Medienkooperation

US-Zinsen im Januar – keine Senkung durch die Fed erwartet

Datum: 28.01.2026
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich

Von der Lockerung zur Zinspause – zwischen Daten und Druck

Die US-Notenbank steht vor ihrer ersten geldpolitischen Entscheidung des Jahres 2026. An den Märkten herrscht ein weitgehender Konsens vor, dass es eine Zinssenkung nicht geben wird. Nach einem Jahr 2025 mit drei Schritten (um insgesamt 75 Basispunkte), hat sich die Ausgangslage verändert. Der aktuelle Leitzins liegt im Korridor von 3,50 bis 3,75 Prozent – und dort dürfte er vorerst auch bleiben.

Damit bleibt die Fed um Jerome Powell ihrer Haltung treu, sich nicht vom politischen Klima beeinflussen zu lassen, sondern sich auf die harten Fakten zu verlassen. Seitens des Boards wird ein datengetriebener Ansatz bevorzugt – der ein spannungsgeladenes Umfeld signalisiert.

Auf der einen Seite stehen robuste Wirtschaftsdaten und eine Inflation, die sich hartnäckiger hält als erhofft. Auf der anderen Seite eskaliert der politische Konflikt zwischen Fed-Chef Jerome Powell und dem Weißen Haus. Präsident Donald Trump drängt auf eine aggressive Lockerungspolitik.

Die rechtlichen Schritte des Justizministeriums gegen Powell verschärfen diese Situation zusätzlich und werfen die Frage nach der Unabhängigkeit der Notenbank auf – was am Ende Konsequenzen über die Grenzen der USA hinaus hat. Anleger können angesichts der aktuellen Situation davon ausgehen, dass die prognostizierten niedrigen Zinsen auf sich warten lassen werden. Analysten rechnen mit den nächsten Zinssenkungen frühestens im Sommer.
Traders Place: Jetzt 60 € Prämie sichern!
Traders Place
4.5/5
Traders Place: Jetzt 60 € Prämie sichern!
  • 0 € Depotgebühren
  • Ab 0 € Ordergebühren
  • 60 € Neukundenbonus
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
AGB gelten, 18+

Wichtiges in Kürze:

  • Die US-Notenbank wird bei ihrer Sitzung Ende Januar 2026 voraussichtlich keine Zinssenkung vornehmen.
  • Robuste Konjunkturdaten und eine hartnäckige Inflation sprechen gegen weitere Lockerungen.
  • Aus dem Weißen Haus wird die Entscheidung wahrscheinlich heftig kritisiert.

Rückblick 2025: Drei Zinssenkungen & die Hoffnung auf mehr

2025 leitete die Federal Reserve zum Jahresende eine Lockerungsphase ein. Im September, November und Dezember senkte das Federal Open Market Committee (FOMC) den Leitzins jeweils um 25 Basispunkte. Diese Entscheidungen basierten auf der Inflationsdynamik und Anzeichen einer moderaten Abschwächung am Arbeitsmarkt.

Die Zinsprojektion signalisierten zudem weitere Senkungen für 2026 und 2027. Experten gingen zum Jahresende noch davon aus, dass zwei weitere Zinssenkungen im Jahr 2026 drin sein könnten. Diese Erwartung hat sich mittlerweile als zu optimistisch herausgestellt. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Wochen zeichnen von der US-Wirtschaft ein anderes Bild – was die Fed dazu bewegen könnte, ihre abwartende Haltung beizubehalten und auf Zinssenkungen vorerst zu verzichten.

