

Forex-Trading nutzt die ständigen Schwankungen bei Wechselkursen. Die wiederum werden beeinflusst von politischen und wirtschaftlichen Faktoren, von Inflation und Zinssätzen. Trader müssen diese Dynamiken kennen, um Einstiegsgelegenheiten wahrnehmen zu können.
Ein Verständnis von Inflationsraten und ihrer Entwicklung eröffnet Forex-Tradern Handelsmöglichkeiten – dabei nutzen sie Software und Tools eines spezialisierten Brokers, um Zugang zu den Märkten zu erhalten.
Inflation ist der prozentual messbare Anstieg von Preisen innerhalb einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Inflationsrate ist unter anderem ein Maßstab für den Rückgang der Kaufkraft einer Währung, dient aber auch der Ermittlung des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage. Eine moderate Inflationsrate, die sich bei ca. zwei Prozent bewegt, wird von den meisten Zentralbanken angestrebt – gilt sie doch als Indikator für ein wünschenswertes Wirtschaftswachstum bei vergleichsweise geringem Nachlassen der Kaufkraft. Eine zu hohe Inflation hingegen kann eine Währung schwächen, es sei denn, die Zentralbank begegnet ihr mit aggressiven Zinserhöhungen.
Messbar wird Inflation durch drei Benchmarks:

▶️ Die Inflation bleibt weiter hoch/ Shutterstock/ LALAKA
Forextrader kommen nicht umhin, sich mit dem Thema Inflation und Zinsen zu beschäftigen. Nur wer den Einfluss von Inflationsraten auf einzelne Währungen und die Kursentwicklung von Währungspaaren versteht, kann Handelschancen wahrnehmen und informierte Entscheidungen treffen. Dabei kommt es auf eine genaue Beobachtung der Volkswirtschaft eines Währungsraums, aber auch makroökonomischer Wechselwirkungen an.
Nicht jede Inflation wirkt sich negativ auf eine Währung aus. Rohstoffexportierende Länder wie Kanada (CAD), Norwegen (NOK) oder Australien (AUD) profitieren von steigenden Rohstoffpreisen, da ihre Exporterlöse steigen. In solchen Fällen kann Inflation die jeweilige Währung sogar stärken.
Ein weiteres Beispiel sind Währungen, deren Zentralbanken aggressiv auf Inflation reagieren, indem sie die Zinssätze erhöhen. Dadurch steigt die Attraktivität dieser Währungen für Anleger – ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren besonders beim US-Dollar (USD) beobachten ließ, als die Federal Reserve die Zinsen stark anhob.
Trader, die sich auf den Forex-Handel spezialisieren, müssen sehr weit über den finanziellen „Tellerrand“ schauen. Nur so nehmen sie wahr, ob sich eine steigende oder sinkende Inflationsrate abzeichnet.
Politische Instabilitäten tun der Kaufkraft von Devisen nicht gut, ebenso überhöhte Staatsverschuldungen. Auch eine Rücknahme staatlich gesteuerter Wechselkurse und ein resultierender Devisenmangel kann die Inflation jäh ansteigen lassen – das illustriert das Beispiel Ägyptens, wo sich die Inflation zwischen 2022 und 2023 auf über 33 Prozent verdreifachte.
Währungen mit besonders hoher Inflation, wie die Türkische Lira (TRY) oder der Polnische Złoty (PLN), haben gegenüber stabileren Währungen wie dem Schweizer Franken (CHF) oder dem US-Dollar (USD) an Wert verloren. Trader können dies gezielt nutzen, indem sie inflationsschwache Währungen gegen inflationsstärkere handeln.
Ein Beispiel wäre die Spekulation auf die Abwertung des PLN gegenüber dem CHF, da die Inflation in Polen deutlich höher ist als in der Schweiz.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Weltwährungen gegeneinander zu handeln. Der tatsächliche An- und Verkauf von Devisen bleibt eine Domäne der großen institutionellen Marktteilnehmer – sie nutzen mit entsprechendem Ordervolumen die Volatilitäten in der dritten oder vierten Nachkommastelle zu ihren Gunsten aus.
Ebenfalls nicht selten, aber sehr risikoreich sind sogenannte Carry-Trades, eine Zinsdifferenzspekulation. In diesem Fall wird ein Kredit aufgenommen, und zwar in einer Währung mit niedrigen Zinsen. Von dem so erworbenen Kapital werden Assets in einer anderen Währung mit wesentlich höherem Zinsniveau erworben.

