

Am 16. Juni 2026 kündigte Coinbase an, künftig tokenisierte Aktien, Optionen und unbefristete Futures auf Themen wie KI oder Verteidigung anzubieten – inklusive Pre-IPO-Zugang zu Unternehmen wie OpenAI und Anthropic. Was diese Ankündigung bemerkenswert macht: Coinbase ist nicht der einzige Anbieter, durch den eine zunehmende Tokenisierung am Kapitalmarkt vorangetrieben wird.
Andere Kryptobörsen haben sich ebenfalls dazu entschieden, tokenisierte Assets in ihr Portfolio aufzunehmen. Beispiel Kraken: Hinter dem xStocks-Angebot stecken tokenisierte US-Aktien und ETFs. Aber auch andere Emittenten, die sich bisher eher klassischen Investments verschrieben haben, setzen auf den neuen Trend und bieten zum Beispiel tokenisierte Geldmarktfonds oder Aktien an.
Dieses Zusammenrücken bislang scheinbar strikt getrennter Märkte ist bislang eine Nische. Ob es dabei bleibt oder sich hier ein Investmenttrend mit Wachstumspotenzial etabliert, hängt nicht nur davon ab, ob Anleger tokenisierte Wertpapiere akzeptieren. Was als Motor hinter dieser Entwicklung steckt, spielt für den Trend letztlich eine genauso bedeutende Rolle.
Das Wichtigste im Überblick:
Tokenisierung bedeutet, dass von einem realen Wert ein digitaler Zwilling entsteht, der anschließend gehandelt werden kann. Allerdings realisieren das Trading keine klassischen Wertpapierbörsen und Depotbanken oder Clearingstellen.
Da eine tokenisierte Aktie nicht wie ein klassisches Wertpapier agiert, braucht sie eine andere Struktur, um ausgetauscht zu werden. Die Assets basieren oft auf Blockchains und sind häufig auch durch reale Wertpapiere im Verhältnis 1:1 gedeckt.
Angesichts dieser Besonderheit hebt sich das Trading mit tokenisierten Wertpapieren auch in einigen Punkten davon ab, was Anleger als klassischen Aktienhandel begreifen. Anleger haben die Möglichkeit, auch außerhalb regulärer Handelszeiten an den Börsen zu traden und werden über die Tokenisierung in die Position versetzt, Bruchstücke zu handeln.

Mit tokenisierten Wertpapieren haben Trader den Vorteil auch außerhalb der Börsenzeiten traden zu können (Foto: Shutterstock/ PeopleImages)
Wie weit sich die Tokenisierung inzwischen über die einzelnen Marktsegmente erstreckt, lässt sich am besten an den Assetklassen erkennen, in denen sich heute diese Form des Wertpapierhandels bereits etabliert hat. Allerdings unterscheiden sich die Geschwindigkeit und Auswahl, auf die Anleger am Markt treffen, deutlich.
Bei tokenisierten Aktien hält ein Emittent meist den realen Anteilsschein, während Anleger nur den digitalen Zwilling besitzen. Wer über solche Token investiert, nutzt verschiedene Vorteile, verzichtet in der Regel aber auf klassische Aktionärsrechte wie das Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Im Gegenzug lassen sich die tokenisierten Aktien rund um die Uhr handeln, unabhängig von den Börsenöffnungszeiten in New York oder Frankfurt.
In diesem Segment ist das Angebot nach wie vor etwas geringer – speziell im Bereich des Retail-Marktes, der den institutionellen Anlagemöglichkeiten etwas hinterherhinkt. Zu den Stärken, die mit der Tokenisierung einhergehen, gehört eine höhere Effizienz und schnellere Ausführung. Gerade dieser letztgenannte Aspekt wird als einer der Gründe gesehen, aus denen das Konzept auch auf Staatsanleihen übertragen werden soll.
Gold und Silber sind beide Edelmetalle, die aus unterschiedlichen Gründen von Anlegern in das Depot aufgenommen werden. Es geht um den Aspekt der Krisenwährung, die industrielle Nachfrage beim Silber und die unterschiedlichen Bewertungsansätze der Edelmetalle zueinander. Tokenisierte Edelmetalle sind oft durch physische Bestände hinterlegt, die bei spezialisierten Verwahrern lagern. Allerdings ist für diese Form des Tradings auf Edelmetalle keine physische Herausgabe vorgesehen, was die Zielgruppe beschränkt.
Das Wichtigste im Überblick:
Einer der zentralen Vorteile der Tokenisierung ist der einfache Zugang. Der Handel mit Bruchstücken, den reguläre Broker nur teilweise unterstützen, wird auf diese Weise deutlich erleichtert. Gerade teure Aktien, um die Anleger bisher einen Bogen gemacht haben, lassen sich auf diese Weise handeln.
Hinzu kommt als Vorteil die Handelszeit: Während der Frankfurter Aktienmarkt am späten Nachmittag schließt, laufen tokenisierte Produkte auf vielen Plattformen praktisch durchgehend weiter. Wer am Wochenende auf eine wichtige Nachricht aus den USA reagieren will, muss nicht bis Montagmorgen warten, sondern kann direkt handeln.
Ein weiterer Effekt zeigt sich in der Anbieterauswahl. In der Vergangenheit brauchte es einen Broker für den Zugang zum Wertpapierhandel. Die Tokenisierung demokratisiert das Ganze. Insbesondere Anleger, die für Anleihen oder ETFs bislang auf verschiedene Anbieter zurückgegriffen haben, erkennen hier den Vorteil der Herangehensweise. Gerade durch die Integration der Tokenisierung in Kryptoplattformen fließen das klassische Trading und Kryptoassets stärker ineinander.