Zinsentscheidungen der Fed 2025 im Überblick:

  • Januar bis Juli – zwischen 4,25 und 4,50 Prozent
  • September – Senkung um 25 Basispunkte auf 4,00 bis 4,25 Prozent
  • Oktober – Senkung um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent
  • Dezember – Senkung um 25 Basispunkte auf 3,50 bis 3,75 Prozent
Im Januar 2026 werden keine Zinssenkungen durch die Fed

Im Januar 2026 werden keine Zinssenkungen durch die Fed erwartet (Foto: Shutterstock/ miss.cabul)

Robuste Konjunktur bremst Zinsfantasien aus

Die US-Wirtschaft zeigt sich trotz der Zollpolitik des Weißen Hauses überraschend widerstandsfähig. Das BIP-Wachstum hat 2025 die Erwartungen vieler Ökonomen deutlich übertroffen und wird auf 2,0 bis 2,5 Prozent geschätzt. Eine Dynamik, von deren Fortsetzung auch zu Jahresbeginn 2026 auszugehen ist. Die Befürchtungen einer drohenden Rezession, die noch vor Monaten die Runde machten, scheinen sich nicht zu bestätigen.

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote ist im Dezember 2025 wieder gesunken und verharrt unter 4,5 Prozent. Damit liegt die Quote immer noch deutlich unter dem Niveau der Coronajahre, als in den USA die Arbeitslosenquote teilweise über acht Prozent lag.

Der Arbeitsmarkt präsentiert sich damit vergleichsweise robust. Aber: Bei den Unternehmenspleiten bewegen sich die Zahlen auf einem sehr hohen Niveau. Im dritten Quartal 2025 erreichte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mehr als 6.500 Fälle – was dem Stand entsprach, den die USA zuletzt 2014 gesehen haben. Was wird als Grund für diese Entwicklung gesehen?

1️⃣ Hohe Finanzierungskosten:

Obwohl die Fed eine eher abwartende Haltung bei den Zinsen einnimmt, sind es gerade die Finanzierungskosten, die für Unternehmen zum Problem werden. Die Sicherstellung schneller Liquidität – zum Beispiel, weil Bundesförderungen nicht schnell genug geprüft und bewilligt werden – treibt die Kosten für Unternehmen nach oben.

2️⃣ Zölle:

Die Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung basiert auf der Erhebung von Zöllen – die aber nicht von ausländischen Exporteuren, sondern von US-amerikanischen Importeuren und Verbrauchern bezahlt werden. Dadurch entstehen höhere Preise im Groß- und Einzelhandel.

Diese eigentlich gegenläufigen Trends – BIP-Wachstum, Belastung des privaten Konsums durch Zölle und Insolvenzen – erklären sich aus den unterschiedlichen Entwicklungen der US-Wirtschaft. Auf der einen Seite sorgen Big Tech und KI dafür, dass durch einen hohen Bedarf an Chips sowie Speicher und Rechenzentren ein Aufschwung in diesem Sektor stattfindet.

Dieser steuert einen wesentlichen Anteil zum BIP bei. Parallel sorgen steigende Aktienkurse und steuerliche Erleichterungen – Stichwort „Big Beautiful Bill“ – gerade für die oberen Einkommensschichten mit umfangreichen Aktienpaketen für einen Vermögenszuwachs. Dieser übersetzt sich in höhere private Konsumausgaben.

Damit tragen sowohl der Tech-Sektor als auch der Konsum vermögender Haushalte das BIP in den USA. Genau hieraus können sich aber Szenarien entwickeln, in denen sich die Effekte letztlich gegenseitig verstärken. Gerade in den niedrigen und mittleren Einkommensschichten sind die hohen Lebenshaltungskosten mittlerweile angekommen.

60 € Startprämie sichern!

Eröffnen Sie jetzt ein kostenloses Depot bei Traders Place und erhalten Sie 60 € Prämie!

✅ Sofort & auch ohne Video-Ident Depot eröffnen möglich
✅ 0 EUR Ordergebühren ab 500 EUR Handelsvolumen
✅ 1,75 % p. a. Zinsen auf Guthaben

Die 60 € Startprämie könnten Sie nutzen, um Ihre Wunschaktien zu kaufen oder es sich auszahlen lassen. Auch als Backup-Broker geeignet!

