

Der Goldpreis hat sich in den vergangenen zwölf Monaten in eine Richtung entwickelt, die selbst erfahrene Anleger überrascht. Zu Beginn des Jahres 2025 lag die Feinunze noch bei rund 2.625 US-Dollar. Die Zoll- und Außenpolitik von Donald Trump sorgte durch immer neue Eskalationsstufen und die damit verbundene Unsicherheit für einen starken Preisanstieg auf knapp 3.500 US-Dollar.
Das Plus von mehr als 30 Prozent in wenigen Monaten war ein klares Signal für die Krisenstimmung am Markt. Mit der Konsolidierung im Sommer 2025 war Zeit zum Durchatmen. Aber nur kurz, der Goldpreis scheint die Allzeithochs inzwischen als sportliche Herausforderung wahrzunehmen.
Im Oktober 2025 erreichte das Edelmetall einen Höchststand von 4.355 US-Dollar je Feinunze. Klingt nicht nur spektakulär, sondern war für einige Analysten sicher der Moment, sich verwundert die Augen zu reiben. Gold lag bereits bei rund 60 Prozent Jahresperformance für den US-Dollar und 40 Prozent für den Euro – was selbst die letzten Rallys in den Schatten stellte.
Ein Ende dieser starken Preisdynamik scheint aktuell nicht in Sicht. Mittlerweile liegt der Höchststand beim Goldpreis weit über der 5.000-US-Dollar-Marke mit einem historischen Höchststand Ende Januar 2026. Nach einer kurzen Korrektur testet Gold im Zuge des US-Angriffs auf den Iran, wie viel Luft nach oben ist – mit einer Jahresperformance von über 75 Prozent.
Das Wichtigste im Überblick:
Gold hat eine ambivalente Funktion. Auf der einen Seite spielt es in der Schmuckindustrie und Fertigung komplexer Elektroniksysteme eine Rolle. Auf der anderen Seite verkörpert es wie kaum ein anderes Metall das Image intrinsischer Werthaltigkeit. Das Edelmetall gilt vielen Anlegern als sicherer Hafen und Inflationsschutz.
Genau deshalb folgt der Preis je Feinunze – anders als im Vergleich beim Silber – nicht so sehr den klassischen Rohstoff- und Konjunkturzyklen. Gold bewegt sich nach anderen Mustern am Markt. Die Geopolitik hat entscheidenden Einfluss auf die Bewegung des Goldpreises.
Erschütterungen – wie der Angriff der USA und Israels auf den Iran – sorgen an den Kapitalmärkten für eine massiv zunehmende Unsicherheit. Anleger schichten dann aus Risikoanlagen Kapital in sichere Anlagen wie Gold um.
Diese Reaktion erklärt, warum der Goldmarkt in den letzten 12 Monaten schon fast spektakuläre Preisspitzen erlebt hat. Anhaltende Konflikte im Nahen Osten, die Spannungen im Indopazifik und eine zunehmend polarisierte Weltpolitik beeinflussen das Marktgeschehen.
Die Erfahrungen Russlands mit seinen im Ausland gehaltenen Währungsreserven (die durch den Angriff auf die Ukraine eingefroren sind) unterstreicht für andere Staaten die Bedeutung einer eigenen, im Land gehaltenen Goldreserve.

