

Die Rohstoffmärkte erleben im Frühjahr 2026 einen Ausnahmezustand. Auslöser ist ein Zusammentreffen mehrerer Schocks. Die Eskalation zwischen den USA und dem Iran mit der Blockade der Straße von Hormus und die daraus folgende Unterbrechung eines erheblichen Teils der globalen Ölversorgung mit Ölpreisen, die innerhalb weniger Tage von rund 70 Dollar auf zeitweise über 100 Dollar je Barrel stiegen, ist nur eine Erklärung.
Gleichzeitig sind auch bei den Industriemetallen in einigen Bereichen sehr deutliche Preissteigerungen zu spüren. Wolfram, Kupfer oder Aluminium erleben eine sehr starke Nachfrage, die vom Angebot nicht vollständig zu den erhofften Konditionen zufriedengestellt werden kann. Die Folgen sind unmittelbar spürbar: Die Energiepreise stiegen im März 2026 gegenüber dem Vormonat um mehrere Prozent. Zeitgleich kletterten die Preise für Mineralölerzeugnisse nach oben. Der parallele Preisanstieg bei Metallen erschwert die Situation.
Anders als in früheren Krisen wird diesmal das gleichzeitige Auftreten der Preisschocks zum Problem. Was Anleger, die sich auf Industriewerte fokussieren, unter Druck setzt, kann für Trader mit einer rohstofforientierten Strategie eine Rendite bedeuten – dank Handelsmöglichkeiten wie Aktien oder CFDs.
Das Wichtigste im Überblick:
Die aktuelle Entwicklung bei den Rohstoffen setzt die Märkte mit einem besonderen Muster unter Druck: Ein geopolitischer Schock trifft auf ein Umfeld, das strukturell bereits durch eine hohe Nachfrage unter Druck steht. Ein Ergebnis ist die Anhebung der Inflationsprognose für 2026 durch die Fed, was Zinssenkungen eher eine Absage erteilt.
Was entsteht, ist eine Spirale: Eine hohe Inflationserwartung stärkt tendenziell Assets wie Gold. Außerdem steigen die Finanzierungskosten für Förderprojekte, was das Angebot mittelfristig weiter einschränkt. Dieses Umfeld trifft auf einen geopolitisch verursachten Preisschock, der eine ganze Kaskade von Effekten auslöst.
Die Blockade von Hormus treibt den Ölpreis direkt nach oben – und betrifft auch Rohöl-basierte Produkte. Experten sehen hier beispielsweise das für die Chipindustrie wichtige Helium als kritischen Rohstoff, der als Beiprodukt in der Erdgasförderung gewonnen wird. Gleichzeitig wird auch Flüssiggas teurer – und damit das Heizen.
Gold, Kupfer, Uran und Lithium oder Wolfram profitieren als Metalle auf der anderen Seite von einer hohen Nachfrage im Tech-Sektor. Es geht hier nicht nur um KI. Solarmodule und die elektrifizierte Mobilität benötigen diese Rohstoffe genauso wie die Rüstungsindustrie – in der sich gerade eine strukturell stark steigende Nachfragesituation entwickelt.

Steigende Energiepreise feuern weiter die Inflation in vielen Ländern an (Foto: Shutterstock/ DC Studio)
Das Wichtigste im Überblick:
Öl und Erdgas sind die Rohstoffe, auf welche sich aktuell die Aufmerksamkeit der Politik, von Verbrauchern und vieler Anleger konzentriert. Die Unterbrechung der Versorgungsroute durch die Straße von Hormus hat die Spotmärkte innerhalb von Stunden reagieren lassen.
Davon profitieren Unternehmen wie Equinor (ISIN: NO0010096985, norwegischer Konzern mit einem Fokus auf Öl, Gas und Erneuerbare Energien). Aber auch TotalEnergies (ISIN: FR0000120271), Exxon (ISIN: US30231G1022) und Shell (ISIN: GB00BP6MXD84) haben in den Wochen seit Beginn der Angriffe Rückenwind bei den Kursen verspürt.
Aus Anlegersicht darf sich der Blick an dieser Stelle nicht zu stark verengen. Gerade Werte, die indirekt – über Fördertechnologie oder Lösungen zur Fördersicherheit – am Rohöl-Segment beteiligt sind, können in der aktuellen Krise interessant werden. Nach Ende des Konflikts müssen Schäden wieder instand gesetzt werden, was Millionensummen verschlingen wird. Hiermit ließe sich ein mittelfristig interessantes Investment aufbauen.
Das Wichtigste im Überblick:
Edelmetalle – Gold und Silber – gelten als die klassischen „sicheren Häfen“ in Krisen. Beim Blick auf den Preischart scheint sich dies auch zu bestätigen. Allerdings ist sowohl beim Gold als auch beim Silber nach einem markanten Hoch eine starke Abkühlung zu erkennen.
Dafür lassen sich mehrere Gründe identifizieren. Einerseits sind Gewinnmitnahmen eine Erklärung, die zu einer Erhöhung des Angebots am Markt führen. Gleichzeitig können Margin Calls in den Depots institutioneller Anleger, die dann mehr Liquidität brauchen, für eine höhere Verfügbarkeit von Gold und Silber sorgen.
Auf der anderen Seite wird die Nachfrage durch den starken Dollar und die Zinsen höher. Da hohe Inflationsraten tendenziell eher zu höheren Zinsen führen – die weder Gold noch Silber abwirft – kann sich der Bedarf nach den Edelmetallen abkühlen. Aber: Anleger sollten hier 2026 strategisch denken.
Gerade die strukturelle Nachfrage aus der Industrie könnte beispielsweise Silber eine anhaltend hohe Nachfrage bescheren. Wenn die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert werden soll, braucht es Photovoltaik, Elektromobilität und die Halbleiterfertigung – die unter anderem auf das Metall angewiesen sind.