👉 Jetzt Depot eröffnen und Prämie sichern!*
Traders Place
4.5/5
Traders Place Aktien
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
Traders Place Highlights
  • 0 € Gebühren ab 500 € Ordervolumen
  • 0 € Depotgebühren
  • 100 € Neukundenbonus

Powell setzt weiter auf datengetriebene Geldpolitik

Fed-Chef Jerome Powell hat in den vergangenen Wochen wiederholt klargestellt, dass die Notenbank einen datengetriebenen Ansatz verfolgt. Die Zinsen befinden sich aus seiner Sicht auf einem neutralen Niveau – auf dem sie die Wirtschaft weder bremsen noch übermäßig stimulieren. Unter diesen Umständen sieht Powell keine Dringlichkeit für weitere Lockerungen.

Dieser Kurs wird auch von Ökonomen gestützt, die angesichts der robusten Konjunkturdaten weniger Senkungsbedarf sehen. Für die erste FOMC-Sitzung im Januar 2026 wird daher mit einer Zinspause gerechnet. Damit dürfte sich auch die Aussicht auf weitere Zinssenkungen verschieben – eher in Richtung der zweiten Jahreshälfte.

Faktoren, die in den kommenden Monaten die Fed-Zinspolitik beeinflussen werden:

  • Arbeitsmarkt zeigt sich eher solide
  • US-Wirtschaft bewegt sich in einem robusten Rahmen
  • verschiedene Wirtschaftsdaten leiden nach wie vor unter dem letzten Shutdown (unzureichende Zahlenbasis in den zugänglichen Statistiken, erklärt teilweise die Zurückhaltung der Fed).

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine gewisse Unsicherheit. Gerade Investoren, die sich für fallende Zinsen bereits positioniert haben, werden ihre kurzfristige Strategie überdenken müssen.

US-Zinsen im Januar

Powell betont, dass die Notenbank weiter einen datengetriebenen Ansatz verfolgt (Foto: Shutterstock/ Robert V Schwemmer)

Mit CFD-Brokern auf die Fed-Entscheidung reagieren

Die aktuelle Zurückhaltung der Fed kommt angesichts der Prognosen aus dem Dezember für einige Anleger überraschend. Umso wichtiger ist die Justierung der Anlagestrategie. Mit CFD-Brokern wie Pepperstone oder Capital.com nutzen Anleger Möglichkeiten, um schnell auf sich verändernde Marktsentiments zu reagieren. Beide bieten einen performancebasierten Tradingdesk mit Unterstützung für umfassenden Auswertungen und Analysen – lassen sich aber komfortabel bedienen.

60 € Startprämie sichern!

Eröffnen Sie jetzt ein kostenloses Depot bei Traders Place und erhalten Sie 60 € Prämie!

✅ Sofort & auch ohne Video-Ident Depot eröffnen möglich
✅ 0 EUR Ordergebühren ab 500 EUR Handelsvolumen
✅ 1,75 % p. a. Zinsen auf Guthaben

Die 60 € Startprämie könnten Sie nutzen, um Ihre Wunschaktien zu kaufen oder es sich auszahlen lassen. Auch als Backup-Broker geeignet!

👉 Jetzt Depot eröffnen und Prämie sichern!*
Traders Place
4.5/5
Traders Place Aktien
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
Traders Place Highlights
  • 0 € Gebühren ab 500 € Ordervolumen
  • 0 € Depotgebühren
  • 100 € Neukundenbonus

Politische Eskalation: Trump erhöht Druck auf die Fed

Parallel zur geldpolitischen Debatte verschärft sich der Konflikt zwischen der Federal Reserve und dem Weißen Haus. Präsident Donald Trump fordert seit Monaten aggressive Zinssenkungen, um das Wirtschaftswachstum weiter anzukurbeln. Die öffentliche Kritik an Jerome Powell aus dem Weißen Haus wird immer schärfer – und mittlerweile auch juristisch ausgetragen.

