

Die aktuell starken Kursbewegungen sind für Anleger ohne ausreichende Erfahrung ein echtes Problem. Hat gestern die Nachricht über eine mögliche Eskorte von Schiffen durch die Straße von Hormus den Ölpreis nach unten und Trader aufatmen lassen, schießt der Preis pro Barrel übermorgen vielleicht schon durch die Decke. Nur weil der Iran nicht wie erwartet auf die Luftangriffe reagiert.
Turbulenzen sind für die Aktienmärkte normal. Jeder Anleger, der nicht ausschließlich dem Buy-and-Hold-Ansatz folgt, sieht sich damit konfrontiert. Aber: Volatilität bedeutet nicht automatisch, das Risikomanagement sehr eng auszurichten und auf Trades in Risikoassets zu verzichten. Strategien wie Buy-the-Dip haben das Zeug, Rendite im Portfolio aufzubauen.
Wie volatil die Märkte sein können, unterstreicht der DAX: Nachdem der Leitindex zu Jahresbeginn noch Allzeithochs jenseits der 25.500 Punkte markiert hatte, kämpft er zuletzt um die 23.000-Punkte-Marke. Ein zentrales Barometer für die Volatilität ist übrigens der VIX, den Trader als Volatilitätsindex in ihre Strategie einbauen. Ab 20 gerät der Markt unter Druck, über 30 deuten auf deutliche Turbulenzen hin.
Das Wichtigste im Überblick:
Beim VIX bzw. dem CBOE Volatility Index handelt es sich um ein Barometer für die Schwankungsbreite des S&P 500, der durch die Chicago Board Options Exchange herausgegeben wird. Die Besonderheit: Die Berechnung erfolgt in Echtzeit, was den Einfluss von Nachlaufzeiten verringert.
Wichtig: Beim VIX bedeutet ein hoher Wert immer, dass sich der Markt sehr unruhig verhält. In den letzten Wochen und Monaten fallen zwei Aspekte besonders auf. Der VIX tendiert über einen längeren Zeitraum im 15-/20-Zähler-Kanal. Parallel lassen sich drei Peaks erkennen – mit einem VIX von deutlich mehr als 25 bzw. über 30.
Welche Bedeutung hat die Stärke des Volatilitätsindex? Bis zu einem Wert von 10 gilt der Markt als vergleichsweise ruhig, die Schwankung ist eher gering. Zwischen 10 und 15 zeigt der VIX noch eine durchaus „normale“ Volatilität an. Jenseits der Marke von 20 signalisieren die Märkte eine zunehmende Verunsicherung. Alles, was über 25 Punkte geht, gilt als sehr stark von Volatilität getriebener Markt.
Im März und Februar 2026 kletterte der VIX über die Marke von 20 – um im Zusammenhang mit dem Angriff der USA auf den Iran auf die psychologisch wichtige Marke von 30 zuzusteuern. Inzwischen entweicht zwar etwas Druck, die Richtung des Index wird stark davon abhängen, wie der Konflikt eskaliert.

Der VIX hat sich in den letzten Monaten seitwärts bewegt (Foto/ Shutterstock/ Zakharchuk)
Das Wichtigste im Überblick:
Anleger nutzen in volatilen Phasen einen Mix verschiedener Handelsinstrumente, um Renditechancen zu optimieren, dabei aber auch das Risiko zu steuern. Für aktienbasierte Ansätze wird in einem volatilen Umfeld die Auswahl der Titel zu einem zentralen Element.
Aktien verhalten sich in diesen Marktphasen sehr unterschiedlich. Defensive Werte wie Konsumgüter oder Pharmaunternehmen reagieren in Korrekturphasen häufig robust – wie zum Beispiel Nestlé (ISIN: CH0038863350) oder Roche (ISIN: CH0012032048). Gründe sind ein oft stabiler Cashflow und die häufig konjunkturunabhängige Nachfrage – was diese Werte zu einem stabilisierenden Element im Portfolio macht.
