

Am 29. April 2026 trifft das Federal Open Market Committee (FOMC) wieder eine Zinsentscheidung, die diesmal unter vollkommen anderen Vorzeichen als die zurückliegenden Termine steht. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins nach der Sitzung unverändert im Korridor von 3,50 bis 3,75 Prozent verbleibt, liegt laut FedWatch-Tool der CME Group bei rund 99,5 Prozent. Damit ist eine Zinspause als Signal der Märkte das fast sichere Szenario.
Hinter dieser scheinbar nüchternen Entscheidung versteckt sich ein Umfeld, das die Fed vor die schwierigsten geldpolitischen Abwägungen seit Jahren stellt. Die Zinssenkungen des Jahres 2025 — dreimal jeweils um 25 Basispunkte im September, Oktober und Dezember — führten dazu, dass der Leitzins von 4,25 bis 4,50 Prozent zu Beginn des Vorjahres auf das aktuelle Niveau von 3,50 bis 3,75 Prozent sank.

Anleger erwarten eine Zinspause von der Fed (Foto: Shutterstock/ miss.cabul)
Die größte Herausforderung für Jerome Powell und das FOMC bleibt die Inflation. Auf der März-Sitzung betonte die Fed, dass die wirtschaftliche Aktivität in einem soliden Tempo expandiere, das Beschäftigungswachstum jedoch niedrig bleibe und die Inflation weiterhin „etwas erhöht“ sei. Im aktualisierten Dot Plot prognostiziert die Notenbank für 2026 eine PCE-Inflation von 2,7 Prozent — deutlich über dem selbst gesteckten Zielwert von zwei Prozent.
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Viele weitere Produkte hängen direkt oder indirekt mit dem Ölpreis zusammen. Durch den massiven Sprung beim Benzin wird die Logistikbranche belastet – die ihre Mehrkosten früher oder später auch an den US-Konsumenten weiterreicht.
Hinzu kommen Probleme in der Landwirtschaft. US-Farmer bewirtschaften ihre Flächen unter dem Einsatz von Kunstdünger. Basisrohstoffe für die chemische Industrie kommen aber aus der Verarbeitung von Rohöl – das wiederum teurer wird und damit auch die Düngerkosten antreibt. Zudem wirkt sich hier eine Verknappung aus, da ein erheblicher Anteil des weltweit verbrauchten Stickstoffdüngers aus der Golfregion kommt.
Weitere Preisspiralen drohen auch beim Helium oder verschiedenen Industriemetallen. Das Edelgas wird beispielsweise bei der Erdgasförderung gewonnen – und spielt eine Rolle im Zusammenhang mit der Halbleiterfertigung. Kupfer oder Wolfram sind als Metalle für diverse technische Anwendungen von Bedeutung.
Beide stehen vor einer strukturell zunehmenden Nachfrage, während auf der Angebotsseite limitierende Faktoren zu spüren sind. Produkte, welche diese Rohstoffe enthalten, drohen daher ebenfalls teurer zu werden – was natürlich Einfluss auf die Inflation hat.
Für Anleger ergibt sich aus dem April-Zinsentscheid zunächst kein unmittelbarer Handlungsbedarf. An den Märkten ist die Zinspause eingepreist, mit einer Überraschung wird eigentlich nicht gerechnet. Entscheidend dürfte sein, welche Signale der Fed-Chef auf der Pressekonferenz für den weiteren Jahresverlauf aussendet.
Für Anleihen ist damit zu rechnen, dass sich wenig ändert, die Wertpapiere unterliegen in einem stabilen Zinsumfeld keinen besonderen Veränderungen. Zu einer möglichen Stellschraube kann die Inflationserwartung werden.
Im Bereich der aktienbasierten Portfolios ist die Lage differenzierter. Hier überlagern sich mehrere Effekte: Die enttäuschten Erwartungen auf niedrige Zinsen sind zwar inzwischen eingepreist, eine negative Prognose der Fed für die kommenden Monate dürfte am Markt aber nicht spurlos vorbeigehen. Hinzu kommen die Effekte durch den starken Preisdruck am Rohstoffmarkt sowie Faktoren im Tech-Sektor, der aktuell Motor der Konjunktur in den USA ist.

Die Signale des Fed-Chef werden die Handlungen der Anleger beeinflussen (Foto: Shutterstock/ Oleksii Didok)
Banken und Analysten haben für die zweite Hälfte 2026 mit Zinssenkungen gerechnet. Was von der Prognose noch übrig sein wird, darüber entscheidet derzeit die Geopolitik. Ein schnelles Ende des Nahost-Konflikts kann die Preisdynamik zumindest beim Öl bremsen.
Problematisch werden die Schäden an den Förderanlagen und Öllagern, deren Instandsetzung dauern wird. Es ist daher nicht mit einem schnellen Zurückkehren des Preises auf das Vorkriegsniveau zu rechnen. Gerade bei den Industriemetallen bleibt die Nachfrage strukturell hoch – hier konkurrieren eine zivile und die militärische Nutzung.
Für den Rest des Jahres steht das Zinsbarometer zumindest bis weit in den Sommer eher auf Stagnation – sprich ein Festhalten der Fed an ihrem aktuellen Zinssatz. Was in den Herbstmonaten passiert, ist schwer abzuschätzen. Die Meinungen schwanken hier zwischen einem stabilen Zins und einem leichten Optimismus in Richtung einer weiteren Entspannung.
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Für den anstehenden Zinstermin deuten alle Anzeichen darauf hin, dass die Fed den Leitzins nicht antastet. Da die Märkte fast unisono diese Haltung vertreten, ist das Szenario in die Preise einkalkuliert. Mit starken Bewegungen ist daher nicht zu rechnen.
Einen möglicherweise starken Effekt könnte der weitere Verlauf der Verhandlungen zwischen den USA und Teheran haben. Mit einem Waffenstillstand würde wahrscheinlich ein extremer Push-Faktor an den Märkten entstehen, der die Auswirkungen der Zinsentscheidungen überlagert.
Anleger, die sich auf verschiedene Szenarien vorbereiten, müssen Tools nutzen, die schnell reagieren – wie CFDs. Über Differenzkontrakte von Brokern wie Pepperstone oder Capital.com nutzen Anleger die Chance, schnell auf sich verändernde Marktsentiments zu reagieren. Der Vorteil: CFDs bilden sowohl fallende als auch sinkende Märkte ab – was sie zu einem flexiblen Handelsinstrument macht.

Trader handeln gerne Fed Entscheidungen per CFDs (Foto: Shutterstock/ Ritu Manoj Jethani)
Der Fed-Zinsentscheid vom 29. April 2026 wird aller Voraussicht nach auf eine Zinspause hinauslaufen — was wahrscheinlich kaum überrascht. Die US-Konjunktur ist nach wie vor robust, aber weder die Signale vom Arbeitsmarkt noch die Inflation sprechen gerade für eine Senkung.
Wirklich spannend wird die vorwärts gerichtete Prognose. Wie bewertet die Fed den Einfluss des Preisschocks an den Rohstoffmärkten? Hier können sich fundamentale Veränderungen für die Teuerung ergeben, was den Kurs der Notenbank für den Rest des Jahres beeinflusst.


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