

Krypto-Mining (oder das Schürfen von Kryptowährungen) ist das Lösen komplexer Rechenaufgaben und rückt angesichts von Preisen jenseits der 100.000 Euro des Bitcoin 2025 in den Fokus vieler Privatanleger.
Eine mögliche Alternative ist das Staking, bei dem Sie Coins direkt über eine Plattform halten und dafür Erträge erhalten – ganz ohne eigene Hardware oder den Betrieb energieintensiver Server.
Grundsätzlich hat das Mining die Aufgabe, Transaktionen auf einer Blockchain zu validieren und neue Coins erzeugt. Dies ist vorrangig bei Kryptowährungen der Fall, die auf dem Proof of Work Konsens Mechanismus basieren. Hier konkurrieren die Miner darum, zuerst einen neuen Block durch das Durchlaufen einer kryptografischen Aufgabe zu finden. Wenn dies gelingt, erhält der Gewinner einen Block als Reward.
Bekannte Proof of Work Coins sind:

▶️ Der Bitcoin ist eine beliebte Kryptowährung für das Mining/ Shutterstock/ Mindscape studio
Wer beispielsweise nicht Bitcoin kaufen, sondern anderweitig BTC erhalten möchte, trifft zwangsläufig auf das Thema Mining. In der Praxis lassen sich nicht alle Kryptowährungen schürfen. Entscheidet ist der Konsensmechanismus einer Blockchain. Beim Proof of Work entstehen neue Blöcke (und damit die Coins als Reward) durch das Mining. Der Proof of Stake müssen Transaktionen validiert werden – indem Coins für das Ökosystem zur Verfügung (Staking) gestellt werden.
Diese Validatoren erhalten anschließend einen Reward – was viele Anleger in Proof of Stake Coins als passive Ertragsquelle nutzen. Bekannte Coins sind Cardano, Solana oder Ethereum (seit dem Wechsel des Konsensmechanismus). Aber auch viele neue Krypto-Projekte setzen auf den Proof of Stake oder andere Konsensmechanismen – was einer der limitierenden Faktoren für das Krypto-Mining geworden ist.
Eine Kernfrage hinsichtlich des Schürfens von Coins und ob sich aus Anlegersicht ein Einstieg in diesen Bereich überhaupt noch lohnt, ist folgende: Welche Voraussetzungen muss ich überhaupt mitbringen? Das Mining wird von mehreren Faktoren beeinflusst, von denen einige gerade für den Standort Deutschland von besonderer Bedeutung sind.
Für die Bewertung der Kosten und damit der Frage, ob sich Mining lohnt, ist der Strompreis als Faktor für die laufenden Kosten besonders wichtig. Um im Mining effizient zu sein und das Ganze lukrativ zu betreiben, müssen die Energiekosten insgesamt niedrig sein – da die betriebene Hardware einen erheblichen Stromverbrauch realisiert.
Je nach Krypto-Coin werden unterschiedliche Hardware-Voraussetzungen benötigt. Für das Bitcoin-Mining werden spezialisierte ASICs (Application Specific Integrated Circuit) angeboten, während verschiedene Altcoins mit GPUs (handelsüblichen Grafikkarten) geschürft werden. In diesem Fall schalten Miner die GPUs häufig in Mining-Rigs zusammen, um deren eingesetzte Rechenleistung zu optimieren.
Um Coins zu schürfen (oder die Blöcke durch das Lösen der Aufgaben zu berechnen) braucht es besondere Software, welche die Mining-Hardware ansteuern und das Mining-Verfahren ausführen kann.
Ein Aspekt, der oft nicht berücksichtigt wird. In Deutschland ist es von der rechtlichen Seite her unproblematisch, Kryptowährungen zu schürfen. Allerdings kann dies in anderen Jurisdiktionen vollkommen anders aussehen. Es gibt Länder, in denen das Mining von Coins tatsächlich verboten ist.
Letztlich braucht es auch noch eine stabile Internetverbindung, da die Krypto-Ökosysteme/Blockchains Netzwerke darstellen, in die Anleger als Miner eingebunden sein müssen. Die Verbindung sollte eine gewisse Bandbreite mitbringen.
Die Effizienz des Minings wird nicht nur durch die benötigte Hardware bestimmt. Auch die sogenannte Mining-Schwierigkeit (Mining-Difficulty) spielt eine zentrale Rolle. Diese passt sich automatisch an die Rechenleistung des Netzwerks an. Steigt die Anzahl der Miner, erhöht sich die Schwierigkeit, einen neuen Block zu finden – die Erträge pro eingesetzter Rechenleistung sinken.
Hinzu kommen weitere limitierende Faktoren:

▶️ Miner haben große Konkurrenz durch Mining Farmen/ Shutterstock/ hlopex
Für das Mining speziell in Deutschland gibt es einige grundsätzliche Hindernisse, die zwar nicht regulatorischer Natur (im Sinne eines Verbots) sind, auf die Entscheidung für den Einstieg aber fundamentale Auswirkungen haben.
Eine der wahrscheinlich besonders stark limitierenden Faktoren bleibt die Situation bei den Strompreisen. Deutschland gehört zu den Ländern mit sehr hohen Preisen pro verbrauchtem Kilowatt. Private Haushalte zahlen 2025 im Schnitt zwischen 30 und 40 Cent pro Kilowattstunde.
Selbst in Industrietarifen bleibt der Strom hierzulande deutlich teurer als in Ländern wie den USA, Kasachstan oder Kanada. Sondertarife für das Schürfen von Kryptowährungen werden nicht angeboten.
Hinzu kommt, dass der Betrieb energieintensiver Rechenzentren auf regulatorische Hürden stößt. Die Bundesregierung hat sich ehrgeizige Ziele für den Klimaschutz gesetzt, wodurch sich sehr strenge Rahmenbedingungen für Bereiche mit einem hohen Energieverbrauch ergeben – was durch kleine Miner eigentlich nicht ohne Weiteres zu stemmen ist.
Zusätzlich erschwert die Verfügbarkeit der Hardware das Mining. Grafikkarten – besonders die leistungsfähigen, neuen Modelle – sind eine erhebliche finanzielle Herausforderung. Und auch besondere Mining-Setups werden zu einer umfassenden finanziellen Investition. Zumal private Einsteiger die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf ihre Hardware – anders als Unternehmen – nicht als durchlaufenden Posten ansehen können.
Mining ist im Jahr 2025 für viele interessierte Anleger eher unrentabel – besonders im Fall bekannter Coins mit einer vergleichsweise hohen Mining-Difficulty. Zudem sind die Strompreise so hoch, dass sich das Schürfen nur sehr eingeschränkt als Privatanwender realisieren lässt.
Unterm Strich hängt es immer noch von den individuellen Voraussetzungen ab, ob am Ende ein lohnenswerter Ertrag stehen kann. Der Zugang zu sehr günstiger Energie (zum Beispiel aus Photovoltaik) ist am Ende entscheidend. Möglicherweise bieten sich aber auch Altcoins mit niedriger Difficulty oder Cloud Mining als eine Alternative an.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.