

Rohstoffwerte bleiben für Anleger eine Assetklasse, die auch 2026 relevant bleibt. Allerdings braucht es hier eine klare Risikoausrichtung, da Energie- und Rohstoffwerte an den Märkten sehr stark zyklisch reagieren. In den letzten Jahren haben Investoren diesen Aspekt deutlich zu spüren bekommen.
Was am Markt deutlich zu beobachten ist: Im Bereich der Energie- und Rohstoffwerte entwickelt sich eine Fragmentierung, die von Rahmenbedingungen wie der Energiewende, einer Diversifikation im Bereich der Lieferquellen und Nachfrageimpulsen gesteuert wird. Ein Beispiel ist der Ölpreis. Hier wirken Sanktionsregimes, Preisdeckel und Fördermengen zusammen.
Auf der anderen Seite entwickeln sich für einzelne Assets Angebotsgrenzen – durch eine Investitionsschuld früherer Jahre und lange Projektlaufzeiten. Die zentrale Frage für Anleger richtet sich darauf, welche Segmente 20026 von nachhaltigen Treibern profitieren und wo es sich um temporäre Impulse handelt.
Die Energie und Rohstoffe bewegen sich aktuell in einem Umfeld mit sich verändernden Randfaktoren – über die Nachfrage und Preis gesteuert werden. Zunehmend stärker macht sich eine bewusste Diversifikation innerhalb der Lieferketten bemerkbar.
Europa versucht sich stärker von russischen Erdöl- und Erdgasprodukten unabhängig zu machen, während die USA ebenfalls gezielt Rohstoffquellen in der Breite ins Auge fassen. Vor dem Hintergrund dieser Fragmentierung sind Veränderungen bei Preis- und Nachfrage-Dynamiken für Energie und Metalle sowie andere Rohstoffe zu erkennen.
Gleichzeitig verstärken sich geopolitische Risiken – die Rohstoffe als Hebel benutzen und die globale Wirtschaftsarchitektur beeinflussen. Bestes Beispiel sind die Seltenen Erden, deren Produktion und Export inzwischen von China massiv beeinflusst wird. Damit kehren Energie- und Rohstoffwerte als strategische Assetklasse zurück.
Das Thema Energiewende nimmt in diesem Zusammenhang eine Doppelrolle ein. Auf der einen Seite beschleunigt sie die Nachfrage nach spezifischen Rohstoffen erheblich. Durch die zunehmende Elektrifizierung sowie einen umfassenden Netzausbau (mit einem Fokus auf Speicherlösungen) werden Rohstoffe benötigt wie:
Der Bedarf ist inzwischen so groß, dass die Angebots- und die Nachfrageseite auseinanderdriften. Erschwerend kommt hier der starke Kontrolldruck Chinas hinzu. Die Seltenen Erden sind auch ein Beispiel dafür, wie sich ein vernachlässigtes Investitionsregime rächt.
Es reicht nicht, einfach neue Lagerstätten und Minenprojekte (die selbst Jahre von der Planung bis zur Produktion benötigen) anzustoßen. Raffinierungskapazitäten spielen eine genauso große Rolle – zusammen mit den entsprechenden Infrastrukturnetzen.

