

Der Bitcoin hat sich in nach einem deutlichen Abwärtstrend ab Ende Januar bis in den März hinein etwas erholt und bewegt sich in einem Seitwärtskorridor zwischen 82.000 US-Dollar und 86.000 US-Dollar. Aktuell steht die älteste Kryptowährung bei rund 84.000 US-Dollar (Stand: 4. April 2025). Von dem Allzeithoch bei über 100.000 Dollar ist der Bitcoin damit noch ein gutes Stück entfernt, hat die Talfahrt der letzten Wochen aber gebremst.
Welche Richtung wird der Bitcoin einschlagen? Auf den Kurs wirken aktuell verschiedene Faktoren ein, die sehr viel mit dem Verhalten der US-Administration zu tun haben. Einige Effekte haben das Potenzial, die Marktbewegungen des Bitcoin zu stützen und könnten den Kurs wieder in Richtung Grün tendieren lassen. Aber: Auf der anderen Seite gibt es sehr viele Stellgrößen, unter denen noch einmal eine deutliche Marktkorrektur wahrscheinlich wird.
Für die Korrektur im ersten Quartal 2025 gibt es verschiedene Gründe. Was sicher dazu beigetragen hat: Die Unsicherheit durch Präsident Trump. Ein Zick-Zack-Kurs ist alles andere, was Investoren brauchen. Es entstehen massive Spannungen, die Kurse an den Börsen unter Druck setzen.

📉 Der Absturz des Bitcoin Kurses hat verschiedene Gründe/ Shutterstock/ Sodel Vladyslav
Davon bleibt auch ein Bitcoin nicht verschont, der generell eher als spekulatives Investment gesehen werden muss. Gerade auf der Seite der Retail-Anleger ist in diesen Momenten eine gewisse Emotionalität zu beobachten: Aus Angst vor Verlusten werden Positionen liquidiert. Institutionelle Anleger gehen in diesen Momenten schnell einen anderen Weg und bauen ihr Portfolio aus (Stichwort antizyklisch traden).
Ein Abzug von Kapital ist aber nur eine Erklärung. In der Vergangenheit ist immer wieder zu beobachten, dass Bitcoin und Tech-Werte einen gewissen Einklang erkennen lassen. Diese Korrelation ist den Ökonomen bereits vor einigen Jahren aufgefallen. Auch diesmal bestätigt sich diese Erkenntnis wieder. Bitcoin und die Tech-Werte haben seit Februar 2025 deutlich an Marktkapitalisierung verloren.
Beim Bitcoin bewegt sich der Kurs seitlich. Bleibt die Frage, wie lange dies noch so ist. Angesichts der Situation an den Märkten ist zu befürchten, dass auch der Kryptomarkt unter Druck gerät. Sicher, die USA wollen eine nationale Kryptoreserve aufbauen. Allerdings nicht in Form von Zukäufen in absehbarer Zeit.
Stattdessen hat US-Präsident Trump den Zoll-Hammer herausgeholt. 10 Prozent auf Importe und erweiterte Zollsätze für eine ganze Reihe von Unternehmen – was eine Belastung für die Aktienmärkte und bald auch für die Verbraucher. Aber auch Investoren in Kryptowährungen und Retail-Anleger sollten mit weiteren Korrekturen am Markt rechnen. Welche Faktoren werden die Preisbewegungen beeinflussen?
Steigen die Verbraucherpreise auf breiter Front – und damit ist bei den angekündigten Zöllen der US-Regierung leider einfach zu rechnen – müssen Verbraucher entweder ihre Ausgaben für nicht-notwendige Konsumgüter beschränken oder ihre Liquidität verbessern. Letzteres kann nur auf zwei Wegen funktionieren: Steigende Einkommen oder durch den Zugriff auf Vermögenswerte.

💡 Die aktuelle wirtschaftliche Lage setzt den Bitcoin weiter unter Druck/ Shutterstock/ Ground Picture
Donald Trump hat mit seinen Zöllen für erhebliche Unruhe gesorgt und setzt damit die Märkte global unter Druck. Das (zumindest nach außen) erklärte Ziel ist die Stärkung der US-Wirtschaft. Allerdings scheint gerade das Gegenteil zu passieren. Selbst den über Jahre starken Tech-Sektor, der Investitionen in Milliardenhöhe in den USA angekündigt hat, treffen die Zölle massiv.
Hardware, die für den Aufbau von Rechenzentren nötig ist, wird teurer. Aufschläge werden auch für Grafikkarten verlangt, die ein zentrales Element für das Mining der Kryptowährungen sind. Damit besteht die Gefahr, dass die Rechenleistung mittelfristig sinkt. Trump hat mit seiner Politik aber auch erreicht, dass die Fed vorerst keine Zinssenkung ins Auge fasst.
Stagnierende oder wieder steigende Zinsen würden auf der anderen Seite aber bedeuten, dass Investoren weniger Kapital in die Märkte fließen lassen und damit noch einmal weniger Liquidität für die spekulativen Assets – wie den Bitcoin – zur Verfügung steht. Aber. Es gibt auch einige Stimmen, die Möglichkeiten für einen Aufwärtstrend sehen. BlackRock nimmt in der Flucht vieler Anleger aus traditionellen Anlageklassen Potenzial für den Bitcoin als „digitales Gold“ wahr.
Donald Trump hat ist im Wahlkampf aktiv auf die Kryptoszene zugegangen. Nach der Wahl legten die Preise für Bitcoin und weitere Kryptoassets an den Märkten deutlich zu. Von dieser positiven Dynamik ist mehr als zwei Monate nach dessen Übernahme der Amtsgeschäfte nicht mehr viel übrig. Der Preis beim Bitcoin ist gegenüber den Höchstständen Ende Januar um circa 20 Prozent eingebrochen.
Auch, wenn sich der Kurs aktuell in einem Seitwärtskorridor bewegt, kann sich der Abwärtstrend fortsetzen – wenn die Rezessionsprognosen eintreten. Einige Analysten sehen für den Bitcoin aber auch die Chance, die Krise als Katalysator für eine Aufwärtsbewegung zu nutzen.

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