Durch die Tokensierung kann man auch Bruchstücke von Aktien handeln (Foto: Shutterstock/ metamorworks)
Ein dritter Aspekt betrifft die technische Ebene. Läuft ein Token über einen fehlerhaft programmierten Smart Contract oder wird die zugrunde liegende Blockchain durch einen Angriff kompromittiert, kann dies auch das digitale Abbild eines soliden Vermögenswerts belasten – ein Risiko, das bei einer Aktie im Depotkonto schlicht nicht existiert.

Die Tokensierung kann auch Nachteile haben (Foto: Shutterstock/ Stock 4you)
Tokenisierung verbindet die Welt der Aktien mit Kryptowährungen. Gerade Anleger, die bereits im letztgenannten Bereich eine Exposure aufgebaut haben, lernen tokenisierte Aktien oder ETFs als Asset für das eigene Portfolio schnell zu schätzen. Einige Krypto-Anbieter gehen zusätzlich noch einen Schritt weiter: Sie integrieren beide Welten in eine Plattform.
Wer Aktien und ETFs handeln will, investiert bei Bitpanda beispielsweise ab einem Euro direkt in diese Klasse und kann sich damit parallel zum bestehenden Krypto-Investment ein Portfolio aufbauen. Was wir an dieser Stelle im Brokervergleich erleben, ist eine moderne Plattform, die neben der vollständig digitalen Eröffnung des Handelskontos auch in Bezug auf die mobile App und die Bedienbarkeit überzeugt.
Letztlich machen Anleger bei Bitpanda Erfahrung mit einem Krypto-Broker, der zunehmend daran arbeitet, eine Verbindung zwischen etablierten Handelsinstrumenten und neuen Assets zu schaffen. Bitpanda wirkt vom ersten Moment wie ein moderner Broker, der neben dem einfachen Boarding auf eine übersichtliche Plattform, einen kompetenten Kundenservice und das mobile Trading setzt.
Weitere Features von Bitpanda im Überblick:
Anleger, die in Aktien, ETFs oder Anleihen investieren, stehen vor einer ganzen Reihe an Herausforderungen, die mit der Verfügbarkeit handelbarer Assets oder der Schnelligkeit der Orderausführung in Zusammenhang stehen. Die Tokenisierung von Aktien oder ETFs und Rohstoffen lässt ein neues Handelsinstrument entstehen, das auf einige Besonderheiten setzt. Durch die Abbildung realer Werte auf einen digitalen Zwilling entstehen Tradingoptionen, die Anlegern in der Vergangenheit nicht zur Verfügung standen.
Eine Situation, die sich langsam zu ändern beginnt, da eine wachsende Zahl von Brokern auf die Tokenisierung setzt und damit nicht nur den Einstieg erleichtert, sondern auch in Bezug auf die Ausführung der Orders und den Handel von Bruchstücken neue Möglichkeiten etabliert. Wer in das Trading auf tokenisierte Assets einsteigen will, muss sich trotzdem mit dieser neuen Handelsmethode beschäftigen und welche Dynamiken den Markt bestimmen.
Nicht zwangsläufig, da echte tokenisierte Wertpapiere keine klassischen Anteile an Unternehmen darstellen, sondern es sich um ein Finanzprodukt handelt, das durch die Aktien im Wert gedeckt wird. Anleger, die nur den Token besitzen, haben in der Regel keine typischen Aktionärsrechte wie Stimmrechte. Ob Plattformen zum Beispiel eine Dividende ausschütten, hängt von dem jeweiligen Anbieter ab.
Neben möglichen Handelsgebühren spielt vor allem der Spread eine Rolle, also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs, die bei geringerer Liquidität tendenziell größer ausfällt. Hinzu kommen mitunter Verwahrgebühren für die zugrunde liegenden Assets. Ein Anbietervergleich lohnt sich, da sich die Gebührenmodelle teils deutlich unterscheiden.
Das hängt stark von der Ausgestaltung des jeweiligen Tokens ab. Bei einer getrennten Verwahrung der zugrunde liegenden Vermögenswerte bleiben diese im Idealfall vor dem Zugriff der Gläubiger des Emittenten geschützt. Ist die Trennung nicht sauber geregelt, drohen Anlegern im Insolvenzfall Verluste. Gerade deshalb lohnt sich vor der Auswahl eines Anbieters ein Blick auf dessen Regulierung und die verschiedenen Verwahrmodelle.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.