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Was ist Futures Trading – Handel mit Futures einfach erklärt

Datum: 06.01.2025
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich
Wesentliche Punkte
  • Futures Trading geht zurück auf das Jahr 1851.
  • Der Handel erfolgt an speziellen Futures-Börsen.
  • Käufer und Verkäufer schließen ein Terminkontrakt ab, das eingehalten werden muss.
  • Da Futures oft einen hohen Umfang haben, wurden Micro-Futures eingeführt.
  • Nach Abschluss ist eine Korrektur des Kontrakts nicht mehr möglich.
  • Es handelt sich um hoch spekulative Produkte.

Was bedeutet Futures und wie funktioniert Futures Trading?

Das Futures Trading basiert grundsätzlich auf der Idee, zukünftige mögliche Entwicklungen eines Basiswertes zu nutzen, um damit einen Gewinn zu erzielen. Es gibt einen Verkäufer und einen Käufer, die sich über Terminkontrakte zusammenfinden.

Es handelt sich um Vertragsgeschäfte. Wenn Sie also mit Futures handeln möchten, sollten Sie sich bewusst machen, dass der Vertrag immer erfüllt werden muss. Sie können eine Position auch vorzeitig glattstellen und diese weiterverkaufen. Inwieweit der Kurs sich bis dahin aber verändert hat, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Daher sind fundierte Informationen und Antworten auf die Frage, was ist Future Trading, eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Trading.

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Wissen für die Börse: Was sind Futures?

Futures sind keine Erfindung der Neuzeit. Tatsächlich geht die Nutzung zurück auf das Jahr 1851. Damals wurde der erste Kontrakt abgeschlossen, und zwar auf das Produkt Mais. Der Abschluss erfolgte an der Chicago Board of Trade. Der Verkäufer des Futures war ein Landwirt. Er hat einen Kontrakt erstellt, in dem er dem Käufer für einen gewissen Zeitpunkt eine bestimmte Menge Mais zu einem festen Preis zusagte. Durch die Annahme des Futures hat sich der Käufer verpflichtet, diesen Preis dann auch zu zahlen und die festgelegte Menge abzunehmen.

Futures waren lange Zeit vordergründig für Produktionsunternehmen wichtig. Sie konnten so eine Preisabsicherung nutzen und unterlagen nicht starken Preisschwankungen am Markt. Dem gegenüber steht natürlich immer das Risiko, dass Produkte günstiger verkauft werden, als es zum Ende des Terminkontrakts vielleicht möglich wäre. Diese sogenannten Warentermingeschäfte werden durch Anleger aber nicht durchgeführt.

Wird Futures Trading erklärt, bezieht sich dies meist auf sogenannte Commodity Futures. Hierbei handelt es sich um Kontrakte, die auf Rohstoffe und Edelmetalle festgelegt werden. Es gibt inzwischen aber auch die Financial Futures. Hier fokussieren sich Käufer und Verkäufer auf Termingeschäfte, die sich auf Finanzmärkte konzentrieren, wie Aktien, Indizes, Devisen, Zinsen und auch Währungen. Die Financial Futures sind für Privatanleger deutlich interessanter als die Warentermingeschäfte. Damit Sie aber auch die Chance haben, auf Rohstoffe zu traden, werden bei einigen Brokern CFDs auf Futures angeboten.

Übersicht über Commodity Futures und Financial Futures

▶️ Financial Futures 💡 Commodity Futures
Immaterielle Basiswerte Materielle Basiswerte
Barausgleich oder Übertrag von Basiswerten in Form von Aktien o.ä. Normalerweise Lieferung von physischen Produkten
Varianten, wie Zins-Futures, Euro-Futures und Dax-Futures Varianten, wie Gold-Futures und Öl-Futures
Wichtig: CFDs auf Futures bedeutet, dass Sie auf die Preisentwicklung vorher ausgewählter Terminkontrakte setzen. Den Vermögenswert, der den Kontrakten zugrunde liegt, besitzen Sie selbst allerdings nicht. Dafür können Sie auf diese Weise profitieren, wenn sich Kursveränderungen bei den ausgewählten Basiswerten zeigen.

Was ist Future Trading nun eigentlich genau?

