Medienkooperation

Inflation bleibt hoch: Welche Währungen profitieren von steigenden Preisen?

Datum: 01.03.2025
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich
Wesentliche Punkte
  • Die Inflationsrate ist der messbare Preisanstieg innerhalb einer Volkswirtschaft.
  • Sie bestimmt die Ab- oder Zunahme der Kaufkraft.
  • Inflation und Zinsen sind maßgeblich für die Wechselkurse von Währungen.
  • Beim Devisenhandel treffen Trader informierte Entscheidungen nur bei guter Kenntnis der Marktdynamiken.

Inflation und die Dynamiken des Devisenmarktes

Forex-Trading nutzt die ständigen Schwankungen bei Wechselkursen. Die wiederum werden beeinflusst von politischen und wirtschaftlichen Faktoren, von Inflation und Zinssätzen. Trader müssen diese Dynamiken kennen, um Einstiegsgelegenheiten wahrnehmen zu können.

Ein Verständnis von Inflationsraten und ihrer Entwicklung eröffnet Forex-Tradern Handelsmöglichkeiten – dabei nutzen sie Software und Tools eines spezialisierten Brokers, um Zugang zu den Märkten zu erhalten.

Was ist Inflation – und wie wird sie gemessen?

Inflation ist der prozentual messbare Anstieg von Preisen innerhalb einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Inflationsrate ist unter anderem ein Maßstab für den Rückgang der Kaufkraft einer Währung, dient aber auch der Ermittlung des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage. Eine moderate Inflationsrate, die sich bei ca. zwei Prozent bewegt, wird von den meisten Zentralbanken angestrebt – gilt sie doch als Indikator für ein wünschenswertes Wirtschaftswachstum bei vergleichsweise geringem Nachlassen der Kaufkraft. Eine zu hohe Inflation hingegen kann eine Währung schwächen, es sei denn, die Zentralbank begegnet ihr mit aggressiven Zinserhöhungen.

Messbar wird Inflation durch drei Benchmarks:

  •     Der Verbraucherpreisindex, kurz CPI, nutzt einen standardisierten Warenkorb, um die Preissteigerung der Inhalte zu erfassen. Die Ergebnisse sind wichtig für die Zins- und Inflationspolitik der Zentralbanken.
  •     Der Erzeugerpreisindex oder PPI ermittelt die Fluktuationen der Verkaufspreise inländischer Hersteller, sei es für Produkte oder für Services.
  •     Auch bei Immobilienpreisen wird die Inflationsrate über einen festgelegten Zeitraum gemessen.
Inflation hoch

▶️ Die Inflation bleibt weiter hoch/ Shutterstock/ LALAKA

Inflation und Forex-Trading

Forextrader kommen nicht umhin, sich mit dem Thema Inflation und Zinsen zu beschäftigen. Nur wer den Einfluss von Inflationsraten auf einzelne Währungen und die Kursentwicklung von Währungspaaren versteht, kann Handelschancen wahrnehmen und informierte Entscheidungen treffen. Dabei kommt es auf eine genaue Beobachtung der Volkswirtschaft eines Währungsraums, aber auch makroökonomischer Wechselwirkungen an.

Nicht jede Inflation wirkt sich negativ auf eine Währung aus. Rohstoffexportierende Länder wie Kanada (CAD), Norwegen (NOK) oder Australien (AUD) profitieren von steigenden Rohstoffpreisen, da ihre Exporterlöse steigen. In solchen Fällen kann Inflation die jeweilige Währung sogar stärken.

Ein weiteres Beispiel sind Währungen, deren Zentralbanken aggressiv auf Inflation reagieren, indem sie die Zinssätze erhöhen. Dadurch steigt die Attraktivität dieser Währungen für Anleger – ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren besonders beim US-Dollar (USD) beobachten ließ, als die Federal Reserve die Zinsen stark anhob.

Inflationsdynamiken verstehen

Trader, die sich auf den Forex-Handel spezialisieren, müssen sehr weit über den finanziellen „Tellerrand“ schauen. Nur so nehmen sie wahr, ob sich eine steigende oder sinkende Inflationsrate abzeichnet.

