebaut. Die Produkte des Konzerns decken Felder wie Haushaltswaren, Körperpflege und Gesundheit ab. Dank der breiten Auswahl verschiedener Marken und deren Bekanntheit kann Procter & Gamble auch in Krisenphasen einen starken Absatz generieren, was sich in der Stellung als Dividendenaristokrat ausdrückt.

Shutterstock/ JHVEPhoto
BASF (ISIN: DE000BASF111; Sektor: Chemie) ist als einer der weltgrößten Chemiekonzerne mit Sitz in Deutschland vielleicht kein klassischer Dividendenaristokrat. Dennoch gelingt es dem Unternehmen, das Chemikalien, Kunststoffe und Spezialprodukte für zahlreiche Einsatzzwecke und Branchen produziert, eine kontinuierliche Dividendenzahlung zu realisieren. Dies schafft BASF trotz der zyklischen Entwicklung des Chemiesektors. Gerade vor dem Hintergrund einer umfassenden Diversifikation im Portfolio kann die Aktie interessant sein.

Shutterstock/ U. J. Alexander
Als einer der weltweit größten Versicherungskonzerne legt die Allianz (ISIN: DE0008404005; Sektor: Versicherung) den Schwerpunkt der Geschäftsentwicklung auf die Sparten der Lebens-, Schaden- und Rückversicherung sowie das Asset Management. Im Hinblick auf die Dividenden gehört die Allianz zu den verlässlichen Aktien, die durch eine über Jahre steigende Dividendenpolitik zu einem interessanten Asset werden kann.

Shutterstock/ mares90
| 💡 Aktie | 🔢 ISIN | 💯 Dividendenrendite (%) | ▶️ Dividende |
|---|---|---|---|
| Stanley Black & Decker | US8545021011 | 4,08 | 3,26 USD |
| Chevron | US1667641005 | 4,5 | 6,52 USD |
| PepsiCo | US7134481081 | 3,51 | 5,33 USD |
| AbbVie | US00287Y1091 | 3,54 | 6,29 USD |
| Johnson & Johnson | US4781601046 | 3,4 | 4,91 USD |
| Procter & Gamble | US7427181091 | 2,32 | 3,83 USD |
| BASF | DE000BASF111 | 5,3 | 2,25 EUR |
| Allianz | DE0008404005 | 5,2 | 15,40 EUR |
Dividendenaristokraten bieten Anlegern die Gelegenheit, einen passiven Cash-Flow aufzubauen – mit der Chance auf steigende Erträge. Das wesentliche Merkmal der Aristokraten ist eine kontinuierliche Erhöhung der Gewinnausschüttung an Anleger.
Der Fokus liegt dabei zwar immer wieder vor allem auf Aktienwerten aus dem S&P 500. Wer ein breit aufgestelltes Portfolio aufbauen will, sollte sich auch in Deutschland, Europa und Asien umsehen. Die Investition in verschiedene Märkte und Sektoren bietet so nicht nur passive Erträge, sondern baut ein defensives Portfolio auf, das auf Krisen robust reagieren kann.
* Stand 22. April 2024

Zum Anbieter
*



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.