Energie- und Rohstoffwerte werden 2026 weiter relevant bleiben für Anleger (Foto: Shutterstock/ Alexander Gafarro)
Auf die Entwicklung der Rohstoff-Assets nimmt auch die Geldpolitik sowie die Währungsdynamik Einfluss. Speziell der US-Dollar spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle, da Kontrakte im Energie- und Rohstoffsektor primär in der US-Währung abgewickelt werden.
Damit nimmt eine Dollarstärke oder Schwäche direkt Einfluss auf die Kostenstruktur am Rohstoffmarkt. Zusätzlich wirkt sich die Zinspolitik der Zentralbanken aus. Eine Zinssenkung verändert nicht nur die Finanzierungskosten für den Aufbau teurer Produktions- und Aufbereitungsketten. Auch die Lagerkosten werden hierdurch direkt beeinflusst.
Im Energiesektor entwickelt sich eine spürbare regionale Fragmentierung. Während Europa und auch China den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben, stehen Windkraft oder Solarstrom in den USA unter Trump zur Disposition.
Gleichzeitig zeigt sich eine Preisdynamik, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Auf der einen Seite steht die Sanktionspolitik gegenüber Russland mit Preisdeckelung und einem Fokus auf die Schattenflotte. Andererseits haben OPEC-Länder mit Erhöhungen der Produktion dafür gesorgt, dass der Preis pro Barrel einem stabilen Preiskorridor folgt.
Flüssiggas bleibt auf der anderen Seite auch 2026 ein strategisches Asset. Europa ist strukturell auf LNG-Importe angewiesen. Mit langfristigen Abnahmeverträgen sichern sich Produzenten Planbarkeit. Was zum Engpass wird, ist die Infrastruktur.
Export- und Importterminals, Verflüssigungsanlagen und Transportkapazitäten bestimmen, wie schnell Gas zu den Verbrauchern gelangt. Unternehmen, die in dieser Wertschöpfungskette positioniert sind, können sich letztlich – aufgrund der langen Projekt- und Lieferverträge – stabile Cashflows aufbauen.
Dieser Energiesektor hat in den letzten Jahren eine grundlegende Transformation erlebt – gerade in Bezug auf europäische Hersteller von Solarstrom-Hardware. Trotzdem handelt es sich um einen interessanten Sektor, der unter anderem in den Bereichen:
profitiert. Aber: Phasen mit hohen Zinsen belasten gerade kapitalintensive Projekte, was für viele Solar- und Windanlagenhersteller die Margen belastet. Angesichts solcher Rahmenbedingungen müssen Anleger zwischen verschiedenen Exposure-Optionen differenzieren – mit denen sich verschiedene Anlagehorizonte bedienen lassen.

Hohe Zinsen können 2026 weiter einige Unternehmen belasten (Foto: Shutterstock/ Leonid Sorokin)
Industriemetalle, zu denen:
gehören, bewegen sich tendenziell in nachfragegesteuerten Zyklen. Hintergrund: Die verschiedenen Metalle und Legierungen werden vor allem durch Industriekunden abgenommen. Damit zeichnen die Industriemetalle die Konjunkturtrends nach.
Aus Anlegersicht ist die Differenzierung zwischen Produzenten, der Verarbeitung und Rohstoff-ETFs von Bedeutung. Aktien der Explorations- und Minengesellschaften bieten Hebel auf Preissteigerungen, tragen aber operationelle Risiken.
Auf der anderen Seite profitieren Aufbereitung und Veredelung von stabilen Margen in den Wertschöpfungsketten – während ETFs Einzelrisiken diversifizieren, aber auch Outperformer kappen.
Gold profitiert 2026 von geopolitischen Unsicherheiten und einer damit verbundenen hohen Nachfrage – auch aus dem Zentralbank-Segment. Verschiedene Akteure diversifizieren ihre Reserven weg vom Dollar und setzen dafür auch auf das Edelmetall. Beispiel Polen: Der osteuropäische Nachbar Deutschlands plant eine weitere Aufstockung der Reserven. Einflussfaktor bleibt in diesem Zusammenhang die Entwicklung des Dollars, da der Goldpreis in der amerikanischen Währung denominiert.
Silber kombiniert auf der anderen Seite Eigenschaften als Edelmetall mit einer industriellen Nachfrage, was höhere Volatilität bedeutet. Die Preise lassen eine gewisse Zyklizität erkennen, die mit der Entwicklung in der Solarindustrie und Elektroniknachfrage einhergeht. Gleichzeitig wird Silber in Krisenphasen als Sicherheitselement angesehen.
Grundsätzlich bleiben Rohstoffe 2026 ein zentrales Thema für viele Anleger. Durch die klare Fragmentierung wird es notwendig, die einzelnen Sektoren getrennt voneinander zu betrachten. Industriemetalle bieten Wachstum in Phasen positiver Konjunkturtrends, während gerade Gold ein zentrales Sicherheitsasset bleibt.
Gerade Metalle wie Lithium für die E-Mobilität oder Stahl und Aluminium als Baukomponenten können sich in diesem Zusammenhang positiv entwickeln – wenn sich in Europa eine konjunkturelle Erholung abzeichnet.
Gleichzeitig dürfen Seltene Erden als geopolitisch hochsensibles Asset interessant bleiben. China setzt seinen hohen Anteil in Förderung und Verarbeitung als Hebel ein. Nachvollziehbar, dass viele staatliche Akteure nach einem Gegengewicht suchen, was Projekte außerhalb Chinas zur Verschiebung Asymmetrie spannend macht.