Politische Instabilitäten tun der Kaufkraft von Devisen nicht gut, ebenso überhöhte Staatsverschuldungen. Auch eine Rücknahme staatlich gesteuerter Wechselkurse und ein resultierender Devisenmangel kann die Inflation jäh ansteigen lassen – das illustriert das Beispiel Ägyptens, wo sich die Inflation zwischen 2022 und 2023 auf über 33 Prozent verdreifachte.

Währungen mit besonders hoher Inflation, wie die Türkische Lira (TRY) oder der Polnische Złoty (PLN), haben gegenüber stabileren Währungen wie dem Schweizer Franken (CHF) oder dem US-Dollar (USD) an Wert verloren. Trader können dies gezielt nutzen, indem sie inflationsschwache Währungen gegen inflationsstärkere handeln.

Ein Beispiel wäre die Spekulation auf die Abwertung des PLN gegenüber dem CHF, da die Inflation in Polen deutlich höher ist als in der Schweiz.

Wie Trader die Inflation in ihre Strategien einbeziehen

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Weltwährungen gegeneinander zu handeln. Der tatsächliche An- und Verkauf von Devisen bleibt eine Domäne der großen institutionellen Marktteilnehmer – sie nutzen mit entsprechendem Ordervolumen die Volatilitäten in der dritten oder vierten Nachkommastelle zu ihren Gunsten aus.

Ebenfalls nicht selten, aber sehr risikoreich sind sogenannte Carry-Trades, eine Zinsdifferenzspekulation. In diesem Fall wird ein Kredit aufgenommen, und zwar in einer Währung mit niedrigen Zinsen. Von dem so erworbenen Kapital werden Assets in einer anderen Währung mit wesentlich höherem Zinsniveau erworben.

Beispiel: Trader könnten sich in japanischen Yen (JPY) verschulden, da Japan traditionell niedrige Zinsen hat, und das Kapital in den US-Dollar (USD) investieren, da die Federal Reserve die Zinsen erhöht hat. Dies macht den USD attraktiver für Investoren.
Inflation bleibt hoch

▶️ Trader können die Inflation in ihre Strategie mit einbeziehen/ Shutterstock/ Vitalii Matokha

Auf die Entwicklung von Währungskursen spekulieren beim Broker

Währungen werden weltweit rund um die Uhr gehandelt – Geld schläft tatsächlich nicht. Der Forex-Markt ist der liquideste Markt überhaupt. Um auf der Grundlage der täglichen, oft minimalen Schwankungen der Wechselkurse Renditen zu erzielen, wenden Großbanken und Nationalbanken hohe Volumina auf.

Private Forex-Trader haben dieses Kapital nicht. Sie nutzen statt dessen Derivate. CFDs, auf Deutsch Differenzkontrakte, geben dem Halter die Teilhabe am Kursverlauf – der abgebildete Basiswert wird nicht gekauft. Die Spekulation erfolgt auf steigende oder fallende Kurse. Neben den sehr liquiden Forex Hauptwerten, die gegen den US Dollar gebildet werden, handeln Forex-Trader die Nebenwerte. Hier sind insbesondere Währungen mit hoher Inflation wie TRY, PLN oder ARS (Argentinischer Peso) für Spekulationen interessant.

Teilnehmer im Forex-Trading wählen den Zeitpunkt für die Eröffnung einer Position und den Ausstieg frei. Die meisten Trades beschränken sich auf überschaubare Zeitspannen. Dass sie sich auch mit begrenztem Budget lohnen, liegt an den Hebelfaktoren. Sie betragen bei den Forex-Hauptwerten das Dreißigfache.

Einen guten Broker für den Devisenhandel nutzen

Interessierte finden bei einem Forex- und CFD-Broker wie Pepperstone den Zugang zum Forex-Trading. Der australische Broker kann mit einem umfangreichen Handelsangebot bei den Währungspaaren überzeugen, außerdem handeln seine Kunden Aktien, Indizes und Rohstoffe.

Pepperstone lässt seinen Kunden die Wahl unter verschiedenen, hochwertigen Handelsplattformen. Das fällt umso leichter, als die Software-Lösungen samt und sonders mit einem Demokonto getestet werden können. Die Demo ist zugleich eine Hilfe für Einsteiger, die sich mit den Abläufen zunächst vertraut machen wollen, ohne dabei finanzielle Risiken einzugehen. Bildungs- und Informationsangebote begleiten die ersten Schritte mit theoretischen Inhalten.