Die geopolitischen Entwicklungen haben großen Einfluss auf den Goldpreis (Foto: Shutterstock/ Zakharchuk)
Als preisbildender Faktor spielt die Geopolitik eine Rolle, ist aber nicht allein für die Bewegung am Markt verantwortlich. Die Zinspolitik ist ein Punkt: Niedrigere Zinsen verringern die Opportunitätskosten des Haltens des Edelmetalls – Gold wird damit fürs Depot wieder attraktiver. Und die Fed hat in der zweiten Jahreshälfte 2025 gleich zweimal den Leitzins gesenkt.
Zusätzlich macht sich die Position des Greenbacks bemerkbar. Schwächt sich der US-Dollar ab, werden Importe aus dem Ausland in die Vereinigten Staaten teurer.
Aber: Da Gold in USD notiert, macht dessen Schwäche das Edelmetall für Anleger außerhalb des Dollarraums günstiger – und stimuliert damit die Nachfrage zusätzlich.
Gerade institutionelle Investoren zählen immer wieder zu den Marktteilnehmern, die mit ihrer Nachfrage den Preis antreiben. Globale Gold-ETFs haben 2025 Zuflüsse von rund 77 Milliarden US-Dollar verzeichnet, was deren Bestände hat deutlich anwachsen lassen.
Das Wichtigste im Überblick:
Wo für das Depot die Zielsetzung darin besteht, Gold in die eigene Anlagestrategie einzubinden, lassen sich mehrere Wege einschlagen – von physischem Besitz bis hin zu börsennotierten Produkten. Die Entscheidung hängt dabei immer vom eigenen Anlagehorizont, der Risikoeinstellung – und der Liquidität ab.
Was sich aus Anlegersicht als Fehler entpuppt: Einfach aus dem Bauch heraus in Gold investieren. Gerade, wenn in den Höchststand gehandelt wird, laufen bei einer Korrektur schnell massive Verluste im Depot auf. Deshalb fassen wir vier Möglichkeiten für Gold-Investment zusammen.
Goldbarren und Münzen bieten einen direkten Zugang in den Markt und eliminieren das Kontrahentenrisiko. Das physische Halten im Depot wird besonders für eine langfristige Vermögenssicherung in Erwägung gezogen. Aus Anlegersicht spielen die Lager- und Versicherungskosten (Stichwort Schließfach) sowie die Preisspannen beim Kauf und Verkauf eine Rolle.
Exchange Traded Commodities wie der Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0) oder der Euwax Gold II (ISIN: DE000EWG2LD7) ermöglichen den börsennotierten Handel mit einer überschaubaren Kostenspanne. Beide Anlageprodukte sind physisch hinterlegt und bei deutschen Brokern direkt oder über Sparpläne handelbar. Zu berücksichtigen ist hier, wie die Assets beim Verkauf steuerlich behandelt werden.
Klassische Gold-ETFs realisieren einen Zugang zum globalen Goldmarkt in einem regulierten Rahmen. Damit werden sie zu einer Assetklasse für Anleger, die Gold als Portfoliobeimischung über einen Depotanbieter handeln wollen – ohne das Edelmetall auch wirklich physisch im Besitz zu halten.
Aktien von Goldproduzenten wie Barrick Gold oder Newmont reagieren auf Goldpreissteigerungen – und werden damit zu einem natürlichen Hebel. Steigende Goldpreise erhöhen die Margen für Fördergesellschaften und damit auch den ROI. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass Goldminenaktien Risiken wie operative Probleme der Unternehmen oder politische Risiken in den Förderregionen in ihren Preisen abbilden.
Prinzipiell ist Gold ein Asset, das nicht nur für Privatanleger von Bedeutung ist. Gerade institutionelle Investoren halten typischerweise eine gewisse Goldallokation in diversifizierten Portfolios als Absicherung gegen die Volatilität am Aktienmarkt. Um das eigene Portfolio aufzubauen, kann sich ein kritischer Blick darauf lohnen, wie diese „Schwergewichte“ am Markt agieren.

