

Die Entscheidung über den Leitzins in den USA liegt bei der US-Notenbank, der „Fed“. Die Institution hatte bis September 2024 eine Zinssenkung um insgesamt vier viertel Prozentpunkte für 2025 angekündigt. Im Dezember wurde diese Prognose dann korrigiert – auf einen halben Prozentpunkt insgesamt.
Damit begibt sich die Fed unter dem Notenbank-Chef Jerome Powell auf eine dezidierte Gegenposition zu den Wünschen aus dem Weißen Haus. Präsident Trump hatte schon während des Wahlkampfes drastische Zinssenkungen versprochen. So schnell wie erhofft geht es nun wohl doch nicht.
Auch während der ersten Sitzung des Führungsgremiums der US-Notenbank am 30. Januar 2025 sah man keine Notwendigkeit, sich den Vorstellungen des Präsidenten zu beugen. Der Leitzins wurde in der Spanne zwischen 4,25 bis 4,50 Prozent belassen. Anlass für die Entscheidung ist vor allem die hartnäckige Inflation, deren Höhe im laufenden Jahr bei 2,5 erwartet wird.
Die Eindämmung der Inflation würde durch eine zu schnelle Absenkung des Leitzins zu stark erschwert. Und die Inflationsbekämpfung hat für die Fed nach wie vor Vorrang. Daher wollen die Notenbanker unter Powell für 2025 den Zinssatz in nur zwei Schritten und sehr geringfügig absenken. Der durchschnittliche Leitzins wird bei 3,9 Prozent angestrebt.
Die von Trump anvisierte Senkung des Leitzinses würde Kredite verbilligen und das Konsumklima befördern. Dem stehen jedoch die Handelszölle entgegen, die wiederum das Risiko steigender Preise mit sich bringen. In der Zwickmühle ist die Fed auch, da die Notenbank Inflation und Arbeitsmarkt in der Balance halten muss – mit Rückschlägen durch die massenhafte Deportation von Arbeitskräften, die insbesondere in der Landwirtschaft eingesetzt werden ist zu rechnen.

▶️ Die Fed hat noch keine US-Zinswende 2025 eingeläutet/Shutterstock/ Tanarch
Die Rating-Agentur Morningstar bringt die Meinungen von Beobachtern auf den Punkt – hier stehen sich zwei Lager gegenüber. Einige Analysen halten sogar ein Pausieren der Zinssenkungen über einen längeren Zeitraum für nicht ausgeschlossen. Bei Vanguard geht man von einem Leitzins von etwa 4 Prozent für das laufende Jahr aus.
Steigt die Inflation jedoch weiter, ist es durchaus möglich, dass die US-Notenbank den Leitzins sogar wieder anhebt. In beiden Fällen kommt es nicht zu dem vom Weißen Haus gewünschten Null- oder sogar Negativ-Zins. Wie es tatsächlich weiter geht mit dem Leitzins, dürfte sich nach der nächsten Konferenz der Fed im März zeigen.
Für Anleger und Trader bringt ein Umschwenken in der Zinspolitik wesentliche Veränderungen mit sich. Glücklicherweise haben Marktteilnehmer mit einigen Jahren Erfahrung hier den Rückblick auf die Zinswende der europäischen Zentralbanken. Einige dieser Erfahrungen lassen sich mitnehmen als Vorbereitung – falls die Fed es sich doch noch anders überlegt.
Ein unmittelbarer Einfluss überraschend geänderter Zinspolitik wirkt sich auf den Anleihenmarkt aus – und durch dessen Beziehung zum Aktienmarkt auch auf Unternehmensanteile. Steigt der Leitzins, werden Anleihen für Anleger zunehmend attraktiv. Dann lässt sich eine verstärkte Abwanderung aus dem Aktien-Segment feststellen – bei fallenden Leitzinsen ist es umgekehrt.
Dieses Phänomen ist insbesondere für Anleger mit einem längerfristigen Horizont wichtig, wenn es darum geht, zu einem möglichst günstigen Kurs zu kaufen. Trader, die kurzfristige Strategien umsetzen, nutzen eher die börsentäglichen Kursschwankungen und bedienen sich dazu Derivaten.

▶️ Trader informieren sich über eine mögliche US-Zinswende 2025/ Shutterstock/ PBXStudio
Trader, die nicht direkt in verzinsliche Produkte wie Anleihen investieren, können flexibler auf die Auswirkungen einer angekündigten oder vollzogenen Zinswende reagieren. Die Spekulation auf die Kursentwicklung ist mit bestimmten Finanzinstrumenten wie CFDs long oder short möglich – so können die eigenen Strategien mit der Marktentwicklung Schritt halten.
Zudem werden Positionen, anders als bei einem Wertpapierdepot, nicht langfristig gehalten. CFDs geben ihrem Halter Teil am Kursverlauf, jedoch ohne einen Kauf des Basiswerts. Dass sich das auch über wenige Stunden lohnt, liegt daran, dass es sich um Hebelprodukte handelt. Der Hebel steigert das Eigenkapital – für seine Bereitstellung, eigentlich ein Kredit des Brokers, zahlen Trader Gebühren.
Der Einstieg ins Daytrading erfolgt durch die Eröffnung eines Handelskontos bei einem spezialisierten Finanzdienstleister. Ein solcher Anbieter ist der australische Forex- und CFD-Broker Pepperstone. Bei Pepperstone können Trader für ihre Strategien Währungspaare, Aktien und Anleihen, aber auch Indizes und Rohstoffe nutzen.
Gehandelt wird über eine dafür ausgestattete Software – bei Pepperstone stehen gleich mehrere Handelsplattformen zur Wahl. Um eine informierte Entscheidung zu treffen, sollten Interessierte eine Demoversion nutzen, die für jede einzelne Plattform kostenlos und unverbindlich angeboten wird. Handelsneulinge erlernen zudem mit der Demo die praktischen Abläufe mit virtuellem Guthaben. Die dazu gehörige Theorie liefern die Bildungsressourcen des Brokers.
Die Kontomodelle werden Einsteigern und sehr aktiven, erfahrenen Tradern gerecht. Pepperstone gestaltet im Standardkonto die Gebühren sehr übersichtlich durch Aufschläge auf den Kurs. Im RAW-Konto begegnet der Broker jedoch nicht als Market Maker, sondern als ECN-Broker. Hier erhalten Trader Spreads, die auf bis zu 0 Pips sinken können, und zahlen dafür Kommissionen. Der vielseitige und kundenorientierte Broker kommt mit seinem Geschäftsmodell den individuellen Anforderungen seiner Trader gut entgegen.
Die Fed und das Weiße Haus sind bislang, was die Zinspolitik angeht, auf Kollisionskurs. Bislang ist bei der US-Notenbank kein Nachgeben in Sicht, doch ob sich das nicht noch ändert, lässt sich nicht sagen. Die Inflation in den USA könnte durch die geplanten Zölle weiter angeheizt werden und eine Anhebung des Leitzinses nach sich ziehen. Kommt es zu einer – wie auch immer gearteten – Zinswende, können Daytrader bei der Kursspekulation mit Derivaten rasch sich ergebende Handelsgelegenheiten wahrnehmen. Ein Broker mit gut sortiertem Portfolio, das neben Währungen auch Aktien, Anleihen und Indizes mitbringt, ermöglicht die gewünschte Flexibilität für die eigenen Trades.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.