Auf der anderen Seite zählen Wachstumstitel meist zu den Assets, die in volatilen Märkten oft eine überproportionale Korrektur hinnehmen müssen. In diese Gruppe gehören Technologieaktien wie Nvidia (ISIN: US67066G1040) oder ASML (ISIN: NL0010273215). Beide reagieren auf Faktoren wie die Zinsentwicklung oder Veränderungen im Sentiment sensibel.
Welche Relevanz hat die Erkenntnis zum Verhalten der einzelnen Aktien? Etabliert sich eine Korrekturbewegung, ist eine Umschichtung von Wachstum in Sicherheit sinnvoll. Um nicht zu spät aus den Wachstumswerten auszusteigen, können die Positionen mit einem Trailing-Stop eröffnet werden, der den Stop-Loss einfach nachzieht.
Durch einen höheren Anteil defensiver Werte werden Erträge aus der Wachstumsphase geschützt. Gleichzeitig können sich bei einer anhaltenden Abkühlung die Dividenden aus den Unternehmensüberschüssen als passiver Ertrag rechnen. Achtung: Erfahrene Anleger investieren nicht alle Gewinne direkt neu.
Mit einer liquiden Reserve wird der Buy-the-Dip-Ansatz realisiert. Selbst, wenn die Bodenbildung bei einzelnen Werten noch nicht erreicht ist, kann sich der Einstieg in neue Positionen auszahlen. Oft holen die Märkte Verluste langfristig betrachtet wieder auf.
Ein aktives Portfoliomanagement erfordert eine gewisse Erfahrung. Für Einsteiger entstehen Situationen, die den vorhandenen Erfahrungsschatz überfordern können. ETFs können in turbulenten Phasen für diese Anlegergruppe ein sinnvolles Asset sein – da sie eine breite Diversifikation mit einem geringen Aufwand in der Portfolioverwaltung verbinden.
Aber: Auch, wenn der iShares Core MSCI World ETF (ISIN: IE00B4L5Y983) oder der X Trackers MSCI World Swap ETF (ISIN: LU0274208692) das Einzeltitelrisiko reduzieren, sind die Investments nicht zu 100 Prozent risikolos. Marktschwankungen beeinflussen auch die Performance der ETFs. Aus Anlegersicht ist der Blick auf die Zusammensetzung sinnvoll – um Klumpenrisiken zu erkennen und diesen aus dem Weg zu gehen.

Das aktive Portfoliomanagement erfordert ein gewisses Verständnis (Foto/ Shutterstock/ DexonDee)
Das Wichtigste im Überblick:
Optionen sind spezielle Finanzinstrumente, die selbst keinen intrinsischen Wert haben. Sie leiten sich vielmehr aus dem Kurs eines Basiswerts ab. Dieser kann eine Aktie, ein Rohstoff oder ein ETF sein. Vereinfacht ausgedrückt verbrieft die Option das Recht auf den Kauf eines Assets – Call-Option – zu einem festgelegten Preis oder den Verkauf. Letztere Variante sind Put-Optionen.
Neben diesen beiden Basisvarianten bietet der Markt eine Reihe weiterer Typen, wie:
Wie lassen sich Optionen 2026 in Phasen mit starker Volatilität nutzen? Ein Ansatz: Über Call-Optionen sichern sich Anleger die Möglichkeit, günstig in Wertpapiere einzusteigen. Der Einsatz macht sich zum Beispiel für Tech-Werte bezahlt, die in den letzten Monaten sehr stark angezogen haben.
Aber: Optionen sind eine komplexe Anlageform. Wer sich dafür interessiert, darf die zugrunde liegenden Mechanismen nicht außer Acht lassen. Neben der Kursentwicklung beeinflussen Faktoren wie die Restlaufzeit und die implizite Volatilität den Preis einer Option erheblich.
