

Für 2026 müssen sich Anleger immer mehr darauf einstellen, auf eine umfangreich diversifizierte Strategie für ihr Depot zu setzen. Daran ist nicht allein der Konflikt zwischen Washington und Teheran schuld. Insbesondere Trader mit einem Fokus Währungen stehen vor der Herausforderung, sehr unterschiedliche Marktbewegungen zu managen. Die globale Leitwährung arbeitet sich langsam wieder nach oben, der Dollar-Index DXY notiert inzwischen nur noch knapp unter der symbolischen 100er-Marke.
Der Greenback ist aber nicht die einzige Währung, die aus Anlegersicht interessant wirkt. Ein Blick auf Carry-Trade-Analysen zeigt, dass gerade mit Schwellenländer-Währungen durchaus eine Rendite erreicht werden kann, die andere Assets aktuell schlägt. Aber: Nicht jede Schwellenländer-Währung profitiert in gleicher Weise von den Entwicklungen. Trader brauchen ein sehr klares Bild vom Forex-Markt, um ihre Anlagestrategie optimal zu justieren.
Das Wichtigste im Überblick:
Für eine Exposure im Bereich der Schwellenländer sprechen mehrere Aspekte. Ein zentraler Punkt ist deren Wachstumsdynamik. Gerade bei den Schwellenländern ist diese oft deutlich schneller. Die Gründe dafür liegen auf mehreren Ebenen:
Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass ein wachsender Wohlstand gleichzeitig die Konsumlaune antreibt. Von all diesen Faktoren werden die Währungen in den Schwellenländern gestützt.

Schwellenländer-Währungen rücken weiter in den Blick der Trader (Foto: Shutterstock/ Chayanit)
Am FX-Markt lassen sich darüber hinaus über Zinsdifferenzen (Stichwort Carry Trades) Investitionen oft in laufende Renditen umwandeln. Dieser Effekt nimmt an Bedeutung zu, wenn der Dollar eher schwächer tendiert und die Risikobereitschaft der Anleger und institutionellen Investoren steigt. Die Besonderheit der Carry Trades besteht, dass Währungen mit ausgeprägten Zinsdifferenzen gegeneinander getauscht werden.
Was Börsenneulinge unterschätzen können, ist das Verhalten der Schwellenländer-Währungen. Diese reagieren mitunter anders als die Hauptwährungen US-Dollar oder Euro. Damit ergeben sich Diversifikationseffekte, mit denen sich ein FX-basiertes Portfolio breiter aufstellen lässt.
Ein wichtiger Effekt, den Trader nicht unterschätzen sollten: Biegen Schwellenländer in eine Phase relativer Stabilität ein, ergeben sich deutliche Bewertungsvorteile, inklusive der Chance, eine deutliche Aufwertung am Devisenmarkt zu erfahren. Dies hängt aber sehr stark von einer stabilen Politik und verbesserten Makrolage ab.
Grundsätzlich sind Währungen von Schwellenländern interessant, auf die folgende Argumente zutreffen:
Ein Carry Trade nutzt Zinsdifferenzen zwischen zwei Währungen. Das Prinzip: Kapital wird in einer Niedrigzinswährung geliehen und in einer Hochzinswährung angelegt. Die Differenz zwischen beiden Zinssätzen fließt als laufende Rendite in das eigene Depot. Diese bleibt so lange stabil, wie der Wechselkurs sein Niveau halten kann oder sich in eine aus Anlegersicht günstige Richtung bewegt.
Ein konkretes Beispiel: Ein Trader leiht sich US-Dollar zum aktuellen Fed-Leitzins von 3,5 bis 3,75 Prozent und tauscht diesen Betrag in brasilianische Real. In Brasilien liegt der Leitzins bei 15 Prozent. Die Zinsdifferenz von mehr als zehn Prozentpunkten ist die theoretische Rendite, die der Trader allein durch das Halten der Position verdient, ohne dass der Wechselkurs sich bewegen muss.
Eine konkrete Herausforderung dieser Methode sind das Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiko. Beide müssen bei laufenden Carry Trades kontinuierlich beobachtet werden. Hintergrund: Kommt es zu einer Aufwertung der kreditgebenden Währung, verteuert sich der Trade. Mit dem Zinsänderungsrisiko verändert sich natürlich die Rendite für den Carry Trade. Wichtig: Fließt Kapital in großem Stil in die kreditgebende Währung, können sich durch die teils massiven Kapitalbewegungen die Trends am FX-Markt verändern.
Das Wichtigste im Überblick:
Aus Anlegersicht präsentieren sich die Schwellenländer-Währungen sehr unterschiedlich. Einige eignen sich für klar definierte Carry Trades, andere Assets haben einen hohen spekulativen Charakter.
Die Zentralbank Brasiliens hält den Leitzins aktuell bei 15 Prozent – trotz der Tatsache, dass sich die Inflation dem Zielkorridor annähert. Damit bleibt die Strategie attraktiv, in Dollar zu finanzieren und in Real zu investieren, um eine Zinsdifferenz von mehreren Prozentpunkten einzustreichen. Solange der Wechselkurs stabil bleibt, entsteht daraus eine attraktive laufende Rendite. Zudem stützen Rohstoffe, Exporterlöse und eine glaubwürdige Zentralbank den Wechselkurs. Die Kehrseite ist allerdings darin zu sehen, dass der Real stark auf globale Risiken, politische Unsicherheit und Schwankungen bei den Rohstoffen reagiert.
Die Lira ist eine der Schwellenländer-Währungen, die im Depot als spekulative Beimischung interessant sein kann. Trader stehen hier aber vor dem Dilemma, dass die Lira in einem starken Spannungsfeld steht. Auf der einen Seite ist der Leitzins mit 37 Prozent sehr hoch, was Carry Trades stützt. Zudem plant die Türkei ein neues Gesetzespaket, um die Wirtschaft für Investoren interessanter zu machen. Auf der anderen Seite ist die Inflation hoch und die Währung steht nach wie vor unter einem hohen Abwertungsdruck. Auch wenn die Türkei versuchen würde, mit einer stabilitätsorientierten Geldpolitik Vertrauen zurückzugewinnen, bleiben die Investments wahrscheinlich eher für erfahrene Anleger interessant, die das Risiko sehr genau abschätzen können.
Die Rupie ist eine der Schwellenländer-Währungen, die sich in den letzten Jahren tendenziell stabil entwickelt hat. Hintergrund waren das strukturelle Wachstum und ein großer Binnenmarkt (der durch die innere Nachfrage die Wirtschaft stützt). Damit wirkt die Rupie als Anker im Depot. Dies heißt aber nicht, dass die Rupie komplett risikofrei ist. Eine hohe Importabhängigkeit, die starke Bindung der Währung an den Ölpreis und die Kapitalströme aus dem Ausland bleiben wichtige Faktoren. Ein hoher Ölpreis übt einen starken Druck auf den indischen Industriesektor aus und eine steigende Inflation kann die Binnennachfrage schwächen – was letztlich den Kurs der Rupie belastet.

