

DEGIRO war einer der ersten Broker mit Großhandelskonditionen für Privatkunden. Portfolio und Börsenplatzauswahl fanden ab 2014 auch in Deutschland schnell Anklang. Der ursprünglich niederländische Anbieter punktet seit der Fusion mit flatex mit dem DEGIRO Einlagenschutz in Deutschland.
DEGIRO behält auch nach dem Zusammenschluss seinen eigenen Charakter und wird durch die niederländischen Behörden reguliert. Hinter der Brokerage steht allerdings die flatexDEGIRO Bank. Der deutsche Finanzdienstleister unterhält für den Partner in den Niederlanden einen Standort, bietet aber einen Einlagenschutz nach deutschem Standard. Welche Sicherheiten bietet DEGIRO seinen Kunden, und bis zu welcher Höhe sind Guthaben geschützt?
DEGIRO ist nach wie vor als niederländischer Broker im Geschäft. Möglich macht es die dortige Niederlassung der deutschen flatexDEGIRO Bank. Der „Dutch Branch“ ist Anbieter der Brokerage, jedoch ein Teil eines deutschen Unternehmens. Neben den niederländischen Finanzbehörden zeichnet vor allem die deutsche BaFin verantwortlich für die Regulierung des Brokers.
Wie alle Banken und Broker in der EU muss sich auch DEGIRO an allgemein verbindliche Standards zur Sicherung der Einlagen halten. Diese sehen unter anderem eine Trennung von Unternehmenskapital und Kundengeldern vor.
Auf der Website von DEGIRO erfahren Interessierte, dass bei DEGIRO die Einlagensicherung durch eine Zweckgesellschaft ermöglicht wird – dieser Zweckgesellschaft als separater juristischer Person wird die Verwahrung der Einlagen übertragen. Anleger bleiben also jederzeit Besitzer ihrer Wertpapiere und ihres Kapitals. Sollte DEGIRO insolvent werden, hätten potenzielle Gläubiger auf die Einlagen keinen Zugriff.
Da die übergeordnete flatexDEGIRO Bank AG Teil des deutschen Einlagensicherungssystems ist, gilt der gesetzliche Einlagenschutz. Dieser sichert bis zu 100.000 Euro je Anleger ab. Für zusätzlichen Schutz sorgt die deutsche Anlegerentschädigungseinrichtung. Sollte der Broker nicht in der Lage sein, das Sondervermögen der Anleger zu erstatten, kommt diese Institution für bis zu 90%, höchstens aber 20.000 Euro je Anleger auf.

▶️ So sicher sind Ihre Einlagen
Die Einlagen der Kunden genießen bei DEGIRO durch die separate Verwaltung den Status des Sondervermögens. Aufgrund der Trennung der Kundengelder vom Unternehmenskapital und der Aufbewahrung durch eine eigens dafür geschaffene Verwaltungseinheit ohne kommerzielle Tätigkeiten können Gläubiger nicht auf dieses Sondervermögen zugreifen. Es verbleibt unter der Kontrolle der separaten juristischen Person auch wenn der Broker insolvent würde.
DEGIRO bemüht sich durch diese Struktur, eine Verwahrkette zu schaffen, die die separate Verwaltung der Einlagen so weit als möglich abdeckt. Innerhalb der EU gehört sie zu den wichtigsten Auflagen, die die Regulierungsbehörden an Finanzdienstleister stellen.
Die DEGIRO Einlagensicherung betrifft in erster Linie das Kapital der Kunden. Denn die Werte im Depot sind grundsätzlich im Besitz des Anleger und verbleiben auch dort. Selbst eine Insolvenz des Brokers hat auf diesen Sachverhalt keinen Einfluss. Sie können lediglich durch Marktrisiken an Wert verlieren, beispielsweise wenn ein Unternehmen hinter einer Aktie oder Anleihe plötzlich Konkurs anmeldet.
Die Einlagensicherung bei DEGIRO in Deutschland deckt die Gelder ab, die auf dem Verrechnungskonto liegen. Dieses Verrechnungskonto wird zusammen mit dem Depot eröffnet, es ist ein persönliches Konto mit einer eigenen IBAN. Auf dem Verrechnungskonto deponieren Anleger und Trader das Kapital für ihre Investitionen. Hierhin fließen die Erlöse aus Wertpapierverkäufen oder Dividendenausschüttungen und andere Renditen. Das Geldkonto bei DEGIRO ist ausschließlich diesen Zwecken vorbehalten. Die hier gehaltenen Gelder sind es, die die deutsche gesetzliche Einlagensicherung abdeckt.
DEGIRO ist ein niederländischer Broker. Aufgrund des Zusammenschlusses mit flatex steht auch hinter diesem Anbieter nun die deutsche flatexDEGIRO Bank, und damit die gesetzliche deutsche Einlagensicherung.
DEGIRO wird weiterhin nicht als deutscher Finanzdienstleister betrachtet. Daher führt DEGIRO Steuern für seine Kunden nicht ab. Die Versteuerung liegt in der Verantwortung der Anleger.
Bestehende Wertpapierpakete können mit dem DEGIRO Depotübertrag zum Broker transferiert werden. Die Unterstützung beim Depot-Umzug ist nicht mit DEGIRO Gebühren verbunden.
Die günstigen Konditionen gehen mit einem abgespeckten Geschäftsmodell einher – ein DEGIRO Sparplan wird bei dem Broker deshalb nicht angeboten.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.