Die beste Erklärung für Futures Trading ist, dass Sie hier einen Handel durchführen, dessen Grundlage börsengehandelte Terminkontrakte sind. Die Kontrakte sind standardisiert. Der Handel erfolgt zwischen zwei Personen, dem Käufer und dem Verkäufer. Der zugrundeliegende Vermögenswert wird:

  • nach einer bestimmten Laufzeit,
  • zu einem festen Termin und
  • einem vorher festgelegten Preis

verkauft oder gekauft. Eine Besonderheit ist, dass jeder Future-Kontrakt standardisiert ist. Das heißt, jeder Trade hat die gleichen Eigenschaften. Diese beziehen sich auf die:

  • Menge
  • Fälligkeit
  • bei Produkt-Futures auch auf die Qualität

Das heißt, traden Sie Öl-Futures, setzt sich ein Kontrakt immer aus einer Menge von festgelegten 1.000 Barrel zusammen. Die Qualität ist abhängig davon, welche Sorte eines Produktes Sie handeln.

Nachschusspflicht beim Futures Trading

Beim Futures Trading besteht eine Nachschusspflicht. Das bedeutet, dass Trader nicht nur ihr eingesetztes Kapital verlieren können, sondern auch verpflichtet sind, weiteres Geld nachzuzahlen, wenn sich der Markt gegen sie entwickelt. Diese Verpflichtung entsteht durch sogenannte Margin Calls: Wenn das Guthaben auf dem Handelskonto unter die erforderliche Sicherheitsleistung (Margin) fällt, fordert der Broker eine Nachzahlung, um die Positionen abzusichern.

Da Futures standardisierte Kontrakte mit hohen Hebeln sind, können selbst kleine Kursbewegungen zu erheblichen Verlusten führen. Deshalb ist es wichtig, ein striktes Risikomanagement zu betreiben und stets genügend Kapital als Sicherheit auf dem Konto zu halten.

Wann ist das Trading mit Futures zu empfehlen?

Es gibt einige Möglichkeiten, um mit Futures Trading neue Wege beim Handel zu beschreiten. Wir haben die drei häufigsten Gründe zusammengetragen, warum Anleger wissen möchten, wer als bester Futures Broker und dann hier aktiv werden wollen:

1️⃣ Absicherung mit Futures

Der beste Daytrading Broker und Anbieter für ein umfassendes Futures-Trading ist nur dann hilfreich, wenn Sie auch wissen, wie Sie die Kontrakte richtig nutzen. Hedging ist eine der Möglichkeiten. Sie können Ihr Portfolio mit Futures absichern. Haben Sie ein Aktien-Portfolio, das Sie zwar halten möchten, bei dem Sie aber erst einmal Verluste erwarten, können Sie auf Index-Futures zurückgreifen und so eine Absicherung schaffen.

2️⃣ Nutzung von Arbitrage-Trading

Diese Variante ist gut geeignet für Trader, die schon etwas Erfahrung mit Futures gesammelt haben. Sie lässt sich aber auch sehr gut über ein Demokonto ausprobieren. Ungleichgewichte am Markt sind keine Seltenheit. Sehen Sie nach, ob Basiswert und Futures Abweichungen aufweisen. In dem Fall kann es sich lohnen, mit einer Kombination aus Short- und Long-Positionen zu arbeiten. Dabei ist es aber wichtig, dass die Long-Position auf den Wert eröffnet wird, der derzeitig einen günstigeren Preis hat. Die Short-Position sollte dagegen auf den Wert eröffnet werden, der einen höheren Preis hat. Sobald der Wert von Future und Basiswert wieder näher zusammenkommen, kommt es für Sie zu einem Gewinn. Der Gewinn wird als Arbitrage bezeichnet.

3️⃣ Schnelle Trades durchführen

Gehören Sie zu den Tradern, die gern sehr aktiv sind, können Futures für Sie ebenfalls interessant sein. Die Spreads bei Futures sind ebenso gering, wie die Gebühren. Je nach Variante kann die Haltedauer nur einige Sekunden betragen. Es ist aber auch möglich, dass sie bis zu Monaten halten. Das heißt, Sie sind hier besonders flexibel bei Ihren Investments.

Tipp: Wir haben uns verschiedene Broker angesehen, bei denen Sie Futures handeln können. Unter anderem konnten wir bei AvaFutures Erfahrungen sammeln.

