

Coinbase bietet Anlegern mit einem deutschen Wohnsitz verschiedene Möglichkeiten für den Einstieg in das Krypto-Trading. Viele Anleger nutzen die Plattform für das Spot-Trading – also den Kauf oder Verkauf von Coins. Über verschiedene Ordertypen lässt sich der Handel auf sehr unterschiedliche Weise gestalten. Die Stop-Order ist zum Beispiel ein beliebtes Instrument, um in das Trading ein „Sicherheitsnetz“ dafür einzubinden, dass der Kurs deutlich nachgibt.
Mit Coinbase Advanced bietet die Plattform eine interessante Handelsmöglichkeit an: Hebel-Trading auf Kryptowährungen. Hintergrund: Advanced ist ein professioneller Tradingdesk, über den Anleger bei Derivaten wie Futures bzw. Perpetual Contracts einen Hebel von bis zu 1:10 einsetzen. Was erreicht der Hebel bei Coinbase? Mögliche Gewinne werden verstärkt. Allerdings besteht auch das reelle Risiko, Verluste zu hebeln.
Kann man bei Coinbase mit Hebel traden? Ja, diese Option steht Anlegern tatsächlich zur Verfügung. Allerdings muss in diesem Punkt klar sein, dass der Schritt in diese Richtung nur gegangen werden sollte, wenn Anleger die Hebelprodukte wirklich verstehen. Nur dann ist auch gewährleistet, sich der Risiken bewusst zu sein.
Für die Betrachtung der Hebelprodukte bei Coinbase muss zwischen dem Spotmarkt – dem direkten Kauf und Verkauf der Krypto-Coins – sowie dem derivatebasierten Trading unterschieden werden. Im Spotmarkt, der in seinen Features auf den Privatanlage-Sektor ausgerichtet ist, wird von Coinbase kein Hebel unterstützt. Hier müssen Anleger immer den vollen Gegenwert ihrer Position im Portfolio über Guthaben decken.
Derivate – zu denen die bei Coinbase angebotenen Futures gehören – ermöglichen ein Trading mit Leverage (Hebelwirkung). Deren Ausmaß kann durch den Anleger gewählt werden. Zu beachten ist hier, dass dieses Angebot nur über die Plattform Coinbase Advanced zur Verfügung steht. Hier kann der Anleger einfach per Mausklick zwischen dem Spothandel und dem Margin Trading (eine Bezeichnung, die häufig für hebelbasierte Order verwendet wird) wechseln.

👍 Coinbase bietet den Kryptohandel mit Hebel an/ Shutterstock/ StockLite
Das Trading mit Hebel basiert bei Coinbase auf einem in seinen Grundzügen leicht verständlichen System (mit dem mehr Kapital als im Portfolio verfügbar ist, bewegt werden kann). Zentrales Element ist Margin (Sicherheitsleistung), mit der bei Coinbase Hebel von bis zu 10:1 möglich sind. Anleger hinterlegen (zum Beispiel über die Coinbase App) eine Initial Margin zum Öffnen der Position. Bei einem Hebel von 5:1 bewegen 100 Euro also 500 Euro am Markt. Die Maintenance Margin ist die Sicherheitsleistung, die zum Offenhalten der Position verfügbar sein muss.
Anleger, die bei Coinbase Hebel im Trading einsetzen wollen, müssen sich über einen besonderen Aspekt im Klaren sein. Die Initial Margin basiert immer auf dem Kurswert und dem Ordervolumen. Sie kann relativ einfach berechnet werden. Die Maintenance Margin lässt sich schwerer beherrschen, da sie sich mit dem Preisniveau des Assets ändert und vom Kontoguthaben beeinflusst wird.
Bei den Futures-Produkten von Coinbase handelt es sich hauptsächlich um Perpetual Futures, auch Perpetual Swaps genannt, die eine besondere Form von Derivatkontrakten darstellen. Diese haben im Gegensatz zu traditionellen Futures kein Verfallsdatum und können theoretisch unendlich gehalten werden, solange die Margin-Anforderungen erfüllt sind.
Perpetual Futures verfolgen den Spotpreis der zugrundeliegenden Kryptowährung und sind mit einem speziellen Mechanismus ausgestattet, der die Nähe des Futures-Preises nahe dem tatsächlichen Marktpreis gewährleistet. Anleger müssen bei dieser Form des Tradings verstehen, dass nie echte Kryptowährung ausgetauscht werden, sondern lediglich eine Partizipation an der Preisentwicklung stattfindet. Die Grundlagen der Assetbewertung entsprechen aber der Herangehensweise an die ChatGPT Aktienanalyse.
Es besteht durchaus ein nicht zu unterschätzendes Risiko, mit dem Margin-Trading bei Coinbase einen Verlust zu realisieren. Die größte Gefahr ist die Liquidation. Letztere kann automatisch erfolgen, wenn der Kontowert unter die Maintenance Margin fällt. Generell gilt hierbei der Grundsatz: Je höher der Hebel, desto geringer darf sich der Kurs in die falsche Richtung bewegen. Bei einem 10:1 Hebel reicht bereits eine Schwankung um fünf Prozent – und es wird ein 50-prozentiger Verlust des eingesetzten Kapitals realisiert. Zudem können starke Kursschwankungen ein erhebliches Risiko darstellen, da der Kurs, zu dem die Order am Markt platziert wird, nicht mehr der Preis ist, den Trader am Ende bei der Ausführung realisieren.

💡 Der Coinbase Hebel Handel bietet Vorteile, aber auch nicht zu unterschätzende Risiken
Nach der Anmeldung bei Coinbase nutzen Anleger auch Hebelprodukte, um von den Entwicklungen am Kryptomarkt zu profitieren. Diese Möglichkeit steht allerdings nur im Bereich des Futures-Tradings zur Verfügung. Wer als Anleger hier investieren will, darf sich nicht nur mit den Vorteilen des Margin-Tradings beschäftigen. Trader müssen sich bei Coinbase für den Hebel auf Risiken einstellen. Letztlich droht der Verlust des eingesetzten Kapitals. Wer mit den angebotenen Konditionen nicht zufrieden ist, kann das Coinbase Konto löschen und umziehen.
Die Handelsplattform prüft kontinuierlich, ob eine ausreichend hohe Margin für die Position mit Hebel bei Coinbase verfügbar ist. Sollte das verfügbare Kapital unter diese Schwelle sinken, wird der Margin Call ausgelöst, der in letzter Konsequenz zum Schließen der Position führt. Der resultierende Verlust kann sich bei der Coinbase Steuer bemerkbar machen.
Der Handel über den Orderzusatz Stop Loss kann bei einer moderaten Preisbewegung einen gewissen Schutz bieten. Sehr heftige Ausschläge fängt der Stop Loss nicht auf, da zwischen Orderpreis und Ausführungspreis eine Differenz (Slippage) liegen kann.
Grundsätzlich sollten Hebelprodukte in Anlegerportfolios eher als kurzfristiges Investment gesehen werden, da der Hebel nach einer Trendumkehr letztlich den Verlust nach oben treibt.
Coinbase nutzt eine Finanzierungsgebühr (Funding Rate), um die Preise der Futures immer nahe dem Marktpreis der jeweiligen Coins zu halten. Die Funding Rate wird in festen Intervallen von den Kontos der Maker und Taker eingezogen.
Nein, es ist Anlegern auf der Plattform natürlich freigestellt, ob sie den Hebel bei Coinbase nutzen oder nicht. Im Tradingdesk zu Advanced kann die Leverage für jede Order einfach per Mausklick eingestellt werden.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.