Rohstoffe wie Lithium haben aufgrund der Nachfrage für dir E-Mobilität weiter gute Chancen (Foto: Shutterstock/ apiguide)
Hinsichtlich des Rohstoffmarktes werden auch 2026 wieder sehr unterschiedliche Faktoren Einfluss nehmen. Dass Gold als Sicherheitsfeature eine Rolle spielt, dürfte kaum in Zweifel gezogen werden. Interessant wird, wie Industriemetalle und Energierohstoffe reagieren, wenn geopolitische Spannungen zunehmen und die prognostizierte konjunkturelle Erholung abwürgen.
Broker wie Capital.com bieten über CFDs die Ausnutzung kurzfristiger Trendwechsel. Im Anbietertest ist uns die schnelle und komfortable Einrichtung des Handelskontos aufgefallen. Zusammen mit dem Tradingdesk sowie dem Handelsangebot spricht Capital.com Anleger an, die eine dezidierte Strategie im Bereich der Energie- und Rohstoffwerte verfolgen.
Energie- und Rohstoffwerte durchlaufen 2026 eine Phase der Fragmentierung, die von geopolitischen Verschiebungen, Energiewende und Diversifikationsstrategien geprägt wird. Während Industriemetalle wie Kupfer und Lithium von Elektrifizierung und Infrastrukturprogrammen profitieren, etabliert sich Gold als Absicherung gegen geopolitische Unsicherheiten.
Die regionale Fragmentierung im Energiesektor zwischen fossilen und erneuerbaren Energien lässt ebenfalls differenzierte Chancen entstehen. Entscheidend wird für Anleger die Unterscheidung zwischen zyklischen Treibern und strukturellen Trends.
Anleger können Gold über verschiedene Assets abbilden, ohne physische Bestände zu halten. Exchange Traded Commodities (ETC) replizieren den Goldpreis und bieten eine hohe Liquidität bei geringen Spreads. Goldaktien von Minengesellschaften ermöglichen Hebel auf Preissteigerungen, beinhalten jedoch Kursrisiken aus den operativen Geschäften und Währungseffekte. Gold-ETFs kombinieren auf der anderen Seite Diversifikation mit Kosteneffizienz.
China dominiert aktuell die Importseite mit einer strukturell hohen Nachfrage. Bei den Produzenten liegen die USA, Saudi-Arabien und Russland ganz weit vorn. Wichtig ist aber nicht nur die reine Förderleistung. Gerade über die Raffinierung werden erhebliche Margenzuwächse realisiert.
Deutschland dürfte die heimische Rohstoffförderung perspektivisch ausweiten, jedoch primär selektiv. Lithium-Projekte und seltene Erden aus Recyclingströmen sind ein Fokus, da kritische Rohstoffe strategische Abhängigkeiten reduzieren. Auf der anderen Seite sorgen Umweltauflagen und langwierige Genehmigungsverfahren für ein Bremsen der Genehmigungsverfahren. Parallel zu eigenen Rohstoff wird verstärkt auf eine Diversifikation internationaler Lieferquellen durch Partnerschaften gesetzt.

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