Das Wichtigste im Überblick:
Volatilität erhöht die Frequenz und die Größe der Ausschläge in beide Richtungen. Anleger brauchen deshalb eine klare Strategie, um das Risiko zu steuern und in turbulenten Phasen nicht auf Kosten der eigenen Rendite zu handeln. Zentrale Ansätze sind:
Über die Wahl der Positionsgröße wird das Risiko verringert, mit einzelnen Timingfehlern die gesamte Liquidität aufzubrauchen. Gleichzeitig sorgt die Diversifikation dafür, dass innerhalb eines Portfolios ein starkes Klumpenrisiko vermieden wird. Eine Streckung des Kapitals über mehrere Branchen und Märkte macht das Depot resilienter. Aber Achtung: Gerade durch Investments in ETFs besteht das Risiko, verdeckt einzelne Branchen im Portfolio stärker zu gewichten.

Das Risikomanagement darf beim Traden niemals zu kurz kommen (Foto: Shutterstock/ Frame Stock Footage)
Schwankungen an den Kapitalmärkten muss jeder Anleger in seine Basisstrategie einkalkulieren. Zur Herausforderung wird eine hohe Volatilität, die durch geopolitische Spannungen, Preisschocks oder Zinsentscheidungen entsteht. Freedom24 gehört zu den Brokern mit einem umfassenden Handelsangebot – bestehend aus:
Letztere umfassen Futures und Optionen sowie Rohstoff- oder Zinsderivate, die sich über mehrere Dutzend spezialisierte Handelsplätze in die Anlagestrategie einbinden lassen.
Wer als Anleger mit Freedom24 Erfahrungen machen will, findet alle wichtigen Informationen in unserem Brokertest. Das Angebot überzeugt nicht nur dank der breiten Auswahl bei den Handelsmöglichkeiten. Freedom24 etabliert sich als Broker mit einem komfortablen, digitalen Boarding, einer Auswahl mehrerer Tradingtarife für unterschiedliche Zielgruppen und einer Handelsplattform, die als Webtrader und mobile App zur Verfügung steht.
2026 ist für die Kapitalmärkte zu einem bisher turbulenten Börsenjahr geworden. Nach Anzeichen zum Jahreswechsel, dass sich gerade in Deutschland die Konjunktur etwas robuster entwickelt, mischt der Angriff der USA auf Teheran die Karten neu – und treibt die Volatilität nach oben. In vielen Portfolios haben Anleger durch eine Umschichtung in defensive Werte Risiken minimiert. Aber: Volatilität bietet auch Chancen. By-the-Dip und eine breite Diversifikation in der Aktienauswahl sind die Basis, während gezielte Trades mit ausreichend Liquidität neue Positionen aufbauen und für Rendite im nächsten Trend sorgen. Denn eines ist an der Börse sicher: Auf jedes Tief folgt ein neues Hoch.
Da Volatilität die Schwankungsbreite einzelner Kurse, Sektoren oder Märkte repräsentiert, sind es je nach Maßstab verschiedene Faktoren, die Einfluss nehmen. Eine Branche kann zum Beispiel durch Verschiebungen in den Nachfrage-Mustern mit starken Ausschlägen reagieren. Hier wäre ein Beispiel der starke Druck auf SaaS-Entwickler durch neue KI-Coding-Tools. Global gesehen ist es die Geopolitik, die eine große Rolle spielt.
Ja, durch den Einsatz von Orderzusätzen. Statt eine Position einfach laufen zu lassen, wird mit einem Stop-Loss gehandelt. Erreicht der Kurs das kritische Niveau, löst der Stop-Loss das Glattstellen der Position aus und begrenzt den Verlust. Dieses Tool muss aber taktisch klug eingesetzt werden, um das zu frühe Ausstoppen in einem kurzen Rücksetzer zu verhindern.
Mit dem richtigen Broker hat eine breite Zielgruppe Zugriff auf Derivate. Aber: Da es sich um spekulative Anlageprodukte handelt, muss sich jeder Trader mit den Risiken auseinandersetzen. Gerade Hebelprodukte wie CFDs beeinflussen nicht nur die Rendite, sondern wirken auch auf die Verlustseite.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.