

Wer sich als Trader für den Broker Flatex interessiert, findet ziemlich schnell heraus, wo sich der Anbieter von der Konkurrenz abhebt. Die Auswahl bei den Märkten und Handelsinstrumenten sieht im Test vielversprechend aus. Und auch bei den Flatex Gebühren hebt sich das Angebot von der Konkurrenz ab.
Was uns sehr schnell auffällt: Beim Broker Flatex gibt’s einen Wertpapierkredit. Natürlich stellen wir uns die Frage, was Trader an diesem Punkt erwartet. Und was wir in keinem Fall vernachlässigen dürfen: Die Flatex Wertpapierkredit Zinsen. Es wird Zeit, hier einfach genau hinzuschauen.
Flatex Wertpapierkredit – der Faktencheck:
Wertpapierkredite tauchen bei Brokern immer wieder auf. Es handelt sich dabei um besondere Finanzierungsvehikel. Wertpapiere aus dem Trading (auch Fondsanteile aus einem Flatex Sparplan) im Depot werden dabei als Sicherheit für die Finanzierung herangezogen. Damit ist auch klar, warum viele Broker keinen konkreten Kreditbetrag angeben – die Höhe der Kreditlinie hängt in erster Linie davon ab, wie hoch der Bestand bei den Wertpapieren im Depot ist.
Flatex nutzt dieses Instrument ebenfalls, um gegenüber der Konkurrenz herauszustechen. Lässt sich der Wertpapierkredit des Brokers vielleicht sogar verwenden, um eine zusätzliche Rendite zu generieren. Theoretisch ja, da sich mit dem Kapital auch Wertpapiere erwerben lassen. Damit sich das Konstrukt in der Praxis lohnt, muss die Rendite aber in jedem Fall über dem Kreditzins liegen.
Investitionen bergen Risiken
Für die Wertpapiere, die beim Broker gekauft werden oder nach dem Flatex Depotübertrag im Handelskonto landen, einfach einen Kredit erhalten? Klingt doch nach einem interessanten Deal. Grundsätzlich müssen sich Trader immer fragen, wie die Konditionen aussehen. Seitens des Brokers Flatex sind für den Wertpapierkredit natürlich Zinsen fällig. Wie hoch der aktuelle Zinssatz ist, können Sie direkt über das Preisverzeichnis herausfinden.
Zum Testzeitpunkt (Juli 2024) lag der Sollzins für den Wertpapierkredit bei 7,50 Prozent p. a. Effektiv wurden bei Flatex Zinsen in Höhe von 7,71 Prozent p. a. erhoben. Weitere Kosten sind für die wertpapierbesicherte Finanzierung bei Flatex nicht ausgewiesen. Berechnet wird der Zins immer quartalsweise nachschüssig. Ein wichtiger Aspekt betrifft den Antrag.

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Im Formularcenter haben Sie vielleicht schon nach einem Antrag auf den Wertpapierkredit gesucht. Hier müssen wir Sie enttäuschen. Der Kredit wird nämlich automatisch mit der Einrichtung Ihres neuen Wertpapierdepots eingerichtet. An dieser Stelle müssen Sie sich also wirklich um nichts weiter kümmern.
Bevor sich Trader allerdings dafür entscheiden, den Flatex Wertpapierkredit in Anspruch zu nehmen, müssen die Risiken bekannt sein. Verlieren Wertpapiere an Wert, verringert sich auch der Kreditrahmen. Und sollte es zu einer Unterdeckung kommen, besteht in jedem Fall das Risiko, Wertpapiere aus dem Bestand verkaufen zu müssen.
Dass Flatex einen Wertpapierkredit zur Verfügung stellt, lässt manchen Anleger an einen willkommenen Hebel denken, der eine hohe Rendite erwirtschaftet. Allerdings darf man sich hier nicht zu früh freuen. Sowohl der Zinssatz als auch die Abgeltungssteuer – und Orderkosten – legen die Messlatte nach oben. Trotzdem steckt in dem Angebot Potenzial. Anleger dürfen den Wertpapierkredit frei verwenden. Ihnen muss an dieser Stelle aber auch klar sein, welche Risiken sich hinter der Finanzierung verbergen. Verlieren die Wertpapiere als Sicherheit an Wert, sind Probleme vorprogrammiert. Außerdem ist der Kredit auf 250.000 Euro gedeckelt.
Dass Flatex den Kredit direkt mit der Depoteröffnung freigibt, werden viele Trader als sehr angenehm empfinden. In der Praxis gibt es Anleger, die Flatex dafür kritisieren – weil sie den Verzicht auf den Wertpapierkredit schriftlich erklären müssen.
Grundsätzlich gibt der Broker Flatex Anlegern an dieser Stelle keine Zweckbindung vor. Die Kreditsumme kann daher im Alltag frei verwendet werden.
Ja, es ist jederzeit eine Kündigung des Kredits möglich. Dieses Recht räumt der Broker aber nicht nur Anlegern ein, sondern behält sich ebenfalls ein Kündigungsrecht vor.
Nein, bei Differenzkontrakten handelt es sich um keinen physischen Wertpapierbesitz, sondern Finanzderivate – also Anlageprodukte, die ihren Wert aus einem zugrundeliegenden Asset (dem Basiswert) beziehen.
In diesem Zusammenhang sind die Aussagen von Flatex deutlich. Anleger müssen den Sollzins aus Eigenmitteln erbringen.
Investitionen bergen Risiken



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.