

Der MSCI World Index ist eine beliebte Wahl für Anleger, die global investieren möchten. Allerdings liegt die US-Gewichtung im Index bei über 70 %, was zu einer starken Abhängigkeit von der US-Wirtschaft führt. Eine breitere Diversifikation kann helfen, das Risiko besser zu verteilen und von verschiedenen Märkten weltweit zu profitieren. In diesem Artikel zeigen wir verschiedene Strategien, um den US-Anteil im Portfolio zu reduzieren und eine ausgewogenere globale Verteilung zu erreichen.
Eine hohe US-Dominanz bedeutet, dass das Portfolio stark von der Entwicklung der US-Unternehmen abhängt. Dies birgt Risiken, da wirtschaftliche Schwierigkeiten in den USA das gesamte Portfolio belasten könnten. Eine breitere Diversifikation über verschiedene Regionen hinweg bietet Schutz vor solchen Risiken und ermöglicht es, von den Wachstumschancen in anderen Teilen der Welt zu profitieren.
Um den US-Anteil zu reduzieren, können Anleger gezielt ETFs hinzufügen, die andere Regionen abdecken:
Europäische und asiatische ETF können eine stärkere Gewichtung im Portfolio erhalten, um das Engagement außerhalb der USA zu erhöhen. Beispiele hierfür sind:
Falls Schwellenländer bislang nicht vertreten sind, ist es sinnvoll, entsprechende ETFs hinzuzufügen oder das Engagement dort zu erhöhen. Beispiele hierfür sind:
Auch Small Caps aus Regionen außerhalb der USA können das Portfolio diversifizieren, solange der US-Anteil in diesen Small Cap ETFs gering bleibt. Beispiele hierfür sind:
Es gibt zwar auch ETFs auf den MSCI World Small Cap Index. Doch dieser hat ebenfalls einen hohen US-Anteil von über 66 %. Wem das zu hoch ist, der sollte die einzelnen Regionen einzeln abdecken.

💡 Reduzieren Sie mit unseren ETF-Ideen den US-Anteil
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, bestehende Investments umzuschichten:
Equal-Weight-ETFs gewichten alle im Index enthaltenen Unternehmen gleich und reduzieren somit die Dominanz der großen US-Unternehmen. Ein Beispiel hierfür ist:
Eine Kombination aus MSCI World Ex USA und MSCI USA ermöglicht eine einfache gezielte Steuerung der US-Gewichtung. Eine Mischung aus beiden sorgt für mehr Flexibilität. Ein Beispiel hierfür ist:
Neue Investitionen in gleich gewichtete ETFs oder in global stärker diversifizierte ETFs wie den Vanguard FTSE All-World können ebenfalls helfen, eine bessere Balance zu erreichen. Beispiele hierfür sind:
Hier sind einige Beispiele für Portfolios, die eine breitere geografische Verteilung erreichen:
Kombination aus europäischen, asiatischen und Schwellenländer-ETFs, unter Beibehaltung eines US-Anteils:

Es gibt keine Garantie, dass der US-Markt schwächer läuft als andere Märkte. Sollte der US-Markt in den nächsten Jahren weiterhin stark bleiben, führt eine Reduzierung des US-Anteils im Portfolio zu einer unterdurchschnittlichen Performance.
Außerdem sollten Anleger steuerliche Aspekte bei der Umschichtung beachten.
Die Reduktion des US-Anteils im Portfolio ist eine sinnvolle Maßnahme, um das Risiko besser zu steuern und von den Chancen in anderen Teilen der Welt zu profitieren. Durch die Verwendung von ergänzenden ETFs oder Umschichtung bestehender Investments lässt sich eine ausgewogenere geografische Verteilung erreichen.
Analysieren Sie Ihr Portfolio und prüfen Sie, ob eine Reduktion des US-Anteils sinnvoll ist. Nutzen Sie die vorgestellten Strategien, um eine bessere globale Balance zu erreichen und Ihre Risiken zu minimieren. Denken Sie daran, Ihr Portfolio regelmäßig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass es Ihren langfristigen Zielen entspricht.

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