Die Vor- und Nachteile von Futures Trading in der Übersicht

Damit Sie besser einschätzen können, ob das Futures Trading zu Ihnen passt, haben wir in der nachfolgenden Tabelle eine Übersicht über die Vor- und Nachteile zusammengestellt:

  • Chancen auf hohe Renditen
  • Hohe Liquidität bei den Finanzprodukten
  • Einsatz von Hebeln möglich
  • Hohe Transparenz durch standardisierte Kontrakte
  • Hohes Risiko für Verluste
  • Komplexitiät bei Trading
  • Wenig Flexibilität durch festes Verfallsdatum
Wichtig: Der Handel mit Futures gilt als sehr risikoreich. Sie können hier höhere Summen verlieren, als Sie investieren. Ein umfassendes Risikomanagement ist daher unverzichtbar. Mit einer Chartanalyse ist es möglich, Ihre Strategie fundiert auszuarbeiten. Testen Sie sich mit geringen Beträgen durch die Funktionsweise von Futures oder nutzen Sie ein Demokonto, um Ihre Strategie zu testen und anzupassen.

CFDs oder Futures – was ist beim Future Trading der Unterschied?

Ein Punkt, auf den wir gern noch eingehen möchten, ist der Unterschied zwischen dem Handel mit CFDs und mit Futures. Bei beiden Ausführungen handelt es sich um Derivate. Sie können bei beiden Ausführungen sowohl die Kurssteigerung als auch den Kursfall auswählen. Bis zu diesem Punkt sind beide Ausführungen gleich. Ebenfalls möglich ist es, mit einem Hebel zu arbeiten. Allerdings gibt es Unterschiede:

  1. Bei einem Future-Kontrakt steht von Beginn an das Datum für den Verfall fest, bei CFDs entscheiden Sie selbst, wann Sie den Kontrakt beenden.
  2. Sie können als Käufer beim Futures-Trading entweder die Preisdifferenz in bar erhalten oder aber den Basiswert des Kontrakts.
  3. Futures gibt es inzwischen zwar nicht mehr nur für Rohstoffe, sondern auch für Finanzprodukte. Mehr Diversität bieten Ihnen aber CFDs.

Ob CFDs oder Futures für Sie die richtige Wahl darstellen, hängt unter anderem von Ihrer Risikobereitschaft und Ihrer Marktkenntnis ab. Eine Empfehlung von uns lautet, bei beiden Varianten immer erst einmal mit einem Demokonto ein Gefühl für das Trading zu bekommen.

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FAQ

❓ Was bedeutet Futures?

Die Antwort auf die Frage, was bedeutet Futures, lässt sich einfach geben. Futures sind Terminkontrakte, die der Verkäufer zu einem festgelegten Zeitpunkt und einem vorher vereinbarten Preis an den Käufer abgeben muss.

🛡️ Wie hoch ist bei Futures Trading das Risiko?

Futures Trading gilt als hochspekulative Variante des Handels, das Sie hier versuchen, den Wert eines Kontrakts für einen bestimmten Zeitpunkt möglichst genau einzuschätzen.

✔️ Ist Hebel-Trading bei Futures möglich?

Ja, grundsätzlich können Sie bei Futures auch Hebel Trading durchführen. Beachten Sie, dass die Suche nach einem Broker mit hohem Hebel eingeschränkt werden kann durch Begrenzungen für die Hebel-Höhe in Deutschland durch rechtliche Vorgaben.

💡 Was ist eine Short-Position?

Wenn Sie beim Handel mit Futures eine Short-Position eröffnen, dann führen Sie einen Leerkauf durch. Sie gehen davon aus, dass der Wert des Basiswertes sinkt. Sollte das passieren, kaufen Sie den Basiswert zurück und generieren auf diese Weise einen Gewinn.

▶️ Was ist der Unterschied zwischen Futures und CFDs?

Beide Formen des Tradings sind Derivate. Während CFDs aber ausschließlich in bar abgewickelt werden, können bei Futures auch Basiswerte verkauft werden. Zudem steht das Verfallsdatum des Future-Kontrakts von Beginn an fest.

Fazit – Future Trading als risiko- und chancenreiche Trading-Variante

Beim Futures Trading geht es darum einzuschätzen, wie sich ein Basiswert in einem bestimmten Zeitraum entwickeln wird. Agieren Sie als Verkäufer, legen Sie den Preis fest, zu dem Sie den Basiswert verkaufen möchten. Der Vertrag wird dann zum Verfallsdatum fällig. Sind Sie Käufer, verpflichten Sie sich, den Kontrakt zum Verfallsdatum auch zu dem Preis zu kaufen. Beide Seiten müssen den Vertrag ausführen. Auch wenn der Futures-Handel seinen Ursprung vor allem im Agrar-und Rohstoff-Bereich hat, bietet er inzwischen auch für Privat-Anleger gute Chancen auf eine hohe Rendite, wenn das Risiko richtig eingeschätzt und abgesichert wird.

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