

Bitcoin.de hat sich als Krypto-Plattform mit einer Regulierung durch die BaFin und deutschen Wurzeln etabliert. Die umfassenden Sicherheitsstandards, eine besondere Stellung als Krypto-Handelsplatz und der klare Fokus auf den Spothandel machen das Angebot von Bitcoin.de interessant. Für die Bewertung im Test spielen die Bitcoin.de Gebühren eine zentrale Rolle.
Es geht im Erfahrungsbericht um zwei zentrale Fragen. Einerseits haben Anleger ein sehr feines Gespür dafür, ob Broker und Kryptobörsen für die Kontoverwaltung mit Gebühren arbeiten. Auf der anderen Seite spielen die Orderkosten eine zentrale Rolle. Bei Bitcoin.de spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle, dass die Plattform das Trading auf besondere Weise abwickelt.
Bitcoin.de ist kein klassischer Krypto-Broker, die Betreiber stellen Anlegern eine Plattform zur Verfügung, um untereinander den Kauf und Verkauf verschiedener Kryptocoins auszuhandeln. Sowohl die Eröffnung als auch die Führung des Handelskontos erfolgt bei Bitcoin.de bzw. der futurum bank AG kostenfrei – es fallen also keine Kontoführungsgebühren im eigentlichen Sinn an. Sobald Anleger über den Marktplatz Kryptowährungen handeln, erhebt der Betreiber eine Marktplatzgebühr, die nach § 17 der AGB festgelegt ist und sich auch aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis der futurum bank AG entnehmen lässt.
Seitens Bitcoin.de werden Kosten an dieser Stelle klar und transparent kommuniziert. Was im Test der Plattform allerdings auffällt: Es basiert auf dem Stand von 2022 und enthält damit nach wie vor Angaben zum Expresshandel und den Konditionen der Fidor Bank. Diese hat allerdings 2023 den Geschäftsbetrieb eingestellt, weshalb Bitcoin.de den Expresshandel in dieser Form nicht mehr anbietet und die damit verbundene Angabe von Bitcoin.de Gebühren Einsteiger durchaus in die Irre führen kann.

📲 Bitcoin.de bietet eine transparente Kosten Struktur an (Foto: Shutterstock/ Prostock-studio)
Anleger richten das Handelskonto bei Bitcoin.de auf Knopfdruck ein – über den Button „Registrieren“. Der gesamte Prozess läuft volldigital ab und kann nach wenigen Minuten bereits erledigt sein. Bis zum ersten Einloggen verlangt die futurum bank AG von Neukunden keine Gebühr. Und auch für die Kontoverwaltung fallen bei Bitcoin.de keine Kosten an. Für das Handelskonto ist in diesem Zusammenhang mit keinen Überraschungen zu rechnen.
Für Krypto-Anleger besonders wichtig ist die Frage, ob für die Verwahrung bei der Inanspruchnahme der Plattform-eigenen Verwahrlösung über Bitcoin.de Gebühren abgerechnet werden. Dies ist nach aktuellem Stand nicht der Fall. Aber: Die futurum bank AG behält sich in den AGB das Recht vor, ihre Geschäftspolitik zu ändern und für die Verwahrung Gebühren einzuführen. Bisher sind dazu aber keine Pläne öffentlich bekannt geworden.
Aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen, unter denen Anleger bei Bitcoin.de in den Handel mit Kryptowährungen einsteigen, weicht die Preisgestaltung im Handel deutlich von den Gebührenmodellen ab, die Krypto-Anleger von anderen Plattformen kennen. Sobald eine Kauf- und Verkaufsorder zusammenfinden, wird von Bitcoin.de eine Marktplatzgebühr erhoben – in Höhe von 1 Prozent der Handelssumme.
Diese wird von Käufer und Verkäufer Teilen getragen. In der Praxis erfolgt die Einziehung der Gebühr Zug um Zug bei der Abwicklung der einzelnen Schritte des Geschäfts. Verkäufer erhalten nicht 100 Prozent des Kaufpreises, es werden nur 99,5 Prozent von Bitcoin.de weitergegeben. Auf der anderen Seite erhält der Käufer nicht 100 Prozent der erworbenen Coins, sondern 99 Prozent.
Die Einziehung der Handelsgebühr erfolgt direkt automatisiert durch die Plattformsoftware. Andere Kosten, die bei Konkurrenten zum Beispiel im Zusammenhang mit zusätzlichen Handelsinstrumenten, wie beim Coinbase Hebel, anfallen können, spielen bei Bitcoin.de keine Rolle.

