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Bitvavo & Steuern: Wie versteuern Anleger ihre Gewinne richtig?

Zuletzt aktualisiert am 22.06.2026
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich

Führt Bitvavo die Steuern automatisch ab?

Bitvavo gehört zu den wichtigsten Plattformen für den Handel mit Kryptowährungen. Anleger mit einem deutschen Wohnsitz müssen beim Trading über Bitvavo eine Besonderheit berücksichtigen: Sie handeln nicht über die niederländische Muttergesellschaft, sondern melden sich bei Bitvavo powered by Hyphe an.

Die Plattform wird durch die Hyphe Markets GmbH – einen Anbieter mit deutschem Geschäftssitz und einer Regulierung durch die BaFin – betrieben. Wie ändert sich damit bei Bitvavo das Thema Steuern? Die Regulierung hat für Bitvavo und Steuern in Deutschland keine so großen Auswirkungen, wie Anleger im ersten Moment vielleicht denken. Was sich stärker auswirkt, ist die Stellung der Kryptowährungen im deutschen Steuerrecht.

Wie werden Gewinne bei Bitvavo besteuert?

Innerhalb des deutschen Steuerrechts gibt es verschiedene Einkommensarten. Aktien- oder Anleihegewinne sind Kapitalerträge. Allerdings werden Bitcoin, Ethereum und andere digitale Assets – die sich zum Beispiel bei Coinbase mit Hebel handeln lassen – nicht als Währungen oder Kapitalanlagen behandelt, sondern sind sonstige Wirtschaftsgüter. Diese Einordnung hat auch weitreichende Folgen bei Bitvavo für die Steuer: Der Verkauf von Kryptowährungen wird als privates Veräußerungsgeschäft bewertet, der Anbieter Bitvavo zieht Steuern nicht automatisch ein.

Für die Gewinne aus dem Trading mit Kryptowährungen gilt eine Spekulationsfrist von einem Jahr. Halten Anleger die Tokens länger und veräußern sie erst nach Ablauf der 12-Monats-Frist, bleibt der entstehende Ertrag steuerfrei. Diese Regelung macht gerade eine mittel- bis langfristige Investitionsstrategie aus steuerlicher Sicht interessant.

Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang einen wichtigen Punkt zu beachten: Für private Veräußerungsgeschäfte gilt mit dem Steuerjahr 2024 eine Freigrenze von 1.000 Euro. Gewinne darunter bleiben steuerfrei, aber bei einer Überschreitung wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig.

Achtung: Die Grenze von 1.000 Euro gilt nicht nur für Kryptowährungen, sondern für alle privaten Veräußerungsgeschäfte innerhalb eines Jahres. Verkaufen Anleger beispielsweise Bilder aus einem Nachlass mit 800 Euro Gewinn, ist die Freigrenze bereits fast ausgeschöpft und eventuelle Gewinne aus dem Kryptohandel können bei entsprechender Höhe steuerpflichtig werden. Damit kommt es – um bei Bitvavo Steuern zu vermeiden – auf die Erarbeitung einer konsequenten Timing-Strategie an.
Bitvavo die Steuern

Bitvavo führt die Steuern nicht direkt ab/ Shutterstock/ leungchopan

Die Kryptogewinne von Bitvavo in der Steuererklärung

Gewinne aus Kryptowährungen bei Bitvavo powered by Hyphe sind für die Steuer in der Einkommensteuererklärung in der Anlage SO (Sonstige Einkünfte) einzutragen. Konkret ist Seite 2 für Private Veräußerungsgeschäfte vorgesehen. Die Informationen rund um den Kryptohandel werden in den Zeilen 41 bis 47 unter „Einheiten virtueller Währungen und / oder sonstige Token“ erfasst.

Unter anderem muss neben einer klaren Bezeichnung der jeweiligen Einkünfte der Anschaffungs- und Veräußerungszeitpunkt eingetragen werden. Das Finanzamt interessiert sich im Zusammenhang mit Bitvavo und Steuern aber auch für die Anschaffungs- und Veräußerungskosten sowie Werbungskosten (Gebühren, die mit dem Verkauf in Verbindung stehen). Die Differenz zwischen den Beträgen ergibt den steuerpflichtigen Gewinn oder Verlust. Zu beachten ist, dass eine Übertragung in die eigene Kraken Wallet keinen Verkauf darstellt.

Bei der Ermittlung des Gewinns und der Anschaffungskosten werden gerade Teilverkäufe zu einem Problem. Wenn sich die einzelnen Zu- und Verkäufe nicht sicher erfassen lassen, braucht es eine alternative Bewertungsmethode. Verbreitet angewendet wird in diesem Zusammenhang das FIFO-Prinzip. Hier wird davon ausgegangen, dass die zuerst erworbenen Kryptowährungen auch zuerst in den Verkauf gehen. Diese Methode bietet Anlegern die Möglichkeit, bei Bitvavo Steuern und Ertrag auszubalancieren – indem Zu- und Verkäufe aufeinander abgestimmt werden.

