

Wer bei Coinbase in mehrere hundert Kryptowährungen investieren will, beschäftigt sich auch mit der Frage nach den Auszahlungsmethoden. Als etablierte Krypto-Plattform ist die Erwartungshaltung an Coinbase an dieser Stelle durchaus hoch. Die Frage ist aber nicht nur, wie sich Gewinne sicher auszahlen lassen, sondern auch, was ein Cash Out am Ende kostet.
Die Krypto-Börse aus den USA setzt auf verschiedene Auszahlungsmethoden für Guthaben und ermöglicht auch den direkten Transfer von Kryptowährungen auf externe Wallets – zum Beispiel, wenn Anleger ihr Coinbase Konto löschen wollen. Was Anlegern aber klar sein muss: Die verschiedenen Zahlungsmethoden haben ihre Vor- und Nachteile. Und auch steuerlich sind einige Aspekte – auch im Hinblick auf Bitvavo & Steuern – zu berücksichtigen.
Coinbase-Nutzer haben die Möglichkeit, zwischen zwei Auszahlungsoptionen zu wählen: Der Auszahlung von Guthaben auf das Bankkonto oder PayPal sowie den direkten Transfer von Kryptowährungen auf externe Wallets. Die Banküberweisung ist für die Plattform die Standardmethode bei einer angeforderten Auszahlung. Die Höhe der Kosten wird intern über die Kontoverwaltung ausgewiesen.
Im Hilfe-Center gibt Coinbase lediglich an, dass Auszahlungsgebühren anfallen können, geht hier aber nicht weiter ins Detail (was zum Beispiel Bitpanda als Alternative. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel ein bis drei Werktage, wobei sich anhand der Praxiserfahrungen herauskristallisiert, dass das Geld oft innerhalb von zwei Werktagen auf dem Konto eingeht. Zu beachten ist, dass das Empfängerkonto auf den gleichen Namen wie das Coinbase-Konto laufen muss.
PayPal bietet dagegen den Vorteil einer sehr schnellen Verfügbarkeit der Auszahlungen. Coinbase lässt das Wallet – anders als im Fall einer Einzahlung – auch für den Cash Out zu. Warum die Plattform diesen Weg geht, dafür ist keine Erklärung im Detail zu finden. Allerdings wäre ein möglicher Ansatz, dass Coinbase Konflikte im Hinblick auf den Käuferschutz vermeiden will. Transaktionen mit PayPal werden sofort ausgeführt, das allgemein verfügbare Preisverzeichnis weist für die PayPal Auszahlung bei Coinbase keine Gebühr aus.
Entscheiden sich Anleger für Krypto-Auszahlungen auf externe Wallets, muss zuerst über die empfangende Wallet eine Adresse generiert werden. Im Hinblick auf Coinbase Auszahlungsgebühren sind in diesem Zusammenhang nur die Netzwerkgebühren der jeweiligen Blockchain relevant. Diese variieren je nach Kryptowährung.

▶️ Coinbase bietet schnelle und sichere Auszahlungsmethoden an/ Shutterstock/ PeopleImages.com – Yuri A
Coinbase versucht, den Auszahlungsprozess so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Trotzdem passieren immer wieder Fehler. Bei Krypto-Transfers ist die Eingabe falscher Wallet-Adressen eine Fehlerquelle. Da Blockchain-Transaktionen irreversibel sind, führen Tippfehler oder das Verwenden falscher Netzwerke schnell zum Verlust der übertragenen Coins. Anleger sind angehalten, Wallet-Adressen genau zu überprüfen.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch mit einer kleinen Testüberweisung (unter Beachtung der Coinbase Auszahlungslimits) starten. Kontosperrungen sind ein weiteres Problem. Coinbase kann Auszahlungen blockieren, wenn ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt werden oder zusätzliche Verifizierungen erforderlich sind. Dies betrifft unter anderem Anleger mit sehr hohen Auszahlungsbeträgen oder bei Auszahlungen nach Inaktivität.
Natürlich sind auch technische Probleme eine Ursache für Ärger. Netzwerküberlastungen führen zu hohen Abwicklungszeiten. Zudem sind variable Netzwerkgebühren (zum Beispiel in Abhängigkeit der Volatilität) ein Problem. Letztlich sind es aber auch Probleme mit Zahlungsdienstleistern, die zu einer Hürde werden. Blockieren Banken Überweisungen von Krypto-Börsen oder verzögern diese, entstehen sehr schnell ärgerliche Situationen.
Anleger müssen sich auch bewusst sein, dass steuerliche Fallstricke im Zusammenhang mit der Auszahlung von Geld bei Coinbase entstehen. Sobald über die Kryptowährungen im Verkauf nämlich ein Gewinn entsteht, wird das Finanzamt hellhörig. Beim Geld auszahlen über Coinbase ist daher immer daran zu denken, dass die Gewinne als private Veräußerungsgeschäfte eingestuft sind und hier außerhalb der zwölfmonatigen Spekulationsfrist ein Steuerprivileg (unter Beachtung der Freigrenze von 1.000 Euro) gilt. Wurde bereits mehrfach eine Coinbase Auszahlung in Anspruch genommen, kann sich hieraus also ein steuerrelevanter Sachverhalt ergeben.
Coinbase bietet Anlegern aus Deutschland verschiedene Möglichkeiten zur Auszahlung an. Guthaben in Euro lassen sich einfach per Banküberweisung oder PayPal auszahlen und Kryptowährungen direkt in eine externe Wallet transferieren. Die Kombination spricht verschiedene Zielgruppen an. Klar muss an dieser Stelle aber sein, dass sowohl Banküberweisungen als auch die anderen Transfers beobachtet werden. Auffälligkeiten haben mitunter zur Folge, dass eine Auszahlung bis zur Klärung zurückgehalten wird. Situationen, in denen der Support gefragt ist. Sollte dies passieren und Anleger gerade das Bitvavo Konto löschen, um beide Accounts zusammenzulegen, ist Abwarten eine gute Devise.

💡 Kryptos können bei Coinbase direkt in externe Wallets transferiert werden/ Shutterstock/ PeopleImages.com – Yuri A
Nein, Kryptowährungen sind nicht als Finanzprodukte im eigentlichen Sinn eingestuft, weshalb an dieser Stelle auch keine Abgeltungssteuer anfällt. Anleger deklarieren die Gewinne als private Veräußerungsgeschäfte.
Ja, sofern die Coins auf Coinbase verfügbar sind, sind die Umwandlung und der Verkauf möglich. Allerdings sollten immer die damit verbundenen Gebühren bedacht werden. Möglicherweise sind Konkurrenten wie die Kraken Alternative trotz Transaktionskosten immer noch günstiger.
Sofern über den Anbieterwechsel nachgedacht wird, ist eine komplette Glattstellung aller Salden bei Coinbase sinnvoll. Kryptos werden verkauft und ausbezahlt oder übertragen, alle Fiat-Guthaben lassen sich direkt ans Bankkonto überweisen.
Als eine offiziell lizenzierte Plattform muss auch Coinbase Aspekte wie den Schutz gegen Geldwäsche beachten. Insofern ist es erforderlich, dass die Auszahlungen von Anlegern auf der Plattform intern geprüft und bei einem Verdacht zurückgehalten werden.
Grundsätzlich kann dieser Schritt sinnvoll sein – um Steuern auf die bei Coinbase gemachten Gewinne zu verhindern. Allerdings ist zu beachten, dass hier durchaus das Preis-Timing eine Rolle spielt, also eher nicht nur aus Gründen der Steueroptimierung gehandelt werden sollte.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.