

Im März 2026 sind die Börsen weltweit in der Verlustzone unterwegs. Der Iran-Krieg mit der Schließung der Straße von Hormus setzt nicht nur die Energielieferketten unter Druck. Auch wichtige Rohstoffe wie Helium sind betroffen. Zusammen mit der Unsicherheit, ob die KI tatsächlich zu den erhofften Produktionssteigerungen führt und den unsicheren Zinsentwicklungen, entsteht Unsicherheit.
Faktor-ETFs werden von Anlegern als ein Instrument gesehen, um das eigene Portfolio abzusichern. Gerade die Volatilität in vielen Sektoren macht eine Bewertung, welche Assets mittelfristig zufriedenstellend performen, schwierig. Über die Smart-Beta-ETFs, wie diese Anlageklasse auch bezeichnet wird, legen Anleger den Fokus auf Value, Momentum oder Qualität – in der Hoffnung, den Markt mit dieser Strategie bei der Rendite auszumanövrieren.
Das Wichtigste im Überblick:
Grundsätzlich sind Faktor-ETFs keine neue Anlageklasse, die sich von herkömmlichen Indexfonds komplett unterscheidet. Im Kern ist ein Smart-Beta-Fonds auch auf einen Index ausgerichtet – wie den amerikanischen S&P 500 oder den DAX. Was beide Varianten aber unterscheidet, ist die Auswahl der Aktien.
Im Rahmen der Faktor-ETFs werden diese entlang bestimmter Kriterien getroffen, die nicht auf der Marktkapitalisierung beruhen. Stattdessen entscheiden über die Aufnahme in den ETF Aspekte, wie:
Auf diese Weise bieten Faktor-ETFs eine sehr viel feinere Anpassung der Asset-Auswahl an die eigene Anlagestrategie, ermöglichen zusätzliche Renditechancen und eine breite Diversifikation. Aber: Mit dieser Fondsklasse verändert sich auch die Komplexität innerhalb des Portfolios und der Umfang, den modellabhängige Risiken einnehmen.
Anleger müssen in diesem Zusammenhang auch verstehen, dass Faktor-ETFs kein aktives Management im eigentlichen Sinn darstellen, sondern ähnlich regelbasiert in der Umsetzung wie herkömmliche ETFs agieren. Die Auswahl der Titel erfolgt nur anhand festgelegter Kriterien, ohne dass ein Fondsmanager einen großen Ermessensspielraum hat.

Es ist gut zu verstehen, was Faktor-ETFs darstellen (Foto: Shutterstock/ fizkes)
Die Aufmerksamkeit vieler Anleger ist auf Wachstum gerichtet. Growth-Werte stehen schnell im Mittelpunkt, bieten sie doch eine scheinbar bessere Rendite. Eine Annahme, die historische Kursentwicklungen so pauschal nicht stützen.
Vielmehr ist das umgekehrte Szenario der Fall: Value-Aktien, die vom Markt eher unterbewertet werden, führen eher zu einer höheren Performance. Aber auch hier ist eine Differenzierung erforderlich. Bewegt sich der Markt in einer Wachstumsphase, haben Growth-Werte eher Potenzial. Drehen die Kurse in ein Spannungsfeld ein, hat der Value-Ansatz häufig Vorteile.
Im Rahmen des Value-Faktor-Ansatzes richtet sich der Fokus auf Unternehmen, die am Kapitalmarkt niedrig bewertet sind. Als zentrale Bewertungselemente werden:
herangezogen. Dass dieser Ansatz 2026 als Anlagestrategie interessant wird, ist auf mehrere Faktoren – wie die Unsicherheit im Tech-Segment und die Geopolitik – zurückzuführen.
Ein Beispiel für eine breite Marktabdeckung im Value-Segment ist iShares Edge MSCI World Value Factor UCITS ETF (ISIN: IE00BP3QZB59) – mit einer Gesamtkostenquote von 0,25 Prozent und einem Fondsvolumen von aktuell rund 4,89 Milliarden Euro.