Verlustverrechnung: Als Krypto-Anleger Steuern sparen

Fallen durch den Handel mit Kryptowährungen Verluste an, können diese mit Gewinnen verrechnet werden – was am Ende die Steuerlast verringern kann. Anleger müssen in diesem Zusammenhang aber einen wichtigen Punkt beachten: Der Verlust kann nur geltend gemacht werden, wenn er beim Verkauf auch wirklich entsteht und innerhalb der einjährigen Haltefrist realisiert wird.

Ein Verlust durch die Veränderungen im Marktwert der Coins bleibt an dieser Stelle also gänzlich unberücksichtigt. Was ergibt sich aus diesem Sachverhalt? Wer mit Kryptowährungen handelt und bei Bitvavo die Steuern verringern will, kann durch Timing die Belastungen verringern.

Aber: Veräußerungen müssen gegenüber dem Finanzamt wirtschaftlich begründbar sein. Veräußerungsgeschäfte, die ausschließlich als steuergestaltendes Element wahrgenommen werden, können durchaus zu Problemen führen. Anleger sollten beachten, dass Incentives und Prämien, wie ein Kraken Bonus, steuerrechtlich als Zufluss relevant sein können.

Fazit: Wer bei Bitvavo handelt, muss an die Steuer denken

Die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen bei Bitvavo powered by Hyphe folgt den allgemeinen Steuerregeln für private Veräußerungsgeschäfte. Die einjährige Haltefrist und die Freigrenze von 1.000 Euro bieten Anlegern durchaus Gestaltungsspielraum, erfordern aber auch eine sorgfältige Planung. Es sollte sich rechtzeitig nicht nur mit dem  ChatGPT Trading, sondern auch den steuerlichen Aspekten der Krypto-Investments beschäftigt werden und nicht erst bei der Steuererklärung – da es hier schlicht zu spät ist. Gerade beim Thema Verlustverrechnung warten sonst Probleme auf Krypto-Investoren.

Bitvavo Steuern

Wer mit Kryptos bei Bitvavo handelt muss auch die Steuern bedenken/ Shutterstock/ insta_photos

Bitvavo Steuern – Häufige Fragen und Antworten

💶 Führt Bitvavo powered by Hyphe automatisch deutsche Steuern ab?

Nein, Bitvavo powered by Hyphe führt keine Abgeltungssteuer für Anleger mit einem deutschen Wohnsitz ab. Auch als regulierte Plattform ist das Unternehmen dazu nicht verpflichtet, da Kryptowährungen keine klassischen Kapitalanlagen sind. Deutsche Anleger müssen sowohl ihre Krypto-Gewinne als auch eventuelle Verluste selbstständig in der Steuererklärung angeben.

🏦 Meldet Bitvavo powered by Hyphe Daten an deutsche Finanzämter?

Aktuell meldet Bitvavo powered by Hyphe keine Daten an deutsche Finanzämter. Ab 2026 ändert sich dies allerdings grundlegend: Mit der dann gültigen DAC8-Richtlinie werden Krypto-Börsen EU-weit verpflichtet, Transaktionsdaten automatisch an die nationalen Steuerbehörden zu melden.

📄 Stellt Bitvavo Unterlagen für die Steuererklärung zur Verfügung?

Bitvavo powered by Hyphe stellt für die Steuer relevanten Berichtsdaten in der Kontoverwaltung zur Verfügung. Die Plattform bietet einen Zugang zur Transaktionshistorie, was den Steuerberechnungsprozess erleichtert. Die Unterlagen enthalten Informationen wie Kaufdaten, Verkaufspreise, Handelsgebühren und Transaktionszeitpunkte. Für eine ordnungsgemäße Steuererklärung sollten Anleger diese Berichte regelmäßig herunterladen und sicher aufbewahren, da sie als Nachweis gegenüber dem Finanzamt dienen.

🗓️ Wann muss ich die Steuererklärung abgeben?

Die Steuererklärung für das Jahr 2024 muss bis zum 31. Juli 2025 beim Finanzamt eingereicht werden. Diese Frist gilt für alle Steuerpflichtigen, die ihre Erklärung selbst erstellen. Falls ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein die Steuererklärung erstellt, verlängert sich die Abgabefrist automatisch bis zum 28. Februar 2026. Bei verspäteter Abgabe können Verspätungszuschläge anfallen. Anleger ist zu empfehlen, rechtzeitig alle notwendigen Unterlagen von Bitvavo powered by Hyphe herunterzuladen und Krypto-Gewinne ordnungsgemäß dokumentieren.

📝 Kann ich eine Steuererklärung bei Fehlern auch berichtigen?

Eine fehlerhafte Steuererklärung kann grundsätzlich berichtigt werden. Wer einen Teil seiner Krypto-Erträge vergisst anzumelden, kann diese bis zu vier Jahre rückwirkend durch eine berichtigte Steuererklärung nachreichen. Dies ist über eine Änderungserklärung oder einen Antrag auf Änderung des Steuerbescheids möglich. Wichtig ist dabei, dass die Korrektur freiwillig und wahrheitsgemäß erfolgt. Wird das vorsätzliche Verschweigen von Gewinnen jedoch vom Finanzamt entdeckt, handelt es sich um Steuerhinterziehung mit entsprechenden rechtlichen Konsequenzen.

Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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