Türkische Lira können als spekulative Beimischung im Depot genutzt werden (Foto: Shutterstock/ Maliflower73)
Investments in Schwellenländer-Währungen bieten Tradern Chancen auf eine attraktive Rendite. Dabei muss klar sein, welche Risiken drohen – um eine entsprechende Sicherheitsstrategie in das Depot zu integrieren.
Viele der Schwellenländer hängen sehr stark am US-Dollar. Damit wird die Geldpolitik der Fed auch zu einem Einflussfaktor bei den Emerging Markets, den Anleger unbedingt im Auge behalten müssen.
Durch die starken Verflechtungen vieler Schwellenländer-Währungen mit dem Dollar und den Rohstoffpreisen kann es zu quasi gemeinsamen Trends bei den Carry Trades kommen.
Emerging Markets zeichnen sich durch eine dynamische Wachstumsdynamik aus, die besonders unter einem hohen Ölpreis leidet. Aber auch andere Rohstoffe setzen die Industrien der Schwellenländer unter Druck, womit es zu Rückkopplungen auf die Währungen kommt.
Währungspaare, die Schwellenländer umfassen, bieten Tradern Renditemöglichkeiten am FX-Markt abseits der klassischen Exposure auf USD oder Euro. Wer die Emerging Markets aktiv handeln will, braucht die nötige Erfahrung und das Marktverständnis, parallel aber auch einen stark positionierten Broker wie Capital.com.
Als leistungsstarke CFD-Plattform realisiert der regulierte Anbieter einen Zugang zu einer breiten Auswahl an Währungspaaren – darunter USD/BRL, USD/TRY oder USD/ZAR – die bei klassischen Brokern oft nicht oder nur eingeschränkt handelbar sind.
Das Besondere an Capital.com im Forex-Kontext ist die integrierte Unterstützung mehrerer Plattformen, angefangen vom Web-Features über die mobile App bis zum MetaTrader 4 und 5. Während sich Börsenneulinge intuitiv an das Trading heranführen lassen, bietet der Broker Capital.com erfahrenen Tradern über 100 technische Indikatoren und einen 24/7-Support – in Kombination mit der Möglichkeit, unbegrenzt Watchlists einzurichten. Argumente, die im Brokervergleich ganz klar für den Anbieter sprechen.
Am Devisenmarkt ist seit Jahren ein Trend zu beobachten – die De-Dollarisierung. Im Zuge dessen erweitern viele Trader ihr Portfolio und richten Aufmerksamkeit auch auf die Schwellenländer-Währungen wie den Real aus Brasilien oder die Türkische Lira. Ein zentraler Antrieb hinter dem Einstieg in diese Währungen sind die starken Zinsdifferenzen.
Diese erlauben über Carry Trades das Realisieren einer Rendite. Aber: Emerging-Markets-Währungen sind gegenüber verschiedenen Faktoren anfällig. Schwankende Rohstoffpreise oder eine Veränderung des politischen Klimas setzen diese unter Druck. Anleger brauchen für den Einstieg eine klar definierte Risikostrategie, die auf verschiedene Szenarien adäquat und schnell reagieren kann.
Es gibt verschiedene Ansätze, mit denen sich die Nachfrage erklären lässt. Gerade der Sicherheitsaspekt darf an dieser Stelle nicht unterschätzt werden. Aus Sicht der Zentralbanken lässt sich Gold im Ernstfall gegen Liquidität tauschen, was gerade in Krisenzeiten von Bedeutung ist.
Im Hinblick auf den Aspekt des Charakters als Wertspeicher ist Silber kein Ersatz. Das Metall folgt Gold zwar oft bei Aufwärtsbewegungen. Durch die starke industrielle Nachfragekomponente ergeben sich aber andere Preisbildungskriterien. Dies macht Silber sensitiver für Konjunkturdaten und zu einem weniger klar erkennbaren sicheren Hafen.
Ja, unter anderem durch einen schnellen Rückgang der geopolitischen Spannungen, deutlich steigende Zinsen oder einen stärker werdenden US-Dollar gerät der Goldpreis unter Druck. Allerdings ist für den Mai 2026 nicht absehbar, dass dieser Effekt sehr schnell eintritt.

Zum Anbieter
*



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.