

Zinsen auf liquides Guthaben auf dem Verrechnungskonto bieten seit der Zinswende immer mehr Broker an. Sie schaffen damit zusätzliche Anreize für Neukunden. Allerdings bietet der niederländische Broker DEGIRO Zinsen dieser Art nicht an. Es gibt allerdings Sollzinsen für Anleger, die den Wertpapierkredit nutzen.
Dass es bei DEGIRO Zinsen auf Guthaben nicht gibt, ist einerseits ein Nachteil, doch wer keine größeren Beträge auf dem Verrechnungskonto lagert, kann dies in Kauf nehmen. Im Gegenzug kann DEGIRO mit günstigen Konditionen punkten. Der Broker gehörte zu den ersten Anbietern, die deutschen Anlegern und Tradern Großhandelspreise einräumten.
Dass es für freies Kapital Zinsen gibt, seit die Zentralbanken die Zinswende vollzogen haben, ist keine Seltenheit mehr. Insbesondere Neobroker und Multibroker nutzen Zinsen, bisweilen mit monatlicher oder täglicher Gutschrift, um ihre Angebote zu erweitern und zu bereichern.
Dass es bei DEGIRO Zinsen dieser Art, also Habenzinsen auf das Kapital, nicht gibt, mag auf den ersten Blick gegen den Broker sprechen. Bei näherer Betrachtung kann DEGIRO jedoch mit der Ausgestaltung seines Angebots überzeugen.
Anleger handeln bei DEGIRO an mehr als 50 internationalen Börsen. Das Portfolio ist riesig und beinhaltet zahlreiche Anlageklassen: in aller Welt. Die daraus resultierende Auswahl ist in der Tat riesige und umfasst Aktien und Anleihen, aktiv verwaltete Investmentfonds und ETF, aber auch strukturierte Produkte, Futures und Optionen. Mit dem Wertpapier- und Marginhandel kommt DEGIRO sehr unterschiedlichen Ansprüchen und Risikoneigungen entgegen. Einen DEGIRO Sparplan gibt es allerdings nicht.
▶️ Aktien und Anleihen
▶️ Investmentfonds
▶️ ETF
▶️ Strukturierte Produkte
▶️ Futures
▶️ Optionen
Lediglich auf das CFD-Trading müssen Kunden von DEGIRO verzichten, und auch die Möglichkeit, einen DEGIRO Sparplan einzurichten, gibt es nicht.

▶️ Sparen mit DEGIRO
Die DEGIRO Gebühren sind Pauschalen, die aus der Kommission des Brokers und der Börsengebühr bestehen – sie sind nicht nur unmittelbar nachvollziehbar, sondern auch sehr wettbewerbsfähig. So zahlen Kunden für den Aktienhandel an der Xetra 3,90 Euro + 1,00 Euro, für Transaktionen an US-Börsen fallen 1,00 Euro + 1,00 Euro an. ETF sind mit Handelskosten von 2,00 Euro + 1,00 Euro je Order verbunden, die sogenannte Kernauswahl von etwa 200 ETF gibt es frei von Ausgabeaufschlägen.
DEGIRO ist ein Broker – keine Bank. Die üblichen Bankservices und Konten finden Kunden bei dem Broker nicht, doch ein Wertpapierkredit wird angeboten. Das Beleihen des Depotwerts, der sogenannte Lombardkredit, dient der Kapitalaufnahme für geplante Transaktionen.
Er kann jederzeit in Anspruch genommen werden – wer die Absicht für einen Wertpapierkredit jedoch im Vorfeld ankündigt, erhält bei DEGIRO günstigere Konditionen.
Der gewöhnliche Wertpapierkredit geht mit Standardzinsen von 6,90 % p.a. einher.
Entscheidet sich ein Kunde für die Zuteilung eines Betrags, der im folgenden Kalendermonat als Wertpapierkredit in Anspruch genommen wird, räumt er dem Broker eine Planungszeitraum ein. DEGIRO revanchiert sich mit einem reduzierten Zinssatz von 5,25 % p.a.
Eine derartige Zuteilung kann im persönlichen Kundenbereich vorgenommen werden, und zwar mit den Kontomodellen Active-, Trader- oder Day Trader. Mit der Option „Zuteilung hinzufügen“ wird ein Betrag präzisiert und am ersten Tag des folgenden Kalendermonats verfügbar. Die Mittel können in Euro, aber auch in Fremdwährung beansprucht werden.
Einmal eingerichtet, bleibt die Zuteilung aktiv, bis sie modifiziert oder entfernt wird. Der Zinssatz wird für den zugeteilten Betrag erhoben – auch wenn dieser nicht in voller Höhe ausgeschöpft wird.
DEGIRO gehört nicht zu den Anbietern, die das freie Kapital auf dem Verrechnungskonto verzinsen. Der Broker macht hier keine Unterschiede, so dass es auch keine DEGIRO Zinsen für Bestandskunden gibt. DEGIRO Zinsen, monatlich gutgeschrieben für das Guthaben auf dem Verrechnungskonto, gibt es nicht, auch eine Auszahlung von Zinsen bei DEGIRO ist nicht vorgesehen.
Als niederländischer Broker führt DEGIRO Steuern für deutsche Kunden nicht ab. Gewinne aus Kapitalmaßnahmen müssen Anleger also selbst versteuern und die anfallende Abgeltungssteuer abführen.
Ein DEGIRO Depotübertrag – eingehend oder ausgehend – wird durch die bereitgestellten Formulare und die Hilfe des Brokers erleichtert.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.