

Der Kupferpreis hat in den letzten Monaten eine sehr starke Dynamik entfaltet. Seit Oktober 2025 hat der Preis pro Tonne für das Buntmetall stetig zugelegt. Im Mai 2026 markierte der Kurs einen Höchststand von circa 14.000 US-Dollar. Diese Entwicklung wird von Faktoren getrieben, die ihre Wurzeln in der wachsenden Technisierung und Digitalisierung haben.
Damit verschieben sich die Treiber des Rohstofftrends und bewegen sich weg von der Baubranche oder der Industrie. Eine hohe Nachfrage entsteht unter anderem in den Serverräumen der Datenzentren, die rund um den Globus in wachsender Zahl entstehen. Besonders durch den KI-Boom ist die Nachfrage in den letzten Jahren massiv gestiegen. Allein in einem KI-Hyperscale-Rechenzentrum werden mehrere zehntausend Tonnen Kupfer verbaut. Zusätzlich angeheizt wird die Nachfrage durch weitere Effekte, wie die Energiewende.
Das Wichtigste im Überblick:
Kupfer ist ein besonders effizienter Leiter für Strom und damit eigentlich für alle elektronischen Anwendungen gefragt. Das Material wird unter anderem in Verkabelungen, Leitungsschienen, Kühlsystemen und der Netzwerktechnik verbaut.
Besonders hoch ist die Nachfrage auf Ebene der Datenzentren nicht in den kleinformatigen Anlagen, sondern dort, wo Rechenpower in erheblichem Umfang stattfindet – in den Hyperscale-Anlagen mit mehr als 100 Megawatt Leistung.
Genau diese sind für die KI-Entwickler von Bedeutung, da für das Training und den Betrieb der aktuellen Modellgenerationen eine sehr hohe Interferenzleistung erforderlich ist. Mittlerweile gehen die Planungen für die KI-Rechenzentren sogar in den Gigawatt-Bereich.
Damit könnte der Bedarf noch höher werden, da Schätzungen bei dieser Größenordnung sogar von einer sechsstelligen Zahl an Tonnen Kupfer ausgehen, die verbraucht werden. Was macht die Rechenzentren überhaupt so rohstoffintensiv?

Der KI Trend heizt auch die Rohstoff-Branche an (Foto: Shutterstock/ Summit Art Creations)
Durch die besonderen Leitungseigenschaften ist Kupfer natürlich für die Herstellung von Kabeln ein beliebter Rohstoff. Durch die besondere Architektur der Datenzentren mit Verbindungen zwischen einzelnen Racks und den darin befindlichen Einheiten, ist allein hier der Bedarf sehr hoch.
Das Buntmetall ist aber auch noch an anderer Stelle gefragt. Viele Rechenzentren setzen auf spezielle GPU-Chips, die als zentrale Rechenmotoren für die KI dienen. Da Kupfer ebenfalls exzellent Wärme leitet, wird es in der Kühlarchitektur der Chips verwendet – erfüllt hier also quasi eine Doppelrolle.
Aus genau diesem Grund ist der Bedarf, den ein Datenzentrum hat, so hoch. Zusätzlich sind gerade in Bezug auf weitere technische Elemente Rohstoffe gefragt. Als Buntmetall gehört Kupfer zum Beispiel zur Ausstattung von Transformatoren oder Verteileranlagen.
Kupfer ist kein Rohstoff, der exklusiv nur von der KI-Industrie benötigt wird. Elektronische Bauteile sind inzwischen in sehr vielen Geräten vorhanden. Selbst eine Waschmaschine ist ohne das Industriemetall eigentlich nicht denkbar.
Zu einem starken Nachfragedruck am Markt kommt es aber durch einen besonderen Effekt: Kupfer wird sowohl für Rechenzentren als auch:
gebraucht. Alle drei Bereiche sind in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden. Gerade für den Bereich der regenerativen Energieträger ist damit zu rechnen, dass auch in Zukunft der Bedarf sehr hoch bleibt.
Einer der Gründe ist die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, die sich seit den ersten Luftschlägen der USA gegen den Iran als besonders kritisch erweist. Mit der Sperrung der Straße von Hormus macht Teheran deutlich, dass es die Rohöl-Zufuhr des Westens strangulieren kann.
Für viele Verbraucher ist mit den steigenden Preisen an der Zapfsäule auch die Attraktivität von Elektrofahrzeugen gestiegen. Zusätzlich wird Haushalten und der Industrie bewusst, dass Strom auf einem breiten, von äußeren Lieferanten unabhängigen Quellen beruhen muss. Das Ergebnis ist ein Nachfrageschub beim Kupfer.
Ein zentrales Problem – neben der bullisch eingestellten Nachfrageseite – ist das Angebot. Neue Kupferminen brauchen Jahre bis Jahrzehnte, um von der Exploration bis zur Produktionsreife zu kommen. Genehmigungsverfahren, Umweltauflagen und Infrastrukturaufbau machen eine schnelle Skalierung in wenigen Monaten nahezu unmöglich.
Erschwerend kommen Störungen hinzu, die in Minen oder im Bereich der Raffinierung (auch hier macht sich der Iran-Krieg durch das Fehlen wichtiger Rohstoffe bemerkbar) und Verschiffung immer wieder auftreten können. Es sind genau diese Gründe, die Kupfer laut Goldman Sachs zum Öl des KI-Zeitalters machen.
Das Wichtigste im Überblick:
Wer als Anleger das bestehende Portfolio stärker in die Breite entwickeln und in den Rohstoffsektor einsteigen will, hat im Zusammenhang mit Kupfer mehrere Möglichkeiten. Zur zentralen Frage wird, wo die Messlatte für die Risikoaversion und den Zeithorizont liegt.
Einer der direktesten Wege führt über den Kupfer-Spotpreis oder Futures, was für private Anleger allerdings schwierig zu realisieren ist. Wo es um eine schnelle, kurzfristige Partizipation an der Kursentwicklung geht, bieten sich Differenzkontrakte (contract for difference, CFD) an.
Diese basieren darauf, dass Positionen auf die Preisbewegung mit Hebel eingegangen werden. Steigt der Preis, wäre eine Long-Position die richtige Entscheidung, bei Korrekturen gehen Anleger short. Wichtig sind als Handelssignale die Chartmerkmale und die Auswertung der Indikatoren.
Parallel sollten aber auch andere Faktoren berücksichtigt werden, die auf den Kupferpreis Einfluss nehmen:
Minenunternehmen reagieren direkt auf Veränderungen des Kupferpreises. Ein Grund: Wenn der Preis pro Tonne steigt, erhöhen sich die Margen der Minenbetriebe, da die Förderkosten kurzfristig in der Regel ihr Niveau nicht verändern.
Wichtige Titel, die als Anlage mit einem Fokus auf Kupfer interessant sein können, sind folgende Beispiele.
Klar muss Anlegern an dieser Stelle sein, dass Minenaktien Risiken mit sich bringen. Beispielsweise können politische Unruhen oder Änderungen in der Regierungszusammensetzung in den Förderländern den Abbau gefährden. Gleichzeitig sind operative Ausfälle und schwankende Energiekosten (haben Einfluss auf die Produktion) preisbildende Faktoren mit einer Rückkopplung auf die Aktienperformance.
Das Einzeltitelrisiko darf beim Kupfer nicht unterschätzt werden. Wo Anleger sich davor scheuen, in den Markt einzusteigen, können Kupfer- oder Mining-ETFs eine Alternative sein. Der Global X Copper Miners ETF (ISIN: US37954Y8710) bildet einen breiten Korb aus Produzenten ab und verteilt das Risiko über Unternehmen und Regionen. Für Anleger, die rein auf den Kupferpreis setzen wollen, bietet der United States Copper Index Fund (NYSE: CPER) eine Futures-basierte Lösung, die auch börslich gehandelt wird.