Gold und Silber gelten weiter als der sichere Hafen (Foto: Shutterstock/ Seacalm)
Das Wichtigste im Überblick:
Kupfer ist einer der zentralen Rohstoffe der Energiewende. Die steigende Nachfrage durch Elektrofahrzeuge und den Ausbau der Stromnetze trifft auf ein begrenztes Angebot. Ein Trend, den Rechenzentren für KI noch beschleunigen.
Anleger, die sich breit aufstellen wollen, sollten das Buntmetall im Auge behalten – etwa über Fonds wie den Global X Copper Miners UCITS ETF (ISIN: IE0003Z9E2Y3) und den iShares Copper Miners ETF (ISIN: IE00063FT9K6). Gerade durch die aktuelle Krise dürfte die Energiewende weiter an Fahrt aufnehmen. Europa bekommt gerade gezeigt, warum ein breit aufgestellter Energiemix ohne fundamentale Abhängigkeiten wichtig ist.
Aluminium und Wolfram sind Industriemetalle, deren Preisdynamik in Zukunft nicht nur von der Energiewende, sondern maßgeblich Aspekten wie der Rüstung und strategischen Erwägungen getrieben wird. Aluminium als Leichtbaumetall spielt in der Rüstungsindustrie – für den Bau von Drohnenrahmen, Flugzeugzellen und Fahrzeugen eine Rolle.
Der aktuelle Trend am Rohstoffmarkt ist für Trader anspruchsvoll: Hohe Volatilität und schnelle Richtungswechsel treffen auf mehrere Preistreiber, die sich parallel auswirken und verschiedene Effekte entstehen lassen. Es braucht mehr als eine klare Strategie und Know-how. Anleger müssen sich fragen, ob ihr alter Broker dem Tempo noch gewachsen ist.
Es braucht Anbieter, die einen Zugang zu Rohstoffen wie Brent, Gold, Silber und Kupfer oder Aluminium ermöglichen – idealerweise mit Handelsinstrumenten, die in verschiedenen Szenarien funktionieren. XTB bietet dafür CFDs mit engen Spreads und schneller Orderausführung. Die Plattform eignet sich daher für kurze, taktische Trades.
Zudem ist – neben einem umfassenden Handelsangebot – bei XTB das Boarding durch einen klaren Fokus auf digitale Lösungen inzwischen komfortabel und lässt sich auch nach Feierabend erledigen. Die Handelsplattform zeigt sich im XTB Brokertest performancestark, bleibt aber gut bedienbar. Und wer viel unterwegs ist, nutzt die mobilen Tradinglösungen.
Der Energiepreis-Schock im Frühjahr 2026 ist das Ergebnis einer politischen Eskalation, deren Ausgang bisher noch ungewiss ist. Viele Kommentatoren sehen die USA strategisch zwar als Verlierer, eine Erholung der Preise dürfte aber auf sich warten lassen. Öl und Gas bzw. die Konzerne hinter der Förderung sind aus Anlegersicht damit interessante Investmentoptionen.
Es gibt aber noch andere Gewinner am Rohstoffmarkt. Industriemetalle wie Kupfer und das für die Rüstung wichtige Wolfram dürften in den kommenden Jahren eine anhaltend hohe Nachfrage erleben. Einerseits, weil die Krise zeigt, dass es einen anderen Energiemix braucht. Auf der anderen Seite muss jede Rakete, die jetzt verschossen wird, ersetzt werden. Anleger, die strategisch denken, nutzen diese Rahmenbedingungen, um ihr Portfolio neu zu bewerten und kritische Rohstoffe in ihre Strategie einzubeziehen.
Die Nachfrage der Anleger nach den Wertpapieren korreliert oft mit dem Ölpreis. Infolge der Waffenruhe und den angelaufenen Verhandlungen hat die Hoffnung auf eine Entspannung etwas Druck auf den Ölpreis abgebaut. Gleichzeitig haben Anleger diesen Moment für Gewinnmitnahmen genutzt, was sich direkt in den Kursen der Ölkonzerne niederschlug.
Diese Frage ist pauschal schwierig zu beantworten. Einzeltitel haben immer den Vorteil, eine Outperformance konsequent auszunutzen. Allerdings wird der Aufbau eines breit aufgestellten Portfolios damit komplexer. Auf der anderen Seite bieten ETFs eine stärkere innere Streuung – glätten allerdings den Einfluss der Outperformer. Letztlich muss hier die persönliche Risikoeinstellung und Anlagestrategie entscheiden.
Rohstoffpreise reagieren auf ein komplexes Geflecht aus Angebot und Nachfrage – das durch geopolitische Ereignisse, Währungsbewegungen und Förderstörungen oder Konflikte in Schlüsselregionen beeinflusst wird. Diese direkten Faktoren lassen sich von Rahmenbedingungen beeinflussen, welche die Nachfrage indirekt triggern können. Dazu gehören neue Technologien, wie KI – durch die es zu Verschiebungen kommt. Aber auch die strategische Neubewertung von globalen und regionalen Risiken übt Einfluss aus, da hierdurch schnell Rüstungsausgaben steigen oder es zum Aufbau von Sicherheitsbeständen kommt.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.