Ein starker Trend, der von Momentum-Indikatoren gestützt wird, setzt sich fort und kann den Markt am Ende sogar schlagen. Eine Annahme, auf die Anleger immer wieder setzen und die mit den Momentum-Faktor-ETFs auch für die Auflage differenzierter Indexfonds herangezogen wird.
Die Umsetzung dieser Strategie basiert für Momentum-ETFs auf der Beobachtung des Marktes und der Kursentwicklung verschiedener Aktien. Infrage kommen Werte, die in den letzten Monaten eine Wertentwicklung über dem Markttrend erzielt haben und für die ein anhaltender Aufwärtstrend (Momentum) anzunehmen ist.
Eine Strategie, die durchaus aufgeht, da an den Kapitalmärkten ein gewisser „Herdentrieb“ zu erkennen ist: Etabliert sich ein Trend, steigen mehr Anleger und Investoren ein, was das Momentum stützt. Momentum-ETFs filtern systematisch genau diese Titel heraus und bauen eine Exposure auf.
Beispielhaft für diese Klasse steht der Xtrackers MSCI World Momentum UCITS ETF 1C (ISIN: IE00BL25JP72). Für den Indexfonds werden aus dem MSCI World Momentum Index relevante Large- und Mid-Cap-Aktien herausgefiltert, die starke Aufwärtstrends aufweisen. Die Gewichtung der einzelnen Titel erfolgt auf Basis der Performance und wird turnusmäßig überprüft. Aber: Momentum-ETFs sind anfällig für Trendwechsel und bergen das Risiko in volatilen oder bärischen Märkten unterdurchschnittlich abzuschneiden.
Mit dem Quality-Faktor werden Unternehmen für den Aufbau des ETF-Portfolios anhand fundamentaler Qualitätskennzahlen ausgewählt — zum Beispiel über:
Die Idee dahinter klingt relativ simpel: Unternehmen mit soliden Bilanzen und nachhaltig hohen Margen halten Spannungen am Markt besser stand, sie sind in bärischen Phasen resilienter. Beispiel: Unternehmen, die ein hohes eigenfinanziertes Wachstum erreichen und für Expansion weniger auf Kredite angewiesen sind, stehen in Phasen stagnierender bzw. steigender Zinsen weniger stark unter Druck. Eine Eigenschaft, die besonders in Phasen mit einer sehr hohen Unsicherheit für Anleger an Attraktivität gewinnt.
Als Beispiel für den Quality-basierten Ansatz steht der iShares Edge MSCI World Quality Factor UCITS ETF (ISIN: IE00BP3QZ601). Mit einer Größe von über 3,8 Milliarden Euro ist der iShares einer der wichtigsten ETFs, der auf den MSCI World Sector Neutral Quality Index setzt.
Das Wichtigste im Überblick:
Anleger stehen beim Einstieg in das Segment Faktor-ETF vor mehreren Herausforderungen. Ein zentraler Punkt ist die Entscheidung, ob der Fokus auf Einzel- oder Multi-Faktor-ETFs liegt. Grundsätzlich zielt die Kombination verschiedener Faktoren wie Value, Momentum oder Quality darauf ab, unter verschiedenen Marktbedingungen eine Performance zu erzielen, die den Markt schlagen kann. Gleichzeitig soll diese Diversifizierung Risiken verringern.
Aber: Wer als Anleger auf die falsche Kombination setzt, erhöht auf der anderen Seite das Risiko. Ein zentrales Problem bei einzelnen Faktor-ETFs ist die Zyklusabhängigkeit. Kein Faktor funktioniert in jeder Marktphase gleich gut, was ein abgestimmtes Investment erforderlich macht.
Multifaktor-ETFs nutzen die Stärken der verschiedenen Faktoren, um die Schwächen auszugleichen. Beispielsweise deckt die Kombination von Value- und Momentum-Strategien sowohl unterbewertete Assets als auch Aktien mit einer steigenden Trendrichtung ab. Das Ergebnis ist die Möglichkeit, die Risikostreuung zu optimieren.
