

Der Freistellungsauftrag weist aus, welche Beträge Anleger und Trader bei einem Finanzdienstleister von der Steuer ausnehmen wollen. Deutsche Broker oder Banken führen standardmäßig die Kapitalertragssteuer von 25 Prozent auf alle Renditen ab und nehmen nur aus, was der Kunde beauftragt.
Das lässt natürlich die Frage aufkommen, ob man DEGIRO einen Freistellungsauftrag erteilen kann und wenn ja wie. Da der Broker seine Zentrale in den Niederlanden hat, ist er jedoch trotz des hohen Marktanteils in Deutschland nicht steuereinfach. Anleger können den Freibetrag bei der eigenständigen Versteuerung ihrer Gewinne oder für Investitionen über einen anderen Anbieter ausschöpfen.
Gäbe es den DEGIRO Freistellungsauftrag, könnten Kunden dadurch den Broker instruieren, einen Teil ihrer Renditen von der Besteuerung auszunehmen. Denn wo die Abgeltungssteuer von 25 Prozent direkt an den Fiskus abgeführt wird, ist das nicht wenig. Den befreiten Pauschbetrag auszunehmen, hat für deutsche Anleger Vorteile. Denn automatisch besteuert werden
Es handelt sich also ausdrücklich um echte Renditen, nicht besteuert werden reguläre Transaktionen. Der Fiskus kommt deutschen Sparern und Anlegern allerdings mit Beträgen entgegen, die alljährlich von der Steuer ausgenommen sind.
Diese Sparerpauschbeträge wurden in jüngster Zeit angehoben – lagen sie noch bis vor kurzem bei 801 Euro pro Person, sind seit 2023 nun 1.000 Euro für einzelne Anleger, für zusammen veranschlagte Paare das Doppelte steuerfrei.
Eine Bank oder ein Broker geht allerdings nicht ohne weiteres davon aus, dass diese Summen freigestellt werden. Einer der Gründe, warum Finanzdienstleister zunächst alles versteuern, liegt darin, dass Kunden verschiedene Anbieter für Trading oder Investitionen nutzen können. Deshalb dürfen sie den Freibetrag auch aufteilen auf verschiedene Finanzdienstleister als

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Auf 1.000 Euro der erzielten Gewinne keine Steuern zahlen zu müssen sollten private Anleger ausschöpfen. Die Freistellung kann für verschiedene Aktivitäten und Konten vorgenommen werden. Dazu gehören:
▶️ Wertpapierdepots
▶️ Tages-, Festgeld- und Verrechnungskonten
▶️ CFD-Handelskonten
▶️ Einzel- und Gemeinschaftskonten
Jeder Freistellungsauftrag deckt ein Kalenderjahr ab und gilt damit ab dem 1. Januar des jeweiligen Jahres bis zum 31. Dezember. Man kann überdies bei einem anderen Broker als DEGIRO den Freistellungsauftrag einrichten, ändern oder bei einer Alternative zu DEGIRO den Freistellungsauftrag nachträglich erteilen.
Ein Freistellungsauftrag bei DEGIRO ist für deutsche Kunden also nicht möglich. Da es durchaus nicht unüblich ist, dass Anleger ihr Kapital auf mehrere Finanzdienstleister verteilen, lohnt es sich zu wissen, wie und wo man ihn anderweitig ausschöpft.
So können Anleger bei anderen Anbietern als DEGIRO den Freistellungsauftrag rückwirkend erteilen – in diesem Fall werden die Renditen ab dem 1. Januar berücksichtigt. Die nachträgliche Änderung ist natürlich möglich, und wer seine Aktivitäten verlagert, kann bei einem anderen Broker als DEGIRO den Freistellungsauftrag löschen.
Wer kein weiteres Depot oder Tradingkonto führt, macht den Freibetrag im Rahmen der Steuererklärung geltend. Er wird, ebenso wie die erzielten Verluste, vom Gewinn abgezogen und nur das verbleibende Kapital versteuert.
DEGIRO gilt nicht als deutscher Finanzdienstleister und führt die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge deshalb auch nicht ab. Kunden des Brokers können weder für Einzelpersonen noch für Ehepaare einen Freistellungsauftrag erteilen.
Da es die Möglichkeit, einen Freistellungsauftrag zu erteilen, bei DEGIRO gar nicht gibt, ist auch eine Anpassung oder ein Löschen des Auftrags nicht möglich. Wer für seine Kapitalerträge bei anderen Banken und Brokern Freistellungen erteilt, kann Änderungen in der Regel komfortabel selbst vornehmen, entweder über den persönlichen Webzugang oder über die Banking-App.
Der Freibetrag, der von der Abgeltungssteuer ausgenommen ist, ist nicht auf eine Bank oder einen Broker beschränkt. Anleger können ihn aufteilen auf verschiedene Finanzdienstleister. Die Freistellung gilt dann für Kapitalerträge auf allen Konten bei dem betreffenden Anbieter.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.