

Als Flatex nach seiner Gründung die ersten Konten für Anleger eingerichtet hat, war das Flatrate Modell im Wertpapierhandel noch ein echtes Novum. Inzwischen ist diese Form der Flatex Gebühren durchaus auch bei anderen Anbietern anzutreffen, das Festpreismodell hat sich neben den variablen Orderprovisionen durchgesetzt.
Aus Sicht der Anleger spielt die Sicherheit eine besondere Rolle – schließlich geht es hier nach dem Flatex Depotübertrag um Ihr Geld (und manchmal viel Geld). Ob ein Anbieter seriös ist, lässt sich nicht pauschal an der Flatex Einlagensicherung festmachen. Es geht um den Gesamteindruck. In die Bewertung fließt ein, wie Flatex mit Aspekten wie Datensicherheit umgeht.
Flatex Einlagensicherung – der Faktencheck:
Investitionen bergen Risiken
Das Thema Einlagensicherung spielt für Kapitalanleger eine nicht zu unterschätzende Rolle. An diesem Punkt entscheidet ein Broker wie Flatex nicht einfach nach individuellen Gesichtspunkten, sondern ist immer an die gesetzlichen Rahmenbedingungen gebunden. Als Broker mit einem deutschen Geschäftssitz unterliegt die Flatex Einlagensicherung den Regelungen in Deutschland.
In diesem Punkt ist zwischen dem Guthaben auf dem Verrechnungskonto – dem Cashkonto – und dem Wertpapierbestand zu unterscheiden. Was ergibt sich hieraus für die Flatex Einlagensicherung? Deutschland schützt Einlagen bei Banken – dazu gehören Bankguthaben (auch auf Festgeldkonten) – mit einer Summe von 100.000 Euro.
Neben dieser gesetzlichen Einlagensicherung greifen noch institutionelle und freiwillige Sicherungsinstrumente. Dazu gehört beispielsweise der Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes. Da bei Flatex Zinsen auf das Guthaben nicht gezahlt werden und Anleger freies Kapital schnell für Marktexpositionen nutzen, ist es für den Broker eher unwahrscheinlich, dass die Einlagensicherung ausgeschöpft wird.
Flatex ist ein Broker, der Anlegern eine Schnittstelle zu verschiedenen Handelsplätzen und Tradingklassen anbietet. Als Trader werden Sie beim Broker ein breit aufgestelltes Portfolio aufbauen. Aus diesem Grund ist es von Bedeutung, wie Flatex den Anlegerschutz realisiert. Auch hier gibt es gesetzliche Vorgaben. Wie sehen diese aus? In Deutschland greift eine Anlegerentschädigung, die 90 Prozent der Forderungen aus Wertpapiergeschäften bis zu einem Betrag von maximal 20.000 Euro erfasst. Heißt im Klartext: Kann der Broker Ihre Forderungen aus dem Wertpapierhandel nicht erfüllen, greift die Anlegerentschädigung. Was allerdings nicht bedeutet, dass Sie bei Verlusten durch falsche Anlageentscheidungen den Broker in Haftung nehmen können. Handelsentscheidungen zu treffen ist Ihr persönliches Risiko im Wertpapierhandel.

▶️ Wie sicher ist das Flatex Wertpapierdepot?
Bei einer Bewertung der Flatex Einlagensicherung und Anlegerentschädigung stellt sich die Frage: Wem gehören die Wertpapiere aus dem Depot eigentlich? Grundsätzlich sind Sie als Trader der Inhaber von Aktien oder Anleihen und ETFs. Flatex als Broker ist in diesem Zusammenhang nur die Verwahrstelle. Guthaben und Wertpapiere müssen von den Aktiva und Passiva des Brokers als Unternehmen getrennt werden.
Daher kann das Vermögen der Trader bei einer Insolvenz nicht einfach verwertet werden. Wichtig: Etwas anders sieht die Situation beim Handel auf Finanzderivate aus. Hier findet in einigen Tradingklassen – wie bei den CFDs – kein physischer Wertpapierbesitz statt.
Sich für einen Broker wie Flatex zu entscheiden heißt auch, dem Anbieter einen gewissen Vertrauensvorschuss mit auf den Weg zu geben. Es spielt keine Rolle, ob Sie in der Hauptsache über den Desktop-Trader handeln oder die Flatex App nutzen. Die Einlagensicherung für Guthaben schützt in diesem Zusammenhang bis zu 100.000 Euro. Gehen Ihnen Wertpapiere verloren, ist die Anlegerentschädigung deutlich niedriger. Hier erhalten Sie bis zu 20.000 Euro.
Die Einlagensicherung hat eine gesetzliche Aufgabe: Sie soll Einlagen der Verbraucher bei Banken schützen – etwa für den Fall einer Insolvenz des Anbieters.
Beim Broker Flatex werden nicht nur Einzeldepots verwaltet, Trader können auch Gemeinschaftsdepots einrichten. Hier greift natürlich auch die Einlagensicherung – allerdings entsprechend der Anzahl der Inhaber.
Entscheidend ist an dieser Stelle, wo die Guthaben verwaltet werden. Solange Guthaben bei Flatex liegen, greift die Einlagensicherung, da der Broker von der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung erfasst wird.
Die Einlagensicherung unterliegt gesetzlichen Rahmenbedingungen. Daher lassen sich hieraus nicht pauschal Rückschlüsse auf die Seriosität ziehen. Hierzu entwickelt sich erst durch das Gesamtpaket ein klares Bild.
Slippage ist ein Phänomen, das viele erfahrene Trader kennen. Durch schnelle Kursbewegungen werden Stop Loss Orders zu einem möglicherweise schlechteren Preis ausgeführt – was zu markttypischen Risiken gehört.
Investitionen bergen Risiken



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.