Speziell 2026 darf dieser Aspekt nicht außer Acht gelassen werden. Der bereits angesprochene Konflikt im Nahen Osten wirkt sich über die Energiepreise auf viele Sektoren aus. Gleichzeitig werden viele Rohstoffe und Güter, wie:
ebenfalls nicht mehr durch die Straße von Hormus transportiert, wodurch viele Industrien betroffen sind. Damit wird der Konflikt nachwirken. Es braucht eine Anlagestrategie, die sich in diesem Marktumfeld behauptet.
Ein Beispiel für eine solche Multifaktor-Lösung ist der iShares STOXX World Equity Multifactor UCITS ETF USD (Acc) (ISIN: IE00BZ0PKT83), der Value, Momentum, Quality und die Unternehmensgröße kombiniert. Der ETF hat eine Fondsgröße von knapp 640 Millionen Euro und zeigt eine mittelfristig solide Performance.

Multifaktor-Assets haben in verschiedenen Situationen die Nase vorn (Foto: Shutterstock/ Andrew Angelov)
2026 hat mit einer Stimmung an den Märkten begonnen, die von einer starken Performance – gerade im Tech-Sektor – geprägt war. Inzwischen notieren die Börsen tiefrot. Wer als Anleger in diesem Abwärtstrend nach Lösungen sucht, stößt auch auf Faktor-ETFs. Der Einstieg in die Indexfonds ist über Bitpanda möglich.
Ursprünglich für das Kryptotrading bekannt geworden, entwickelt sich der Broker im Bitpanda Test immer mehr zu einem Allrounder, der auch auf Aktien und ETFs setzt, die sich in Sparpläne einbinden lassen. Kundenfreundlichkeit entsteht beim Broker durch den leichten und transparenten Boardingprozess sowie den gut erreichbaren, kompetenten Support. Mit der komfortabel bedienbaren Plattform, die auch mobil erreichbar ist, bietet Bitpanda alle wichtigen Features, um sich auch als Einsteiger gut im Portfoliomanagement zurechtzufinden.
ETFs haben sich als Anlageklasse in den Portfolios vieler Anleger fest etabliert – unter anderem aufgrund der Streuung des Investments über viele Sektoren und Wertpapiere, aber auch dank der vergleichsweise günstigen Kostenquote (TER). Faktor-ETFs sind eine spezielle Variante, die sich auf Aspekte wie Value oder das Momentum eines Trends fokussiert. Anlegern bietet sich damit die Chance, sowohl die Rendite als auch die Risikosteuerung zu optimieren.
Aber: Auch in diesem Segment ist der Einstieg ohne das richtige Know-how schwierig. Einzelfaktor-ETFs werden in bestimmten Phasen zum Problem. Momentum-ETFs performen zum Beispiel nach einer Trendumkehr schlechter. Der Markt bietet hierfür Multifaktor-Lösungen, die besser abschneiden können – aber nur mit einem konsequenten und richtigen Balancing.
Ja, sofern sich Anleger für einen Faktor entscheiden, der in angespannten Märkten eine Schutzfunktion bietet. Dazu gehören beispielsweise Quality-Faktor-ETFs, die auf Unternehmen mit soliden Bilanzen und stabilen Erträgen setzen. Schwierigkeiten haben hingegen Faktoren, die zwingend auf eine positive Marktdynamik angewiesen sind, wozu etwa Momentum-basierte Indexfonds gehören, da diese in Abwärtstrends ihre Stärke verlieren.
Prinzipiell gelten sehr ähnliche Hinweise wie für andere Indexfonds. Klumpenrisiken sind immer ein wichtiger Punkt, auf den die Aufmerksamkeit zu richten ist. Gleichzeitig muss geprüft werden, ob die Nachbildung der Indexwerte real auf physischen Aktien basiert oder synthetisch durch Derivate abgebildet wird – da sich hierdurch das Kontrahentenrisiko und die Risikobewertung des Investments verschieben.
Ja, der kontinuierliche Vermögensaufbau ist auch mit Faktor-ETFs möglich. Dennoch sollte trotz des automatisierten Ansatzes ein solides Portfoliomanagement stattfinden. Welche spezifischen Faktor-ETFs als Sparplan handelbar sind, hängt dabei stark vom jeweiligen Broker ab, da das Angebot sparplanfähiger Indexfonds anbieterspezifischen Schwankungen unterliegt.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.