Es gibt einige gute Assets um Kupfer zu traden und vom KI-Trend zu profitieren (Foto: Shutterstock/ DC Studio)
Als Buntmetall ist Kupfer aktuell sehr stark nachgefragt. Strategien, um in den Markt einzusteigen, können auf mehreren Ebenen ruhen – ETFs und Aktien als Kern, CFDs als gehebelte Performancekomponente. Letztere werden über spezialisierte Broker gehandelt. Im Anbietervergleich sticht XTB heraus.
Der Broker bietet seinen Kunden ein breit aufgestelltes Portfolio aus verschiedenen Branchen bei den CFDs zur Verfügung, zu denen auch Rohstoffe gehören. Damit bietet sich die Chance, auf Änderungen der Preisdynamik direkt zu reagieren. Was für den Broker XTB spricht, ist nicht nur das Handelsangebot.
Mit der leistungsstarken Plattformen bietet XTB verschiedene Tools an, um die Kurse schnell auszuwerten und Handelssignale zu finden. Zusätzliche Features, wie Möglichkeiten zum langfristigen Vermögensaufbau, eine breite Palette verschiedener Handelsinstrumente und der direkte Zugang zu Lerninhalten runden das Angebot ab.
Kupfer erlebt aktuell einen Boom bei der Nachfrage – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Preis pro Tonne. Dahinter steckt auf der einen Seite KI als Treiber, auf der anderen Seite die Energiewende. Beide haben einen erheblichen Ressourcenhunger und konkurrieren am Markt um ein Angebot, das sich nicht einfach nach oben skalieren lässt.
Heißt für Anleger: Kupfer wird zu einem potenziell interessanten Investment-Case. Ob sich der Einstieg wirklich lohnt, hängt davon ab, wie risikobereit Trader sind. CFDs bieten eine Positionierung bei unterschiedlichen Marktbewegungen mit Hebel, können bei unvorsichtigem Einsatz aber schnell zu Verlusten führen.
Das hängt vom Zeithorizont ab. Kurzfristig zeigt sich der Markt volatil, etwa durch mögliche Nachfrageveränderungen in China oder eine globale Konjunkturabschwächung. Langfristig spricht die Angebotsknappheit für anhaltend hohe Preise, was durchaus (unter den richtigen Bedingungen) für einen Einstieg sprechen kann.
Kupfer ist ein wichtiger Konjunkturindikator. In Rezessionsphasen sinkt die Industrienachfrage, was den Preis unter Druck setzt. Allerdings wirkt die KI-Infrastrukturnachfrage aktuell dämpfend, da sie sich vom industriellen Umfeld abkoppelt. Hintergrund: Hyperscaler und Technologiekonzerne investieren in Rechenzentren auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen.
Es ist aktuell nicht absehbar, dass Kupfer als Industriemetall einfach ersetzt wird. Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften gilt Kupfer als ein technologisches und industrielles Schlüsselmetall, für das aktuell kein adäquater Ersatz verfügbar ist.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.