Gold ist im Fokus vieler Anleger (Foto: Shutterstock/ creativetan)
Auf den ersten Blick kennt der Goldpreis aktuell nur eine Richtung – nach oben. Trotz kleiner Dellen hat sich der Preis kontinuierlich nach oben bewegt. Analysten sehen aktuell auch sehr wenig Luft nach unten. Gerade die nach wie vor erwartete Lockerung in der Zinspolitik und:
stützen den hohen Preis eher. Was Anleger mitunter immer wieder unterschätzen: Auch die Risiken am Aktienmarkt könnten 2026 den Goldpreis nach oben treiben. Gerade das Thema KI-Bubble schwebt nach wie vor über den Portfolios vieler Trader.
Wie weit es mit dem Preis für das Edelmetall letztlich wirklich nach oben geht, ist angesichts der aktuellen globalen Lage schwer einzuschätzen. Entscheidend wird sein, wie lange der Iran-Krieg dauert. Weitet sich der Konflikt aus und bleibt die Straße von Hormus geschlossen – was den Ölpreis nach oben treibt – dürfte Gold erneut zulegen.
Entweicht der Druck relativ zügig aus dem Kessel, könnte sich das Szenario – der Iran zieht unter einer neuen Führung die Eskalationsschraube nicht weiter an – als dämpfend auf den Preis je Feinunze auswirken. Allerdings sieht es gerade danach nicht aus. In der ersten Märzwoche scheint der Angriff in eine neue, noch heißere Phase überzugehen.
Gold ist ein mitunter ambivalentes Asset. Obwohl der Krieg im Iran tobt, scheint sich der Preis eher seitwärts zu bewegen – weil unterschiedliche Faktoren aufeinandertreffen. Der Ausverkauf am Aktienmarkt sorgt dafür, dass einige Marktteilnehmer Positionen in Gold liquidieren müssen. Auf der anderen Seite ist natürlich die Unsicherheit hoch.
Wer in solchen Phasen handeln will, braucht einen Broker, der mehrere Handelsinstrumente anbietet – wie XTB. Hier lassen sich Aktien traden, um damit von den höheren Margen der Minenunternehmen zu profitieren. Gleichzeitig bieten Short-Positionen am CFD-Markt die Gelegenheit, das Portfolio hedgen bzw. von den Negativtrends am Aktienmarkt zu profitieren.
Die komfortable Kontoeröffnung – in Kombination mit den leistungsstarken Trading-Tools – spricht klar für den Blick auf XTB über unseren Erfahrungsbericht. Hier sind alle Infos übersichtlich und kompakt zusammengefasst, die Anleger für ihre Entscheidung brauchen.

Gold steht bei vielen Tradern nach wie vor hoch im Kurs (Foto: Shutterstock/ MAYA LAB)
Gold ist der sichere Hafen, den jeder Anleger ansteuert, wenn es auf dem Parkett rauer zugeht. Gerade in geopolitischen Krisenzeiten ist dieser Status des Edelmetalls zu spüren. Aber: Gold ist kein Selbstläufer: Es zahlt keine Zinsen und keine Dividenden.
Der Preis pro Feinunze kann auch fallen – besonders, wenn sich die Situation wieder beruhigt. Aus diesem Grund braucht jeder Anleger eine klare Strategie, die verschiedene Szenarien berücksichtigt.
Institutionelle Investoren halten schwankende Anteile am Edelmetall, häufig zwischen fünf und zehn Prozent. Ein Ansatz, dem auch Privatanleger folgen können. Natürlich spielt eine Rolle, wie sich der Markt gerade entwickelt und welches Risikoprofil gewählt wurde. Gerade beim physischen Investment sind die Lagerkosten zu berücksichtigen.
Es kommt darauf an – welches Asset favorisiert wird. Kapitalerträge aus Wertpapieren wie Aktien sind steuerpflichtig und unterliegen der Abgeltungssteuer. Bei physischem Besitz sieht es das Finanzamt etwas anders. Physisches Gold – also Barren und Münzen – wird in Deutschland steuerrechtlich wie ein privates Veräußerungsgeschäft behandelt, es gilt die Spekulationsfrist von 12 Monaten.
Wer physisch Gold erwirbt, zahlt nicht den Goldpreis, der über die Börse abrufbar ist, sondern den Preis plus einen Aufschlag. Dieses Agio entsteht für den Erwerb von Münzen oder Barren über den Spotpreis und die Prägung, Verarbeitung sowie die Händlermarge. Steht der Markt sehr stark unter einem Verkaufsdruck, kann unter Umständen ein Disagio (also ein Abschlag) erzielt werden.

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