

Anycoin Direct hat sich durch die Partnerschaft mit Finst grundlegend verändert und tritt am Markt unter der neuen Bezeichnung „Anycoin Direct – Powered by Finst“ auf. Die damit einhergehenden Veränderungen sind aber nicht nur kosmetischer Natur. Mit der Umfirmierung sind auch Veränderungen beim Angebot betroffen.
Neben einer Anpassung bei der Auswahl handelbarer Kryptowährungen wirkt sich die Neuausrichtung von Anycoin Direct – Powered by Finst auf die erweiterten Funktionen aus. Dazu gehört das Anycoin Direct Staking. Diese Möglichkeit steht seit dem Zusammenschluss mit Finst für Anleger mit einem Wohnsitz in Deutschland nicht mehr zur Verfügung. Daher geht es im Test auch um mögliche Alternativen für das passive Krypto-Investment.
Das Thema Staking spielt für viele Krypto-Anleger inzwischen eine wichtige Rolle in der Umsetzung ihrer Anlagestrategie. Der Begriff bezeichnet einen Prozess in Proof-of-Stake-Blockchains, bei dem Anleger ihre gehaltenen Coins sperren und zur Verfügung stellen, um das Netzwerk zu unterstützen. Im Gegenzug werden Belohnungen, die sogenannten Staking-Rewards, an die Unterstützer verteilt. Die Proof-of-Stake Netzwerke nutzen die gestakten Assets unter anderem zur Validierung neuer Blöcke und Transaktionen.
Unter anderem gehören Ethereum, Cardano, Solana oder Polkadot als bekannte Coins zu den geeigneten Proof-of-Stake-Kryptowährungen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass die im Stakingprozess befindlichen Coins nicht für das Trading zur Verfügung stehen. Der Umfang dieser Sperrfrist variiert – was auch für die Höhe der Staking Rewards gilt. Mittlerweile bieten Krypto-Plattformen flexibles Staking ohne Sperrfrist an (allerdings reduziert sich hier der Reward). Da Anycoin Direct Staking nicht unterstützt, müssen interessierte Anleger auf andere Plattformen zurückgreifen, um deren Services zu nutzen.

➡️ Anycoin Staking ist noch nicht möglich
Am Krypto-Markt haben sich in den zurückliegenden Jahren verschiedene Plattformen etabliert, die das Staking in verschiedenen Blockchains unterstützen. Um Einsteigern einen besseren Überblick zu ermöglichen, werden einige Plattformen an dieser Stelle vorgestellt.
Binance gehört zu den wichtigsten Krypto-Börsen mit einem umfassenden Staking-Programm, das mehrere Dutzend Kryptowährungen umfasst. Die Plattform setzt dabei sowohl auf die Möglichkeit, die Coins flexibel zu staken als auch mit festen Sperrfristen zu arbeiten. Gerade die langfristige Bindung erzielt höhere Erträge. Der APR, den Anleger hier erzielen, kann zwischen den einzelnen Coins sehr stark schwanken, es sind im Einzelfall sogar hohe zwei- bis dreistellige Zinssätze möglich. Neben dem Staking bietet Binance natürlich auch den Handel auf unterschiedliche Kryptowährungen. Die Benutzeroberfläche ist hier sowohl für Einsteiger als auch für professionelle Trader optimiert und ermöglicht eine einfache Verwaltung verschiedener Positionen.
Crypto.com ist eine Plattform, die sich immer wieder erfolgreich gegen den Wettbewerb in Anbietertests durchsetzen kann, was auch dem Angebot beim Staking geschuldet ist. Anders als beim Anycoin Direct Staking umfasst das Portfolio eine Reihe verschiedener Blockchains, über die Anleger einen passiven Ertrag realisieren. Neben dem Auftreten als reiner Krypto-Dienstleister, der Staking und Trading miteinander verbindet, hat sich Crypto.com als Finanzökosystem etabliert, das eine eigene Kreditkarte, DeFi-Services und verschiedene institutionelle Produkte anbieten kann. Die Plattform setzt damit auf eine breite Zielgruppe und ermöglicht eine umfassende Partizipation am Kryptomarkt mit bis zu zweistelligen Zinssätzen im Rahmen des Stakings.
eToro nehmen viele Anleger immer noch als CFD-Broker wahr, der gerade durch die umfassenden Social-Trading-Features ein starkes Alleinstellungsmerkmal entwickelt hat. Aber: Der Broker hat die Transformation zur Multi-Asset-Plattform geschafft, deren Angebot auch Kryptowährungen umfasst. Zu den Handelsinstrumenten gehören in diesem Zusammenhang auch Staking-Optionen. Wichtig: Je nach Wohnsitz der Anleger gelten auf der Plattform einige besondere Regeln. Wer als Trader aus einem Mitgliedsstaat der EU kommt, muss das Staking zuerst anmelden. Die Plattform bietet Staking mit unterschiedlichen Rewards an, deren Höhe von der eToro Club-Stufe (75 bis 90 Prozent) abhängt.
Kraken gehört zu den ersten Kryptobörsen und setzt neben einer breiten Auswahl an Assets auf umfassende Sicherheitsfeatures und Instrumente, die sich nicht nur an den Retail-Anleger richten, sondern auch sehr professionelle Ansprüche erfüllen. Wer sich für die Plattform entscheidet, kann auf das Portfolio nicht nur über den Desktop-Tradingdesk zugreifen, sondern nutzt auch die mobile App für die Verwaltung der gehaltenen Assets.

