

Ob früher in Rente oder einfach mehr Lebensqualität mit dem Eintritt ins Rentenalter – es gibt viele gute Gründe für ein zusätzliches Finanzpolster. Wichtig ist in allen Fällen, dass Sie früh genug anfangen mit dem Vermögensaufbau. Das gelingt schon mit kleineren Beträgen. Wie viel und wie lange Sie investieren, ist eine Frage des angestrebten Ziels.
Börsenhandelbare Indexfonds, kurz ETF, eignen sich für langfristige Finanzplanung aus verschiedenen Gründen. Sie verbinden niedrige Verwaltungskosten mit breiter Streuung. Dr. Gerd Kommer betont in seinem Buch „Souverän investieren vor und im Ruhestand“, dass ETFs als passive Anlageinstrumente die beste Wahl für langfristigen Vermögensaufbau sind.
Finanzielle Unabhängigkeit und vorzeitiger Ruhestand – das steckt hinter dem englischen Kürzel FIRE. Allerdings gibt es keine allgemeingültige Empfehlung, die für alle passt. Zu Ihren ersten Überlegungen sollte daher gehören, wie viel (Zusatz)Einkommen Sie sich wünschen – und wann Sie beginnen wollen, davon zu zehren.
Dabei macht es einen Unterschied, ob einige hundert Euro monatlich für den komfortablen Lebensstandard, Reisen und Genuss geplant sind oder ob Sie voll und ganz vom Ersparten leben wollen.
Fachleute raten zur Vier-Prozent-Regel. Gemeint ist eine Rücklage, von der Sie jedes Jahr vier Prozent entnehmen können, ohne dass es an die Substanz geht, und dies über zehn, zwanzig oder sogar mehr Jahre. Kalkulieren Sie dazu Ihren monatlichen Wunschbetrag x 12 Monate – und das Ganze mal 10 oder 20 Jahre.
Dr. Andreas Beck bestätigt in Interviews, dass eine nachhaltige Entnahmestrategie entscheidend für den langfristigen Erfolg der Altersvorsorge ist. ETFs bieten hier eine kosteneffiziente und breit diversifizierte Lösung, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert.
Eine sinnvolle Rücklage ist mindestens ein sechsstelliger Betrag. Lassen Sie sich davon nicht er- oder abschrecken, denn je früher Sie beginnen, Geld beiseite zu legen, umso eher haben Sie ein erstes Sparziel erreicht.

➡️ Anleger können früher in Rente gehen dank ETFs/ Shutterstock/ insta_photos
Ausgewiesene Finanz-Experten wenden sich mit eigenen Fonds auch an Anleger, die vom frühen und/oder sorgenfreien Rentenalter träumen. Um Interessierten eine überzeugende Balance von Risiko und Rendite vor allem bei längeren Laufzeiten bieten zu können, stützen sich diese Angebote auf ETFs.
Zu den bekanntesten Finanzberatern im deutschen Sprachraum gehört Gerd Kommer – seine zahlreichen Bücher und sein Blog begleiten private Anleger mit Empfehlungen für eigene Strategien. Mit dem L&G Gerd Kommer Multifactor Equity ETF, in einer thesaurierenden und einer ausschüttenden Variante, hat der Fachmann einen eigenen Indexfonds aufgelegt.
Mit nur einem Produkt investieren Sie mit diesem ETF in dreieinhalbtausend Basiswerte – das übertrifft den gern als Benchmark angelegten MSCI World Index bei weitem. Die Zusammensetzung und Gewichtung ist differenziert und beschränkt sich nicht auf die Marktkapitalisierung. Kommer betont, dass sein ETF besonders für Anleger geeignet ist, die eine „All-in-One“-Lösung für den globalen Aktienmarkt suchen.
Ganz ähnlich geht der Kapitalmarkt-Spezialist Andreas Beck vor – wenn auch mit einem aktiv verwalteten Fonds. Sein Global Portfolio One nutzt jedoch ebenfalls zum größten Teil ETFs, die wiederum zahlreiche Positionen von Aktien und Anleihen bündeln. Beck sieht hierin eine wissenschaftlich fundierte Anlagestrategie, die sich an den realen Mechanismen der Kapitalmärkte orientiert.
Nicht nur Finanzfachleute wie Andreas Beck und Gerd Kommer sind Leitlinien für die eigene Altersvorsorge. Ressourcen für die finanzielle Bildung gibt es in zahlreichen medialen Formaten. Sie werden von privat, aber auch von bekannten Banken und Brokern angeboten, die ihre Kunden mit Blogs, Videos und Webinaren bei den ersten Investitionen unterstützen und begleiten.
Sich damit selbst auseinanderzusetzen, ist mehr als sinnvoll. Denn hier wird Finanzwissen in der Regel verständlich aufbereitet, geläufige Fragen werden aufgegriffen und erklärt. Das hilft, die Abläufe zu verstehen und die Scheu vor einem eigenen Wertpapierdepot abzulegen.
Kommer und Beck empfehlen zudem, nicht zu häufig ins Depot zu schauen. Gerade langfristig orientierte Anleger sollten Schwankungen aushalten und sich nicht von kurzfristigen Marktschwankungen verunsichern lassen.
Ein Faktor, der zu Beginn oft nicht hinreichend beachtet wird, sind die Kosten und Gebühren, die Sie für den Vermögensaufbau veranschlagen müssen. Meist sind Indexfonds und aktiv verwaltete Investmentfonds mit einer prozentualen jährlichen Verwaltungsgebühr belegt. Die scheint zunächst gering – aber behalten Sie dabei im Auge, dass diese Kosten mit steigendem Wert der Anlage ebenfalls steigen. Jeder halbe Prozentpunkt zählt, zumal Sie die Kosten über einen Zeitraum von zehn, zwanzig oder mehr Jahren zahlen werden.
Die Einsichten von anerkannten Experten wie Dr. Andreas Beck und Dr. Gerd Kommer beruhen auf eigener Erfahrung und wissenschaftlicher Methodik. Die Fachleute helfen mit Erklärungen privaten Anlegern, einen Zugang zur Finanzwelt zu finden und den Grundstein für eigene Investitionen zu legen.
Sich Börsenwissen anzueignen, vereinfacht es Ihnen, zu verstehen, wie und warum Sie Produkte wie ETFs nutzen können – auch für die großzügige Rücklage, mit der Sie in den Ruhestand gehen, wann Sie es sich wünschen. Der Weg dorthin beginnt wie so oft mit dem ersten Schritt – möglicherweise mit einer Strategie, die von Experten wie Kommer oder Beck inspiriert ist.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.