

2025 wird aller Voraussicht nach ein turbulentes Wirtschaftsjahr. Deutschland steckt nach wie vor im Krisenmodus. Aufgrund anhaltender handelspolitischer Spannungen werden die Krisen wahrscheinlich auch nicht weniger. Für das eigene Portfolio bedeuten die drohenden Handelskriege, dass die Marktbedingungen zunehmend herausfordernd sein werden. Umso wichtiger sind flexible Trading-Strategien – auch für ETFs.
Dieser Ansatz basiert auf einer antizyklischen Strategie, bei der nicht wie bei herkömmlichen Trendfolgestrategien den steigenden Kursen gefolgt wird, sondern das genaue Gegenteil verfolgt wird: Fällt der Kurs, wird die Marktposition ausgebaut, während sie bei Kursanstiegen reduziert wird. Die Herausforderung besteht hierbei weniger darin, Trends zu identifizieren, als vielmehr in der präzisen Bestimmung der Umkehrpunkte, die als Ein- und Ausstiegssignale dienen. Geeignet ist dieser Ansatz für verschiedene Märkte und Sektoren, wie:

Das Jahr 2025 erfordert flexible ETF-Strategien/ Shutterstock/ A9 Studio
Eine zweite Strategie für das Trading von ETFs ist der Einsatz von Multi-Asset-Ansätzen.
Durch den Einsatz von Multi-Asset-ETFs, die auf Growth-Indizes ausgerichtet sind, kann das Risiko breiter verteilt werden. In diesen Fonds ist die interne Diversifikation höher, da verschiedene Branchen, Wirtschaftssektoren und Märkte miteinander kombiniert werden.
Hinter dieser Methode steckt eine Variation des Multi-Asset-Ansatzes. Dazu werden ETFs ausgewählt, die mehrere zukunftsweisende Megatrends – wie beispielsweise KI-Technologie, regenerative Energien und/oder Innovationen im Gesundheitswesen – integrieren.
Der Vorteil, den diese ETF-Strategie bietet, liegt in der direkten Partizipation an wegweisenden Innovationslösungen und den vielfältigen Dynamiken des Wandels. Megatrends können tiefgreifende Veränderungen bewirken, von denen Unternehmen (und damit auch Anleger) mittel- bis langfristig profitieren. Diese Methode richtet sich insbesondere an technologieaffine Trader und Anleger, die gezielt von zukunftsträchtigen Entwicklungen profitieren möchten.
Aktiengesellschaften werden anhand ihrer Marktkapitalisierung in:
eingeordnet. Large Caps zeichnen sich durch eine sehr hohe Marktkapitalisierung – häufig mehrere Milliarden Euro – aus.
Im Rahmen einer ETF-Anlagestrategie lässt sich ein Portfolio entlang der Marktkapitalisierung breit diversifizieren. Die systematische Aufteilung nach Marktkapitalisierung ermöglicht eine differenzierte Gewichtung der Wachstumspotenziale.
Value Investing zielt darauf ab, an den Aktienmärkten unterbewertete Wertpapiere zu identifizieren und in diese zu investieren. Das Ziel besteht darin, dass – sobald der Markt den wahren inneren Wert der Wertpapiere erkennt – der Kurs ansteigt. Der anschließende Verkauf der Positionen fließt dann als positiver Ertrag in die Renditeberechnung ein.
Als Value-Faktor-Strategie wird dieser Ansatz auch im Trading von Exchange Traded Funds umgesetzt. Value-ETFs analysieren den Markt detailliert, um gezielt nach Fehlbewertungen in den Fundamentaldaten und der aktuellen Marktbewertung zu suchen.
Der Vorteil dieser Trading-Strategie besteht darin, auf einen ETF zu setzen, der bei korrekter Einschätzung der Fundamentaldaten ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial realisieren kann.
Hinter diesem Ansatz steht eine innovative Methode zur Gewichtung der Wertpapiere innerhalb eines Index. Während klassische ETFs den Indexwert als Basis für die Portfoliozusammenstellung nutzen, werden bei Smart-Beta-Strategien zusätzliche Faktoren – etwa Marktkapitalisierung, Momentum oder Volatilität – in die Gewichtung einbezogen.
Auf diese Weise lassen sich Wachstumspotenziale und Risiken auf unterschiedlichen Ebenen bündeln. Anleger erhalten so die Möglichkeit, ein Asset in ihr Depot zu integrieren, das trotz des Basisansatzes eines ETFs stärker an die individuelle Anlagestrategie angepasst ist.
Klassische ETFs bilden die Kursentwicklung des zugrunde liegenden Index ab. In jüngster Zeit haben sich jedoch Hebel-ETFs etabliert – eine Variante, die ein anderes Renditepotenzial verspricht, sofern sich der Kurs klar in eine Richtung entwickelt.
Hebel-ETFs setzen voraus, dass Kurse in eine klare Richtung tendieren und nicht seitwärts verlaufen. Eine stark schwankende Volatilität kann langfristig zu einem Volatility Drag führen. Dies tritt beispielsweise ein, wenn ein Wert an einem Tag um 5 Prozent fällt und am folgenden Tag um 5 Prozent steigt – der Verlust wird zwar nominal ausgeglichen, jedoch nicht vollständig, da der Ausgangspunkt des Anstiegs niedriger liegt.
Für die Auswahl der ETFs sind vor allem die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) und die Replikationsmethode von zentraler Bedeutung.
Die TER (Total Expense Ratio) gibt die jährlichen laufenden Kosten eines ETFs als Prozentsatz des Fondsvermögens an. Zu diesen Kosten zählen unter anderem Verwaltungsgebühren, Betriebskosten sowie weitere laufende Aufwendungen. Ein niedriger TER-Wert wirkt sich somit positiv auf die Nettorendite des Anlegers aus.
Bei der Replikationsmethode haben sich zwei Verfahren etabliert: die physische und die synthetische Replikation. Während bei der physischen Replikation der zugrunde liegende Index durch den tatsächlichen Erwerb der Aktien abgebildet wird, setzt die synthetische Replikation auf Derivate wie Swaps. Letztere ermöglicht zwar eine effiziente Indexabbildung, birgt jedoch zusätzlich ein Emittentenrisiko, das sorgfältig zu bewerten ist.
Für die Märkte wird 2025 wahrscheinlich eine Herausforderung darstellen, und auch mittelfristig werden Anleger die Börsen intensiv beobachten müssen. Welche Methoden in Bezug auf Wachstum und Risikomanagement besonders erfolgreich sind, hängt von der individuellen Risikobereitschaft und den angestrebten Wachstumszielen ab.
Geldpolitische Maßnahmen der Zentralbanken, fiskalpolitische Stimuli sowie globale Handelsabkommen können erheblichen Einfluss auf die Volatilität und Liquidität der Märkte haben. Darüber hinaus gewinnt die Berücksichtigung von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zunehmend an Bedeutung, da Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen, oft widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen Abschwüngen agieren. Ein diszipliniertes Rebalancing und eine regelmäßige Portfolioüberprüfung sind unerlässlich, um flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren.
Diese strategischen Überlegungen ermöglichen es Anlegern, auch in volatilen Zeiten einen kühlen Kopf zu bewahren und langfristig stabile Renditen zu erzielen.

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