

Krypto-Staking hat sich für Anleger zu einem wichtigen Baustein beim Vermögensaufbau mit digitalen Assets entwickelt. Das Prinzip ist einfach: Anleger stellen ihre Coins dem Netzwerk zur Verfügung und erhalten dafür regelmäßige Belohnungen – vergleichbar mit Dividenden bei Aktien. Dabei werden die gehaltenen Kryptowährungen zur Validierung von Transaktionen in Proof-of-Stake-Netzwerken eingesetzt.
Wer bei Bitvavo powered by Hyphe ein Konto führt, macht allerdings eine ernüchternde Erfahrung: Herkömmliches Staking wird durch die Plattform nicht angeboten. Stattdessen bietet der deutsche Ableger von Bitvavo als Alternative ein Rewards-Programm an, das wöchentliche Auszahlungen für bestimmte, von Anlegern gehaltene Kryptowährungen verspricht. Diese Option unterscheidet sich grundlegend vom echten Staking, da keine direkte Teilnahme an Krypto-Netzwerken erfolgt. Für Anleger, die auf passive Erträge Wert legen, kann es sich hier aber um ein interessantes Feature handeln.
Bitvavo powered by Hyphe ist ein durch die BaFin regulierter Krypto-Anbieter. Genau hier liegt auch der Grund, warum die Plattform zum aktuellen Zeitpunkt (Juni 2025) ihren Kunden kein Staking oder als Alternative das Lending anbietet – die Lizenz schließt diesen Service bislang nicht ein. Es ist daher nicht möglich, bei Bitvavo powered by Hyphe Kryptowährungen – anders als im Zusammenhang mit der niederländischen Vertretung (die als internationales Bitvavo-Angebot umfangreiche Staking-Features anbietet) – zu staken oder zu verleihen.
Anstatt die Coins direkt an Blockchain-Validatoren zu delegieren und damit einen passiven Ertrag zu realisieren, schreibt Bitvavo powered by Hyphe Auszahlungen für gehaltene Coins wöchentlich gut und orientiert sich an marktüblichen Zinssätzen für vergleichbare Anlagen. Diese Funktionsweise bietet einen zusätzlichen Cashflow, ist in unseren Augen aber nicht ganz so transparent wie echte Staking-Protokolle.

💡 Bitvavo bietet eine gute Alternative zum Staking an/ Shutterstock/ insta_photos
Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Bitvavo Staking bzw. dem Rewards-Modell betrifft die Besteuerung. Echte Staking-Rewards werden beim Zufluss als sonstige Einkünfte behandelt und sind damit ab einer Überschreitung des Freibetrags von 256 Euro mit dem persönlichen Steuersatz anzusetzen. Erfolgt der Verkauf mit Erzielung eines Gewinns, gelten die bekannten Regeln zur Besteuerung von Kryptowährungen mit der einjährigen Spekulationsfrist.
Da es sich bei dem von Bitvavo betriebenen Modell nicht um echtes Staking handelt, ist für die erste Steuererklärung in jedem Fall zu prüfen, inwiefern die von der Plattform gutgeschriebenen Rewards ebenfalls zu den sonstigen Einkünften zählen oder anders zu besteuern sind.
Da Bitvavo powered by Hyphe kein herkömmliches Staking anbietet, lohnt sich der Blick zu anderen Plattformen, bei denen entsprechende Rewards an Anleger ausgeschüttet werden.
Kraken gehört zu den etablierten Krypto-Plattformen mit Staking. Der Anbieter unterstützt Staking für wichtige Kryptowährungen wie Ethereum, Cardano und Solana. Als vorteilhaft erweist sich die insgesamt transparente Gebührenstrukturen und die Möglichkeit, gestakte Assets flexibel zu verwalten (allerdings mit einem niedrigeren APR). Wer als Anleger auf einen höheren APR aus ist, kann sich fürs Staking mit einer Mindestbindung entscheiden. Die Auszahlungen der Rewards erfolgen bei Kraken automatisch.
Coinbase ist eine benutzerfreundliche Option für Einsteiger, sprich mit der Auswahl an handelbaren Assets aber auch erfahrene Trader an. Fürs Staking setzen Anleger unter anderem auf Ethereum, Solana, Cardano und Avalanche. Die Höhe der Staking-Rewards variiert je nach Netzwerk. Die amerikanische Börse setzt aber nicht nur auf ein breites Handelsangebot, die intuitive Bedienung und eine solide Sicherheitsarchitektur runden das Angebot von Coinbase ab.
Bitpanda aus Österreich bietet eine umfassende Staking-Palette für Anleger – auch aus Deutschland. Als europäischer Anbieter mit umfassender Regulierung kommt Bitpanda als Alternative infrage und bietet als Plattform über das Staking hinaus weitere Handelsoptionen an – die über das Trading von Kryptowährungen hinausgehen. Basierend auf derivativen Instrumenten partizipieren Anleger auch am Aktienmarkt und nutzen die Wertentwicklung verschiedener ETFs aus. Zudem bietet Bitpanda Fusion eine sehr professionelle Handelsumgebung. Der Multi-Asset-Ansatz macht (auch durch den Bitpanda Sparplan) die Plattform für Trader interessant, die sich in ihrem Portfolio breit aufstellen wollen. Was Anleger in jedem Fall beachten müssen, sind bei Bitpanda Steuern auf das Staking.
Zunehmend mehr Anleger nutzen Krypto-Coins und setzen dabei auch auf das Staking. Bitvavo powered by Hyphe kann hier leider nicht an der Konkurrenz dranbleiben. Die deutsche Plattform bietet kein klassisches Staking an. Als Alternative hat sich Bitvavo allerdings ein Rewards-Programm einfallen lassen, das auf dem Papier offensichtlich gewisse Gemeinsamkeiten hat. Möglich, dass sich mit lizenzrechtlichen Veränderungen eine Überarbeitung des Angebots ergibt. Bis dahin können sich Anleger bei den Alternativen zum Bitvavo Staking umschauen.

▶️ Deutsche Kunden können bei Bitvavo am Rewards Programm teilnehmen/ Shutterstock/ PeopleImages.com – Yuri A
Ja, die Gutschrift der Rewards erfolgt unabhängig von der gerade für den Kauf verwendeten Plattform, sondern bezieht sich ausschließlich auf die bei Bitvavo gehaltenen Krypto-Assets.
Von Bitvavo werden die Krypto-Rewards auf Basis der gehaltenen Coins berechnet und gutgeschrieben. Daher tragen auch die über einen Sparplan erworbenen Anteile dazu bei.
Ja, Bitvavo powered by Hyphe schreibt die Belohnungen automatisch gut. Allerdings müssen sich Anleger vorher für das Programm in der Kontoverwaltung unter „Rewards“ angemeldet haben.
Anleger müssen zwischen der Gutschrift auf die gehaltenen Coins und der Auszahlung unterscheiden. Berechnet werden die Rewards auf täglicher Basis, die Auszahlung erfolgt allerdings nur an Montagen um 23:59 Uhr.
Da Bitvavo die Rewards immer auf Basis der gehaltenen Coins berechnet, verändert der Verkauf natürlich die Berechnungsgrundlage für die tägliche Gutschrift auf den Bestand. Grundsätzlich orientiert sich Bitvavo immer am geringsten Betrag.

Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.