

Wie zieht capital.com Steuern auf Gewinne ein? Entscheidend für die Besteuerung ist der Sitz des Brokers. Hier gelten im Vergleich zu deutschen Anbietern Besonderheiten.
Mit Einführung der Abgeltungssteuer werden pauschal 25 % zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag bei Brokern im Inland einbehalten. Sitzt ein Broker im Ausland, gelten andere Regeln. Genau diese Situation tritt bei capital.com ein. Steuern werden nicht automatisch abgeführt.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine steuerliche Beratung dar. Zudem übernehmen wir keine Garantie für die Richtigkeit der hier gegebenen Aussagen. Gesetzliche Regelungen können sich ändern. Für individuelle Fragen zur Steuererklärung wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater.
Gewinne, die Anleger mit Differenzkontrakten erzielen, sind im Steuerrecht Kapitalerträge. Entsprechend haben Sie diese auch zu versteuern. Alles andere wäre strafbar – weil Steuerhinterziehung. Wie das Steuerrecht mit Einkünften aus Aktien, CFDs oder Forex umgeht, definiert § 43 ff. EStG.
capital.com operiert von Zypern aus. Durch den Broker werden keine Steuern nach Deutschland abgeführt. Daher stellt capital.com auch keine entsprechende Steuernachweise aus. In der Folge sind Sie in der Pflicht, Gewinne aus dem CFD Handel gegenüber dem Finanzamt anzugeben.
Wichtig: Mit der Einordnung von CFDs als Termingeschäft durch das Bundesfinanzministerium sind Verluste aus dem Trading nur noch begrenzt abziehbar. Aufgrund § 20 Absatz 6 Satz 5 EStG dürfen diese ausschließlich mit Gewinnen aus Termingeschäften – bis zu einer Höhe von höchstens 20.000 Euro im Jahr – verrechnet werden. Verbleibt ein Verlust bei capital.com, steuern Sie auf einen Verlustabzug für das Folgejahr zu.
Beispiel: Über Ihr capital.com Handelskonto machen Sie 25.000 Euro Verlust und 30.000 Euro Gewinn. Nach der Verrechnung bleiben 5.000 Euro Verlust übrig. Zusätzlich zahlen Sie auf 10.000 Euro Abgeltungssteuer – also 2.500 Euro.
Sie tragen zum Stichtag Ihre Gewinne aus dem CFD Trading bei capital.com in die Steuererklärung ein. Zur korrekten Erfassung tragen Sie die Kapitalerträge in das Steuerformular KAP ein. Achtung: Einzutragen sind die Gewinne von capital.com in das Steuer-Formular als Kapitalerträge, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterliegen.
Im Formular KAP gehören diese zu den ausländischen Kapitalerträgen. Dafür dürfen Sie die Gewinne bereits um die Verluste berichtigen. Achten Sie aber darauf, dass Verluste aus Kapitalerträgen allgemein und Termingeschäften im Speziellen noch einmal separat in eigenen Zeilen erfasst werden.
Im Online Broker Test spricht für capital.com die Auswahl an Märkten für die Basiswerte der Differenzkontrakte. Als Anleger loggen Sie sich auch jederzeit vom Smartphone oder Tablet aus in Ihr Handelskonto ein. Erträge aus einzelnen Long- oder Short-Positionen zahlt capital.com aus. Steuern in Form der deutschen Abgeltungssteuer werden nicht ans Finanzamt überwiesen.
Für deren korrekte Erfassung sind Sie als Anleger verantwortlich. capital.com stellt eine Trading-Übersicht zur Verfügung, mit welcher sich Bewegungen auf dem Handelskonto nachvollziehen lassen. Nutzen Sie die Möglichkeit, um Gewinne und Verluste miteinander zu verrechnen.
Da der Broker aus Zypern operiert, gelten im Vergleich zum deutschen Steuerrecht andere Rahmenbedingungen. Diese betreffen den Verkauf von Wertpapieren und Termingeschäfte, die auf Zypern steuerfrei sind. Daher erfolgt die Auszahlung der Gewinne auch ohne Steuerabzug.
Für CFDs als Termingeschäft steckt der Spread als Teil der capital.com Gebühren bereits in den gehandelten Positionen. Es gibt keine Möglichkeit einer separaten Verrechnung der Spreads und Swaps mit den Gewinnen aus dem Handel bei capital.com.
Über den Sparer-Pauschbetrag bzw. den Freistellungsauftrag nutzen Sie als Anleger eine legale Möglichkeit, den Abzug der Abgeltungssteuer bei inländischen Brokern zu verhindern. Da capital.com keine Steuer nach Deutschland abführt, erübrigt sich dieser Schritt.
Wer als Anleger bei capital.com Erfahrungen mit CFDs macht, bekommt einmal im Jahr ein Handelsprotokoll mit den Bewegungen auf dem Handelskonto. Diese hilft Ihnen bei der Erstellung der Steuererklärung, ist aber kein offizieller capital.com Steuerbericht.
Die Gebühr für den garantierten Stop Loss (GSL) fällt nur an, wenn Stop Loss tatsächlich ausgelöst wird. In diesem Moment macht sich die Gebühr steuermindernd geltend, da sie als Prozentsatz in Bezug auf die Positionsgröße berechnet wird.
CFDs sind Hochrisiko-Produkte – auch durch den Hebel (Leverage). Geringe Veränderungen im Kurs des Basiswerts vervielfachen sich durch die Hebelwirkung. Als Anleger ist es Ihre Aufgabe, Trends und Kursbewegung zu antizipieren.
Über das capital.com Demokonto steigen Sie als Anleger ins Trading ein und probieren alles aus. Um was Sie sich keine Gedanken machen: Ob capital.com Steuern automatisch abführt.
Hinweis:
CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 76 % der Kleinanlegerkonten verlieren beim Handel mit CFD Geld. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.