

Anleger erzielen über die Finanzmärkte auf sehr unterschiedlichen Wegen Erträge. Ein klassischer Weg ist die Partizipation an der Preisentwicklung von Aktien. Je nach Marktphase sind Long- oder Short-Positionen die richtige Entscheidung. Die Herausforderung: Märkte bewegen sich nicht linear, sondern zyklisch. Ein bullischer Trend wird von Phasen sinkender Kurse abgelöst.
Um die Performance für das Portfolio zu optimieren und die richtigen Entscheidungen im Rebalancing zu treffen, braucht es eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte. Neben einem Blick auf die fundamentalen Kennzahlen der Aktien spielt das Verständnis für die technische Analyse eine zentrale Rolle.
Passive Erträge sind eine weitere Möglichkeit, um über die Kapitalmärkte eine Rendite zu erreichen. In diese Kategorie fallen unter anderem Dividenden und Zinsen – beispielsweise auf das Verleihen von Aktien. Der Vorteil: Assets, die einen passiven Ertrag erwirtschaften, reagieren auf Marktschwankungen oft stabiler. Damit entsteht nicht nur ein zusätzlicher Cashflow, viele Anleger begreifen die Assets auch als Stabilitätsfaktor.

💡 Kryptowährungen spielen auch bei Anlegern eine immer größere Rolle/ Shutterstock/ ddRender
Kryptowährungen spielen für einen wachsenden Anlegerkreis eine Rolle. Besonders im Fokus steht dabei der Bitcoin. Als erster Vertreter der Kryptocoins fungiert er fast wie eine Art Leitwährung. Aktuell steht der Kurs bei über 75.000 Euro (Stand 18. März 2025). Die Herausforderung: Kryptowährungen zeigen eine sehr hohe Volatilität. Zudem handelt es sich um einen weitgehend unregulierten Markt ohne die Rahmenbedingungen, die für den klassischen Devisenhandel gelten.
Diese setzen die Coins wiederum im Rahmen des Proof-of-Stake-Mechanismus ein – um das Netzwerk abzusichern. Für die Kryptowährungen spielt der Proof of Stake dahingehend eine zentrale Rolle, da er Transaktionen validiert und diese für gültig erklärt. Im Gegenzug für das Krypto-Staking erhalten Anleger eine Gutschrift in Form von Kryptocoins.
Das gesamte Konstrukt ist durchaus mit Festgeld oder anderen Spareinlagen vergleichbar. Allerdings funktioniert das Staking nicht für alle Coins. Einige der bekannten Kryptowährungen – dazu zählt auch der Bitcoin – basieren nicht auf dem Proof of Stake. Stattdessen werden neue Blöcke und Transaktionen hier über den Proof of Work.
Der Einstieg in das Krypto-Staking bietet Anlegern verschiedene Vorteile. Unter anderem profitieren Trader von hohen Renditechancen, die klassische Spareinlagen deutlich schlagen. Setzen Anleger beim Staking auf eine Balance zwischen etablierten Coins und neuen Kryptowährungen, lässt sich die Rendite optimieren.
Aber: Neu aufgelegte Coins sind in der Regel risikoreicher.
Parallel sind die Hürden für den Einstieg in das Stacking vergleichsweise gering, da oft keine besondere technische Expertise notwendig ist und eine unterstützende Wallet ausreicht. Achtung: Um am Krypto-Stacking teilzunehmen, ist die Mindestanforderung an die zu hinterlegenden Coins zu beachten.
Zu den Risiken des Staking gehört die hohe Volatilität. Nicht nur die gehaltenen Coins unterliegen den Marktschwankungen, auch die als „Zins“ erhaltenen Kryptocoins verändern ihren Wert. Damit ist die passive Rendite wesentlich schwerer planbar als im Vergleich zu anderen Kapitalanlagen.

✅ Viele bevorzugen Dividenden-Aktien wie die Cisco Aktie für ein passives Einkommen/ Shutterstock/ Piotr Swat
Dividenden sind Beteiligungen der Aktiengesellschaften an den erzielten Gewinnen. Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung, die einmal jährlich stattfindet, und auf der über die Dividenden von den Aktionären entschieden wird. Im Rahmen der passiven Erträge lassen sich zwei Ansätze realisieren.
Auf der einen Seite können sich Anleger für ein wachstumsorientiertes Investment entscheiden. Hier werden Aktien bevorzugt, die in den letzten Jahren immer höhere Dividenden ausgeschüttet haben. Dahinter steht das Ziel, den Ertrag aus dem passiven Investment zu optimieren und die Performance kontinuierlich zu verbessern.
Andererseits lässt sich ein Ansatz verfolgen, der auf die Dividendenrendite abzielt. Dazu werden die ausgezahlten Dividenden und der Aktienkurs ins Verhältnis gesetzt. Eine hohe Dividendenrendite kann also durch eine hohe Dividende oder einen im Vergleich zur Dividende niedrigen Kurs entstehen. Beide Methoden haben den Vorteil, dass Dividenden gegenüber Schwankungen an den Aktienmärkten stabiler reagieren. Ein Nachteil ist die fehlende langfristige Planbarkeit, da die Ausschüttung von Dividenden immer an das Betriebsergebnis gekoppelt ist.
Sowohl das Stacking von Kryptowährungen als auch Dividenden sind ein Weg, um passive Cashflows zu generieren. Welcher Ansatz sich empfiehlt, hängt wesentlich vom individuellen Risikoprofil des Anlegers ab. Gerade beim Krypto-Stacking ist die Volatilität ein wichtiger Impulsgeber für die Entscheidung – zusammen mit der Tatsache, dass die Mindestvoraussetzungen dem Einstieg klare Grenzen setzen.
Wer als Einsteiger mit einem begrenzten Budget passive Erträge erzielen will, findet am Aktienmarkt auch günstige Wertpapiere, die eine Dividende ausschütten. Da auf Dividenden basierende Strategie häufig mittel- bis langfristig angelegt sind, sind vor dem Einstieg in eine Position fundamentale Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote oder der Umsatz zusammen mit der Marktposition zu prüfen.

💡 Kryptowährungen, wie Ethereum können große Einstiegshürden bringen/ Shutterstock/carlos castilla
Anleger nutzen heute eine sehr breite Auswahl unterschiedlicher Assets und Anlageklassen, um ein breit gestreutes Portfolio aufzubauen. Neben aktiven Investments, die sich auf eine kontinuierliche Optimierung und das Rebalancing im Portfolio konzentrieren, bieten Stacking und Dividenden passive Erträge. Beide Varianten haben Vorteile, bergen aber auch Risiken.
Letztere entstehen bei den Kryptowährungen unter anderem durch ein hohes Volatilitätsrisiko, das jedem Anleger klar sein muss. Auf der anderen Seite sind Dividenden sehr stark von der wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen abhängig.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.