

Die Preise für den begehrten Rohstoff Erdgas sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – der Trend könnte sich auch in diesem Jahr fortsetzen. Was für die Wirtschaft und den Endverbraucher eine Unwägbarkeit darstellt, bietet Tradern Gelegenheiten.
Die Volatilität von Energien macht sie zu einem geeigneten Basiswert für die kurzfristige Spekulation. Mithilfe von Derivaten können Daytrader handeln, ohne tatsächlich Erdgaskontingente kaufen zu müssen.
Erdgas ist ein ähnlich wichtiger Rohstoff wie Erdöl. Die natürlichen Gasvorkommen decken den Energiebedarf von Industrien und Haushalten. Das fragile internationale Gleichgewicht bei der Gasversorgung erlitt allerdings durch den russischen Einfall in der Ukraine einen empfindlichen Schock.
Die folgenden Sanktionen, gedacht, um Russland zu schwächen, setzen auch den westeuropäischen Volkswirtschaften zu. Billiges Gas war gestern – der Gaspreis steigt seit rund fünf Jahren. Da Energien und ihre Preise maßgeblich durch geopolitische Entwicklungen und das Tagesgeschehen beeinflusst werden, sind sie zudem sehr volatil.
Diese Volatilitäten sind es, die den Rohstoff Erdgas für Trader interessant machen.

▶️ Explodierende Gaspreise sind für Trader interessant/ Shutterstock/ FOTOGRIN
Um die Gaspreise für eigene Strategien zu nutzen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Der tatsächliche Handel mit Energien wie Öl und Gas findet an speziellen Börsen für Rohstoffe statt. Die großen Terminbörsen der Welt sind die Handelsplätze, an denen Erdgas tatsächlich gekauft und verkauft wird. Rohstoffhändler nutzen dazu Finanzinstrumente wie Futures oder Optionen, um sich Preise und Verfügbarkeiten zu sichern.
Die Kontrakte der Rohstoffhändler sind ihrerseits Gegenstand von Spekulationen. Die Wertentwicklung von Futures auf den Erdgaspreis bilden abgeleitete Instrumente wie CFDs ab. Ihre Besonderheit: Sie sind nicht mit einem tatsächlichen Kauf oder Verkauf verbunden und werden dank der Hebel für Intraday-Trades genutzt.
Ein dritter Weg, von der Wertentwicklung beim Erdgas zu profitieren, ist die eher langfristige Anlage – in diesem Fall mit Aktien von Unternehmen aus dem Sektor Öl und Gas. Auch Indizes, die diese Branche abbilden, können zum Gegenstand der Investition bilden, beispielsweise mithilfe von ETFs. Diese eignen sich auch für Sparer, die mit geringeren Raten über längere Zeiträume Vermögen aufbauen wollen.
Finanzmärkte lassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten – das tun auch Analysten. Langfristige Wertentwicklungen verhalten sich anders als der börsentägliche Kurs. Selbst Assets, die über Jahre stetig und beachtlich zulegen, sind täglichen Kursschwankungen ausgesetzt. Diese zeichnen sich in der grafischen Wiedergabe, im Chart, gut sichtbar ab.
Daytrader nutzen diese täglichen Kursschwankungen für ihre Strategien. Sie beobachten politische Entwicklungen, Wetterbedingungen, aber auch das Angebot in Form der globalen Produkten und die Nachfrage – und studieren den Chart, um sich dort abzeichnende Trends frühzeitig zu erkennen.

▶️ Mit Erdgas-Trades nutzt man Explodierende Gaspreise 2025/ Shutterstock/ insta_photos
Bei der Spekulation auf die Preisentwicklung beim Erdgas haben Trader die Wahl unter verschiedenen gängigen Handelsstrategien. Eine gute Kenntnis der Märkte und des wirtschaftlichen und politischen Umfelds, aber auch der Chartanalyse ist in jedem Fall unverzichtbar.
Im Verlauf eines Handelstages streben Daytrader Renditen durch mehrfache Trades an und nutzen dabei die Kursveränderungen für Long- und Short-Positionen.
Das Range-Trading beruht auf der erfolgreichen Bestimmung von Widerständen und Unterstützungen des Kurse über festgelegte Zeiträume. Trader bemühen sich, auf dem Niveau der Unterstützung einzusteigen und bei Erreichen des Widerstandsniveaus wieder auszusteigen. Diese Art des Handels wird gern genutzt, wo ein langfristig erkennbarer Trend fehlt.
Auch plötzliche, ausgeprägte Kursbewegungen, die „Ausbrüche“, werden für Trades genutzt – in diesem Fall gehen Trader davon aus, dass sich das Momentum fortsetzt.
Dieses längerfristige Vorgehen ermöglicht es Tradern, Assets über mehrere Tage oder sogar Wochen zu halten, um Kursveränderungen mitzunehmen.
Private Trader, die die Preisentwicklung bei Rohstoffen wie Erdgas für ihre Zwecke nutzen wollen, können mit weniger Kapital einsteigen als Anleger, die ein Wertpapierpaket zusammenstellen. Sie nutzen im außerbörslichen Handel Instrumente wie CFDs.
Da die Contracts for Difference keinen Kauf darstellen, zahlen Trader lediglich Handelskosten – auch dafür, dass der Broker ihnen mit den „Hebeln“ ein kurzzeitiges Darlehen gewährt, um das eigene Kapital anzuhaben.
Differenzkontrakte ermöglichen Positionen auf steigende oder fallende Kurse und werden auf so gut wie alle Anlageklassen angeboten. Der Rohstoffhandel, zuvor eine Domäne der Großhändler, wird privaten Teilnehmern über Derivate überhaupt erst zugänglich.
Wer sich für das Trading auf Erdgas und andere Werte interessiert, findet den Einstieg bei einem darauf spezialisierten Broker. Zu den führenden Forex- und CFD-Brokern gehört der australische Anbieter Pepperstone – das Unternehmen betreut seit Jahren Trader weltweit.
Die Konten eignen sich für Einsteiger und Vieltrader, wahlweise mit übersichtlichen Market Maker Konditionen oder als RAW-Konto mit Spreads ab 0 Pips. Neben den transparenten Kosten schätzen die meisten Kunden auch die gute Betreuung durch den Support.
Auch im Jahr 2025 ist nicht mit einem Absinken der Gaspreise zu rechnen – steigende globale Nachfrage und geopolitische Unsicherheiten gelten als Preistreiber. Die täglichen Kursschwankungen bei wichtigen Rohstoffen wie Gas bleiben nach wie vor für Trader interessant. Die Volatilitäten beim Gaspreis können über sehr kurzfristige Trades, aber auch mit länger ausgerichteten Strategien ausgenutzt werden. Bei einem Broker wie Pepperstone, der mit seinem Handelsangebot und den verfügbaren Informationen und Technologien unterstützt, finden erfahrene Trader alles vor, was sie für ihre Tätigkeit benötigen – und Einsteiger haben die Möglichkeit, sich auf den Handel in Theorie und Praxis vorzubereiten.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.