Das Justizministerium hat Powell im Rahmen einer Grand Jury vorgeladen, angeblich im Zusammenhang mit einem Renovierungsprojekt der Fed. Viele Beobachter werten dieses Vorgehen als Versuch, politischen Druck auf den Fed-Chef auszuüben. Eine bislang für die USA beispiellose Entwicklung mit fundamentalen Fragen zur geldpolitischen Autonomie in den USA.

Zurückhaltung der Fed bis in den Sommer

Präsident Donald Trump erhöht weiter den Druck auf die Fed (Foto: Shutterstock/ Lucas Parker)

Fazit: Zurückhaltung der Fed bis in den Sommer

Im Dezember 2025 schien alles darauf zu deuten, dass die Fed auch 2026 mit der Zinssenkungspolitik weitermacht. Inzwischen sehen Analysten die Situation anders. Angesichts der wirtschaftlichen Daten, der Zahlen vom Arbeitsmarkt und den Inflationstrends wird sich die Fed in ihrer ersten Sitzung im Jahr 2026 aller Wahrscheinlichkeit zurückhalten und den Zinssatz in den USA unangetastet lassen. Was Analysten als die richtige Entscheidung sehen, dürfte den Konflikt zwischen der Federal Reserve und dem Weißen Haus allerdings nicht beruhigen, sondern birgt eher weiteres Konfliktpotenzial.

Ebenfalls interessant
Fed-Zinsentscheid am 17. Juni 2026: Stehen die USA vor Zinspause Nr. 4
Für die Fed-Sitzung Mitte Juni 2026 rechnen Analysten stark mit einer Zinspause. ...
Fed-Zinsentscheid am 29. April 2026: Zwischen Pause und Kurswechsel
Durch die Notenbank wird Ende April 2026 nach Meinung vieler Analysten keine ...
Pepperstone Promo
Starker Dollar im Januar – Druck auf Risikoassets 2026?
Der US-Dollar startet ins Jahr 2026 mit einem scheinbar paradoxen Trend: Während ...
Fed Entscheidung im Dezember: In welche Richtung steuern die US-Zinsen?
Mit der nächsten Zinsentscheidung der Federal Reserve sind im Dezember 2025 zum ...
Warum Stablecoins in unsicheren Zeiten keine sichere Alternative sind
Der Begriff Stablecoin bezieht sich auf eine spezielle Form von Kryptowährungen, die ...
Unsere Empfehlung des Monats!
XTB - Zum Anbieter <sup>*</sup> Zum Anbieter *
* Affiliate Link
74% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
Top Aktien Anbieter
XTB
4.9/5
eToro
4.8/5
Sparkassen Broker
4.8/5
Interactive Brokers
4.7/5
Scalable Capital
4.7/5
Sichern Sie 20 Gratis-Aktien
Unser Team
Christian HabeckRuben WunderlichOliver Schoch
Christian Habeck
Christian Habeck
Chef-Redakteur
Ruben Wunderlich
Ruben Wunderlich
Redakteur
Oliver Schoch
Oliver Schoch
Redakteur

Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Diese Website verwendet Amazon CloudFront und orientiert sich an den Richtlinien der Google Safe Browsing Initiative sowie Googles Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre.
Schließen
Unsere Empfehlungen des Monats
XTB
XTB
  • Mehr als 70 Forex-Paare handelbar (als CFD)
  • Max. Hebel 1:30
  • Nur 1 € Mindesteinzahlung
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
Pepperstone
Pepperstone
  • Über 90 Forex-Paare handelbar
  • Beliebte Handelsplattform MT4 / MT5
  • Schnelle Ausführungsquote (99.90%^)
75.2% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
eToro
eToro
  • Über 68 Devisenpaare
  • Hebel von bis zu 1:30
  • Eine Plattform für alle Assets
52% der privaten CFD Konten verlieren Geld
Zum Anbieter *
* Affiliate Link
×
Dein Bonus Code:
Das Bonusangebot von hat sich bereits in einem weiteren Fenster geöffnet. Falls nicht, kannst du es aber auch nochmal über den folgenden Link öffnen:
Zum Anbieter *