💡 Anycoin Staking wird noch nicht angeboten
Für einen breiten Anlegerkreis ist das Staking von Kryptowährungen zu einem wichtigen Teil der individuellen Anlagestrategie geworden. Anycoin Direct – Powered by Finst bietet dieses Feature leider nicht an, der Fokus liegt hier ganz klar auf dem Spothandel, mit dem Anleger bei Anycoin Direct Erfahrungen machen. Was bedeutet dies für Trader? Wer das Staking von Ethereum und Co. fest in der Krypto-Strategie verankert hat, muss nach Alternativen Ausschau halten. Im direkten Vergleich der verschiedenen Anbieter darf die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Auswahl der Coins gerichtet sein. Auch die Konditionen spielen eine entscheidende Rolle.
Da die Plattform das Staking selbst nicht unterstützt, spielen die Anycoin Direct Gebühren in diesem Zusammenhang keine Rolle. Für das Trading erhebt die Plattform eine Servicegebühr von 1 Prozent bzw. 2 Prozent für bestimmte Assets.
Die Höhe der Belohnungen unterliegt sehr starken Schwankungen – einmal zwischen den einzelnen Kryptowährungen, aber auch im Hinblick auf den Zeithorizont. Generell ist Anlegern anzuraten, die Höhe der Rewards regelmäßig zu prüfen.
Das Staking bietet Anlegern die Möglichkeit, einen passiven Ertrag zu realisieren. In diesem Zusammenhang muss aber klar sein, dass ein Teil der Belohnungen als Servicegebühr einbehalten wird. Die Höhe kann zwischen den Plattformen schwanken. Wie hoch die einbehaltenen Rewards sind, kann den Preisverzeichnissen, etwa zu den OKX Gebühren, entnommen werden.
Einzahlungen von Bitcoin sind auf die Anycoin Direct Wallet zwar möglich, allerdings können diese nicht aus dem Staking stammen, da Bitcoin keine Kryptowährung ist, für welche der Proof of Stake Konsensmechanismus gilt.
Ja, steuerlich sind auch Veräußerungsgewinne aus dem Staking relevant. Auch für diese greift die Spekulationsfrist, da ein Verkauf immer als privates Veräußerungsgeschäft eingestuft wird.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.