

CapTrader ist ein deutscher Broker – als Anlagevermittler agiert er jedoch für den US-Partner Interactive Brokers. Kunden schätzen den deutschen Ansprechpartner, aber bedeutet dies auch deutsche Einlagensicherung bei CapTrader? Die Sicherheit der Kundengelder ist bei CapTrader etwas anders geregelt.
Wie das Unternehmen selbst auf der Website betont, führt CapTrader keine Aufträge in aus, berät nicht und hält kein Kundenvermögen. Die Services des Brokers sind als Unterstützungsdienstleistungen zu verstehen und bahnen den Weg im Kontakt und bei der Nutzung der Handelsplattform von Interactive Brokers. Eine CapTrader Einlagensicherung in Deutschland, nach deutschem Standard, gibt es deshalb nicht.
Schon der Blick auf die juristischen Informationen in der Fußzeile der Website zeigt, dass CapTrader nur ein Frontmann ist und Zugang zu IBKR bietet. In diesem Fall ist der Partner nicht unmittelbar der große US-Broker, sondern dessen Niederlassung in Irland, gemessen an den Leistungen lassen sich die CapTrader Gebühren als wettbewerbsfähig bezeichnen.
Interactive Brokers Ireland verwaltet die Konten und Depots von Kunden aus der gesamten EU und damit auch deutscher Anleger und Trader. Es gilt also der Einlagenschutz der grünen Insel, aber wie sieht der aus?
Die Niederlassung von IBKR in Irland, auch als IBIE abgekürzt, verwahrt die Gelder der Kunden in getrennten Konten, getrennt vom eigenen Vermögen. Die Summe der Barmittel und Wertpapiere wird täglich abgeglichen. Die Werte im Depot verbleiben dabei zu jederzeit im Besitz des Anlegers.
Wer den Marginhandel bei Interactive Brokers betreibt, wird als Privatperson durch den Schutz vor Negativsalden vor einer Verschuldung bewahrt. Rutschen offene Positionen in den negativen Bereich, werden sie durch IBIE geschlossen.
Außerdem genießen bestimmte Kunden von Interactive Brokers Ireland Limited den Schutz des Irish Investor Compensation Scheme, kurz ICS.

▶️ CapTrader kann neben einem Einlagenschutz auch einige Auszeichnungen vorweisen
Der irische Anlegerschutz soll Privatpersonen unterstützen – er deckt weder professionelle Tradser noch institutionelle Kunden ab. Verwaltet wird der ICS durch eine unabhängige Behörde, die Investor Compensation Company.
Abgedeckt sind 90% der verlorenen Beträge, bis zu einer Höhe von 20.000 Euro je Anleger, im Fall einer Insolvenz des Brokers. Dies ist also die CapTrader Einlagensicherung, und sie greift, wenn ein Investmentunternehmen, in diesem Fall Interactive Brokers, seine Tätigkeit einstellt und nicht in der Lage ist, die Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden zu bedienen. Kurz gesagt zahlt der Fonds, wenn
Der Anlegerschutz ist nicht zuständig für Verluste aufgrund schlechter oder unseriöser Beratung oder aufgrund von Verwerfungen an den Märkten.
Der Einlagenschutz bei CapTrader ist also eigentlich der Einlagenschutz von IBKR am Standort Irland – und deckt damit die Aktivitäten der Kunden im Handel mit diesem Broker ab. Das Kerngeschäft bei CapTrader ist zweifellos die Vermittlung für den US-Broker, dessen gewaltiges Portfolio kaum zu überbieten ist.
Hinzugekommen ist allerdings in jüngster Zeit ein Sparplan-Angebot – auf wiederholten Kundenwunsch. Mehr als 1.300 Exchange Traded Funds von namhaften Emittenten werden in Raten nach eigener Wahl bespart – zu günstigen Konditionen und unter Berücksichtigung des Cost Average Effekts.
Der Partner für das Sparplan-Angebot mit ETF ist allerdings nicht IBKR, sondern die FNZ Bank, vormals bekannt als European Bank for Financial Services GmbH, kurz Ebase. Das Angebot der FNZ Gruppe ist ein deutscher Vermögensverwalter, der im B2B-Sektor tätig ist. Als deutscher Finanzdienstleister ist die Bank dem gesetzlichen Einlagenschutz eingegliedert und überdies Pflichtmitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Hinzu kommt eine freiwillige Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V.
CapTrader ist ein deutsches Unternehmen, erbringt selbst aber keine Finanzdienstleistungen. Dei CapTrader Einlagensicherung erfolgt über den Partner Interactive Brokers in Irland.
Ebenso wie bei CapTrader keine Einlagensicherung in Deutschland greift, führt CapTrader Steuern auf Kapitalerträge, die sogenannte Abgeltungssteuer, nicht ab. Kunden müssen ihre Renditen, darunter CapTrader Zinsen und Dividenden aus Aktien, selbst versteuern.
Die Services und die Handelsplattform können Kunden mit dem CapTrader Demokonto unverbindlich und kostenlos testen, bevor sie sich für den Echtgeldhandel entscheiden.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.