

Der Euro steht – wie der Rohstoffmarkt – im April 2026 erheblich unter Druck. Gerade in Krisenphasen braucht es aus Anlegersicht eine differenzierte Herangehensweise – gerade beim Devisenmarkt. Nicht alle Währungen leiden darunter, dass durch den Krieg im Nahen Osten die Energiepreise durch die Decke gehen.
Die Spannungen rund um die Straße von Hormus haben die Ölpreise wirken sich auf einige Währungen sogar positiv aus. Das beste Beispiel: Der US-Dollar. Im Zuge der von Washington losgetretenen Zollkrise geschwächt, ist der Greenback als Reaktion auf den Nahost-Konflikt gegenüber dem Euro wieder gestiegen.
Hier bestätigt sich, dass der Dollar ins Netzwerk der Safe-Haven-Währungen gehört. Auf der anderen Seite steht als Herausforderung der Druck, den Krisen am Währungsmarkt aufbauen. Wer sich aktiv im FX-Trading positioniert, muss in Krisen Chancen und Risiken erkennen – um die Entwicklungen in Strategie-Setups einzubinden.
Das Wichtigste im Überblick:
Seit Ende Februar 2026 gibt es an den Märkten nur wenige Themen, die sich gegenüber der Hormus-Krise durchsetzen können. Die Blockade hat den Ölpreis rasant nach oben getrieben. Was auf den ersten Blick vor allem eine Beschaffungskrise ist – es fallen hunderttausende Barrel Rohöl aus den Golfstaaten weg (zusätzlich fehlt Transportkapazität durch festsitzende Tanker) – wirkt sich auf verschiedene Bereiche des Kapitalmarkts aus.
Von dieser Entwicklung bleiben auch Devisen nicht verschont, bei denen es klare Gewinner und Verlierer gibt. Rohstoffwährungen wie der Kanadische Dollar (CAD), die Norwegische Krone (NOK) und in geringerem Maß der Australische Dollar (AUD) haben von steigenden Energiepreisen profitiert. Allen voran richtet sich die Aufmerksamkeit auf den US-Dollar.
Der Euro steht dagegen unter Druck und gehört hier ganz klar zu den Verlierern. Der Grund: Die Eurozone ist als Nettoimporteur von Energie strukturell benachteiligt, wenn Ölpreise steigen.

Der Dollar hat sehr von der Rohstoff-Krise profitiert (Foto: Shutterstock/ FabrikaSimf)
Das Wichtigste im Überblick:
Krisen sind für Anleger in vielen Marktsegmenten eine Situation, die herausfordert. Beispiel Aktien: Hier greifen in Depots oft verschiedene Elemente – wie eine Kombination aus dividendenstarken Titeln und Wachstumsaktien – ineinander. Letztere bieten in Phasen steigender Kurse Potenzial, während in Seitwärtsphasen die Dividende für einen Ertrag sorgen kann.
Am Devisenmarkt sind gerade diese ruhigen Momente das Problem. Trader warten darauf, dass sich etwas bewegt – um in das richtige Währungspaar einzusteigen. Fehlsignale, die in solchen Momenten immer wieder auftreten, führen zu Verlusten. In Krisenphasen entstehen dagegen sehr klare Signale, die entsprechende Einstiegspunkte markieren.
Die Herausforderung besteht darin, jene Währungen zu identifizieren, die auf- bzw. abwerten. Wie sich Euro oder Dollar entwickeln, ist von der jeweiligen Krisendynamik abhängig. Die aktuelle Ölkrise treibt besonders die Währungen an, die eine direkte Verbindung zum Öl haben.
Aufgrund der Fördertätigkeit gehören dazu CAD und NOK – aber eben besonders der Dollar. Hintergrund: An den Märkten wird Rohöl in US-Dollar gehandelt. Daher sorgt ein steigender Ölpreis einfach zwangsläufig dafür, dass die Nachfrage nach dem Greenback steigt.
Jeder Teilnehmer am Rohstoffmarkt, der Öl aufkauft, braucht mehr Dollar, um sich die anvisierte Menge zu sichern. Auf der anderen Seite geraten die Währungen unter Druck, welche eine starke Abhängigkeit von Energieimporten aufgebaut haben.
Während die USA zusätzlich zum Dollar auch noch einer der größten Ölproduzenten ist, braucht Europa – und gerade Deutschland mit seiner starken, exportorientierten Industrie – Öl und die daraus raffinierten Produkte.
Das Wichtigste im Überblick:
Um als Anleger auch dann noch renditeorientiert an den Märkten zu traden, wenn sich zunehmend Druck aufbaut, braucht es eine klare Strategie zusammen mit einem soliden Risikomanagement und einer umfassenden Beobachtung der Märkte – um in verschiedenen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Ein zentraler Indikator vieler Handelsstrategien ist der einfache gleitende Durchschnitt SMA. Eine weitere Variante – der Exponential Moving Average (EMA) – reagiert sensibler auf Kursänderungen, weshalb er von erfahrenen Tradern immer wieder in die Trendfolgestrategie eingebunden wird.
Es werden zwei EMA (mit lang- und kurzfristiger Laufzeit) eingesetzt. Kreuzt der EMA mit kurzfristiger Laufzeit von oben nach unten – Death Cross – ist dies ein Short-Signal. Dieses Signal kann als Einstieg in einen Markt gewertet werden, der nach unten dreht.
Es braucht aber einen konsequenten Einsatz des Stop-Loss, um bei einem Rücksetzer nach oben, der beispielsweise in eine Seitwärtsbewegung übergeht, im Portfolio keine Verluste aufzubauen. Das Stop-Level ist dabei so zu wählen, dass die Position nicht zu früh glattgestellt wird.
Eine Begrenzung der Öl-Förderung oder Fed-Zinsentscheide und Geopolitik können zu heftigen Ausbrüche aus einem etablierten Handelskorridor führen. Die Strategie: Bevor sich ein Ereignis ankündigt, werden Widerstandslinien im Chart markiert.
Kommt es tatsächlich zum Breakout über dieses Niveau, wird aber nicht sofort gekauft. Erfahrene Anleger wissen, dass ein Kurs auf sein altes Niveau zurückfallen kann, das dann als Unterstützung fungiert. Erst, wenn sich der Ausbruch bestätigt, wird eingestiegen.
Wichtig: For das Breakout-Trading sollte die Positionsgröße eher konservativ festgelegt werden. Märkte reagieren nicht immer wie erhofft. Wer zu früh einsteigt, sitzt schnell auf der falschen Seite einer heftigen Kursbewegung.
Steigen Öl- und andere Rohstoffpreise, profitieren Währungen wie der USD. Auf der anderen Seite geraten die Nettoimporteure bzw. deren Währungen unter Druck. Aber: Das Barometer kann sich auch wieder drehen. Ein sicherer Hafen ist also auch von der konkreten Situation abhängig.
Bedeutet: Anleger müssen den Markt sehr genau beobachten und bereit für Safe-Haven-Rotationen sein. Signale liefern Indikatoren, wie der RSI. Aber auch die Nachrichtensignale sind zu prüfen, um Gegenbewegungen zu antizipieren.