Transparente Konditionen kennzeichnen die Kontotypen. Als Market Maker erhebt Pepperstone nur den Spread. Vor allem Anfänger schätzen diese Ausgestaltung. Aktive Trader mit höherem Handelsvolumen finden ein RAW-Konto mit prozentualen Kommissionen und im Gegenzug sehr niedrigen Spreads vor.

Pepperstone
4.8/5
Pepperstone CFD
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
Pepperstone Highlights
  • Über 1.200 Trading Instrumente
  • Broker mit Sitz in Deutschland
  • Enge Spreads ab 0.0 Pips
74.8% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Fazit: Inflation verstehen für die Umsetzung von Forex-Strategien

Die Wertentwicklung von Währungen bestimmen Inflation und Zinssätze – und beeinflussen so auch die Wechselkurse. Eine hohe Inflation schwächt nicht automatisch eine Währung – es kommt darauf an, ob die Zentralbank mit höheren Zinsen reagiert oder ob steigende Rohstoffpreise das Land begünstigen.

Da geopolitische und makroökonomische Faktoren ständig auf nationale Märkte einwirken, sind Kursschwankungen bei Devisen die Norm. Forex-Trader machen sich diese Volatilitäten zunutze – mit Derivaten wie CFDs auch mit einem Budget, das deutlich geringer ist als das der großen Investmentbanken. Hebelfaktoren von bis zu 1:30 auf Forex Hauptwerte machen diese Form des außerbörslichen Handels für private Teilnehmer interessant.

Wichtige Handelsstrategien umfassen dabei die Spekulation auf inflationsschwache gegen inflationsstarke Währungen, Carry-Trades mit Zinsdifferenzen und das gezielte Handeln von Rohstoffwährungen wie CAD oder NOK.

Ebenfalls interessant
US-Dollar 2026: Bleibt die Weltleitwährung stark oder wackelt sie?
Der US-Dollar steht zum Jahreswechsel 2025 unter Druck. Als Leitwährung dominiert er ...
Künstliche Intelligenz trifft Krypto: Welche Projekte profitieren vom AI-Boom?
2026 setzt sich die hochdynamische Entwicklung im Bereich KI fort – mit ...
Pepperstone Promo
Neues Allzeithoch: Wie hoch kann der BTC-Kurs noch steigen?
Kryptowährungen haben in die Präsidentschaft von Donald Trump viel Hoffnung gesetzt. Im ...
Inflation oder Deflation? Was 2025 für die Finanzmärkte entscheidend sein wird
Seit der Pandemie prägte eine zunehmende Teuerung die Finanznachrichten. Erst ab 2024 ...
Copy Trading Steuern 2026: Wie hoch ist die Steuer in Deutschland?
Stellen Sie sich einfach mal vor, wirklich erfolgreiche Trader würden ihre Geheimnisse ...
Unsere Empfehlung des Monats!
XTB - Zum Anbieter <sup>*</sup> Zum Anbieter *
* Affiliate Link
74% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
Top Forex-CFD Anbieter
📈 Erfolgreiche Forex Strategien kennenlernen
Sichern Sie 20 Gratis-Aktien
Unser Team
Christian HabeckRuben WunderlichOliver Schoch
Christian Habeck
Christian Habeck
Chef-Redakteur
Ruben Wunderlich
Ruben Wunderlich
Redakteur
Oliver Schoch
Oliver Schoch
Redakteur

Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Diese Website verwendet Amazon CloudFront und orientiert sich an den Richtlinien der Google Safe Browsing Initiative sowie Googles Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre.
Schließen
Unsere Empfehlungen des Monats
XTB
XTB
  • Mehr als 70 Forex-Paare handelbar (als CFD)
  • Max. Hebel 1:30
  • Nur 1 € Mindesteinzahlung
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
Pepperstone
Pepperstone
  • Über 90 Forex-Paare handelbar
  • Beliebte Handelsplattform MT4 / MT5
  • Schnelle Ausführungsquote (99.90%^)
74.8% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
eToro
eToro
  • Über 68 Devisenpaare
  • Hebel von bis zu 1:30
  • Eine Plattform für alle Assets
52% der privaten CFD Konten verlieren Geld
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
×
Dein Bonus Code:
Das Bonusangebot von hat sich bereits in einem weiteren Fenster geöffnet. Falls nicht, kannst du es aber auch nochmal über den folgenden Link öffnen:
Zum Anbieter *