▶️ Trader können die Inflation in ihre Strategie mit einbeziehen/ Shutterstock/ Vitalii Matokha
Währungen werden weltweit rund um die Uhr gehandelt – Geld schläft tatsächlich nicht. Der Forex-Markt ist der liquideste Markt überhaupt. Um auf der Grundlage der täglichen, oft minimalen Schwankungen der Wechselkurse Renditen zu erzielen, wenden Großbanken und Nationalbanken hohe Volumina auf.
Private Forex-Trader haben dieses Kapital nicht. Sie nutzen statt dessen Derivate. CFDs, auf Deutsch Differenzkontrakte, geben dem Halter die Teilhabe am Kursverlauf – der abgebildete Basiswert wird nicht gekauft. Die Spekulation erfolgt auf steigende oder fallende Kurse. Neben den sehr liquiden Forex Hauptwerten, die gegen den US Dollar gebildet werden, handeln Forex-Trader die Nebenwerte. Hier sind insbesondere Währungen mit hoher Inflation wie TRY, PLN oder ARS (Argentinischer Peso) für Spekulationen interessant.
Teilnehmer im Forex-Trading wählen den Zeitpunkt für die Eröffnung einer Position und den Ausstieg frei. Die meisten Trades beschränken sich auf überschaubare Zeitspannen. Dass sie sich auch mit begrenztem Budget lohnen, liegt an den Hebelfaktoren. Sie betragen bei den Forex-Hauptwerten das Dreißigfache.
Interessierte finden bei einem Forex- und CFD-Broker wie Pepperstone den Zugang zum Forex-Trading. Der australische Broker kann mit einem umfangreichen Handelsangebot bei den Währungspaaren überzeugen, außerdem handeln seine Kunden Aktien, Indizes und Rohstoffe.
Pepperstone lässt seinen Kunden die Wahl unter verschiedenen, hochwertigen Handelsplattformen. Das fällt umso leichter, als die Software-Lösungen samt und sonders mit einem Demokonto getestet werden können. Die Demo ist zugleich eine Hilfe für Einsteiger, die sich mit den Abläufen zunächst vertraut machen wollen, ohne dabei finanzielle Risiken einzugehen. Bildungs- und Informationsangebote begleiten die ersten Schritte mit theoretischen Inhalten.
Transparente Konditionen kennzeichnen die Kontotypen. Als Market Maker erhebt Pepperstone nur den Spread. Vor allem Anfänger schätzen diese Ausgestaltung. Aktive Trader mit höherem Handelsvolumen finden ein RAW-Konto mit prozentualen Kommissionen und im Gegenzug sehr niedrigen Spreads vor.
Die Wertentwicklung von Währungen bestimmen Inflation und Zinssätze – und beeinflussen so auch die Wechselkurse. Eine hohe Inflation schwächt nicht automatisch eine Währung – es kommt darauf an, ob die Zentralbank mit höheren Zinsen reagiert oder ob steigende Rohstoffpreise das Land begünstigen.
Da geopolitische und makroökonomische Faktoren ständig auf nationale Märkte einwirken, sind Kursschwankungen bei Devisen die Norm. Forex-Trader machen sich diese Volatilitäten zunutze – mit Derivaten wie CFDs auch mit einem Budget, das deutlich geringer ist als das der großen Investmentbanken. Hebelfaktoren von bis zu 1:30 auf Forex Hauptwerte machen diese Form des außerbörslichen Handels für private Teilnehmer interessant.
Wichtige Handelsstrategien umfassen dabei die Spekulation auf inflationsschwache gegen inflationsstarke Währungen, Carry-Trades mit Zinsdifferenzen und das gezielte Handeln von Rohstoffwährungen wie CAD oder NOK.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.