

Interactive Brokers ist ein weltweit führender Online-Broker, der eine breite Palette von Finanzinstrumenten anbietet, darunter Aktien, Optionen, Futures, Anleihen, ETFs, Fonds und CFDs. Dementsprechend ist es auch möglich, auf Margin zu handeln, das heißt, bei Interactive Brokers einen Hebel zu nutzen.
In diesem Artikel gehen wir detailliert darauf ein, wie Anleger bei Interactive Brokers einen Hebel einstellen können und was es dabei zu beachten gibt. Denn IB unterscheidet sich in einigen Bereichen wesentlich von anderen klassischen Direktbanken oder Neobrokern.
Anleger können bei Interactive Brokers mit Hebel und auf Margin handeln, wodurch sie ihre Kaufkraft erhöhen und größere Positionen als ihr tatsächliches Kapital handeln können.
Der Hebel kann jedoch sowohl Gewinne als auch Verluste potenzieren, weshalb ein gutes Risikomanagement unerlässlich ist.
Zudem müssen Anleger gewisse Voraussetzungen mitbringen, insbesondere Handelserfahrungen. Diese fragt der Broker im Vorfeld ab. Erst wenn der Kunde über die erforderlichen Handelsvoraussetzungen verfügt, kann er bei Interactive Brokers einen Hebel einstellen.
IB bietet nicht nur den CFD-Handel an, sondern eine breite Palette an Instrumenten wie Optionen und Aktien. All dies können Anleger bei Interactive Brokers mit Hebel handeln.
Doch im Gegensatz zum CFD-Trading, bei dem es einen fest definierten Maximalhebel gibt, erfolgt die Hebel- oder Marginanforderung im Aktien- und Optionshandel auf einer risikobasierten Methode.
Das risikobasierte Marginsystem von Interactive Brokers bewertet Portfolios, um die spezifischen Margin-Anforderungen festzulegen. Diese Methode simuliert mögliche Marktbewegungen und prognostiziert potenzielle Ausgänge, um ein genaueres Bild des Risikos und der erforderlichen Margin zu erhalten.
Dieses Modell erlaubt es, die Hebelwirkung zu optimieren, indem es die tatsächliche Marktvolatilität und das Risiko jeder Position berücksichtigt.
Außerdem fallen bei Interactive Brokers Gebühren an, wenn der Anleger auf Margin handelt. Denn Margin bedeutet die Inanspruchnahme eines Kredits. IB bietet vergleichsweise niedrige Zinssätze und können auf der Website des Brokers eingesehen werden.

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Innerhalb eines Portfolios können Positionen, die denselben Basiswert betreffen, Verluste und Gewinne ausgleichen. Zum Beispiel könnte ein Verlust aus einer Long-Position in einer Aktie durch einen Gewinn aus einem Long-Put-Optionskontrakt auf dieselbe Aktie ausgeglichen werden.
Dies reduziert die Gesamtanforderungen an die Margin und berücksichtigt das Risiko genauer.
Kurz gesagt: Das Interactive Brokers Leverage richtet sich nach den konkreten Basiswerten, die der Anleger im Portfolio hat. Es werden Basiswertgenaue Risiken berücksichtigt, wie die Liquidität des Basiswertes, die Volatilität, entgegengesetzte Positionen und mehr. Dadurch entsteht ein Risikowert für das gesamte Portfolio.
| ▶️ Hauptwährungspaare | 1:30 |
|---|---|
| ▶️ Nebenwährungspaare, Gold und wichtige Indizes | 1:20 |
| ▶️ Rohstoffe (außer Gold) und kleinere Aktien-Indizes | 1:10 |
| ▶️ Einzelaktien und andere bislang nicht genannte Basiswerte | 1:5 |
Beispiel: Ein Trader kauft einen DAX-CFD mit einer Margin von 5 % (das kommt einem Hebel von 1:20 gleich), was bedeutet, dass er nur 1.000 EUR für eine Position im Wert von 20.000 EUR hinterlegen muss.
Steigt der DAX um 1 % würde sich ein Gewinn von 200 EUR ergeben, was 20 % des investierten Kapitals entspricht. Das Gleiche gilt aber auch umgekehrt, wenn der DAX in diesem Beispiel 1 % verlieren würde. Dann hätte der Anleger einen Verlust von 20 % bezogen auf das investierte Kapital.
Wichtig: Anleger müssen bei Interactive Brokers nicht den maximalen Hebel nutzen, auch wenn dieser häufig standardmäßig voreingestellt ist. Es ist ratsam, den Hebel zu reduzieren, um Risiken zu minimieren. Einsteiger sollte zudem das Interactive Brokers Demokonto nutzen, um erste Erfahrungen zu sammeln.
Interactive Brokers ist in mehreren Regionen reguliert, einschließlich der EU, wo strenge Vorschriften gelten, um den Schutz der Privatanleger zu gewährleisten. Diese Regulierungen beeinflussen die Hebel- und Margin-Anforderungen und tragen zur Sicherheit und Stabilität des Handels bei.
In der EU gibt es für Privatanleger keine Nachschusspflicht, was bedeutet, dass sie nicht mehr als ihr investiertes Kapital verlieren können. Dies schützt Anleger vor unvorhergesehenen, hohen Verlusten.
Die Regulierung bedeutet allerdings nicht, dass Interactive Brokers Steuern auf realisierte Gewinne abführt. Anleger aus Deutschland müssen ihre Gewinne demnach in ihrer Steuererklärung angeben.
Anleger können bei Interactive Brokers einen Hebel einstellen im Handel mit Aktien, Optionen, Futures und CFDs. Trader sollten unbedingt die spezifischen Margin-Anforderungen und Risiken verstehen. Anfängern kann es zunächst sehr kompliziert erscheinen, wie Interactive Brokers Leverage berechnet und einstellt.
Wenn die Hintergründe nicht verstanden werden, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass der Marginhandel bei Interactive Brokers möglicherweise derzeit nicht das richtige ist.
Durch die Implementierung eines soliden Risikomanagements, der verantwortungsvollen Nutzung von Hebeln und durch eine kontinuierliche Weiterbildung können Anleger ihre Handelsstrategien optimieren und erfolgreich am Markt agieren.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.