✅ Die Bitcoin.de Registrierung ist in wenigen Schritten erledigt
Eine wachsende Zahl von Anlegern verfolgt auch bei den Kryptowährungen eine Strategie, die eher langfristig orientiert ist. In diesem Zusammenhang spielt die Möglichkeit, mit kleinen Beträgen kontinuierlich Krypto-Vermögen aufzubauen, eine Rolle. Die Rede ist von Sparplänen. Leider berücksichtigt Bitcoin.de als Plattform der futurum Bank AG diese Option bei den Handelsinstrumenten nicht, womit sich das Thema Trading-Gebühren an dieser Stelle für den Test erledigt hat. Anleger, die dieses Instrument unbedingt einsetzen wollen, sollten sich Alternativen wie den Kraken Sparplan ansehen.
Bitcoin.de unterscheidet sich als Krypto-Handelsplattform deutlich von Wettbewerbern, indem der Anbieter eher als Vermittler zwischen der Käufer- und Verkäuferseite in Erscheinung tritt. Die Kontoeröffnung und Führung des Handelskontos ist gebührenfrei. Lediglich beim Zustandekommen einer Transaktion werden bei Bitcoin.de Gebühren erhoben. Diese belaufen sich auf 0,5 Prozent – die jeweils von beiden Seiten eines Trades bezahlt werden. Deren Erhebung erfolgt direkt bei der Abwicklung der Transaktion. Für die Verwahrung der Coins nach dem Kauf stellt die Plattform eine Lösung zur Verfügung, die auf einer Kombination aus Hot und Cold Wallet basiert und von Anlegern kostenfrei genutzt werden kann.
Grundsätzlich ist die Gebühr nur bedingt mit den Angeboten am Kryptomarkt vergleichbar, da nicht alle Plattformen auf eine feste Kommission setzen. Spreads – also die Differenz zwischen dem Bid- und Ask-Preis verwässern den Eindruck teilweise. Mit 0,5 Prozent liegt Bitcoin.de bei den Anbietern mit fester Ordergebühr durchaus im Mittelfeld.
Nein, über die Plattform werden alle Kryptowährungen mit einem identischen Gebührensatz gehandelt. Dieser wird dann erhoben, wenn Transaktionen zustande kommen und werden sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer gezahlt.
Bitcoin.de wickelt die einzelnen Orders nach einem besonderen Modell ab. Käufer erhalten die Kontonummer des Verkäufers und zahlen das Geld auf dessen Konto ein. Damit fallen keine von Bitcoin.de erhobenen Abwicklungsgebühren für die Transaktion an.
Seitens Bitcoin.de werden auf Kundenwunsch die Kryptowährungen aus der Plattform-Wallet in eine selbstverwaltete Lösung übertragen. In diesem Zusammenhang erfolgt die Erhebung der netzwerkabhängigen Gebühren.
Staking wird als Handelsinstrument durch die futurum Bank AG-Plattform nicht unterstützt. Daher können Anleger Gebühren an dieser Stelle ausblenden. Wer das Staking nutzen will, muss nach Alternativen suchen, das Feature gibt es unter anderem als Coinbase Bonus oder Kraken Bonus zusätzlich zum Spothandel.

Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.