Einsteiger sollten sich eine gute Forex Strategie zurechtlegen (Foto: Shutterstock/ PerfectWave)
Krisen hinterlassen in vielen Depots Spuren und zwingen Anleger dazu, ihre Strategien zu justieren. Wer nach einem Zins- oder Ölpreis-Schock auf Safe-Haven-Währungen setzt, braucht nicht nur das nötige Know-how, sondern auch den passenden Broker. Capital.com bietet eine Auswahl relevanter Major-Paare, die sich direkt als CFDs handeln lassen.
Die Plattform bietet dazu integrierte Charting-Tools mit wichtigen Indikatoren. Ein Highlight im Capital.com Test ist das Demokonto zum Testen der Strategien – vor dem Einsatz des ersten realen Kapitals. Das digitale Boarding und die leistungsstarke Plattform mit detaillierten Chart-Setups sind Features, die für den Broker sprechen.
Der Devisenmarkt bietet Mitte April 2026 ein Umfeld, das aktiven Tradern Chancen eröffnet. Ölpreis-Schock, Zinsdivergenz und geopolitische Safe-Haven-Bewegungen erzeugen am Devisenmarkt Bewegungen, die ein Potenzial für Renditen entwickeln. Einfach aus einem Bauchgefühl heraus auf die verschiedenen Währungen zu setzen, wäre allerdings ein Fehler.
Anleger müssen fundamentale Trigger verstehen und technische Signale sauber interpretieren. Nur dann ist eine Begrenzung von Risiken möglich. Klare Trends bieten definierte Signale und heben sich hiermit von ruhigen Märkten ab. Auf der anderen Seite stellen sie Anforderungen an das Risikomanagement und ein ausgefeiltes Hedging.
Krisen erzeugen klare Signale, die bei einem Seitwärtstrend eher fehlen. Da Anleger im FX-Trading bzw. beim Handel von CFDs auf Währungen meist mit einem Hebel arbeiten, sind klare Trends besonders wichtig – da die Hebelwirkung auch gegen die Position arbeiten kann. Klar erkennbare Bewegungen reduzieren das Chartrauschen und liefern stärkere Signale im Vergleich zu trendarmen Märkten.
Pro Trade braucht es eine klare Begrenzung des Anteils am Gesamtkapital, um den Verlust pro Position einzuschränken. Zusätzlich muss der Stop-Loss mit der Ordererteilung festgelegt werden. Dabei ist darauf zu achten, das Risiko für Slippage möglichst klein zu halten – da Veränderungen über Nacht sonst mit sehr starken Kursbewegungen die eigene Position gefährden.
Aufgrund der sehr starken Ausschläge am Devisenmarkt sind Carry Trades in diesen Phasen eher kritisch zu betrachten. Kapital kann innerhalb von Stunden zwischen einzelnen Währungen hin und her fließen, was das Risiko erhöht – und das durch die Zinsdifferenz in der Regel nicht gedeckt ist.
In jedem Fall, da er den Stop Loss mit dem Kurs nachzieht. Bewegt sich dieser in die erwartete Richtung, optimiert der Trailing Stop Loss die Rendite. Dreht der Wechselkurs wieder in die entgegengesetzte Richtung, verhindert die Stop-Loss-Marke eine Akkumulation von Verlusten durch eine ungebremste Gegenbewegung.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.